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Sex, Drugs & Rock ‘n’ Roll: ROCK OF AGES feiert Premiere in Berlin

ROCK OF AGES ist in der Tat ein Musical der etwas anderen Sorte. Statt mit großen Gefühlen wird hier mit Bombast-Stadion-Rock der 80er gepunktet - aufwendige Bühnenkonstruktionen weichen riesigen Verstärkern, Whiskeyflaschen und Barhockern. Wir haben das Musical in Berlin gesehen und können auch jetzt noch gar nicht genug davon bekommen!

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Rock of Ages © BB Promotion

ROCK OF AGES – Glam Rock und Sex Appeal

Schlagartig wird es still im Publikum, als die ersten dröhnenden Gitarrenriffs den Berliner Admiralspalast bis in die letzte Reihe vibrieren lassen. Männer mit Vokuhila, Stirnbändern, zerissenen Jeans, Nietengürteln und Lederwesten stürmen energisch die Bühne und rocken sofort los, was das Zeug hält. 80er Jahre Rocker Lonny wird uns durch ROCK OF AGES führen; er streckt den Zuschauern seine Zunge – welche der von KISS Frontmann Gene Simmons in nichts nachsteht – entgegen und heizt ordentlich ein. Zu den Rockern und der dreiköpfigen Liveband gesellen sich schon bald Tänzerinnen in Glitzerleggins, hautengen Ledertops und Hotpants. Es gibt viel Pogewackel und in-den-Schritt-Gefasse – Sex ist auf der Bühne omnipräsent. So werden wir schon einmal auf Stimmung und Tempo vorbereitet, mit welchem da in den kommenden zwei Stunden über die Bühne gefegt wird.

Wir haben uns den Auftakt von ROCK OF AGES im Berliner Admiralspalast angesehen – und die Ohrwürmer sitzen immer noch hartnäckig!

Vom Sunset Strip auf die Berliner Bühne

Die Originalinszenierung von ROCK OF AGES ist zum ersten Mal zu Gast in Deutschland und wird in englischer Sprache aufgeführt. In den USA zählt das Rockmusical bereits zu den 30 am längsten laufenden Musicals und ist damit schon fast ein alter Hut. Entstanden ist ROCK OF AGES 2005 genau dort, wo es spielt: Am “Sunset Strip” in Los Angeles – der City of Dreams. Wir befinden uns in den 80er Jahren zwischen Glamrock, Clubtoiletten, Rotlichtmilieu und dem Wunsch nach Ruhm und ein bisschen Glück. Ronald Reagan ist Präsident, E.T. der Außerirdische lässt die Kinokassen klingeln und David Bowies “Let’s Dance” hat gerade zum ersten Mal Platin geholt.

“Let’s talk about dreams and love and shit”

© Richard Davenport

In ROCK OF AGES treffen der junge Musiker Drew, der von einem Leben als Rockstar träumt, und das Landei Sherrie, die in Hollywood Schauspielerin werden möchte, aufeinander und verlieben sich. Drew besorgt Sherrie einen Job im Club “The Bourbon Room”, auf dessen Bühne schon viele Rocklegenden ein- und ausgegangen sind. Doch um die Zukunft des Bourbon Room steht es nicht gut. Ein deutscher Investitionshai steckt Geld in die Neugestaltung der Gegend – wo heute noch gerockt wird, sollen morgen schon Einkaufszentren gebaut werden. Nachdem Sherrie sich mit dem exzentrischen Rockstar Stacee Jaxx einlässt, gerät alles außer Kontrolle. Während Drew nun in einer Boyband Karriere machen soll, rutscht Sherrie ins Rotlichtmilieu von Los Angeles ab. Und währenddessen protestiert die Hippiegemeinde von L.A. vehement gegen die neuen Baupläne…

