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Kritik: ALADDIN in Stuttgart – Feuerwerk der Sinne oder doch nur Hokus Pokus?

Seit März diesen Jahres spielt Disneys ALADDIN im schwäbischen Orient Stuttgart. Wir haben uns auf den beschwerlichen Weg durch 1001 Nacht gemacht, um am Ende sagen zu können: Sie sind willkommen in Agrabah.

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Aladdin Logo
Aladdin Logo © Disney & Stage Entertainment

Kommen Sie mit nach Agrabah

Seine Europapremiere feierte das Stück aus der Feder von Alan Menken im Jahr 2016 in der Neuen Flora in Hamburg. Nach über zweijähriger Spielzeit flogen Aladdin und seine Jasmin auf ihrem Teppich weiter in die Schwaben-Metropole Stuttgart.

Unser Redakteur Christian hat sich nach zweijähriger Abstinenz nun mal wieder auf den weiten Weg nach Agrabah gemacht, um für Sie heraus zu finden, ob Disneys ALADDIN noch immer den Glanz und Glamour mit einer gewaltigen Extraportion Magie versprüht, wie zu den Zeiten in Hamburg.

Besetzung gut, alles gut?

Bevor wir in unserem Bericht auf die optischen Gegebenheiten der Produktion kommen, soll es erst einmal ein ausführliches Feedback zu den Künstlern der besuchten Vorstellung geben. In Bezug auf die Wahl der Hauptdarsteller hat Stage Entertainment mal wieder ein feines Händchen bewiesen.

In meinen letzten Musicalbesuchen musste ich immer wieder feststellen, dass eine gute Besetzung der Haupt- und Nebenrollen einen erstaunlichen Teil zur Qualität einer Musicalproduktion beiträgt. Dabei kommt es nicht immer darauf an, dass in der besuchten Vorstellung ausschließlich die First Cast spielt. Hierbei steht es vielmehr im Vordergrund wie die einzelnen Künstler miteinander agieren und man wie sehr man ihnen die Spielfreude ansieht.

Mit Maximilian Mann in der Rolle des Dschinni, steht seit der Europapremiere in Hamburg endlich mal wieder ein Darsteller auf der Bühne, der mich persönlich voll abgeholt hat. Sowohl gesanglich als auch im Unterhaltungsbereich hat Maximilian so einiges zu bieten. Er zeigt den Besuchern von der ersten Minute an, dass sie in Agrabah willkommen sind und sorgt für einzigartige Momente in der Show. In meinen Augen steht Maximilian Mann gerade in der Rolle seines Lebens auf der Bühne und man kann nur hoffen, dass er dem Stuttgarter Publikum noch lange Zeit erhalten bleibt.

Aladdin und Jasmin – wenn man das Knistern deutlich spürt

Philipp Büttner und Myrthes Monteiro

© Morris Mac Matzen/mmacm.com

Nun zu den beiden eigentlichen Hauptfiguren des Disney Klassikers. In der Titelrolle war die Erstbesetzung der Produktion, Philipp Büttner, zu erleben. Seine bezaubernde Angebetete, Jasmin, wurde an diesem Abend von Keoma Aidhen verkörpert.

Philipp Büttner war bereits in Hamburg als Zweitbesetzung und später auch als First Cast zu sehen. Es war erfreulich mit anzusehen, dass Büttner eine wahnsinnige Wandlung in den letzten Jahren durchgemacht hat. Man kann geradeheraus sagen, dass Philipp den Aladdin nicht nur spielt, sondern das er Aladdin ist. Gesanglich punktet er durch seine vielseitig einsetzbare Stimme und schauspielerisch sorgt er auch für eine rundum gelungene Verkörperung der Titelfigur.

Die ihm zur Seite gestellte Keoma Aidhen als Jasmin steht ihm als perfekter weiblicher Gegenpart gegenüber und reizt das Publikum durch ihre sympathische Art in den Bann. Für mich persönlich hat sie sich auf Platz 1 der besten deutschen Jasmin-Darstellerinnen geschossen. Stimmlich merkt man ihr kaum einen Akzent an, kommt dieser allerdings mal zum Vorschein, macht er ihr Erscheinungsbild nur noch authentischer.

Büttner und Aidhen geben das perfekte Traumpaar ab. In ihren gemeinsamen Duetten wie z. B. Millionen Meilen fern harmonieren sie gesanglich und interaktiv nahezu perfekt miteinander. Es bereitet große Freude sie auf ihrem gemeinsamen Weg, vom ersten Kennenlernen auf dem Bazar bis hin zu ihrer Hochzeit, zu begleiten.

Frisches Blut tut jeder Cast gut

Der Bösewicht der Produktion, Dschafar, wurde an diesem Abend von Paolo Bianca gespielt. Auch er verleiht seiner zu spielenden Rolle durchaus einige Höhepunkte und man kauft ihm das Bösartige, was in ihm steckt glaubhaft ab.Durch seinen deutlich hörbaren Akzent gestaltet es sich manchmal etwas schwierig jedes einzelne Wort zu verstehen. Auf der anderen Seite verleiht aber genau dieser Aspekt der Rolle eine gewisse Mystik.

Babkak, Omar und Kasar wurden am Abend der besuchten Vorstellung von Rafael van der Maarel, Kevin Reichmann und Nicolas Christahl verkörpert. Als Aladdins Freunde stehen sie ihm treu an der Seite und halten auch in schweren Zeiten zu ihrem Freund. Alle drei holen aus ihren Charakteren des Beste heraus und vermitteln dem Besucher der Show, dass sie große Freude in Agrabah haben.

