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SILKE GEERTZ und MARIA ARNOLD- THE BAND im Interview

Vor kurzem hatten wir die Gelegenheit, ein zweites Girls Paar aus dem Musical THE BAND zu einem Gespräch zu treffen. Silke Geertz und Maria Arnold (Rachel),haben uns verraten, wie sie jeden Abend THE BAND erleben. Die zwei hatten auch eine Überraschung mit dabei. Wir verlosen in diesem Interview 1 x 2 Tickets für THE BAND - Das Musical.

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Silke Geertz und Maria Arnold Silke Geertz ©Niklas Vogt Maria Arnold ©Esther Hilsemer

Hallo ihr zwei, schön Euch zu treffen. Ihr beide spielt im Musical THE BAND die Rolle der Rachel.
Maria, Du bist die junge Rachel mit Wünschen, Träumen und Zielen.
Silke, Du bist Rachel 25 Jahre später, die die Wünsche und Träume der jungen Rachel doch sehr relativieren muss. Rachels Träume und die Wirklichkeit sind doch sehr weit auseinander.

Silke hast Du, wenn Du zurückblickst, solche Erfahrungen auch selber gemacht? Hattest Du Träume und Wünsche als 16 jährige. Die dann so gar nicht in Erfüllung gegangen sind?

Solche Erfahrungen hat wohl jeder in irgendeiner Art und Weise. Für mich stand schon immer fest, dass ich Schauspielerin werden will. Also kann ich sagen, der größte Wunsch in meinem Lebenhat sich erfüllt.

Natürlich gab es auch Pläne oder Ziele, die sich nicht erfüllt haben. An einigen arbeite ich heute noch, andere habe ich verworfen.  Ich habe im Laufe der Jahre aber auch gelernt, dass einem Pläne auch im Wege stehen können. Ich bin heute sicher offener und mutiger als damals, als junges Mädchen. Es bedarf aber wohl auch an Erfahrungen und Erlebten, um gelassener zu werden, um Pläne relativieren zu können. Ich habe gelernt, dass man vieles verpassen kann, wenn man zu strikt seinen Weg verfolgen will. Offen sein für Neues oder Anderes, kann einem wunderbare Erlebnisse geben. Durch diese Einstellung kann ich heute sagen: Ich habe für mich vieles richtig gemacht. Alles ist so wie es gekommen ist gut, und gibt neuen Plänen und Zielen einen Raum.

THE BAND and young Girls

©alexotto

Maria, Du bist noch sehr jung und hast Wünsche und Träume, meinst Du diese werden sich erfüllen und magst Du uns verraten, was das für Wünsche sind?

Ein großer Kindheitswunsch hat sich bereits erfüllt. Ich stehe hier im Theater des Westens bei einem Stage Entertainment Musical auf der Bühne. Dieser Wunsch ist im Alter von 12 Jahren entstanden, nachdem ich „Mamma Mia“ in Hamburg gesehen hatte. Zu diesem Zeitpunkt habe ich noch Speedskating als Leistungssport gemacht. Das hat mein Leben sehr bestimmt. Deswegen habe ich mich mit 14/15 dann entschieden, den Sport aufzugeben, um mich voll und ganz der Bühne zu widmen. Der Wunsch, Weltmeisterin im Speedskating zu werden, wurde geopfert, hat sich nicht erfüllt. Dafür ist der andere Wunsch auf dieser großen Musicalbühne jetzt wahr geworden.

Ihr beide verkörpert ja ein Girl im Stück THE BAND, insgesamt sind es aber 5 bzw. 4. alle sind Riesen Fans von THE BAND und machen allerlei verrückte Sachen.
Maria, kannst Du das nachvollziehen? Bist Du auch von etwas ein Riesen Fan oder vielleicht gewesen und kannst die Aktionen der „jung“ Girls nachvollziehen?

