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DIE EISKÖNIGIN – Glamouröse Premiere in Hamburg

Endlich war es soweit! Nicht nur das Königreich Arendelle hat seine Tore geöffnet, sondern auch die Türen des Stage Theaters an der Elbe öffneten sich nach vielen Monaten wieder und begrüßte alle Gäste. Wenn ein Musical die Herzen der Zuschauer schmelzen lässt, dann kann es nur DIE EISKÖNIGIN sein. Wir waren am Montag in Hamburg, als in Ardenelle die Welt eingefroren ist und am Ende die wahre Liebe siegte. Ob es uns gefallen hat und was DIE EISKÖNIGIN so besonders macht, ist hier zu erfahren.

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Disneys DIE EISKÖNIGIN – Das Musical ©stage-entertainment

Nach der Premiere am 08.11.2021 von DIE EISKÖNIGIN im Hamburger Theater an der Elbe, kann man jetzt sicher schon behaupten: Ein neues Kultmusical ist geboren. Die Bühnenversion des Disney Films „Die Eiskönigin – völlig unverfroren“ verspricht bereits nach der Premiere eines der spektakulärsten Musicals von Stage Entertainment zu werden.

Der Zauber des Musicals DIE EISKÖNIGIN ist am Premierentag vollständig auf uns übergegangen. Die Geschichte von den Schwestern Elsa und Anna sowie ihren Freunden Kristoff, Sven und natürlich Olaf ist wohl allen bekannt. Dank der Musik und den Songtexten von Kristen Anderson-Lopez und Robert Lopez sowie dem Buch von Jennifer Lee und durch die überzeugenden und überraschenden Spezialeffekte, ist ein wahrer Märchentraum auf der Bühne real geworden.

Der erste Eindruck trügt

Beim Betreten des Zuschauersaales im Theater an der Elbe erscheint noch alles normal und wenig spektakulär. Der Schriftzug DIE EISKÖNIGIN empfängt die Besucher und lässt alle Mutmaßungen zu märchenhaft oder verzaubernd außen vor.

Die Geschichte beginnt, wie sie beginnen muss. Anna (Isabella) und Elsa (Anastasia) sind noch Kinder und wachsen behütet und geliebt von ihren Eltern im königlichen Schloss in Arendelle auf.

Doch eines Tages ändert sich alles. Elsa hat angeborene Kräfte, die sie nicht beherrschen kann. Alles, was Elsa mit bloßen Händen oder ihren Gedanken berührt, erstarrt zu Eis. Als sie im Spiel ihre Schwester Anna fast tötet, wird allen bewusst welche ungewollte Gefahr von Elsa ausgeht. Die Unbeschwertheit der beiden Schwestern endet somit abrupt. Sie wachsen getrennt voneinander im Schloss auf, wobei Anna, die Jüngere der Schwestern, den Grund für die Trennung der Geschwister nicht erfährt.

Als die Eltern auf der Suche nach einer Lösung für Elsas Problem ums Leben kommen, wird die Situation prekär. Elsa (Sabrina Weckerlin) ist Thronfolgerin und ihre Krönung zur Königin steht bevor.

Glamourös und spektakulär in Arendelle

S. Weckerlin /Elsa und Celena Pieper/Anna

©imarquardt/musical1

Während Anna (Celena Pieper) sich auf das Krönungsfest freut und auf die Liebe ihres Lebens hofft, ist Elsa verzweifelt und unsicher. Wird sie ihre Kräfte, welche alles zerstören, unter Kontrolle halten können?

Mit der Öffnung der Tore von Arendelle beginnt sich auch die Magie des Stückes zu öffnen. Ein wunderschönes, farbenreiches Bühnenbild (Christopher Oram), welches opulent und großzügig gestaltet daherkommt, steht im Einklang mit den tollen, detailreichen Kostümen. Der Zuschauer taucht in die Märchenwelt von Arendelle ein und ist gefangen.

Der königliche Krönungsball beginnt und Anna stolpert doch wirklich über und in „die Liebe ihres Lebens“ hinein. Prinz Hans (Milan van Waardenburg) ist nicht abgeneigt und nach wenigen Stunden beschließen Hans und Anna zu heiraten.

Das Fest wird jedoch getrübt als Elsa, die der Heirat nicht zustimmen will, in ihrem Zorn die unheimlichen eisigen Kräfte nicht mehr unter Kontrolle halten kann, Anna verletzt und das ganze Land Arendelle in eine Eishölle verwandelt. Die im Bühnenbild versteckten speziellen Effekte (Jeremy Chernick) und die ausgefeilten Videos (Finn Ross) entfalten nunmehr zum ersten Mal ihren magischen Zauber. Niemand im Publikum konnte sich der magischen Stimmung und der verzauberten märchenhaften Geschichte entziehen. Als vor den Augen des Publikums durch Elsas Kraft die Bühne zu Eis gefriert, sind im Theater an der Elbe Arendelle und DIE EISKÖNIGIN Realität.

Let it go

Sabrina Weckerlin/Elsa

©johan person

Als Elsa die Entscheidung fällt, sich aus den bisherigen Zwängen zu befreien und beschließt, die anderen zu schützen indem sie sich an einen einsamen Ort außerhalb von Arendelle zurückzieht, gab es kurz vor der Pause wiederum diese magischen verzauberten Momente, welche die Show so einzigartig und genial machen.

Aber nicht nur die Effekte sind der Grund für die Verzauberung des Publikums. Eine genial ausgewählte Cast, die durch absolute Spielfreude und Überzeugung brilliert, rundet das Geschehen ab.

