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Standing Ovations für DER FLIEGENDE HOLLÄNDER

Die konzertante Uraufführung von DER FLIEGENDE HOLLÄNDER war ein voller Erfolg. Mit Standing Ovations und Applaus wurden sowohl die Uraufführung als auch die folgende Vorstellung bedacht. Das Musical stammt von Philipp Polzin und Christian Dellacher und eine Aufzeichnung des Stückes ist in der Mediathek des WDR zu finden.

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DER FLIEGENDE HOLLÄNDER
DER FLIEGENDE HOLLÄNDER © WDR/Claus Langer

Konzertante Uraufführung im WDR Funkhaus

Am Samstag, den 24. Februar, hob sich sinnbildlich im WDR Funkhaus in Köln der Vorhang für die zweite Vorstellung von DER FLIEGENDE HOLLÄNDER. Dieses Musical von Philipp Polzin und Christian Dellacher feierte am Tag zuvor seine konzertante Uraufführung und auch Musical1 war in Köln, um sich von dem kompletten Musical zu überzeugen. Erste Einblicke hatten sich uns 2015 zum CREATORS-Wettbewerb geboten.

Der fliegende Holländer

Diese Legende hat schon viele Künstler inspiriert, sei es nun Richard Wagner für seine gleichnamige Oper oder die kreativen Köpfe in Hollywood, die diese Sagengestalt in die bekannte Filmreihe „Fluch der Karibik“ eingebaut haben. Die Legende variiert, doch eines ist immer gleich: Ein verfluchter Kapitän, der auf seinem Schiff umher segelt und nie Frieden findet.

Im Musical ist es dem Kapitän nur alle 7 Jahre erlaubt, für 7 Tage an Land zu gehen. So wird es zumindest in dem kleinen Ort erzählt, wo das Ganze spielt. Vor allem der Kapitänstochter Senta scheint diese Geschichte sehr nahe zu gehen und immer wieder träumt sie von diesem Kapitän. Währenddessen hat Sentas Vater Daland es geschafft, sein Schiff sicher in den Hafen zu steuern. Der alte Seebär hat einen Gast dabei, von dem keiner ahnt, dass es sich um den fliegenden Holländer handelt. Als dieser Senta sieht, wird ihm klar, dass sie die Frau ist, dessen Kuss ihn von seinem Fluch erlösen wird. Sie ähnelt schließlich seiner Frau Aline, die er vor langer Zeit verlor, als er den Fluch auf sich lud. Senta hingegen wird von dem Matrosen Erik umworben und auch ihr Herz scheint für ihn zu schlagen.

Nach und nach spitzt sich alles zu und schließlich entführt der fliegende Holländer Senta auf sein Schiff, wo sie ihn erlösen soll. Sofort nehmen Erik und Daland mit der eigenen Mannschaft die Verfolgung auf, um Senta zu befreien.

Mit wenig Mitteln gut in Szene gesetzt

Obwohl es nur eine konzertante Aufführung war, wurde versucht, auch szenisch zu arbeiten. Durch den vielfältigen Einsatz von Stühlen zur

Senta und Ensemble

© WDR/Claus Langer

Bühnenbildkonstruktion, Kostümen und einfachen Choreographien ist dies dem Regisseur Roland Hüve wirklich hervorragend gelungen. Zusammen mit diesen Andeutungen einer Szene und der stimmigen Musik beflügelte das Stück die Fantasie und regte zu eigenen „Bühnenbildern“ an. Zu gut konnte man sich das Schiff im Sturm, die Stadt oder die Taverne vorstellen. Die Musik ist auf ein größeres Orchester ausgelegt und das Funkhausorchester bewies, dass es dieser Aufgabe mehr als gewachsen war.

Große Stimmen und viel Gefühl

Auch die Besetzung war sehr überzeugend. Die Titelrolle hatte Chris Murray inne, der bereits 2011 für die Best of die:schreibmaschine -CD von blickpunkt Musical den Song „Heut Nacht“ sang. Doch nicht nur da war er in dieser Rolle zu hören. 2014 sang er „Heut Nacht“ und „Aline“ im Aufnahmestudio für seine CD „Musical Times hoch 5“ und 2015 letztlich auch bei dem Musicalwettbewerb CREATORS. Er beweist einmal mehr eine starke Wandlungsfähigkeit und sowohl sanfte Balladen wie auch kraftvolle Songs meistert er mit Bravour.

Milica Jovanovic spielte die Kapitänstochter Senta und bewies viel Gefühl in den Liedern. Man glaubte ihr was sie spielte, wenngleich zum Ende die Wendung sehr plötzlich kam, was jedoch vermutlich fehlenden Dialogen zuzuschreiben ist, die bei einer konzertanten Aufführung meist gekürzt oder komplett rausgestrichen werden.
Ihren Vater Daland spielte Thomas Bayer, der als alter Kapitän und Vater gleichermaßen überzeugen konnte. Auch die Erzählerparts, wie die Logbucheinträge mimt er stimmig und hat eine markante aber angenehme Art zu betonen.
Hinter dem jungen, verliebten Matrosen Erik steckte Richard-Salvador Wolff, der diesen authentisch verkörperte. Seine sanfte Stimme passte perfekt zu dem jungen, unbedachten Seemann.
Die Ensemblenummern und Statistenrollen wurden von der Gruppe „Vocal Journey“ verkörpert, die nicht nur sehr überzeugend spielten, sondern auch sehr deutlich sangen, sodass man sie bis in die hinteren Reihen verstehen konnte.

Fazit

Dieses Musical sticht mit seinem dramatischen Stil aus der Masse hervor und das im positiven Sinn. Die Musik erinnert vom Stil stellenweise an die Kompositionen von Frank Wildhorn. Fans dieses Komponisten werden DER FLIEGENDE HOLLÄNDER also vermutlich lieben. Die Idee, ein Musical auf diese alte und bekannte Sage zu entwickeln, war wagemutig, doch sie stieß auf große Begeisterung, wie lange und sofortige Standing Ovations im ganzen Saal zeigten, kaum dass das Stück beendet war. Jeder, der es nicht zu einer Show geschafft hat, kann bis zum 23.02.2019 die Aufzeichnung in der Mediathek des WDRs ansehen.

Kategorie: Allgemein,Galas & Konzerte,Kritiken

Autor: A. Polifka(09.03.2018)

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