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Mit Benjamin Eberling und Sebastian Krolik bei KINKY BOOTS – Teil 2: Backstage

Nach dem Interview Anfang Mai mit Benjamin Eberling und Sebastian Krolik zeigten sie uns, was auf und hinter der Bühne von KINKY BOOTS im Operettenhaus passiert und verliehen uns einen neuen Blick auf die schrillste Schuhfabrik der Welt. Wir nehmen Sie mit zur Backstageführung der beiden Darstellern.

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Der Kinky Boots Bühneneingang vom Operettenhaus
Operettenhaus-Bühneneingang © S. Ahrens

Was gehört alles zu KINKY BOOTS?

Im zweiten Teil unseres Besuchs bei KINKY BOOTS erzählten uns Benjamin und Sebastian ihren Tagesablauf und zeigten uns, was man alles hinter und auf der Bühne findet. Wir lassen Sie ein Teil davon sein und geben unsere Eindrücke von der Fabrik „Price and Son“ an Sie weiter. Zum ersten Teil des Interviews geht es hier.

Wie ist eigentlich euer Tagesablauf?

Sebastian lachend: Also, ich bin heute Morgen aufgestanden. Ich bin schon ein Frühaufsteher.

Benjamin: Ich schlaf eher länger. So bis 10/11 Uhr, aber ich gehe auch erst um 2 oder 3 Uhr in Bett. Man hat einfach einen anderen Biorhythmus. Das bekommt man auch bei allen anderen mit, sei es beim Arzt oder bei Freunden, die nicht in der gleichen Branche tätig sind.

Sebastian: Ich trickse das so ein bisschen aus. Ich stehe zwar früh auf und mache dann mein Sportprogramm, lege mich dann aber mittags gerne nochmal hin. Danach habe ich dann einen Puffer. Aktuell ist ja wieder Audition-Saison. Da nutzt man die Zeit halt zum Lernen oder man nutzt die Zeit, um Sachen zu erledigen, die in so einem Leben mal anfallen: Termine, einkaufen und so. Um 18/18.30 haben wir dann auch schon hier im Theater Sign In. Wenn wir uns nicht in die Liste eintragen, dann bekommen wir einen Anruf und werden energisch gefragt, wo wir denn sind. Ich muss dann auch nochmal gucken, wen ich spiele. Das ist auch immer so eine Alltagsfrage „Wer bin ich heute?“, wenn man nicht die Erstbesetzung ist beziehungsweise ein oder zwei Cover hat. Die Swings müssen da noch flexibler sein. Anschließend esse ich meisten etwas unten in der Kantine und mach mich danach ein bisschen warm und singe mich ein. Wenn ich Charlie spiele bisschen mehr, bei den anderen Tracks ein bisschen weniger und dann geht das immer irgendwie Schlag auf Schlag. Mikro holen, Umziehen, kurz mit den Kollegen quatschen. Benjamin und ich teilen uns seit SISTER ACT auch eine Garderobe, was ich ganz schön finde, und man quatscht halt noch. Ja, und dann klingelt immer auch schon Dons Handy.

Benjamin: Bei mir sieht es alles ähnlich aus. Nur halt alles ein bisschen später. Sport ist dann meistens bei mir so um 14 Uhr rum. Ich habe die Alsterschwimmhalle in der Nähe. Da geh ich auch regelmäßig schwimmen. Was ich dabei auch ganz cool finde, ist, man kann die Zeit da auch einfach zum Texte lernen nutzen oder auch beim Abwaschen. Das ist eigentlich immer ganz praktisch. Ja und dann versuche ich auch einfach mal ein normales soziales Leben zu führen. Was als Darsteller manchmal ein bisschen schwierig ist. Ich telefoniere dann mit Freunden, die dann meistens in der Mittagspause sind oder arbeiten. Mein Freundeskreis besteht halt nicht nur aus Darstellern und man probiert alles so unter einem Hut zu bekommen. Ja, ich esse meistens zu Hause was, weil ich nicht direkt vor der Show was essen kann. Das liegt mir dann immer irgendwie im Magen. Dafür muss ich dann immer was nach der Show essen. Dann geh ich auch zum Theater. Nach der Show gehen wir auch gerne mal noch was trinken hier aufm Kiez.