Aufgekratzt, verrückt und authentisch

ROCK OF AGES ist ein Bühnenstück der ganz besonderen Art: Hyperaktiv wird auf der Bühne herumgealbert und die wildesten Gitarrensoli dargeboten, doch schon im nächsten Moment mischen sich klassische Musicalelemente ins Geschehen und zeigen dem Publikum, dass da auch ganz fantastische Stimmen in den Kehlen der Protagonisten stecken. ROCK OF AGES provoziert am laufenden Band und bricht mit Vergnügen die Regeln, ist dabei sehr kurzweilig und immer in Bewegung. In einem Moment wird noch ein Liebesduett (großartig: Foreigners “I Want To Know What Love Is”) auf einem dreckigen Männerklo dargeboten, im nächsten stürmt ein Gospelchor die Bühne und es wird gleich die nächste Rocknummer gefetzt. ROCK OF AGES wird auch in Deutschland in englischer Originalsprache aufgeführt, was der Show nur gut tut und sie bei all dem absurden, verrückten, aber sehr unterhaltsamen Witz wahnsinnig authentisch bleiben lässt.

Cast & Musik

Das Rockmusical ist vor allem eins: eine Komödie, die Spaß macht – und das merkt man dem fast hyperaktiven Cast auch durch und durch an. Gesanglich talentiert sticht vor allem Tori Allen-Martin als Puffmutter Justice heraus, die für ordentlich Gänsehaut während ihrer Souleinlagen sorgt. Als Highlight und Herzstück des Musicals ist allerdings Lucas Rush als Lonny zu nennen. Er begleitet uns nicht nur erzählerisch durch die Geschehnisse, sondern sorgt auch für einige der witzigsten Momente der ganzen Show.

© Richard Davenport

Die Musik von ROCK OF AGES ist natürlich ohne jeden Zweifel das Herzstück des Musicals, welches die doch recht austauschbare Story voll und ganz dominiert. 25 legendäre Rock Hymnen, darunter “We Built This City”, “Feel The Noize”, “Every Rose Has Its Thorn” und Journeys Megahit “Don’t Stop Believin” sind teilweise kunstvoll zu Medleys zusammengefügt. Hut ab, denn diese funktionieren nicht nur im Stadion, sondern auch auf der Musicalbühne erstaunlich gut. Extremes “More Than Words”, Foreigners “Waiting For a Girl Like You” oder Survivors “The Search is Over” sorgen jedoch auch immer wieder für einige ruhigere Momente.

 

Tabubrüche und Bombast-Rock – eine höchst amüsante Abendunterhaltung

ROCK OF AGES erzählt eine Geschichte, die eigentlich klischeehafter nicht sein könnte. Doch darum geht es dem Musical überhaupt nicht. Hier wird sich keiner großen Erzählkunst bedient, denn jeder weiß, dass die Story nur Mittel zum Zweck ist, um für die bombastischen Rocknummern Platz zu schaffen. Die Show nimmt sich selbst nicht allzu ernst und präsentiert alles stets mit einem Augenzwinkern. Neben den komödiantischen Elementen und den aberwitzigen Referenzen auf die 80er Popkultur werden auch sowohl sämtliche romantische Musical Klischees als auch die eigene 2012 erschienene Filmversion mit Tom Cruise und Catherine Zeta-Jones auf die Schippe genommen. Das macht ROCK OF AGES nicht nur wahnsinnig sympathisch, sondern auch zu einer höchst amüsanten Abendunterhaltung. Auch wem es anfänglich vielleicht etwas zu viel der Hektik und Tabubrüche auf der Bühne sind, wird ganz sicher irgendwann aus dem Schmunzeln nicht mehr rauskommen. Den Zuschauern im Admiralspalast und uns wurde jedenfalls ordentlich eingeheizt – der Schlussapplaus und die Ohrwürmer dauerten noch lange nach dem letzten Vorhang an.

ROCK OF AGES könnt ihr noch vom 4. – 9. Dezember im Admiralspalast in Berlin erleben.

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Kategorie: Allgemein

Autor: J. Reimann(05.12.2018)

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