Keine Müdigkeit, trotz langer Spielzeit

Eric Minsk, der bereits seit der Europapremiere in Hamburg den Jago spielt, ist der geheime Star des Abends. Trotz unzähligen gespielten Vorstellungen, merkt man ihm an, dass er diese Rolle eben nicht nur spielt, sondern lebt. Es bereitet große Freude ihm zuzuschauen und er sorgt für den ein oder anderen Lacher in der Show.

Auch Claus Dam ist bereits von Anfang an als Sultan und somit als Jasmins Vater dabei. Auch bei ihm kann man nicht davon sprechen, dass er müde von seiner Rolle ist. Ganz im Gegenteil: Auch er hat sich seit meinem letzten Besuch in Hamburg weiterentwickelt und zeigt einen Sultan mit dem Herzen am rechten Fleck, der letztendlich doch nur das Beste für seine Tochter Jasmin will.

Bevor wir nun zu den optischen Höhepunkten der Show kommen, dürfen wir aber keines Wegs das gesamte Emsemble sowie die Musiker vergessen. Dank ihnen ist es erst möglich, dass ein stimmiges Gesamtbild einer Produktion geschaffen wird.

Ein Gesamtkunstwerk mit vielen Details

Das Aladdin Ensemble

© Stage Entertainment

Zweifelsohne zählt ALADDIN zu den Musicalproduktionen, die von der Aufwendigkeit des Bühnenbildes, sowie den Kostümen, kaum zu übertreffen sind. Die einzelnen Bühnenelemente harmonieren perfekt miteinander und sorgen ganz gewiss für den ein oder anderen offen stehenden Mund bei den Zuschauern.

Wohl ein Höhepunkt für das menschliche Auge, aber auch die Ohren, ist die Szenerie in der Höhle der Wunder. Bombastisch und mit detaillierter Verspieltheit wird dem Besucher ein Gesamtkunstwerk präsentiert, welches er so schnell wohl nicht wieder vergessen wird.

Für den wohl magischsten Moment des Abends sorgen Aladdin und Jasmin mit ihrem fliegenden Teppich. Dabei stellt aber nicht nur der Teppich den absoluten Höhepunkt dar, sondern auch die Kulisse rundherum. Tausende blinkende Leucht-Ionen sorgen für das Bild eines bombastischen Sternenhimmels.

Und natürlich sorgen die Kostüme für ein stimmiges Bild in dieser Musicalproduktion. Auch hierbei geht es detailverliebt zu. Allein der Dschinni trägt während der Vorstellung zahlreiche verschiedene Gewänder. Wer auf ganz viel Glitzer und Glamour steht, würde in der Garderobe von Disneys ALADDIN ganz gewiss etwas finden.

Balsam für das Herz und die Seele

Mit unwahrscheinlich viel Liebe zum Detail wird der Besucher hier in Stuttgart in eine komplett andere Welt entführt. Für drei Stunden kann der Zuschauer seinem Alltag entfliehen und seine Sorgen nun einmal zu einer Nebensache machen. Und genau dies sollte ein Musical schaffen. Sehnen wir uns nicht alle manchmal nach den Momenten des grenzenlosen Glücks? Mit Disneys ALADDIN kommen Sie diesem Gefühlszustand zumindest für einen Abend ein ganz großes Stück näher.

Denken Sie doch auch gerade jetzt in der anstehenden Adventszeit mal wieder ein wenig und sich und Ihre Herzensmenschen. Zweifelsohne ist ein solcher Abend kein kostengünstiges Erlebnis, aber Ihnen bleiben Erinnerungen, die Sie noch ein ganzes Weilchen im Zustand voller Magie, Glück und Zufriedenheit schwelgen lassen.

Noch ein wenig mehr Luxus gefällig?

Dann verbinden Sie Ihren Musicalbesuch doch einfach mit einem Wochenendausflug und buchen Sie sich ein Hotel, welches seinen Gästen neben einer Schlafmöglichkeit noch ein paar mehr Annehmlichkeiten bietet. Wie wäre es hierbei z. B. mit dem Arcotel Camino in Stuttgart? Das Hotel liegt nur wenige Gehminuten vom Stuttgarter Hauptbahnhof und der Innenstadt entfernt.

Die großzügigen Zimmer sind mit einem modernen TV, gemütlichen Sitzmöglichkeiten, einer Minibar sowie einem großen Doppelbett, oder nach Bedarf auch mit zwei einzelnen Betten, ausgestattet. Das Badezimmer verfügt über Dusche oder Badewanne und passt sich dem modernen Stil des Zimmers an. Am Morgen danach können Sie vorzüglich bei einem leckeren Frühstück nach Herz und Seele schlemmen. Das Frühstück Team verfüllt Ihnen nahezu jeden Wunsch.

Zusätzlich kann man sich im Hotel auch im Wellnessbereich ein wenig entspannen. Dieser bietet verschiedene Saunen, Wechselduschen und einen kleinen Ruhebereich. Stilvoll eingerichtet, kann man hier ein bisschen die Seele baumeln lassen. Sie möchten sich lieber aktiv bewegen? Dann nutzen Sie doch einfach den hoteleigenen Fitnessraum.

Tickets für das Musical ALADDIN
Tickets für das Musical ALADDIN

Kategorie: Aladdin, Kritiken

Tags: Stuttgart

Autor: C. Demme (27.11.2019)

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