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KEVIN KÖHLER im Interview

Wir hatten die Gelegenheit mit KEVIN KÖHLER ein kurzes, aber sehr interessantes Interview zu führen. Was er uns zu seinem neusten Bühnen Projekt erzählte und warum es beim GLÖCKNER VON NOTRE DAME nie langweilig wird, ist hier nach zu lesen!

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Kevin Köhler

Kevin Köhler ist in der Musical-Szene kein unbeschriebenes Blatt mehr, dennoch starten wir unsere Interviews gerne mit der Frage nach dem „Warum Musicaldarsteller?“

Was war dein Auslöser oder war es ein Erlebnis, das deinen Entschluss festigte, zur Bühne zu gehen im Allgemeinen, bzw. zum Musical im Besonderen?

Starlight Express! Als 11-jähriger habe ich Starlight Express zum allerersten Mal gesehen und von da an war ich überzeugt Musical-Darsteller werden zu wollen. Die Technik, der Gesang, die Story es hatte mich einfach geflasht. Ich MUSSTE meinen Traum wahr machen, egal wie.

Einem breiten Publikum bist du nachhaltig bekannt geworden durch die Teilnahme an der ZDF-Show „Musical-Showstar 2008“ – du hast gewonnen und wurdest dann Rusty in STARLIGHT EXPRESS. Konntest du schon immer gut Rollschuh laufen? Bist du ohne Stürze durch die Zeit gekommen?

Ich konnte schon als Kind gut Inlineskaten und habe mit den Nachbarskindern Starlight Express in der Nachbarschaft nachgespielt. Aber das war nichts zu dem, was mich bei Starlight Express erwartete. Auf den Rollschuhen zu stehen war ein ganz anderes Gefühl. Ich habe, wie jeder Andere der dort anfängt, die 3-monatige Skateschool gemacht und es von Grund auf neu gelernt. Auf dieser Bühne zu skaten ist ein Wahnsinns-Gefühl, und die Bühne hat so spezielle Anforderungen an die Skatetechnik, dass jeder ganz neu fangen muss. Naja und Stürze bleiben halt nicht aus…

Aktuell bist du bei DISNEYS DER GLÖCKNER VON NOTRE DAME  dabei. Zur Zeit seid ihr in Stuttgart, vorher  München und Berlin, wird es nicht langsam langweilig?

Auf gar keinen Fall!!! Ich bin im Glöckner von Notre Dame derzeit Swing mit Zweitbesetzung Quasimodo und Clopin. Ich habe so viel Abwechselung. Ich bin fast jeden Tag für eine andere Rolle auf der Bühne. Ich entdecke jeden Tag etwas Neues, weil ich die Show ständig aus einem anderen Blickwinkel betrachte. Die Musik ist einfach fantastisch und schauspielerisch ist die Show sehr anspruchsvoll. Ich finde dort jeden Tag einen neuen Reiz. Das liebe ich!

©Julla Bornkessel

Nun kündigt sich zusätzliche Abwechslung an. Neben dieser großen Produktion bist du involviert in das erste Stück des neu gegründeten Bühnenvereins OFFstage Germany. OFFstage Germany möchte gerne Off-Musical-Projekte realisieren nach dem Vorbild von Off-Broadway und West End. Hauptsächlich sollen in der Zukunft verschiedene Stücke in Berlin und Hamburg vorgestellt werden. Für 2018 ist das erste Projekt THRILL ME.

Wer ist da auf wen zuerst aufmerksam geworden? OFFstage auf Kevin oder Kevin auf OFFstage?

OFFstage auf Kevin. Zu dem Zeitpunkt als ich angefragt wurde, war der Verein noch nicht einmal offiziell. Michael Heller (der Regisseur) und ich hatten uns auf einen Kaffee getroffen. Er erzählte mir von dem geplanten Verein und dem Projekt. Er fragte, ob ich mir es vorstellen könnte, mitzuspielen. Zu dieser Zeit wusste ich nicht mal worum es in dem Stück geht. Nachdem ich mich dann mit der Geschichte ein wenig auseinander gesetzt hatte, habe ich direkt zugesagt.

Diese geplanten Projekte erfordern eine neue Herangehensweise – was reizt einen daran?

Es ist natürlich bei kleineren Bühnen eine ganz andere Intimität vorhanden. Es ist viel emotionaler und das Publikum ist viel näher an jemandem dran. Das ist der Reiz für mich, der OFFStage-Produktionen so interessant und aufregend macht.

THRILL ME wird das erste Projekt sein, das ihr umsetzt. Erzählt wird die Geschichte der beiden aufstrebenden Jura-Studenten Nathan Leopold und Richard Loeb, die den oder die Kicks des Lebens suchen. Suchst du mit dem Projekt auch ein bisschen das Risiko?

