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Disneys TARZAN – die letzten Wochen in Stuttgart

Disneys Musical TARZAN ist seit einigen Jahren nicht mehr aus der Musicalwelt in Deutschland wegzudenken. Zuerst verwandelten Tarzan und Jane für 5 Jahre die Hansestadt Hamburg in einen Dschungel, bevor sie dann 2013 in den Stuttgarter Dschungel umzogen. In Stuttgart erfreut sich TARZAN seither an großer Begeisterung des Publikums. Doch auch der Westen Deutschlands soll in den Genuss kommen, dieses Musical genießen zu dürfen. Bis zum 28. August läuft TARZAN noch in Stuttgart. Anschließend wird es im Metronom Theater in Oberhausen zu sehen sein. Pünktlich zum nahenden Ende hat sich Musical1 Redakteurin Stefanie Müller das Musical erneut angesehen und berichtet unter anderem, wie sich Stuttgarts neue Kala und Kerchak eingewöhnt haben.

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Tarzan Logo
Tarzan Logo © Stage Entertainment

Disneys Musical TARZAN

TARZAN ist für Musical1 Redakteurin Stefanie Müller immer eine Reise wert. Das Musical basiert auf dem Disney Klassiker TARZAN und ist gerade deshalb ein Musical für Groß und Klein. Es ist actionreich, aber auch voll von lustigen und romantischen Szenen. Das Musical spielt im Dschungel und handelt von einem kleinen Jungen, der als Baby seine Eltern verliert und von der Affenmutter Kala gefunden und aufgezogen wird. Kerchak, der stolze Anführer der Sippe, hegt einen alten Groll gegen die Menschen und akzeptiert den Jungen nicht. Der kleine Junge wächst trotz der Unterschiede zu einem jungen Mann heran, der alles dafür tut endlich von Kerchak akzeptiert zu werden. Doch plötzlich sind fremde Wesen im Dschungel, die Tarzan sehr ähneln. Professor Porter, seine Tochter Jane und Expeditionsleiter Clayton sind auf der Suche nach Gorillas und treffen schließlich auf Tarzan. Dieser verliebt sich in Jane und wird kurz darauf vor die Wahl gestellt: Geht er mit den Menschen in das ferne London oder bleibt er bei seiner Familie?

Das Publikum wird zu einem Teil des Dschungels

Zu Beginn des Musicals erlebt das Publikum, wie Tarzans leibliche Familie auf einer Insel strandet. Kurz darauf wird der ganze Saal zum Dschungel. Darsteller, die als Gorilla verkleidet sind, fliegen aus allen Ecken des Theaters an extra angefertigten Lianen durch die Gegend. Sie laufen durch die Gänge und sind nicht so scheu wie ihre tierischen Ebenbilder in der freien Natur. So kommt es mal vor, dass sich ein Darsteller neben einen Zuschauer gesellt und ihm die Hand schüttelt oder auch durch die Haare fährt. Während des ganzen Stückes passiert nicht nur etwas auf der Bühne, sondern auch über den Köpfen der Zuschauer und um sie herum. Gorillas schwingen sich von Ast zu Ast und riesige und wunderschöne Geschöpfe aus der Welt der Flora und Fauna bezaubern einen mit prachtvollen Kostümen. So wird das Publikum zu einem Teil des Dschungels und fühlt sich nicht nur wie ein Zuschauer aus weiter Ferne.
Die Kostüme sind sehr detailreich und aufwendig verarbeitet. Die Pflanzen haben wunderschöne bunte und kräftige Farben. Jeder Darsteller hat sein eigenes und individuell auf ihn abgestimmtes Affenkostüm. So haben auch die beiden neuen Darsteller Andreas Lichtenberger und Anna Thorén ihr einzigartiges Kostüm erhalten.

Anna Thorén und Andreas Lichtenberger: Tarzan-Darsteller vor dem Neuen Schloss in Stuttgart

Die Neuen: Anna & Andreas © Stage Entertainment

Das gewisse Etwas der neuen Darsteller

Für jede Rolle gibt es bekannterweise mehrere Besetzungen. Und obwohl das Musical eine feste Vorlage hat und jede Rolle eine vorgeschriebene Persönlichkeit, schaffen es die Darsteller immer etwas Eigenes in die Rolle einfließen zu lassen. So kommt es dazu, dass jede Show ein wenig anders ist. Alle, die sich das Musical womöglich öfters ansehen, werden in der Lage sein, diese Unterschiede zu erkennen. Und auch die beiden neuen Darsteller haben bewiesen, dass sie ihren Charakteren ihre eigene Persönlichkeit gegeben haben.Andreas Lichtenberger ist nicht zum ersten Mal in den Dschungel zurückgekehrt. Er kennt sich in seiner Rolle als Anführer schon aus und lieferte am 8.7. eine perfekte Leistung ab. Er hatte den nötigen Dickkopf, der vor allem in den Szenen mit Tarzan und Kala zum Vorschein kommt. Er war furchterregend wie es ein großer, mächtiger Gorilla ist, der seine Sippe verteidigt. Andreas gab dem Oberhaupt aber auch etwas Sensibles. Der Streit mit seinem Weibchen Kala geht nicht spurlos an ihm vorbei. Es zerbricht einem fast das Herz, wenn man in diesem Moment den Ausdruck in seinem Gesicht sieht. Auch scheint er seine kühle Haltung dem kleinen Tarzan gegenüber zu bereuen, doch die Angst vor der Vergangenheit ist deutlich in seinen Augen zu sehen. Aber nicht nur schauspielerisch überzeugt Andreas Lichtenberger auf ganzer Linie, auch gesanglich passt er mit seinem kräftigen Bariton perfekt in die Rolle des Kerchaks.

