Tickets für die besten Musicals sichern: Jetzt Tickets kaufen

Ein besonderer Augenblick – Jan Rekeszus’ Solo-Programm

"Im Augenblick" heißt das erste Solo-Programm von Jan Rekeszus, das er am vergangenen Sonntag in Haltern am See zum ersten Mal auf die Bühne brachte. Eine weitere Vorstellung gibt es am Donnerstag in den Tresohr Studios in Oberhausen. Zwei kleine, aber feine Locations hat Art and Soul Management für die ersten Konzerte des Newcomers ausgesucht. Zwei ganz besondere Orte. So besonders wie sein Programm, das gespickt war mit Überraschungen und ganz vielen Augenblicken, die im Gedächtnis bleiben.

Diesen Beitrag teilen

Porträt Jan Rekeszus 3
Porträt Jan Rekeszus 3 © Bernd Brundert

Ganz großes Kino in der früheren „Filmklappe“

Es war ein besonderer Abend in einer besonderen Location – das erste Solo-Konzert von Musical-Darsteller Jan Rekeszus, das am vergangenen Sonntag im Lea Drüppel-Theater in Haltern am See stattfand.

Der Saal – ein umgebautes altes Kino – ist voll als der Sänger, der aktuell in Magdeburg in DER KLEINE HORRORLADEN und DER ZAUBERER VON OZ zu sehen ist, auf die Bühne kommt.

Ein Programm voller Überraschungen

Wer nun einen typischen Musical-Abend erwartet hat, wurde überrascht. Jan Rekeszus tritt ans Mikrofon und eröffnet den Abend mit „Eins und eins, das macht zwei“ von Hildegard Knef.

Etwas nervös, fast schüchtern steht er da und begrüßt sein Publikum. „Im Theater duzt man sich, also übertrage ich das einfach mal und heiße euch herzlich willkommen hier bei meinem allerersten Solo-Konzert“. Sein Programm heißt „Im Augenblick“ und erzählt über verschiedene Augenblicke seines bisherigen Weges, denn „auch die Vergangenheit war einmal ein Moment oder  Augenblick in der Gegenwart“, erklärt er.

Porträt Jan Rekeszus 1

© Bernd Brundert

Vom Wolf und vom Löwen

Der Abend ist thematisch in mehrere Blöcke gegliedert, der erste beinhaltet Stücke, in denen der Wiesbadener „tierische“ Rollen gespielt hat. „Sei ein Wolf“ forderte er auf und heulte im Duett mit seinem Gast des Abends, Eve Rades. Spätestens bei „Grimm“, ebenfalls aus GRIMM oder DIE WIRKLICH WAHRE GESCHICHTE DES ROTKÄPPCHENS UND IHREM WOLF war Jan Rekeszus voll und ganz angekommen und setzte eines der absoluten Highlights des Abends. Als Löwe, seiner aktuellen Rolle in DER ZAUBERER VON OZ, gab er zu „Was mir fehlt ist nur der Mut“. Eve Rades beendete den Block mit „Somewhere over the rainbow”.

Wenn das Universum Wünsche erfüllt

Seit er Musik macht, habe er sich gewünscht, einmal mit einem Swing-Orchester aufzutreten. Er habe Glück gehabt, das Universum habe ihn erhört und ihm letztes Silvester diesen Wunsch erfüllt. Und dass auch dieser Musik-Stil ihm sehr gut liegt, stellte er  mit „Cheek to cheek“, „Sway“, „Something stupid“ und „That’s life“ unter Beweis.

Chanson mit Wow-Effekt

Melancholisch wurde es mit Xavier Naidoos „Sie sieht mich nicht“, gefolgt von Eve Rades‘ verzweifelt-hoffnungsvollem „Mein Leben“ aus JEKYLL & HYDE. Gefühlvoll, bewegend und eindringlicher als das Original war Jan Rekeszus‘ Version von Charles Aznavours „Wie sie sagen“, das vor der Pause für einen Gänsehaut-„Augenblick“ sorgte. Und das lag definitiv nicht nur an der recht erfrischenden Raumtemperatur.

Porträt Eve Rades

© Fabian Böhle

Komödiantisches nach der Pause

Chanson-lastig ging es nach der Pause weiter, allerdings wollten der Bariton und sein Gast „nun eher die komödiantische Seite zeigen, um euch aus der dunkleren Stimmung vor der Pause zu holen“. Dies ist definitiv gelungen! Mit „Tanzschulzeit” von Thomas Zaufke/Wolfgang Adenberg „Probleme, die ich früher noch nicht hatte“ von Bodo Wartke, zu dem sich der Sänger auch selbst ans Klavier setzte, unterhielt er das Publikum bestens. Viele Lacher erntete auch Eve Rades mit dem herrlichen „Ach Mama, ihr glaubt es nicht (Brief einer höheren Tochter aus den Ferien an ihre Mutter“) von Helen Vita.

