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JAN REKESZUS im Interview – Der Mythos Ludwig II: das Festspielhaus Füssen hat einen neuen König für seinen Thron

Jan Rekeszus gilt als stimmgewaltiger Jungstar unter den Musicaldarstellern. Bei den gerade veröffentlichten Ergebnissen unserer Musicalwahlen 2018 wurde er von unseren Lesern für seine Darstellung des Graf Dürckheim in LUDWIG² in der Kategorie Beliebtester Newcomer auf den 3. Platz gewählt. Sympathisch und ehrlich stand er uns Rede und Antwort. Wir haben uns natürlich über König Ludwig II unterhalten, seine Traumrollen und zauberhafte Bühnenmomente.

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Jan Rekeszus als König Ludwig II
Jan Rekeszus als König Ludwig II © Michael Böhmländer/Ludwigs Festspielhaus Füssen

“Ludwig entfacht eine wahnsinnige Spielfreude in mir”

Musical1: Vom Cover des König Ludwig II zur Erstbesetzung – wie herausfordernd ist ein so vielschichtiger Charakter wie der Märchenkönig für Dich?

Jan Rekeszus: Gesanglich sowie spielerisch ist diese Partie eine einzigartige Herausforderung. „Vielschichtig” trifft wohl genau den Kern dieser historischen Figur. Die Zerrissenheit Ludwigs zwischen romantischer Träumerei, Realitätsverdrängung und bitterer Einsamkeit entfacht eine wahnsinnige Spielfreude in mir.

Musical 1: Als König Ludwig II stehst Du in beinah jeder Szene auf der Bühne. Das ist sicher auch eine körperliche Herausforderung. Wie hältst Du Dich fit?

Jan Rekeszus: Mein Schlaf ist mir heilig, ohne mindestens acht Stunden bin ich nicht auszuhalten (lacht).

Porträt Jan Rekeszus 1

© Bernd Brundert

Ansonsten trinke ich sehr viel Wasser über den Tag. Jeden Morgen mache ich eine Art „personalisiertes Yoga”, um die natürliche Gelenkstellung des Körpers beizubehalten, damit ich bis ins hohe Alter schmerzfrei bleibe. Wenn es passt, gehe ich ins Fitnessstudio oder zum EMS (Elektro-Myo-Stimulation).

Traumrollen und Bühnenalltag

Musical 1: Blicken wir ein paar Jahre zurück in Deine Ausbildung: gab oder gibt es eine Traumrolle für Dich?

Jan Rekeszus: Eine richtige Traumrolle hatte ich nie. Aber natürlich habe ich eine paar Rollen, die ich gerne einmal spielen möchte. Auf meiner Liste stehen definitiv Tony in WEST SIDE STORY, JEKYLL & HYDE und Frank `N` Furter (THE ROCKY HORROR SHOW).

Musical 1: Der Bühnenalltag kann sehr oft stressig sein. Wie erholst Du dich davon?

Jan Rekeszus: Eine Kollegin unterstellte mir letztens: „Ihr Berliner geht immer Kaffee trinken”. Tatsächlich entspannt mich ein Kaffee mit einem guten Freund ungemein. Ansonsten meditiere ich jeden Tag und schreibe, wenn ich Zeit finde.

„Unsere Gefühle sind sehr viel realer als unsere Gedanken“

Musical 1: Wie viel von Dir steckt in den Charakteren, die Du darstellst?

Jan Rekeszus: Ich halte unsere Gefühle für sehr viel realer als unsere Gedanken. Und da ich immer versuche die Figuren zu fühlen, würde ich sagen 90 Prozent. Ich habe einmal einen Frauenschläger gespielt; das war mir – Gott sei Dank – mehr als fremd. Ich konnte aber die Trauer – die von der Wut überdeckt wurde – in mir finden.

Jan Rekeszus

© Bernd Brundert

Musical1: Mittlerweile gibt es viele Stadttheater, die sich auch an Produktionen wagen, die in Deutschland vielleicht eher als unbekannt gelten. Gefallen Dir diese als Darsteller besser als z.B. die großen Blockbuster-Produktionen?