Anna Thorén – die neue Kala

Anna Thorén hat zuvor keine Erfahrungen als Affenmutter sammeln können. Sie musste in der Probenzeit alles über die Gorillas lernen. Das beinhaltet nicht nur den Gang eines Affen, der leichter aussieht, als er ist, sondern auch das ganze Verhalten der Affenart und das Wirken auf der Bühne. Das Fliegen ist auch nicht zu vergessen. Es ein wichtiger Bestandteil des Musicals und obwohl die Rolle der Kala nicht so oft über den Köpfen des Publikums fliegt, muss es gelernt sein. Wenn man bedenkt, dass Anna Thorén während der Proben noch Engagements in München und Halle hatte, wo sie zwischendurch und auch kurz vor ihrer Premiere bei TARZAN hinreisen musste, hat Anna eine beachtliche Leistung erbracht. Sie hat alles großartig gemeistert und lieferte am 8. Juli eine sehr gute Performance ab. In den Szenen mit dem kleinen Tarzan zeigt sie eine sehr fürsorgliche, liebende und liebenswerte Kala. Sie liebt ihren Sohn über alles und würde alles tun, um ihn zu beschützen. Anna zeigt die Stärke einer Mutter genauso gut, wie die Verletzlichkeit in traurigen Momenten. Ihre Lieder singt sie sehr gefühlvoll und in den Duetten harmoniert sie sehr gut mit Andreas und Gian Marco. Mit Anna Thorén und Andreas Lichtenberger wurden zwei hervorragende Darsteller für die letzten Shows in Stuttgart gefunden.

© Stage Entertainment

Tarzan und Jane © Stage Entertainment

Tarzan und Jane

Doch auch die Alteingesessenen wie Merle Hoch als Jane Porter und Gian Marco Schiaretti als Tarzan lieferten eine gewohnt grandiose Vorstellung ab.
Merle Hoch scheint im Laufe der Zeit immer mehr Facetten der Jane gefunden zu haben. Diese kann sie nach Belieben an die Situation und den jeweiligen Schauspieler ihr gegenüber anpassen. Merle zauberte eine furchtbar lustige und selbstbewusste Jane auf die Bühne. Mit ihrem Bühnenpartner Gian Marco harmoniert sie nicht nur schauspielerisch, sondern auch gesanglich perfekt. Schiaretti sieht genauso aus, wie man sich einen Tarzan vorstellt. Doch nicht nur sein Aussehen macht ihn zu einem guten Tarzan, sondern auch sein Gesang und seine belebende und enthusiastische Art ihn zu spielen.

Neben dem großen Tarzan, gibt es natürlich noch den kleinen Tarzan, der von Malte Erik Bernstein verkörpert wurde. Der zierlich wirkende Junge hat eine unerwartete Sicherheit ausgestrahlt. Er scheint sich auf der Bühne wohlzufühlen und hat eine sehr gute und deutliche Aussprache gehabt. Seine Stimme hat sehr gut zu der Rolle gepasst und ist durchweg sicher geblieben. Auch schauspielerisch hat er eine sehr gute Leistung abgeliefert und gut mit den Erwachsenen interagiert. Die athletischen Fähigkeiten des jungen Tarzan waren mehr als nur bewundernswert.

Tarzan Kinderdarsteller

Tarzan Ensemble © Stage Entertainment/Deen van Meer

Die weiteren Dschungelbewohner

Des Weiteren standen Massimiliano Pironti als Terk, Maik Lohse als Professor Porter und Rudi Reschke als Clayton auf der Bühne. Die Stimmung im Publikum scheint bei dem Musical TARZAN immer sehr locker und heiter zu sein, welches unter anderem dem Zutun von Terk zu verdanken ist. Die Darsteller des Terks haben die ehrenvolle Aufgabe positive Energie auszustrahlen und das Publikum mit Witz und Charm für sich zu gewinnen. Und auch am 8.7. schaffte es Massimiliano das Publikum, zum Lachen zu bringen. Er ist eine sehr gute Besetzung für die Rolle. Maik Lohse und Rudi Reschke spielen zwei weitere Charaktere, die für gute Stimmung sorgten. Maik zeigt den perfekten Grad an Tollpatschigkeit und Witz für den Professor, jedoch auch den nötigen Tiefsinn und das Einfühlungsvermögen, um seiner Tochter zu helfen. Auch Rudi überzeugte mit seiner Darstellung des Bösewichts.
Das gesamte Ensemble ist dabei nicht zu vernachlässigen. Sie spielten eine grandiose Show mit anspruchsvollen und eindrucksvollen Choreografien in der Luft und auf dem Boden.

Nur noch bis Ende August in Stuttgart

Wer sich das Musical in der Besetzung nicht entgehen lassen möchte, sollte sich beeilen. Nach knapp 3 Jahren ist TARZAN nur noch bis zum 28. August in Stuttgart zu sehen. Anschließend zieht Tarzan mit der gesamten Sippe weiter, um sich ein neues Zuhause zu suchen. Ab Herbst werden sie im Metronom Theater in Oberhausen einziehen.

Kategorie: Allgemein,Kritiken,Tarzan

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Autor: S. Müller(24.07.2016)

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