Ja das kann ich sehr gut nachvollziehen. Ich hatte auch eine allerbeste Freundin in der Grundschule und ja, wir waren auch Fan-Girls. Die No Angels waren unsere favorisierte Band. Über meinem Bett hingen mehrere große Poster von ihnen. Wir haben die Musik rauf und runter gehört. Und auch wir haben die Choreografien nachgetanzt oder uns selber welche ausgedacht. Und wir haben kleine Fotoshootings gemacht. Wir in No Angels Position, also so wie die Girls damals auf der Bühne oder Plakaten zu sehen waren, das haben wir im Foto nachgestellt. Meine beste Freundin hatte immer die neusten CDs von den No Angels, da bin ich dann immer hin und wir haben gemeinsam geträumt, einmal ein Konzert live zu besuchen. Als dieser Wunsch in Erfüllung ging, war ich allerdings noch jünger als die Girls in der Show. Ich stand bei dem No Angels Konzert dann in der ersten Reihe und von hinten wurde gedrängelt und geschoben. Das bekamen die No Angels mit und forderten die anderen auf, nicht so zu drängeln, damit das kleine Mädchen nicht zerquetscht würde. Außerdem kamen Lucy und Jessica während des Konzerts an den Bühnenrand und gaben mir die Hand. Ich war selig. Es war ein einmaliges Erlebnis. Als dann ausgerechnet diese beiden – also Lucy und Jessica bei der Premiere hier im Theater des Westens von unserer Show THE BAND, in der ersten Reihe saßen, – und dieses Mal ich auf der Bühne – hatte ich das Gefühl, dass, während sich ein Kindheitstraum erfüllt, sich gleichzeitig auch irgendwie ein Kreis schließt. Es war ein unglaublich emotionaler Moment, weil auch ich da irgendwie schon so eine Begegnung mit meinem jüngeren ICH hatte, genau wie die Mädels nach 25 Jahren in dem Stück.

Silke an dich die gleiche Frage, warst Du auch ein Riesen-Fan von etwas? Könntest Du dir heute vorstellen, auch so etwas Verrücktes zu tun, wie die Freundinnen nach 25 Jahren?

Ein riesen fanatischer Fan in dem Sinne wie im Stück, war ich nie. Ich fand Prince toll, zu dieser Zeit war ich aber schon erwachsener, also habe ich es nicht so ausgelebt. Für mich waren es eher Schauspieler, meine Idole waren andere Schauspieler und Schauspielerinnen. Ich war eine fanatische Kinogängerin. Später habe ich dann das Theater für mich entdeckt.

Ich kann aber das Fan sein total nachvollziehen und auch, dass man da Verrücktes macht. Sich gemeinsam für etwas zu begeistern ist doch das Tollste! Vor einigen Jahren habe ich zum Beispiel angefangen, mit Freunden in Konzerte von lebenden Legenden, wie Marianne Faithful oder Cindy Lauper u.a. zu gehen.

THE BAND – Das Musical trägt ja als Grundaussage, Freundschaft über Jahre hinweg.
Silke hast Du Freundinnen, die Dich über die Jahre hinweg begleitet haben und hattet ihr in der Zeit immer Kontakt oder gab es da auch eine Auszeit, weil Euch das Leben auf irgendeine Art und Weise getrennt hat?

Ich habe eine beste Freundin und das jetzt schon über Jahrzehnte hinweg. Es gibt Zeiten, da ist es zwischen uns ruhiger. Jede von uns hat ja ihr eigenes Leben, eigene Verpflichtungen. Totale Funkstille gab es aber noch nie, auch wenn wir uns nicht ständig sehen konnten, blieb der Kontakt dann anders bestehen. Momentan sind wir wieder gerade sehr eng miteinander verbunden. Wir stellen dann nach einer ruhigen Zeit fest, wenn wir uns wiedersehen: es hat sich nichts verändert, seit dem letzten Kontakt. Wir reden miteinander, bringen uns auf den neusten Stand der Ereignisse und können dann genau dort weitermachen wo wir uns beim letzten Mal getrennt haben. Das ist ein tolles Gefühl und verbindet uns sehr.