Sebastian: Oder halt noch zum Italiener was futtern.

Benjamin: Das ist auch ganz schön, da haben wir auch schon unseren Stamm-Italiener und reden dann mit den anderen noch. Wir stecken ja nicht mehr so intensiv in den Proben drin, wie halt am Anfang und dann sind halt auch welche mal im Urlaub.

Die Seitenbühne (Zuschauer-links)

Boxing-Pokal

© S. Ahrens

Hinter der Bühne angekommen, landeten wir auf der Seitenbühne. Die Seitenbühnen sind rechts und links von der Hauptbühne. Für die deutsche Produktion sieht es hier ein bisschen sporadisch aus, aber für ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK war es ganz wichtig, diesen Platz zu haben, da die ein Schiff über die Bühne bewegt haben. Das sind halt Riesenteile, die gewandert sind und es war dann auf den Seitenbühnen einfach unfassbar voll. Dort werden einfach Sachen gelagert, die gerade nicht auf der Bühne gebraucht werden. Zum Beispiel der Laufsteg oder die Toilette, auf deren anderer Seite eine Fake-Schuhkartonwand ist. Am Theater ist nämlich selten etwas so, wie es scheint. Auch wenn es immer sehr leicht aussieht, der Pokal ist echt und ziemlich schwer.

Seitenbühnenregal

© S. Ahrens

Auch kleine Requisiten haben ihren Platz. Dafür steht auf der Seitenbühne auch ein Regal. Pats rosa Tasse oder auch Nicolas Hochzeitsschuhe und Stoffe, die über die Bühne getragen werden, findet man da. Es sind viele Kleinigkeiten, die aber alles sehr authentisch machen und ohne die irgendwas fehlen würde.

Die Bar ist auch sehr realistisch gestaltet. Von vorne wie von hinten. Die Marken an den Zapfhähnen sind sogar echte Marken. Aber die Getränke an der Bar sind natürlich Fake. Das Guinnessglas ist verdammt schwer.

Benjamin: Keine Ahnung warum sie das sooo schwer gemacht haben.

Sebastian: Naja, damit es nicht umfällt oder nicht?

Benjamin: Ja schon, aber damit kannst du wirklich einen erschlagen. Die Bierflaschen haben schon eher ein realistisches Gewicht.

Die Bar aus Kinky Boots

© S. Ahrens

Hinter der Bühne sind auch überall Luftbefeuchter, damit der Hals nicht austrocknet. Benjamin erzählte, dass die Luftbefeuchter einmal ausgefallen sind und dann eine Luftfeuchtigkeit von 34% herrschte. Das war wohl so, als würde man in der Sahara singen. Es wird auch einfach sehr heiß, wenn die Scheinwerfer an sind.

Hier an der Seite, direkt neben der Bühne, finden wir noch eine kleine Blackbox, in der die Quickchanges, also schnelle Umzüge, stattfinden. Benjamin zieht sich da zum Beispiel für das Boxen um. Lola findet man auch sehr oft da oder auch bei sich in der Garderobe, wenn es von der Zeit passt.

Am Anfang der Show wird der Tricktrolly gebraucht und steht direkt am Bühnenaufgang. In dem versteckt sich der große Charlie, bevor der kleine Charlie rein springt und der große Charlie wieder raus hüpft. Für beide sind darin ein hoher und ein tiefer Griff angebracht. Dieser Tricktrolly ist auch einer der Tatorte, an dem Sebastian und Benjamin ihre Lachanfälle bekommen.

Benjamin: Wenn Sebastian sich auch an den Griffen festhalten würde, dann würde er da drin auch nicht so herumfliegen.

Sebastian lachend: Wir wünschen uns immer eine schöne Show oder machen ein bisschen Quatsch. Naja, und einmal habe ich mich halt nicht festgehalten und dann ging es los. Wir haben so gelacht.