Ausflug auf die „Grüne Insel“

Im nächsten Block frönte der Gastgeber seiner Liebe zu modernen irischen Komponisten und bewies erneut seine Vielseitigkeit. Sein Cover von Ed Sheerans „Give me love“, zu dem er sich selbst auf der Gitarre begleitete, war herzerwärmend. Ebenso wie “Falling slowly” (mit Eve Rades) und “Say it to me now”, beides von Glen Hansard aus dem Film ONCE – für uns ein weiteres Highlight an diesem Abend.

Auch Musical-Klassiker fehlen nicht

Alain Boublil schrieb die Texte zu den nächsten Stücken. „What’s left of love“ aus MARGUERITE ist ein weniger bekannter, aber sehr schöner Song dieses Autors. Deutlich vertrauter sind Konzert-Besuchern die beiden dann folgenden Stücke aus LES MISERABLES. „Nur für mich“ in einer berührenden Interpretation von Eve Rades und „Dunkles Schweigen an den Tischen“, bei dem man förmlich mit Jan Rekeszus mitleidet und ihm den Schmerz um den Verlust der Freunde ohne Zögern abnimmt. Mit einem bisher selten gehörten Stück endete der offzielle Teil: “Wenn ich dir sagte” (“If I said I loved you”) aus THE PIRATE QUEEN. 2016 spielte Jan Rekeszus die männliche Hauptrolle in der deutschen Erstaufführung dieses Stücks in Nordhausen.

Hommage an Lea Drüppel

Hochemotional wird es, als Eve Rades als erste Zugabe ein Lied von Lea Drüppel vorträgt. Das junge musikbegeisterte Mädchen wurde 2015 Opfer des Flugzeugabsturzes in den französischen Alpen und ist die Namensgeberin des Theaters. „I am a part of you“ – ich werde immer ein Teil von dir sein und du immer ein Teil von mir – einst ohne das Wissen um die bevorstehenden tragischen Ereignisse komponiert, kann heute als tröstende Botschaft für alle dienen, die einen nahestehenden Menschen verloren haben.

Porträt Jan Rekeszus 2

© Bernd Brundert

Unbekannte Perle und Klassiker zum Abschluss

Jan Rekeszus verabschiedet sich eindrucksvoll mit „Santa Fe“ aus NEWSIES, bevor er gemeinsam mit seinem Gast Eve Rades eine letzte Zugabe gibt. Mit „Thank you for the music“ entlassen die beiden Künstler ihr Publikum nach langanhaltendem und begeistertem Applaus nach Hause.

Talent, Herzblut und eine Portion Charme

Dieser Abend hat gezeigt, dass es nicht viel braucht, um gut zu unterhalten. Eine kleine Bühne, ein Mikrofon, ein abwechslungsreiches Programm und ein Darsteller, der jedes Lied „lebt“, bei dem man spürt, dass er jede Menge Herzblut in das legt, was er auf der Bühne tut. Einer, der charmant durch den Abend führt, die Moderation mit kleinen Gedichten und Zitaten auflockert und ganz nebenbei zeigt, welche musikalische Bandbreite er mit seiner warmen und einprägsamen Stimme abdecken kann.

Unterstützt wurde er dabei von dem ebenso „spielfreudigen“ Mario Stork, der ihn kongenial am Klavier begleitete.

Jan Rekeszus ist mit seinem Programm noch einmal am Donnerstag in den Tresohr Studios in Oberhausen zu sehen – ebenfalls eine ganz besondere Location, um für einen Abend ganz „Im Augenblick“ zu sein.

Kategorie: Galas & Konzerte

Autor: M. Kanz (28.03.2018)

Diesen Beitrag teilen

Monatlicher Musical-Newsletter

Erhalten Sie einmal im Monat kostenlos die wichtigsten Musical-News im Überblick: Welche neuen Musicals laufen wo? Welche tollen Musical-Angebote gibt es? Verpassen Sie keine Hinweise mehr!

Die Abmeldung von dem Newsletter ist jederzeit möglich.

Kommentar hinterlassen

Hiermit stimme ich zu, dass meine Angaben aus dem Kontaktformular zur Beantwortung meiner Anfrage erhoben und verarbeitet werden. Die Daten werden nach abgeschlossener Bearbeitung Ihrer Anfrage gelöscht. Hinweis: Sie können Ihre Einwilligung jederzeit für die Zukunft per E-Mail an info@musical1.de widerrufen. Detaillierte Informationen zum Umgang mit Nutzerdaten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Newsletter abonnieren (Jederzeit wieder abbestellbar)
Musical1 Newsletter
Zusammengefasste Musical-News
Hinweise auf gute Musical-Angebote
Regelmäßige Ticketverlosungen
Musical-Neuerscheinungen