Im Stück finde ich es so schön, dass die Girls alle so unterschiedlich sind. Ihre Zukunftspläne, aber auch ihre Charaktere sind so verschieden und trotzdem halten sie zusammen, sind unzertrennlich. Durch ihre Verschiedenheit ergänzen sie sich. 25 Jahre später ist es genauso. Bei allen kam alles ganz anders aber die Freundschaft lässt die Akzeptanz und die Versöhnung mit der Jugend zu.

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Szenenbild © Stage Entertainment

Maria, wie ist es bei dir? Hast Du beste Freundinnen und kannst Du Dir vorstellen, dass diese Freundschaften über so lange Jahre ohne Kontakt halten könnten?

Ja klar, ich glaube dass so etwas funktionieren kann. Mit meinen engsten Freunden wird es hoffentlich genauso sein.

Auf der anderen Seite ist es aber, denke ich, auch normal und in Ordnung, dass auch wichtige Begegnungen und Freundschaften nicht für immer sind. Man verbringt eine gewisse Zeit miteinander, Interessen und Lebenssituationen verändern sich. Auf einmal passt es nicht mehr wirklich oder verliert sich einfach. Das ist aber nicht schlimm und deshalb auch nicht weniger wert. Die Begegnung bleibt, die Zeit, die gemeinsamen Erfahrungen bleiben und die trägt man auch weiter in sich an die nächsten Orte. Vielleicht trifft man ja sogar wieder aufeinander und kann den Weg wieder gemeinsam fortsetzen.

Die Szene im Springbrunnen in Prag! Silke kannst Du dir vorstellen, so etwas auch zu machen, also aus einer Situation heraus irgendetwas Verrücktes zu machen?

Heute kann ich mir das ganz sicher vorstellen. Früher war ich da ängstlicher und zurückhaltender. Im Laufe der Zeit wird man zum Glück etwas gelassener und lebt unbeschwerter. Sein Leben mit Spaß und Verrücktheiten leben zu können ist ein Geschenk, welches man annehmen und zulassen sollte. Ich glaube, man bereut am Ende nur das, was man nicht getan hat.

Maria kannst Du diese Verrücktheit der erwachsenen Girls nachvollziehen? Wäre dir so etwas peinlich?

Manchmal hat man ja schon seine Bedenken, dass einem das Leben und die Erfahrung vielleicht die Gelassenheit nehmen und man selber spießig bzw. ängstlicher wird. Um so mehr würden mir im Springbrunnen tanzende Ü40-Frauen Hoffnung geben, dass das eben nicht so sein muss 😉 Dass man sich diese Verrücktheiten, den Humor und das Glück, das aus solchen Momenten entsteht, bewahren kann.

Ich kenne das auch von zu Hause. Meine Eltern z. B. tanzen schon mal, einfach aus Freude und Vergnügen, spontan in der Küche. Das ist einfach lustig und macht glücklich. Und auch ich habe meinen Spaß und bin glücklich, sie dabei zu sehen.

Eine sehr schöne und emotionale Stelle im Stück ist, kurz vorm Ende, wenn die Freundinnen gemeinsam im Bus sitzen. Jede von Euch ist dort sehr eng mit seinem jüngeren oder älteren ICH in die Szene integriert. Wie ist diese Szene für Euch? Emotional?
Silke, wie empfindest du die Szene?

Das ist schon eine sehr zentrale Stelle im Stück und ich freue mich jeden Abend ganz besonders auf diese Szene. Für mich ist es immer wieder ein sehr liebevoller Moment gemeinsam mit Maria. Seinem 16 jährigen ICH gegenüberzustehen, ist schon bewegend. Wenn ich dann Maria in die Augen schaue, welche mich jeden Abend strahlend ansehen, dann habe ich mich immer selber sehr lieb. In den Proben haben uns da die Gefühle schon ziemlich überwältigt.

Aber wir haben oft über die Szene gesprochen und konnten es dann für uns so realisieren, dass es ein wunderschöner Moment ist, jeden Abend aufs Neue.

Maria was geht da in Dir vor?

