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Kritik: Die Zukunft für BACH – DER REBELL fängt nun an

Am 21. September 2018 feierte ein neues Musical seine Welturaufführung am Schlosstheater in Arnstadt. Wo? Ja genau in Arnstadt. Das liegt im schönen Thüringen. Sie kennen diese Stadt nicht? Dann haben sie jetzt noch einen Grund mehr dieses niedliche Städtchen kennen zu lernen. Mit BACH – DER REBELL hat Großstadtentertainment ein Musical auf die Bühne gebracht, welches definitiv einen Platz in der Musicallandschaft verdient hat. Musical1-Redakteur & Podcast-Moderator Christian war vor Ort und hat Ihnen seine Eindrücke mitgebracht.

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Bach - Der Rebell
Bach – Der Rebell © Großstadtentertainment

Vorhang auf für ein neues Musical „Made in Germany“

Mit BACH – DER REBELL hat sich Großstadtentertainment, mit Sitz in Paderborn, an eine Persönlichkeit herangewagt, die weit über die Landesgrenzen Thüringens, ja sogar über Deutschland hinaus, berühmt war und auch noch heute in aller Munde gleichermaßen bekannt und beliebt ist. Die Rede ist von Johann Sebastian Bach, der vor allem auch viel in Arnstadt zugegen war. Nun stellt es in der Tat eine Herausforderung dar, sich an solch eine Persönlichkeit im Rahmen einer Musicalproduktion heranzuwagen, ohne ein gewissen Feingefühl zu beweisen. Ob es Großstadtentertainment gelungen ist, diese Challenge mit Bravour zu meistern, werden wir Ihnen in der vorliegenden Kritik verraten.

Im Mittelpunkt des Geschehens steht aber nicht der allseits bekannte und berühmte Thomaskantor, sondern Johann Sebastian Bach in seinen jungen Jahren. Die Produzenten schaffen mit BACH – DER REBELL ein Stück, welches sich nicht als Musical-Biografie beweisen, sondern dem Besucher auf unterhaltsame, aber dennoch geschmackvolle Art und Weise einen schönen Abend ermöglichen möchte. Die Macher erlauben sich hierbei ein wenig von der eigentlichen Historie Bachs abzuweichen, dies tut dem Stück jedoch keinen Abbruch.

Musikalisch weist BACH – DER REBELL klangvolle Raffinessen auf und sorgt im Laufe der 2,5 stündigen Show, für den ein oder anderen Ohrwurm. Mit „Die Zukunft fängt heut an“ sorgt Komponist Marko Formanek wohl für einen der größten Hits dieses neuen Musicals. Aber auch rockige Nummern runden den Abend vollends ab. Nadine Kühn beweist in der Regieführung ein feines Händchen und nimmt den Zuschauer mit auf eine wundervolle Reise des rebellischen Bach.

Szenenbild Bach - der Rebell

© Großstadtentertainment

Feingefühl bei der Darstellerauswahl unumstritten

Johann Sebastian Bach wird in BACH – DER REBELL von Adrian Burri gespielt. Der junge Schweizer zeigt sich beim Musical1-Interview zwei Stunden vor der Premiere ziemlich nervös und aufgeregt. Während der Vorstellung ist ihm davon nicht mehr viel anzumerken. Er mimt einen jungen Bach, der sich durch nichts und niemanden von seinen Vorhaben abbringen lässt. Stimmlich bringt Burri den Zuschauern schon während der ersten Nummer in Gänsehautstimmung und führt dies auch während der gesamten Show fort. Schauspielerisch steht er seinem gesanglichen Talent in nichts nach. Er verkörpert den jungen Bach authentisch und behandelt die Berühmtheit von Johann Sebastian Bach mit dem nötigen Respekt.

Dies schafft auch Christian Schöne, als General Superintendent, mehrere Male im gesamten Stück. Als Gegenspieler Bachs setzt er sich vollends mit seiner resoluten Art durch. Er verleiht dem Charakter das nötige Leben. Seine Rolle kauft man ihm ganz und gar ab. Durch seine kraftvolle und unverwechselbare Stimme verleiht er „seinen“ Songs das gewisse Etwas. Auch optisch passt Schöne mit seinem gewellten Haar ideal in die Rolle hinein.

Auch Niklas Lundßien, als Bachs älteren Bruder Johann Ernst Bach, sowie Ramona Akgören in der Rolle der Maria Barbara Bach, Bachs erster Ehefrau, verkörpern ihre Rollen klasse. Lundßien ist Meister im Augenrollen und verdient allein dafür schon ein dickes Lob. Auch erwähnenswert sind Mario Zuber, als Bürger Meister sowie Herzog Wilhelm Ernst und Andreas Goebel als Dietrich Buxtehude. Zuber sorgt mit seinen bizarr aussehenden Bewegungsabläufen unter anderem für den ein oder anderen Lacher im Stück. Nadine Kühn in der Rolle, der Anna Magdalena Bach (Bachs zweiter Ehefrau), besticht ebenfalls durch eine feine Stimme und schauspielerisches Können.

In der Auswahl der Darsteller hat Großstadtentertainment alles richtig gemacht. Neben bekannte Musicaldarstellern, wie eben Christian Schöne und Nadine Kühn und Mario Zuber, Adrian Burri und Niklas Lundßien zu setzen, war die vollkommen richtige Entscheidung. Alle Darsteller agieren harmonisch miteinander und man merkt ihnen die Spielfreude förmlich an.

Die Zukunft fängt heut an – Musical1-Empfehlung

Abschließend möchte ich Ihnen dieses Stück ans Herz legen. Die Handlung und musikalische Umsetzung verleihen die notwendige Substanz, um ein gelungenes Musical auf die Beine zu stellen. Für dieses Stück hat am 21.09.2018 in Arnstadt hoffentlich „die Zukunft angefangen“. Wir sind schon jetzt sehr gespannt, wie der Weg für diese gelungene Produktion noch so verläuft.

Großstadtentertainment zeigt mit BACH – DER REBELL, dass es sich lohnt, neue Stücke zu produzieren. Für das Gesamtbild dieses neuen Musicals möchte ich an dieser Stelle unsere „Musical1-Empfehlung“ aussprechen und unsere Leser nochmals motivieren, dass sich ein Besuch auf jeden Fall lohnt.

Fairerweise möchte ich aber auch erwähnen, dass diese Empfehlung vor allem für die Idee und Umsetzung sowie die musikalischen Arrangements vergeben wird. An Bühnenbild und Ausstattung kann in der Tat noch ein wenig gearbeitet werden, aber es wäre ja auch langweilig, wenn von Beginn an alles nahezu perfekt wäre.

Kategorie: Kritiken,Stadttheater

Autor: C. Demme(24.09.2018)

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