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Eine musikalische Zeitreise: WHEN MUSICAL MEETS HISTORY in Essen

Eine Musicalgala der Superlative: Bei WHEN MUSICAL MEETS HISTORY blieb am 10. Februar im Essener Colosseum Theater kein Wunsch offen. Dort fand sich die Crème de la Crème der Musicaldarsteller und -darstellerinnen zusammen und veranstaltete zusammen mit dem zehnköpfigen Ensemble und der Live-Band einen historischen Abend.

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© sound of music concerts
When Musical Meets History Titelbild

„Zurück in die Vergangenheit, führt die Reise durch die Zeit“

Noch bevor sich am 10. Februar der Vorhang im Colosseum Theater erhob, konnte man die Vorfreude und Neugier im Saal deutlich spüren: Denn auch wenn das historische Motto des Abends bereits bekannt war, durfte man trotzdem gespannt sein, wie die viereinhalb Stunden Programm genau gestaltet wurden.

Den musikalischen Auftakt gestalteten Lisa Habermann und Annemarijn Maandag mit dem thematisch passenden Titel „Reise durch die Zeit“ aus ANASTASIA. Denn wie in dem Lied besungen, führt WHEN MUSICAL MEETS HISTORY den Zuschauer tatsächlich „zurück in die Vergangenheit“. Das Programm setzt sich ausschließlich aus Musicals zusammen, die eine historische Thematik bedienen. So standen im ersten Akt DER MEDICUS, MOZART! und MARIE ANTOINETTE auf dem Zettel.

Eine Person, die bei einer Zeitreise natürlich nicht fehlen darf, ist der Reiseleiter. An diesem Abend übernahm diese Rolle kein geringerer als Mark Seibert persönlich. Als charmanter Moderator führte er das Publikum humorvoll und elegant durch den Abend und ergänzte die musikalischen Beiträge mit interessanten Informationen zu den jeweiligen Musicals.

Erster Akt: DER MEDICUS, MOZART! und MARIE ANTOINETTE    

Bereits der erste Block, bestehend aus Liedern aus dem Musical DER MEDICUS, sorgte für Gänsehaut im Publikum. Das Duett „Es fühlt sich nach Heimat an“, wurde grandios gefühlvoll von Patrick Stanke und Sabrina Weckerlin interpretiert und stach somit deutlich heraus. Darauf folgte Michaela Schober mit „Gold

von den Sternen“ aus MOZART!. Ihre glasklare und warme Stimme verliehen dem gesungenen Märchen vom freiheitssuchenden Prinzen eine sehr angenehme Art.

Bei dem  MOZART!-Klassiker „Wie wird man seinen Schatten los“ sorgte das starke und sehr präsente Ensemble für Begeisterung. Eine dynamische Choreografie verlieh dem Lied darüber hinaus einen mitreißenden Charakter. Der Solist Florian Peters wirkte dort stimmlich etwas unsicher, was vielleicht der Aufregung zu schulden war. Mit „Langweilen will ich mich nicht“ gibt Roberta Valentini anschließend eine aufgeweckte und bestimmte Marie Antoinette, die sich nach einem abwechslungsreichen Leben sehnt.

© Stephan Drewianka

Zweiter Akt: DER GLÖCKNER VON NOTRE DAME, DIE PÄPSTIN und LES MISERABLES

Den zweiten Teil der Gala eröffnete David Jakobs mit „Draußen“ aus DER GLÖCKNER VON NOTRE DAME. In seiner Paraderolle des liebevollen Außenseiters Quasimodo ging David Jakobs stimmlich voll auf und überzeugte in „Fern von der Welt“ und „Das Licht des Himmels“ vor allem auch mit seinem schauspielerischen Talent: Trotz der klassisch-eleganten Gala-Umgebung schlüpfte er in die Rolle des

© Stephan Drewianka

Quasimodo und windete sich mit seinem (fiktiven) Buckel über die Bühne.