Die Bühne

Jede Show ist immer ein bisschen anders und es ist für den Cast auch ganz schön, dass nicht jede kleinste Bewegung festgelegt ist. Wenn zum Beispiel Swings mit auf der Bühne sind, gibt es immer einen kleinen anderen Input, sodass es halt nie genau gleich sein kann. Es gibt natürlich einen Rahmen, aber das Bild können die Darsteller selber malen. Dafür gibt es auf der Bühne kleine „Deko“-Sachen bzw. Requisiten, mit denen die DarstellerInnen arbeiten können. Da braucht es erst eine Backstage-Führung für Musical1, damit Sebastian herausfindet, dass die Teile an der rechten Wand nicht alle fest sind.

Dekorationen als Requisiten

© S. Ahrens

Vieles ist tatsächlich Attrappe und fest. Andere Sachen sind lose und können ausgewechselt werden und wieder andere sind sehr authentisch und echt. Die Maschinen sind zum Beispiel alle den Originalen nachempfunden. Das Kreativteam ist nach Northampton gefahren und hat sich die Fabrik angesehen, in welcher der Film gedreht wurde. Die Originalfabrik, auf dem das Stück beruht, gibt es leider nicht mehr. Sie haben sich alles angesehen und geguckt wie die Maschinen funktionieren, aber auch wie die Arbeiter sich verhalten oder wie sie sich kleiden. Vieles haben sie tatsächlich auch so übernommen.

Fabrikmaschine

© S. Ahrens

Sebastian: Es ist generell, psychologisch gesehen, eine klug aufgebaute Show. Mir ist mal aufgefallen, ob es Charaktere sind oder ganz heruntergebrochen es Licht ist. Es ist jetzt schwierig für die, welche die Show jetzt nur ein-/zweimal sehen, das nachzuvollziehen, aber ich habe jetzt die Möglichkeit, jeden Abend auf spezielle Sachen zu achten und dann fällt einem irgendwann auf, dass es alles psychologisch extrem gut gebildet ist. Da haben sich Menschen glaub ich die Hirne zerbrochen.

Benjamin: Da schönste Beispiel ist, wenn man die Fabrikfenster beobachtet. Jetzt sehen sie einfach langweilig aus, aber in der „Argument-Scene“, der lange Block, in dem Charlie mit allen sein Fässchen aufmacht, merkt man einfach, wie die Sonne einmal komplett von links nach rechts durch die Fabrik geht, bis sie am Ende dann auch untergeht und es Nacht wird, wenn Charlie dann vor der Fabrik steht.

Sebastian: Nicht nur das. Je fortgeschrittener der Streit ist, desto grauer, ich weiß gar nicht, ob das jemanden mal aufgefallen ist, wird das Licht von vorne, also desto grauer wird Charlie angestrahlt. Das ist gar nicht viel. Ich glaube, wenn man es nicht weiß, würde man es gar nicht mitbekommen, aber man spürt es.

Wer oder was ist jetzt die Unit?

Unit

© S. Ahrens

Das ist das große Zauberquadrat in der Mitte. Sie wird über Luftdruckbremsen gesteuert. Löst man sie, macht es ganz leise ein Zisch-Geräusch und man kann sie relativ einfach hin und her schieben. Macht man sie wieder fest, saugt sie sich am Boden an und ist dann bombenfest. Jedes Lösen und Festmachen erfolgt auf ein bestimmtes Zeichen während der Stücke. Es wurde alles sehr lange geübt, weil jeder, auch jedes Cover und jeder Swing, in sämtlichen Kombinationen, das Zeichen kennen muss. Auch sind in der Unit kleine Lampen eingebaut, um das Kabarett entstehen zu lassen, in „Land of Lola“, zum Beispiel. Interessant zu wissen ist, dass alle, die da oben rauf müssen, durch einen medizinischen Test mussten. Um Höhenangst auszuschließen und weil es teilweise keine Geländer gibt. Da ist das dann ganz wichtig, damit alle Beteiligten sicher sind.

Sebastian: Das ist echt wichtig. Als ich die ersten Male Charlie gespielt hatte, hatte ich schon ein komisches Gefühl da oben. Die Unit steht am Anfang ja mit einer Ecke nach vorne und Charlie soll da stehen und eine Rede halten. Das war echt ungewohnt, aber mit der Zeit ging es dann auch. Von unten sieht es halt nicht so krass aus, aber wenn man da oben dann steht, ist das schon eine andere Sache.

