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Disneys Aladdin in Stuttgart – glänzende Premiere

Nachdem ALADDIN gut drei Jahre lang in der Neuen Flora in Hamburg zuhause war, erfüllt der Dschinni aus der Wunderlampe ab sofort die Wünsche in Stuttgart. Am 21. März 2019 fand die Premiere statt. Musical1 besuchte einen Tag vorher die Vorstellung für Medienvertreter und die war dank opulenten Bühnenbildes nicht weniger glänzend.

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Aladdin auf dem Basar - das Ensemble
Aladdin auf dem Basar © Stage Entertainment

Ein fliegender Teppich im Schwabenland

Das Logo: ein goldener Namensschriftzug, der mit A beginnt auf lilafarbenem Hintergrund. Diese Beschreibung trifft jetzt auf gleich beide Stage Musicals zu,  die in der Musicalmetropole des Südwestens derzeit aufgeführt werden. Quasi zwei A-Musicals am Stuttgarter SI-Center. Seit November 2018 spielt dort bereits ANASTASIA . Ende März ist nun Disneys Musical ALADDIN im Apollo Theater auf der gegenüberliegenden Straßenseite eingezogen mit Wunderlampe, fliegendem Teppich und allerlei orientalischer Opulenz.

Die Geschichte vom armen Jungen Aladdin spielt in der fiktiven Stadt Agrabah. Während Aladdin mit seinen drei Kumpels ständig neue Pläne schmiedet, um über die Runden zu kommen, steht Prinzessin Jasmin vor ganz anderen Herausforderungen. Nach dem Wunsch ihres Vaters, dem Sultan, sollte sie zügig selbst einen Heiratskandidaten auswählen, sonst wird er diese Entscheidung für sie treffen. Jasmin flieht heimlich aus dem Palast, trifft auf Aladdin und die Geschichte ihrer Liebe beginnt. Ganz so einfach ist das mit der Liebe auf den ersten Blick jedoch nicht, denn der typische Disney Bösewicht, Großvisier Dschafar, legt Aladdin einige Hindernisse in den Weg. Und dann gibt es da auch noch den Wünsche erfüllenden Dschinni aus der Wunderlampe….

Glitzernde Unterhaltung – wenig Tiefgang

Die Story ist seicht, vorhersehbar und mit wenig Tiefgang aber mit glänzenden und vor allem glitzernden Showeffekten umgesetzt. Allein die Anfangsszene “Arabische Nächte” lässt den Zuschauenden auf einen orientalischen Basar in seiner ganzen Farbpracht eintauchen und staunen. Das Bühnenbild stellt die drei Handlungsorte Agrabah, den Sultanspalast und die goldene Höhle der Wunder dar. Gerade die Höhle führt im Zusammenspiel mit Lichttechnik und den mit Swarovski-Kristallen verzierten Kostümen der Darsteller zum größten Wow-Moment des ersten Akts. Im zweiten Akt geht es nicht weniger beeindruckend zu. Wenn Prinz Ali mit seinem ganzen Hofstaat im königlichen Palast ankommt, kann schon von einer wahren Kostümschlacht gesprochen werden, so viele prachtvolle Kostümwechsel der insgesamt rund 350 Kostüme der Show finden in den ersten 5 Minuten statt. Als Höhepunkt muss dann zwangsläufig auch noch der magische Moment mit der perfekten Illusion des fliegenden Teppichs genannt werden, wenn Aladdin und Jasmin umrahmt von zahlreichen LEDs dem Palast entschweben. In der Gesamtsumme kann bei ALADDIN definitiv nicht von zu wenig Show gesprochen werden. Was beim Musical mit der Musik von Alan Menken und den Textverantwortlichen Tim Rice, Howard Ashman und Chad Beguelin schon bei der Uraufführung 2011 in Seattle und derzeit parallel am New Yorker Broadway, in Tokio, London und Sydney wirkt, könnte nun auch in Stuttgart zu einem Publikumsmagneten werden.

Maximilian Mann als schwungvoll mitreißender Dschinni

Ein Großteil des Ensembles stand bereits in den letzten Monaten der Hamburger Spielzeit von Aladdin auf der Bühne.

ALADDIN Stuttgart Hauptdarsteller

© Stage Entertainment / Christoph Schmidt

Im Falle von Philipp Büttner sogar noch etwas länger, denn er spielt die Rolle bereits seit 2016. Büttner ist ein energiegeladener charmanter Aladdin, dem man es von Herzen gönnt, das Herz der Prinzessin zu gewinnen. Die Niederländerin Nienke Latten erhielt in ALADDIN ihre erste große Hauptrolle der schönen Prinzessin, die sie charismatisch und selbstbewusst verkörpert.

Für Überraschung sorgt der Geist aus der Wunderlampe. Maximilian Mann ist dem Apollo Theater nach seinem Engagement in DER GLÖCKNER VON NOTRE DAME treu geblieben und hat sogar viele Haare zurückgelassen, denn für die Rolle des Dschinni ließ er sich eine Glatze rasieren. Mann meistert die körperlich und gesanglich anspruchsvolle Rolle so voller Energie, dass es wirklich jeden vom Sitz reißt und die Schwaben aufgrund der lokal angepassten “Spässle” wohl sowieso.

Zu einer unerwarteten Größe wächst Paolo Bianca in der Rolle des Dschafar. Dem ein oder anderen mag Bianca noch in der Rolle des buckligen Dieners Koukol mit keinerlei verständlichem Sprechtext aus TANZ DER VAMPIRE im Gedächtnis sein, umso größer ist die Überraschung, wie perfekt er in die Rolle des Bösewichts passt. Die tiefe Stimme und die hochgewachsene Statur bilden das perfekte Gegenstück zu seinem kleinen nervenden Assistenten Jago. Eric Minsk spielt diese Rolle bereits von Beginn an und jeder, der ihn als kleinen Schreihals erlebt hat, weiß, warum er einfach brillant für diese Rolle ist.

Das restliche Ensemble darunter auch die drei Freunde Aladdins, Babkak (Rafael van der Maarel), Omar (Robin Cadet) und Kassar (Nicolas Boris Christahl) und Claus Dam als Sultan zeigen ihre Spielfreude und den Sinn für komödiantisches Timing.

Disney Musicals als Publikumsmagnet

Disney Musicals locken meistens allein aufgrund der Marke und der hohen Popularität der Trickfilme das Publikum ins Theater. Nachdem bereits bekannt gegeben wurde, dass die Spielzeit von ANASTASIA bereits im Herbst 2019 endet, bleibt abzuwarten ob ALADDIN ebenfalls nur ein kürzeres Gastspiel oder eine ähnliche lange Spielzeit, wie die gut drei Jahre in Hamburg, bevorsteht. Wer es nicht zeitnah live ins Theater schafft, dem kann die CD-Aufnahme des Musicals mit der Hamburger Premierenbesetzung empfohlen werden, um wenigstens akustisch in den Genuss der Geschichte aus 1001 Nacht zu kommen.

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Kategorie: Aladdin

Tags: Stuttgart

Autor: N. Kroj(23.03.2019)

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