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Kevin Tarte mit seinen Lieblingsliedern im Capitol Mannheim

Kevin Tarte und seine Band aus vier Musikern waren am Donnerstag Abend im Mannheimer Capitol zu Gast. Als Verstärkung hatten sie sich einen echten "Capitoler" eingeladen: Sascha Krebs. Die beiden Musical-Sänger kennen sich seit vielen Jahren und standen bereits mehrfach gemeinsam auf der Bühne. Und auch wenn man auf den ersten Blick aufgrund der sehr unterschiedlichen Typen denkt, die beiden müssten völlig verschiedene Musikgeschmäcker haben, ergänzten sie sich hervorragend.

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Kevin Tarte und Band
Kevin Tarte und Band © Conny Wenk

Favoriten sind bei Weitem nicht alles Musical-Songs

Wie so oft im Leben kam es anders als man denkt am vergangenen Donnerstagabend im Capitol Mannheim. Kevin Tarte lud zu einem Konzert mit seinen „Favourite Songs“. Mitgebracht hatte er sich dazu eine vierköpfige Band und Capitol-Größe Sascha Krebs. Aber siehe da: Wer einen der “üblichen” Musical-Abende erwartet hatte, musste bald erkennen, dass Kevin Tartes Favoriten mitnichten alle aus Musicals stammen.

War man nach kurzer Irritation aber bereit, die Erwartungen beiseite zu schieben und sich auf das, was der Amerikaner auf seiner Setliste stehen hatte, unvoreingenommen einzulassen, wurde man mit einem vielseitigen und durchaus ansprechenden Programm belohnt.

Als Krolock und Herbert gemeinsam auf der Bühne gestanden

Mit „Feelin‘ good“ eröffnete Kevin Tarte den Abend. Oft gehört, doch nicht unbedingt als Musical-Song bekannt, wurde es aber doch in THE ROAR OF GREASEPAINT – THE SMELL OF THE CROWD verwendet.

Lässig steht der Gastgeber auf der Bühne, eine Hand in der Hosentasche, und hat ganz offensichtlich Spaß. In einem deutsch-englischen Sprachgemisch begrüßt er die Zuschauer im gut besuchten Capitol und liefert im Verlaufe des Abends die ein oder andere Anekdote.

Zum Beispiel diese: Alle Herberts in Stuttgart waren krank geworden und man brauchte dringend jemanden, der einspringt. Nicht lange vor der Show teilte man ihm mit, man habe nun einen Herbert aus Wien eingeflogen und er habe mit ihm eine kurze Bühnenprobe haben. „Und das war dann Sascha Krebs“. Seitdem sei man sich immer wieder über den Weg gelaufen und habe immer wieder mal zusammen gesungen. Zum Beispiel bei den Schlossfestspielen in Edesheim, wo Kevin Tarte Stargast bei „Life is like a song“, der jährlichen Musical-Gala des Capitol-Ensembles, war.

Ein echter “Capitoler” als Verstärkung

Sascha Krebs, seit vielen Jahren mit dem Capitol eng verbandelt, hat sich als ersten Solo-Song „Memphis lives in me“ aus dem Musical MEMPHIS ausgesucht. Es folgte eine Duettversion von „King of the road“, eines der Stücke, bei dem Bassist Alex Uhl den E-Bass gegen einen Kontrabass tauschte. Und wenn wir gerade bei den Musikern sind: Es war ein Genuss, den vier Herren zuzuschauen, die voll und ganz bei der Sache waren und jeden Song „mitgelebt“ haben. James Geier an der Gitarre, Harald Lierhammer am Flügel und Schlagzeuger Eckhard Stromer komplettierten die vierköpfige Band.

Mit „Me and my shadow” in der Duett-Version, die hauptsächlich durch Frank Sinatra und Sammy Davis jr. bekannt ist, ging es weiter. Danach stand ein kleiner Solo-Block von Kevin Tarte auf dem Programm:„Straighten up and fly right“, “Dream a little dream of me” und “Mr. Bojangles” gehören zu den Songs, mit denen Kevin Tarte nach eigener Aussage während seiner klassisch geprägten Ausbildung und auch danach einen musikalischen Ausgleich suchte. Eines der Highlights des Abends war ohne Zweifel „Don’t cry out loud“ aus THE BOY FROM OZ. Hier konnte Kevin Tarte alles ausspielen für das seine Fans ihn lieben.

American Songbook-Hits Hand in Hand mit Queen

Zwei Queen-Klassiker folgten mit „I want to break free“ von Sascha Krebs und „Crazy little thing called love” vom Gastgeber. Auch nach der Pause ging der Abend sehr abwechslungsreich weiter.

Ob George Michaels „Kissin‘ a fool“ (Tarte), “Colour of the sky” aus dem Musical PIPPIN (Krebs) oder dem wunderbaren Duett “Lilly’s Eyes“ aus SECRET GARDEN – der Abend war überwiegend Stücken gewidmet, die man bei Galas und Konzerten nicht ständig hört. Der ein oder andere „Gassenhauer“ durfte aber dennoch nicht fehlen. So zeigte Kevin Tarte mit „This is the moment“ aus JEKYLL & HYDE ein weiteres Mal, dass es genau diese Stücke sind, die das Publikum von ihm erwartet und für die er am meisten gefeiert wird.

Auch deutsche Titel auf dem Programm

Nachdenklicher wurde es mit „Was wirklich wichtig ist“ aus ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK und „Country life“, in dem ein Mann versucht, seine Frau zu überzeugen, sich endlich nach vielen Jahren in der Stadt ihren gemeinsamen Traum zu erfüllen und für die letzten gemeinsamen Jahre aufs Land zu ziehen. Dieser Solo-Block endete mit einem weiteren – diesmal so gar nicht musical-geprägtem – Highlight: Tom Waits‘ „Long way home“.

Sascha Krebs zollte mit seinem letzten Solo-Stück des Abends seiner (recht langen) Zeit bei WE WILL ROCK YOU ein weiteres Mal Tribut und begeisterte mit „The show must go on“.  Kevin Tarte beendete das offizielle Programm mit „Dein Lied“ von Laith Al-Deen.

Unvermeidliche Zugabe

Als Zugabe gab es ein weiteres Duett, das mit „It was a very good year“ wieder an den ersten Teil des Konzerts anknüpfte, bevor sich Kevin „Krolock“ Tarte mit der unvermeidlichen, wenn auch musikalisch in neuem Gewand erklingenden, „Unstillbaren Gier“ vom Publikum im Mannheimer Capitol verabschiedete.

Der Abend überzeugte durch ein Programm, das nicht aus den üblichen Standards bestand und durch sechs Musiker, die den Funken und den Spaß an dem, was sie da auf die Bühne brachten, überspringen ließen. Perfekt wäre es gewesen, wenn die einzelnen Songs anmoderiert werden würden, gerade weil sicher nicht alle allen Zuhörern bekannt waren -aber das ist Jammern auf hohem Niveau!

Kategorie: Galas & Konzerte,Kritiken

Autor: M. Kanz(06.03.2018)

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