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FAME das Musical – Der Weg zum Ruhm

Viele haben den Traum, irgendwann einmal auf der großen Bühne zu stehen. Nur der Weg dorthin ist schwer. Das Musical FAME, basierend auf dem gleichnamigen Kinofilm, erzählt die Geschichte von der Aufnahmeprüfung bis hin zum letzten Schuljahr einiger Schüler einer Hochschule für darstellende Künste in New York, der High School of Performing Arts. In der aktuellen Spielzeit 2017/2018 zeigt das Theater Kiel eine Inszenierung des Musicals im Opernhaus.

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Kieler Fame Ensemble
Kieler Fame Ensemble © Theater Kiel / Olaf Struck

Vom Film zum Musical

„Fame – Der Weg zum Ruhm“ ist ein US-amerikanischer Spielfilm über Jugendliche an einer New Yorker Schule für darstellende Künste aus dem Jahr 1980. Die Songs „Fame“ und „Out here on my own“ wurden 1981 für den Oscar in der Kategorie „Bester Song“ nominiert. „Fame“ gewann schließlich den Oscar sowie den Golden Globe Awarde. Im Dezember 2009 kam die Neuverfilmung von Fame in die Kinos und zeigt immer noch die Aktualität des Themas.

Einige der Darstellerinnen und Darsteller von 1980 spielten in der gleichnamigen TV-Serie mit, die von 1982-87 mit insgesamt 136 Folgen lief. Ein Jahr später wurde der Film zum Musical und feierte 1988 Premiere im Coconut Grove Playhouse in Miami.

Die Story

Kieler Fame Ensemble

© Theater Kiel / Olaf Struck

Im Musical gehen die verschieden Schuljahre ineinander über. Der erste Akt beginnt mit der Aufnahmeprüfung für die New Yorker „High School of Performing Arts“ in den drei Sparten: Instrumentalmusik, Tanz und Schauspiel. Danach geht es direkt weiter mit den ersten beiden Schuljahren: Die Erstis versammeln sich und werden von der Schulleiterin Ms. Sherman aufgerufen, Grace Lamb und Tyrone Jackson kommen zu spät. Darauf hin ermahnt Ms. Sherman alle Studierende, dass die kommenden vier Jahre harten Arbeit werden. Nach und nach werden die Hauptcharaktere vorgestellt. Unter anderem Nick Piazza und Serena Katz aus der Schauspielklasse, die sich anfreunden. Auch Joe Vega fällt in der Schauspielklasse durch seinen koketten Humor auf, landet jedoch damit nicht bei den Mädchen. In der Ballettklasse kommt mitten im laufenden Studienjahr Iris Kelly dazu, welches die anderen Mitschüler missstimmt. Tyrone Jackson, ein aus dem „Getto“ stammender Junge, hat ein natürliches Talent zum Tanzen. Nicht nur seine Leichtfertigkeit, auch die Tatsache, dass er praktisch Analphabet ist, führt zu Problemen mit seiner Englischlehrerin. Die Schüler Shlomo Metzenbaum, Grace Lamb und Goodman „Goody“ King gründen zusammen eine Band, um eine Möglichkeit zu haben, aus der Klassik, die ihnen Mr. Sheinkopf unterrichtet, zu fliehen. Carmen Diaz träumt davon, ein großer Star zu werden. Sie bemerkt, wie Shlomo im Musikzimmer improvisiert. Daraufhin schreiben sie zusammen einen Song und Carmen hofft auf eine gemeinsame Karriere.

Ms. Sherman und Ms. Bell

© Theater Kiel / Olaf Struck

Zum Ende des ersten Aktes kommen die ersten Probleme auf. Ms. Bell und Ms. Sherman streiten wegen Tyrones schlechten Leistungen in Englisch, welcher sehr dickköpfig ist und sich das nicht bieten lassen will und beschließt, die Schule zu verlassen. Jedoch halten seine Mitschüler ihn davon ab.

Im zweiten Akt verhärten sich die Konflikte. Tyrone besteht nur den Englischsommerkurs, weil Ms. Bell sich dafür einsetzt, welches die anderen Dozierenden nicht gutheißen wollen und können. Carmen lernt jemanden aus Los Angeles kennen und bricht die Schule ab, um in LA berühmt zu werden. Mabel schafft es körperlich nicht, in der Ballettklasse zu bestehen. Serena hat ein Auge auf Nick geworfen, aber da er nicht auf sie anspringt, denkt sie, er sei schwul. Nick lässt sie in diesem Glauben, aber später stellt sich heraus, dass er es nicht ist und Serena ist sauer auf ihn. Ob alle Konflikte gelöst werden und wer das Abschlussjahr übersteht und besteht, können Sie im Kieler Opernhaus sehen.