Jan Rekeszus: Als Darsteller reizen mich Stücke, die viel erzählen, mehr, als Produktionen die nur „Show” darstellen. Beides hat ganz offensichtlich seine Daseinsberechtigung.

Das Genre Operette: eine fordernde Erfahrung

Musical 1: In diesem Jahr hast Du das erste Mal in einer Operette mitgewirkt. Wie war diese Erfahrung? Gibt es einen Unterschied zwischen Operette und Musical für Dich?

Jan Rekeszus: Diese Erfahrung war sehr fordernd. Ich habe wahnsinnig begabte Kolleginnen und Kollegen. Von denen habe ich mich etwas einschüchtern lassen. Ich habe aber dann schnell gemerkt, dass sie und das gesamte Team eine wahnsinnig tolle und vor allem liebenswerte Truppe sind. Das hat mir natürlich sehr geholfen. Ich singe auch zum ersten Mal auf der Bühne ohne Mikroport, was eine ganze andere Ausdauer erfordert. Das Genre Operette kann dem Musical sehr ähneln, ihm aber auch wahnsinnig fern sein. Um meinen ehemaligen Theatergeschichtslehrer zu zitieren: “In der Operette geht es immer um Sex!” und ich befürchte, er hatte Recht. (lacht)

Zauberhafte Bühnenmomente in diesem Jahr

Musical 1: Wo können unsere Leser Dich dieses Jahr noch auf der Bühne erleben? Gibt es einen Moment/ein Stück, auf das Du dich ganz besonders freust?

Jan Rekeszus: Auf meine Premiere im September freue ich mich am meisten, aber das darf ich wohl erst bald verraten. Ansonsten bin ich bis Mitte des Jahres noch in der Operette „DIE PRINZESSIN VON TRAPEZUNT” in Hildesheim zu sehen, in „ANATEVKA” in Magdeburg sowie im August und Dezember als König Ludwig in LUDWIG²in Füssen. Außerdem freue ich mich auf die Konzert-Tour „DER GALA-ABEND DES MUSICALS”. Mein Manager Andreas Luketa hat ein sehr schönes Programm gezaubert.

Musical1: Vor ein paar Jahren hast Du in unserem Podcast gesagt, dass Du keine Fans hast. Das dürfte sich ja inzwischen geändert haben. Wie gehst Du mit der Aufmerksamkeit um?

Jan Rekeszus: Ich freue mich, wenn Menschen ins Theater gehen und ihnen das gefallen hat, was ich auf der Bühne dargestellt habe.

Porträt Jan Rekeszus 3

© Bernd Brundert

Fragen Marathon: 7 knackige Fragen und Antworten

Musical 1: Lieber böse oder nette Rollen?

Jan Rekeszus: Definitiv böse.

Musical 1: Deine erste Platte/CD war?

Jan Rekeszus: Marilyn Manson – Tainted Love.

Musical 1: Deine beste Eigenschaft ist

Jan Rekeszus: Selbstreflexion.

Musical 1: Wenn Du nicht Musical-Darsteller geworden wärst, dann wärst Du?

Jan Rekeszus: Tonmeister.

Musical 1: Gibt es ein Ritual vor der Show?

Jan Rekeszus: Es gibt mehr eine Routine.

Musical 1: Konzert, Operette, Musical – was guckst Du privat?

Jan Rekeszus: Tatsächlich alles.

Musical 1: Dein Lieblingsstück/-konzert ist?

Jan Rekeszus: Der kleine Horrorladen.

Wir danken Jan Rekeszus und seinem Management-Team ganz herzlich für das Interview. Wer Jan Rekeszus in der Rolle des König Ludwig II im Musical LUDWIG² im Festspielhaus Füssen erleben möchte hat u. a. im Sommermonat August die Gelegenheit dazu.

Ludwig²-Logo

© Big Dimension GmbH / Benjamin Sahler

 

Hier geht es zu den Tickets für LUDWIG² - das Musical
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Kategorie: Interviews

Tags: Füssen

Autor: M. Rose (15.05.2019)

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