Guckt man auf der Bühne nach oben, sieht man 28 Meter in die Höhe, in den Schnürboden. Dort hängen Bühnenbilder, die von dort heruntergefahren werden. Bei KINKY BOOTS jedoch ist es da oben eher leer im Vergleich zu vielen anderen Stücken. Hier befinden sich zurzeit eigentlich nur die Mailand-Wände und die Bubble-Wall, die Fabriklampen und das „Price and Son“-Schild. Vorne, von der Seite, kann noch die Fabrikaußenwand hineingefahren werden.

Die Seitenbühne (Zuschauer-rechts)

Auf der anderen Seitenbühne finden wir die Laufbänder. Auch diese sind auch verdammt schwer. In „Everybody say yeah!“ sieht es immer so einfach aus, wie der Cast die Laufbänder verschiebt, aber man muss sich da wirklich reinhängen. Diese Laufbänder wurden in Deutschland hergestellt, unter anderem aufgrund der höheren Sicherheitsstandards. Am Anfang gab es noch etwas Ärger mit ihnen, aber mittlerweile laufen sie zuverlässig. Auch sind die DarstellerInnen dafür verantwortlich, die Laufbänder zu starten oder zu stoppen.

In der selben Szene wird auch das erste Paar der „Kinky Boots“ präsentiert. Hier gibt es wieder zwei kleine Bühnentricks. Die Boots haben oben an der Innenseite Klett, damit sie nicht auseinander gehen. Zum Anderen sind sie auch ausgestopft, damit sie die Form behalten und ein bisschen mehr Gewicht haben, um sie besser werfen zu können.

Oft hören wir im Zuschauerraum Chorgesang, aber es steht nur einer auf der Bühne, wie zum Beispiel bei „Soul of a Man“. Diese Backing Vocals kommen nicht vom Band, sondern die DarstellerInnen sind auf den Seitenbühnen. Damit sie genau wissen, wann sie einsetzen müssen, gibt es dort kleine Monitore, auf denen dann der Dirigent zu sehen ist. Apropos Dirigent: Mit ihm sitzen 11 Musiker im Orchestergraben, der vor der Hauptbühne ist. Einige behaupten, in der Hamburger Produktion wäre die abgespeckte Version mit nur 9 Musikern, aber das ist nicht der Fall. Es ist die gleiche Besetzung wie in England am West End.

Monitor auf der Seitenbühne

© S. Ahrens

Die Männer-Blackbox

Hinter der Bühne sind die Blackboxen. Hier hängen alle Kostüme, die an diesem Abend gebraucht werden und sind nach Darsteller sortiert. Jeder hat seinen eigenen festen Platz. So hat jeder auch seine eigenen persönlichen Sachen da, die er braucht, wie zum Beispiel Wasserflaschen. Hier hängen auch die Kinky Boots, die jeder hat. Die Schnürung sind nicht normale Schnürsenkel, sondern Gummibänder, damit die Stiefel wirklich eng anliegen können, aber auch ein wenig Bewegungsfreiheit bieten. „So ein sexy hohes Teil“ hat tatsächlich 16 cm-Absätze. In ihnen sind mindestens vier verschiedene Lederarten verarbeitet und ein Paar kostet um die 3000€. Benjamins Boots sind sogar Maßanfertigung. Wir durften in seine Boots hineinschlüpfen und können bestätigen, dass man sich in ihnen ganz anders fühlt, im positiven Sinne. Da versteht man plötzlich Lolas Begeisterung für diesen „75 cm hohen, unwiderstehlichen, röhrenförmigen Sex“.

