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JESUS CHRIST SUPERSTAR begeistert Greifswald

Am 18. Juli 2019 feierte JESUS CHRIST SUPERSTAR in Greifswald seine zweite Premiere, nachdem es am 28. Juni in Stralsund bereits die erste Vorstellung hatte. Die Rockoper ist einen Besuch wert. Mit Chris Murray und Sasha Di Capri wurden die Hauptrollen Jesus und Judas besetzt. Anhaltender Applaus zeugte von der Begeisterung der Zuschauer.

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JESUS CHRIST SUPERSTAR
JESUS CHRIST SUPERSTAR © Vincent Leifer

Premiere in Greifswald

Am 18. Juli 2019 feierte die Open-Air-Produktion JESUS CHRIST SUPERSTAR auf der Bühne im Museumshafen Premiere. Bereits am 28. Juni fand die erste Vorstellung in Stralsund statt und nach vielen gut verkauften Shows zog das Stück weiter nach Greifswald. Auch hier begeisterte die, nahezu ausverkaufte, Inszenierung der Rockoper von Andrew Lloyd Webber und Tim Rice die Zuschauer.

Die Geschichte von Jesus Christus

In der Rockoper JESUS CHRIST SUPERSTAR wird die Geschichte vom Höhepunkt des Wirkens von Jesus bis zur Kreuzigung gezeigt. Jesus betritt Jerusalem und sein Ruf eilt ihm voraus. Die Menge liebt und verehrt ihn, vor allem seine Jünger. Nur Judas Iskariot äußert Zweifel und versucht, zu verhindern, dass Jesus die Kontrolle verliert. Doch dieser geht nicht auf die Warnungen ein. Derweil werden auch die Priester von Jerusalem auf Jesus aufmerksam, der ihre Machtposition gefährdet. Jedoch wartet der oberste Priester Kaiphas auf den richtigen Moment, um ihn zu stürzen und das Volk gegen Jesus aufzubringen. Diese Gelegenheit bietet sich, als Judas zu ihnen kommt, um dafür zu sorgen, dass Jesus in Verwahrung genommen wird – auch wenn es ihm widerstrebt, seinen Freund zu verraten. Mit seiner Hilfe wird Jesus aber nicht nur verwahrt, sondern die Priester versuchen, ihn zum Tod durch Kreuzigung verurteilen zu lassen. Diesem Schicksal ergibt sich Jesus letztlich.

Eindrucksvolle Bühnentechnik und moderne Kostüme

Das Bühnenbild besteht, neben einigen Treppen, nur aus Bildprojektionen. Diese zeigen Comiczeichnungen, die zur Szene passen oder auch kurze Animationen, die sich immer wieder wiederholen. Diese Animationen sind blühende Blumen oder die Rollen der Schauspieler. Unterstützt werden diese durch Licht- und Pyroeffekte. Das alles sorgt für ein peppiges und flexibles Bühnenbild, lenkt manchmal leider auch etwas vom Geschehen ab. In einigen Szenen wäre daher weniger mehr gewesen.

Die Kostüme sind modern gestaltet, jedoch gibt es auch ein paar Aspekte, die an die Zeit der Jesus-Geschichte erinnern. So tragen die Wachen zum Beispiel römische Kleidung und Pilatus, der Statthalter, trägt ebenfalls Kleidung, die an den damaligen Kleidungsstil erinnert. Zeitgleich wird Jesus ein elektrisches Halsband statt Handschellen angelegt und König Herodes fährt mit einer Limousine vor. Es ist also eine Mischung aus Moderne und Antike gewählt worden, die sich stimmig einfügt.

Starbesetzung in den Hauptrollen

Der Prozess

© Vincent Leifer

Für die Hauptrollen von Jesus und Judas wurden Chris Murray und Sasha Di Capri engagiert.
Jesus wird als ein Mensch dargestellt, der die Leute bewegt und um den sich viele Sagen ranken. Letztlich ist er aber ein Mensch, der mit seinem Schicksal hadert und zweifelt, als er merkt, dass sich sein Ende nähert. Diese Entwicklung von Jesus, der hinter der Sache steht und diesen Erfolg genießt, zu einem Mann, der sich plötzlich nicht mehr sicher ist, spielt Chris Murray hervorragend. Am besten wird dies in dem berühmten Lied „Gethsemane“ deutlich, das den meisten Applaus erntete und in dem der Darsteller sein ganzes Können unter Beweis stellt.

Judas Iskariot ist einer der engsten Vertrauten von Jesus. Er ist von Jesus fasziniert und liebt ihn, doch gleichzeitig sieht er, dass Jesus scheinbar alles entgleitet. Immer wieder redet er auf Jesus ein und deutlich ist zu sehen, wie verzweifelt Judas versucht, die Situation und Jesus zu retten – vor allem bei seinem ersten Besuch der Priester. Überzeugend mimt Sasha Di Capri dies und stimmlich wird er den Anforderungen mehr als gerecht und beweist eine große Wandlungsfähigkeit – stimmlich sowie auch schauspielerisch.

Großartiger Cast

Maria Magdalena

© Vincent Leifer

Maria Magdalena wird von Feline Zimmermann verkörpert, die Maria als sehr fürsorglich darstellt, vor allem Jesus gegenüber. Sie weiß jedoch nicht, ob sie ihn als Prophet oder als Mensch liebt. Diese innere Zerrissenheit wurde gut bei dem Lied „Wie soll ich ihn nur lieben?“ dargestellt und erntete viel Applaus.
Als Pontius Pilatus stand Thomas Rettensteiner auf der Bühne. Er spielt Pilatus als einen Mann, der in das Ganze eher unfreiwillig hineingezogen wird und versucht, seinem Schicksal zu entkommen. Vor allem den Prozess vor der Verurteilung spielte er sehr überzeugend.
Den obersten Priester Kaiphas spielt Andrey Valiguras, der mit seiner Bass-Stimme die Gesangspartien dieser Rolle meisterte. Zugleich spielte er ihn mit Autorität und List. Er konnte vor allem in dem Lied „Der Jesus muss weg“ die Zuschauer begeistern.
Martin Mulders hatte gleich eine Doppelrolle zu spielen. So spielte er Simon Zelotes, den Anführer einer Rebellengruppe, und den Priester Hannas. Beides gelang ihm mit Bravour.
Auch alle anderen Darsteller und Ensemble-Mitglieder zeigten eine großartige und überzeugende Leistung.

Fazit

JESUS CHRIST SUPERSTAR ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Diese berühmte Rockoper besticht mit stimmungsgeladener Musik, die vom Live-Orchester und dem Cast auf hohem Niveau präsentiert wird. Dazu wird mit dieser Inszenierung die Geschichte von Jesus Christus dem Publikum verständlich nähergebracht. Ein unvergesslicher und schöner Abend erwartet die Zuschauer von JESUS CHRIST SUPERSTAR.

Kategorie: Kritiken, Open Air

Autor: A. Polifka (22.07.2019)

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