Auch für mich ist ein ganz besonderer Moment. Eigentlich ist es ja oft so, dass die Jüngeren Rat und Hilfe bei Älteren suchen. In dieser Szene habe ich das Gefühl, dass ich zusätzlich aber auch meinem älteren ICH etwas geben, etwas schenken kann. Das ist ein schöner Austausch zwischen Hoffnung/Unbedarftheit und Erfahrung und die Erkenntnis, dass noch so viel von mir, der jungen Rachel, auch in der älteren Rachel steckt; sich so vieles geändert hat und trotzdem irgendwie alles noch gleich ist.

Wie geht ihr damit im privaten um, wenn sich Wünsche oder gesteckte Ziele nicht erfüllen lassen, egal aus welchem Grunde?
Maria ist dir so etwas schon passiert, und wie gehst Du damit um?

Ich glaube es hilft, wenn man Pläne und Ziele gut voneinander unterscheiden kann. Ich habe natürlich zu meiner Abizeit alles ganz anders geplant, als es jetzt gekommen ist. Nichts habe ich mir vorher so vorgestellt und viele kleine Unterziele, die mir mal sehr wichtig waren, habe ich nicht erreicht, musste improvisieren und umplanen und trotzdem führt der Weg dann oft doch dahin, wo man landen will, wenn man eben das große übergeordnete Ziel nicht aus den Augen verliert. Manchmal hat das Leben auch viel spannendere Dinge mit einem vor, auf die man alleine vorher nicht gekommen wäre. Ich finde den Prozess von „Rückschlag“ über „Akzeptieren und Wahrnehmen, was ist“ bis hin zu „Neu denken“ mittlerweile auch ganz spannend und habe Spaß daran, da auch spielerisch mit umzugehen.

Silke wie ist das bei Dir?

Das Wichtigste ist wohl zu wissen, was man sich wünscht. Was und wie kann mein Weg sein und bin ich mir auch bewusst, dass der vor mir liegende Weg vielleicht nicht geradlinig sein wird. Es wird Hindernisse geben, Ablehnung, Rückschläge. Kann und will ich für meinen Wunsch dies in Kauf nehmen? Wenn man sich darüber im Klaren ist, wird man damit umgehen können und seine Pläne und Wünsche umsetzen. Man wird für sich Wege finden mit Rückschlägen umzugehen und seinen Wunsch auch auf Umwegen realisieren.

Liebe Silke, liebe Maria vielen lieben Dank für Eure Zeit und das wirklich nette Gespräch. Möchtet ihr unseren Lesern noch etwas mit auf den Weg geben?

Wenn die Leser auch diese Emotionen erleben möchten, die wir jeden Abend spüren, sollten sie unbedingt zu uns ins Theater des Westens kommen. Noch bis September können sie mit uns vielleicht auch ihr eigenes ICH spüren und sich inspirieren lassen, um ihre Wünsche und Pläne zu verfolgen und das Leben so zu nehmen wie es ist. Kommt vorbei, bei uns ist jeden Tag Party- und Konzertstimmung, lasst uns zusammen das Leben feiern!

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© Stage Entertainment

Ticketverlosung für beste Freunde

Zwei Leser möchten wir einladen, und verlosen  1 x 2 Tickets für den 03. August um 19:30 Uhr im Theater des Westens in Berlin.

Schreibt einfach in die Kommentare, unter diesen Facebook Post, mit welcher besten Freundin oder bestem Freund Ihr gerne THE BAND live vor Ort, im Theater des Westens, erleben möchtet. Alle Kommentare die bis zum 15. Juli 2019 um 23:59 Uhr eintreffen, landen garantiert im Lostopf.

Bitte beachtet auch unbedingt unsere Gewinnspielrichtlinien:
(https://www.musical1.de/gewinnspielrichtlinien/)

Außerdem möchten wir darum bitten, dass nur an dem Gewinnspiel teilgenommen wird, wenn der Termin am 03. August 2019 auch ganz sicher wahrgenommen werden kann.

 

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Kategorie: Interviews, The Band - Das Musical

Tags: Berlin

Autor: I. Marquardt (08.07.2019)

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