Benjmins Platz in der Männer-Blackbox

© S. Ahrens

Aber von Geisterhand landen die Kostüme da nicht. Vor jeder Show und auch während der Shows haben die DarstellerInnen DresserInnen um sich herum, die ihnen die Kostüme vorbereiten oder auch beim Umziehen oder Stiefelanziehen helfen. Sie achten auch darauf, dass die Kostüme instand bleiben und bessern sie aus. Eine Dresserin verriet uns, dass das Vorbereiten viel Zeit kostet und auch das Komplizierteste ist. Sie müssen nämlich gucken, wer an dem Tag welche Rolle spielt und dann die Kostüme aus dem Lager im Keller holen und in die entsprechenden Blackboxen bringen. Auch waschen sie die Kostüme und vieles davon ist Handwäsche. Während der Show sind es immer sechs DresserInnen, zudem gibt es einen Tagesdienst, zum Beispiel für die Wäsche. Sonntags kommen noch Extraleute, die abends schon während der Show anfangen, die Wäsche zu waschen.

Die Abendmaske

Die Perücke von Trish

© S. Ahrens

In der Abendmaske sind immer vier MaskenbildnerInnen, die den DarstellerInnen bei den Perücken und auch ein bisschen beim Make Up helfen. Lola und die Angels schminken sich zum größten Teil selbst, nur bei Kleinigkeiten wird ihnen geholfen. Hier ist auch das große Perückenlager. Fast alle sind aus Echthaar und handgeknüpft. Für eine Perücke brauchen die MaskenbildnerInnen um die 50-60 Stunden. Je nach Gebrauch, werden sie auch gewaschen und gepflegt, wie man auch seine eigenen Haare pflegt. Referees Perücke beim Boxen ist zum Beispiel aus Kunsthaar, hat aber dennoch ein ordentliches Gewicht.

Einen Tipp bekamen wir lachend von Benjamin und Sebastian, als wir uns zur andern Seite drehten: „Vom Glitzertisch würde ich mich fern halten. Auch wenn der gerade sauber gemacht wurde, glitzert es immer noch überall! Und egal, wann die Angels dich berühren, du bist danach voller Glitzer. Zu jeder Zeit!“ So sieht der Tisch tatsächlich auch aus. Jeder Angel hat seine eigene kleine Dose, in der er seinen Glitzer verstaut.

Der Angel-Glitzertisch

© S. Ahrens

Die Angel-Blackbox

Die Angels haben eine eigene Blackbox, weil sie den Platz brauchen, um sich zwischendurch immer mal wieder warm machen zu können. Auch hier funkelt es aus jeder Ecke! Das kommt von ihren spektakuläreren Kostüme, die teilweise echt schwer sind. Jedes Kostüm gibt es nur einmal, bis auf das Boxing-Kostüm von Referee und der Union Jack. Der Union Jack muss nämlich immer auf der Bühne sein. So hat jeder Swing auch den Union Jack. Alle anderen sind einzigartig und mit viel Liebe zum Detail gefertigt. Zum Beispiel sind in Antonios Final-Kostüm Hunderte von Sicherheitsnadeln verarbeitet. Paolo als Ticketdame hat einen originalen Ticketspender, der mit Strass besetzt ist. Auch Referees Mikrofon beim Boxen ist ein echtes Mikrofon, das noch dekoriert wurde. Alle Accessoires sind nicht grade leicht und überall sind tausende Swarovski Steine.

Der Radioraum

Zum Ende unserer Backstage-Führung zeigten und die beiden den Radioraum. Er ist jeden Abend ein Pflichtort für alle DarstellerInnen. Hier müssen sie ihre Mikrofone abholen und abchecken lassen. Während der Vorstellung ist einer der Techniker immer hinten und kann eingreifen, falls irgendetwas sein sollte, sei es ein verschwitztest Mikrofon abzutupfen oder ein tatsächlich ausfallendes Mikrofon zu reparieren oder zu ersetzen.

Möchten Sie auch einmal selbst hinter die Kulissen von KINKY BOOTS sehen, dann können auch Sie eine Backstage-Führung auf der Homepage buchen.

Die Show

Im Anschluss durften wir die Show mit Sebastian als Fabrikarbeiter Paddington sowie Immobilienmarker Richard Bailey und Benjamin als Don sehen. Auch wir bekamen im Zuschauerraum mit, dass einige aus dem Publikum vor der Show etwas verhalten waren. Andere wiederum schienen die Show nicht zum ersten Mal zu sehen. Aber genau wie Sebastian es erwähnt hat: Schon beim Klingeln von Dons Handy musste der ganze Saal lachen. Beide, aber auch alle anderen überzeugten in ihren Rollen und wirkten sehr harmonisch und wie eine Einheit. Natürlich fiel uns nach dem Interview auch der Sonnenlauf in den Fabrikfenstern auf und Marlon, der an diesem Abend den Charlie auf eine sehr ruhige und besonnene Art spielte, stand, nachdem er sich in diesem Konflikt verlor, in einem eher gräulich kalten Licht.