Ich würde nicht sagen, dass ich das Risiko suche… Aber intime OFFStage-Produktionen zu spielen, interessiert mich einfach. Das interessante bei Thrill Me ist ja auch, dass es eine wahre Begebenheit ist, auf der das Stück basiert. Sich mit Rollen auseinander zu setzen, die es als wahrhaftigen Menschen gegeben hat, ist super spannend. Die Recherche und dann den Charakter in seinem eigenen zu finden. Ich finde das eine tolle Arbeit.

Kannst du unseren Lesern kurz sagen: Worum geht es konkret in der Story?

Es geht um die zwei Jura-Studenten Nathan Leopold und Richard Loeb, die den Reiz suchen. Richard findet seinen Reiz im Begehen von Verbrechen. Nathan dagegen findet seinen Reiz in Richard. Er ist in ihn verliebt. Aus dieser Liebe heraus hilft Nathan Leopold bei seinen Straftaten, wodurch eine gegenseitige Abhängigkeit entsteht, die sich bis zum Äußersten entwickelt.

Und wie auch der Titel schon erahnen lässt, gibt es sicher kein Happy End?

Da müsst ihr in der Show vorbeikommen und euch überraschen lassen. Darüber verrat ich NIX! 😉

Im April 2018 geht es los mit dem spannenden Zwei-Personen-Stück. In verschiedenen Veröffentlichungen wird auch von Kammermusical gesprochen. Warum diese Bezeichnung?

Im Deutschen Schauspiel benutzen wir auch das Wort Kammerspiel. Für mich ist dies eine deutsche Form des OFFMusicals. Ursprünglich stammte das Wort vom Off-Broadway und ich finde es schön, dieser Szene mit dem Wort “Kammermusical” auch eine deutsche Bezeichnung zu geben, was ja auch nur die Nähe und Intimität wiederspiegelt.

Dein Partner im Stück ist Gerrit Hericks. Zwei-Personen-Stücke sind in der Regel sehr intensiv, sehr „nah“. Habt ihr beide schon einmal zusammen gearbeitet?

©Julla Bornkessel

Nein. Dies ist unser erstes gemeinsames Stück. Natürlich lernt man sich bei der Arbeit sehr gut kennen. Und ich freue mich sehr mit Gerrit als Spielpartner zu agieren.

Michael Heller führt bei THRILL ME Regie. Wie oft probt ihr? Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit?

Wir versuchen natürlich jede freie Zeit zu nutzen, um zusammenzukommen und für das Stück zu proben. Sei es, dass das Team nach Stuttgart kommt oder wir uns in Berlin oder Hamburg treffen. Michael ist ein toller Regisseur. Er ist sehr frisch und findet ganz viele Farben in diesem Stück, die er wunderbar rausarbeitet. Es wird sehr energiegeladen werden. Wir kennen uns schon viele Jahre und ich finde es toll, dass er nun auch diese Richtung einschlägt und ich dabei sein kann.

Wie starr ist dein Handlungsrahmen? Kannst du in deine Rolle auch deine eigenen Ideen umsetzen?

Dadurch dass wir so ein kleines Team sind, haben wir natürlich schon die Möglichkeit gemeinsam Sachen zu besprechen, zu entwickeln und dann auch auszuprobieren.

Das Projekt wird durch Startnext Crowdfunding finanziert. Ist das nicht ziemlich nervenaufreibend?

Ich muss ganz ehrlich sagen: Ja, es ist nervenaufreibend. Aber wir haben das Ziel dank der Fans erreicht und haben es sogar übertroffen. Dafür bin ich wirklich jedem Einzelnen sehr dankbar! An dieser Stelle noch ein mal vielen Dank an alle, die uns unterstützt haben und auch weiterhin unterstützen werden.

Was denkt man, wenn sich die Kampagne langsam dem Ende nähert und das Ziel noch nicht erreicht ist?

Naja, es ist ja meistens so, dass Leute erst kurz vor knapp einsteigen, da heißt es nur ruhig bleiben und beten.

Im Moment sieht die Finanzlage ja ganz gut aus.
Die Termine für die ersten Aufführungen in Berlin und Hamburg stehen. Gibt es schon Pläne wie es danach weitergehen soll?

Zur Zeit konzentrieren wir uns erst einmal auf die Premiere in Berlin und die folgenden Termine. Alles was danach kommt steht noch in den Sternen. Aber natürlich wäre es super toll, das Stück noch viele Male wieder aufzuführen.

Lieber Kevin, vielen Dank für das informative Gespräch. Wir drücken OFFstage Germany und natürlich dir erst einmal ganz fest alle Daumen für ein erfolgreiches Gelingen von THRIL ME.

Wer gerne OFFstage weiter unterstützen möchte, noch Tickets für THRILL ME benötigt oder Kevin im GLÖCKNER VON NOTRE DAME erleben möchte, findet hier noch die entsprechenden Möglichkeiten.

DER GLÖCKNER VON NOTRE DAME in Stuttgart
DER GLÖCKNER VON NOTRE DAME in Stuttgart

THRILL ME Tickets Berlin
THRILL ME Tickets Berlin

THRILL ME Tickets Hamburg

 

Kategorie: Interviews

Tags: ,,

Autor: I. Marquardt(26.03.2018)

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