Auf den Glöckner folgte anschließend das Musical DIE PÄPSTIN. Erneut traumhaft gesungen, eröffnete Michaela Schober den Block mit „Boten der Nacht“. Für viel Jubel sorgte „Ein Traum ohne Anfang und Ende“, das gemeinsam von Mark Seibert und Jan Ammann gesungen wurde. Im Zentrum des Konzertabschnitts stand ohne Frage Sabrina Weckerlin: Mit ihrer unglaublich gefühlvollen Interpretation

von „Einsames Gewand“ und dem energiegeladenen „Das bin ich“ überzeugte sie voll und ganz und erntete spontane Standing-Ovations von Seiten des Publikums. Kevin Tarte präsentierte in „Hinter hohen Klostermauern“ seinen voluminösen und kräftigen Tenor.

Der LES MISERABLES-Abschnitt glänzte durch das vielfältig zusammengestellte Cast des Abends: Während Monika Staszak mit „Ich hab geträumt“ und Lisa Habermann mit „Nur für mich“ noch sehr herzergreifend die tragischen Schicksale zweier Frauen besingen, finden sich für das tönende „Morgen schon“ alle Mitwirkenden auf der Bühne zusammen und erzeugen so eine gewaltig mitreißende Stimmung mit Revolutions-Charakter.

Dritter Akt: LUDWIG² und ELISABETH

Am Anfang des letzten Akts erklärt Mark Seibert den Zusammenhang der zwei historischen Figuren Ludwig II. und Elisabeth: Während sich der Prinz in die Welt der Märchen und Künste flüchtet, sehnt sich seine Cousine Elisabeth nach ihrer großen Liebe, dem Tod.

Jan Ammann, der den Ludwig aktuell in Füssen verkörpert, entführte das Publikum in seinen Märchenpalast. Besonders stark: „Geliebte Berge“, das vor allem durch den intensiven Chorpart für Gänsehaut sorgte.

Das Highlight des Abends bildete der abschließende ELISABETH-Block, der das Publikum mit

© Stephan Drewianka

altbekannten Klassikern des Musicals versorgte. Mark Seibert schlüpfte hierfür in seine Paraderolle des Tods und bildete mit Roberta Valentini ein traumhaftes Duett-Paar. Neu und sehr schön zu sehen waren vor allem Patrick Stanke, der als Luigi Lucheni das energische „Milch“ performte und David Jakobs, der als Prinz Rudolf ein gefühlvolles „Wenn ich dein Spiegel wäre“ sang.

Als großes Finale gab es das “Schloss der Zukunft” aus LUDWIG², zusammen gesungen vom Cast und dem Ensemble. Noch bevor der letzte Ton abgeklungen ist, hielt es das Publikum nicht mehr auf den Sitzen und es gab Standing-Ovations und schallenden Applaus für alle Beteiligten.

Ein tragendes Ensemble und eine energievolle Live-Band

Neben den Topdarsteller und -darstellerinnen bildete das zehnköpfige Ensemble das Herzstück des Abends: Sophie Alter, Anneke Brunekreeft, Niklas Brunner, Lina Gerlitz, Laura Saleh, Lisa-Maria

Sonderegger, Julian Schier, Thomas Wagenhammer, Moritz Weber-Jänichen und Lukas Weinberger. Sie verliehen dem Abend durch wohlklingenden Harmonien und großer Spielfreunde einen einzigartigen Charme und bewiesen sich als Fundament der Gala. Die Live-Band unter der musikalischen Leitung von Mario Stork sorgten für einen vollen und mitreißenden Sound.

© Stephan Drewianka

Die Location: Das Colosseum Theater in Essen

Mit dem Colosseum Theater haben sich die Veranstalter passenderweise für eine modern-historische Location entschieden, die nur so vor Ruhrpott-Charme sprüht. Die ehemalige Werkhalle aus Backstein lädt bereits beim Betreten des weitläufigen Foyers zum Staunen ein und sorgte den ganzen Abend über für ein angenehmes Ambiente.

Fazit

Ein Gala-Abend der besonderen Art, der schöner und bezaubernder nicht hätte sein können.

Kategorie: Galas & Konzerte

Tags: Essen

Autor: A. Satter(12.02.2019)

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