Natürlich ist jedes Stück Geschmackssache. Benjamin erzählte uns: „Es gab auch Kollegen, als sie gehört haben, um was es bei Kinky Boots geht, die dann meinten >Da bewerbe ich mich nicht. Darauf habe ich keinen Bock!< Genau die saßen dann in der Mitarbeiter-Preview und sagten dann im Anschluss >Was ist das für ein geiles Stück?!<“ Das zeigt auch, dass Menschen vom Fach nicht immer sofort wissen, was sie von einem Stück halten sollen und Zweifel haben. Aber nur wenn man es sich ansieht, kann man erst eine richtige Meinung dazu bilden und vielleicht ändert sich dann der erste Eindruck, so wie in diesem Beispiel. Das Gleiche haben wir an diesem Abend auch beim Publikum empfunden. Erst war es etwas verhalten, aber am Ende stand der ganze Saal und hat zusammen mit dem Cast das Finale gefeiert.

Man sollte eben allem eine Chance geben und es ausprobieren. Dabei hat man bei KINKY BOOTS nichts zu verlieren. Einerseits überzeugt es nicht nur mit der fantastischen Musik von Cyndi Lauper, dem brillanten Cast, einem reduzierten, jedoch authentischen Bühnenbild, faszinierenden Kostümen und was davon am wichtigsten ist, mit großartigen Messages. Andererseits ist KINKY BOOTS das erste Stage Entertainment Musical, das eine „Geld-zurück-Garantie“ hat. Bucht man im Ticketshop unter dem Stichwort „Geld-zurück-Garantie“, kann man, sollte einem das Stück nicht gefallen, nach dem ersten Akt gehen und beim Merchandise-Stand sein Geld per Gutschrift aufs Konto zurückholen. Aber wir, genauso wie Benjamin und Sebastian, sind so optimistisch, dass Sie bestimmt nicht vorzeitig gehen würden. Dennoch ist es aber ein super Argument für Leute, die nicht wissen, ob das Stück etwas für sie ist und sich nicht so richtig trauen, dafür Geld auszugeben.

Aber auch die Medien geben keinen Grund zu zweifeln. KINKY BOOTS ist die erste Stage Produktion, die nur positive Kritiken hatte. Auf Facebook hat es 5 von 5 Sternen durch 1346 5-Sterne-Bewertungen bekommen und war damit schneller als ALADDIN in zwei Jahren. Auch die Zeitungen von Bild, MoPo, Stern, Focus, Hamburger Abendblatt bis Tagesspiegel, sie alle waren hellauf begeistert und lobten das zeitgemäße und aktuelle Stück. Bei unseren Musical1-Wahlen 2017 hat KINKY BOOTS durch unsere Leser den zweiten Platz in der Kategorie „Musical-Neuheit“ belegt.

Auch wir von Musical1 sind durchaus davon überzeugt, dass dieses Stück ein „Must-see“ ist und man es nur empfehlen kann. So bleibt uns keine Wahl, als dieser besonderen Produktion, natürlich mit voller Überzeugung und großer Begeisterung, die Musical1-Empfehlung auszusprechen.

Wenn wir und die Jungs Sie nun von diesem Stück überzeugt haben, können Sie nur noch bis zum 30. September die Chance ergreifen, KINKY BOOTS zu besuchen. Tickets finden sie hier:

Tickets für Kinky Boots
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Tipp an alle bis einschließlich 25 Jahre: Ab fünf Tage vorher gibt es an der Theaterkasse „Young Tickets“ für ausgewählte Plätze (nach Verfügbarkeit) zum Vorzugspreis von 49.90€!

 

Kategorie: Interviews,Kinky Boots,Kritiken

Tags:

Autor: S. Ahrens(30.05.2018)

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