Kiels High School of Performing Arts

Das Kieler Theater ist ein Mehrspartentheater mit drei Häusern, dem Opernhaus, Schauspielhaus und dem Werftparktheater. Zu den vier Sparten des Kieler Theaters gehören Musiktheater mit Philharmonischem Orchester, Ballett, Schauspiel und Kinder- und Jugendtheater. In dieser Spielzeit gehört FAME zu den Musicalproduktionen, die im Opernhaus spielen.

Das Opernhaus bietet durch die größere Bühne mehr Platz für Raum einnehmende Bühnenbilder. So ist die P.A. ein großer, U-förmiger Bau mit mehreren Ebenen, die die Probenräume und das Lehrerzimmer darstellen. Dabei sind die Räume durch kleine Treppen verbunden. Im vorderen Bereich ist ein Platz der mal als Aula, mal als öffentlicher Raum, Ballettsaal oder auch als Umkleide dient. Da das Stück noch in den letzten vier Jahren vor dem Umzug ins Lincon-Center spielt, sind die Räume altmodisch gestaltet und mit Graffiti besprüht worden. Die Sicht auf die Bühne ist bis zum zweiten Rang gut. Im dritten Rang ist es dann doch sehr weit weg und ein wenig eingeschränkt, jedoch noch akzeptabel. Leider nimmt der Sound an Fülle in den oberen beiden Rängen leicht ab. Positiv ist, dass ein Orchester spielt. Dieses gibt den Songs mehr Volumen als nur eine Band oder digitale Einspieler.

Gäste in Kiel

Joe und Iris

© Theater Kiel / Olaf Struck

Das Ensemble besteht in dieser Produktion aus Gastspielerinnen und Gastspieler, darunter unter anderem Kevin Perry (GHOST, HAIR, EVITA, MARY POPPINS), Siegmar Tonk (ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK, MAMMA MIA!), Leoni Kristin Oeffinger (WE WILL ROCK YOU, HAIRSPRY, DER SCHUH DES MANITU, KEIN PARDON) und Robert Schmelcher (DIE SCHATZINSEL, DIE PÄPSTIN). Nur Ms. Sherman wird alternierend von der hauseigenen Kammersängerin Heike Wittlieb gespielt.
Die Darstellerinnen und Darsteller beweisen viel Professionalität und liefern gute Leistungen ab. Jedoch hätten die Tanzchoreografien, welche nicht im „Unterricht“ spielen, ein wenig mehr Ausdruck und Spannung haben können. Beispielsweise schien die Brakedance-Nummer simpel zu sein und war im Vergleich zum gleichzeitig performten Song sehr seicht und hätte mehr Stärke verdient.

Tyrone und Iris tanzen

© Theater Kiel / Olaf Struck

Gesanglich und schauspielerisch waren die Darstellerinnen und Darsteller deutlich stärker. Besonders großartig und überzeugend in ihrer Rolle war Julia Klotz (WE WILL ROCK YOU) als Ms. Bell, die sehr strenge Tanzdozentin. Andererseits ist sie auch sehr mitfühlend und setzt sich für den quasi analphabetischen Tyrone Jackson ein. Eine schwierige Rolle, die leicht albern wirken könnte, aber von Anthony Curtis Kirby (FACK JU GÖTHE – SE MJUSICÄL) sehr authentisch verkörpert wird.

Noch bis zum 24.6.2018 ist FAME auf der Bühne des Opernhauses in Kiel zu sehen. Weitere Termine finden Sie auf der Homepage, des Kieler Theaters.

Besetzung

  • Ms. Sherman – Katharina Abt, Ks. Heike Wittlieb (Oper Kiel)
  • Ms. Bell – Antje Eckermann, Julia Klotz
  • Mr. Sheinkopf – Siegmar Tonk
  • Mr. Myers – Andreas Torwesten
  • Serena Katz – Leoni Kristin Oeffinger
  • Nick Piazza – Robert Schmelcher
  • Joe Vegas – Kevin Perry
  • Carmen Diaz – Salka Weber, Lisandra Bardél
  • Tyrone Jackson – Anthony Curtis Kirby
    Iris Kelly – Lynsey Reid
  • Mabel Washington – Barbara Wanasek
  • Shlomo Metzenbaum – Christof Messner
  • Grace Lamb – Katharina Lochmann
  • Goodman King – Sascha Stead
  • Virginia Albizzi – Alice Wittmer
  • Benjamin Flanagan – Björn Klein
  • Charlotte Taylor – Joana Henrique, Dorina Maltschewa
  • Stephen Lewis – Paul Morris
  • Musikalische Leitung – Moritz Caffier
  • Regie Ricarda – Regina Ludigkeit
  • Bühnenbild – Hans Kudlich
  • Kostüme – Gabriele Heimann, Franziska Isensee
  • Es spielt das philharmonische Orchester Kiel

Kategorie: Kritiken

Autor: S. Ahrens(19.02.2018)

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