Die Kleinsten sind ganz groß

Ein ganz besonderes Augenmerk möchten wir den beiden Kinderdarstellern von Elsa (Isabella) und Anna (Anastasia) gleich am Anfang geben. Sie waren beeindruckend und von einer Natürlichkeit, welche den Szenen die notwendige Überzeugung von kindlicher Unbeschwertheit beschieden hat. Beide Darstellerinnen sind ein absoluter Glücksgriff und spiegeln die Geschwisterliebe in der Kindheit überzeugend wieder.

Magischer Flair bei den Großen

Schwerer hatten es dann nach diesen Auftritten natürlich die Erwachsenen in der Cast. Allerdings ist es Sabrina Weckerlin und Celena Pieper perfekt gelungen, den magischen Flair schauspielerisch wie auch gesanglich auf die Figuren zu übertragen und somit mit Leben und Überzeugung zu füllen. Sabrinas Elsa brillierte durch ihre gut eingesetzte Stimmgewalt und ihre unschlagbare Bühnenpräsenz, welche durch die Effekte in der Show noch eindrucksvoller und spektakulärer wirkten.

Celena präsentierte durchweg eine entschlossene und liebenswerte, dem Original aus dem Disney Klassiker sehr identische Anna. Es ist Celenas erste große Hauptrolle und nach ihrem Debüt als Anna dürfte es nicht die letzte für sie sein.

Stimmlich wie schauspielerisch sind beide Darstellerinnen perfekt gewählt und überzeugen mit großer Authentizität in ihren Rollen. Nichts wirkt gekünstelt oder aufgesetzt. Nein, die beiden sind so wie sie sind genau richtig – Elsa und Anna, Sabrina und Celena.

Die Herren im Spiel – Prinz und Abenteurer

Zu jedem guten Märchenstoff gehört ein Prinz, auch wenn er der 13. Sohn einer königlichen Familie ist und keinen Anspruch auf einen Titel hat. Milan van Waardenburg als Prinz Hans ist nicht der strahlende Gewinner im Stück. Im Gegenteil: Prinz Hans konnte sein vermeintliches Glück nicht festhalten. Milan van Waardenburg allerdings brilliert in dieser Rolle und zeigt zum wiederholtem Mal, was alles in ihm steckt. Neben seiner gesanglichen Perfektion ist er darstellerisch unglaublich überzeugend und punktet zusätzlich durch seine Bühnenpräsenz.

So sollte ein Prinz aussehen, möchte sich da manche Prinzessin unter den Zuschauern denken. Auch wenn die Rolle dann eine Wende erreicht, Prinz Hans wird vom Publikum geliebt und sein Applaus steht dem der anderen nicht nach. Auch hier eine exzellente Castwahl für diesen Charakter der Show.

Benét Monteiro als Kristoff mit Sven

©johan person

Neben einem Prinzen bedarf es dann natürlich auch eines jugendlichen Helden und Abenteurers. Kristoff (Benét Monteiro)! Ein Naturbursche – und mit seinem besten Kumpel Sven (Antoine D. Banks-Sullivan) besteht er jede Krise. Dass Sven ein Rentier ist, ist dabei nicht wirklich wichtig, obwohl zu bedenken ist, dass er sicher die körperlich herausforderndste Rolle im Stück hat.

Sich eine ganze 2,5h Show auf allen Vieren zu bewegen bedarf schon einer körperlichen Fitness, die man nicht als selbstverständlich sehen kann. Hut ab vor dieser Leistung. Sven ist eben nicht nur ein Rentier, sondern ein Darsteller mit körperlicher Herausforderung. Sven und Kristoff sind Freunde fürs Leben und da passt in der Regel auch kein Blatt dazwischen, das ist solange der Fall bis Kristoff Anna begegnet, welche ihre Schwester DIE EISKÖNIGIN und das Land retten will. Benet Monteiro als Kristoff bildet mit dem Rentier Sven eine unschlagbare Einheit.

In seinem Solosong und auch im Duett mit Anna kann Benet Monteneiro dann vollends überzeugen und avanciert zum Helden.

Ein kleiner Kerl Namens Olaf erobert auch im Musical das Publikum

Noch ein Kerl, der die Damenwelt verzaubert

Olaf! Er ist der Star auf der Bühne und stiehlt eigentlich bei jedem seiner Auftritte den anderen die Show. Dabei ist Olaf an sich nur eine Puppe (von Michael Curry). Ein Schneemann, der sein Leben und seinen Gesang Elindo Avasti verdankt.

Olaf ist wie aus dem Film bekannt naiv, niedlich, vorlaut – perfekt und genial in Szene gesetzt. Diesen Charakter muss man einfach lieben. Olaf mag Umarmungen und die möchte man ihm auch ständig zukommen lassen.

Erstaunlich war, dass wir den Darsteller Elindo Avasti im Laufe der Show völlig ausgeblendet haben. Bühnenpräsent war nur Olaf. Aber dies ist wohl auch das Geheimnis dieses herausragenden Zusammenspiels zwischen einem perfekten Darsteller und der Puppe, welche er zum Leben erweckt.

Ein Königreich und seine Bewohner

Auch die überaus überzeugenden Nebenrollen seien erwähnt. Ohne diese könnte das Stück nicht so brillieren und würde an Komplexität verlieren. Jeder Einzelne ist hier wichtig und gefragt, um Arendelle zum Leben zu erwecken. Was wäre z.B. das Stück ohne den Krämerladen-Besitzer Oaken (Marlon Wehmeier). Gibt doch gerade seine Nummer nach der Pause, mit dem Song „Hygge“ und der dazugehörigen Tanznummer, gemeinsam mit dem Ensemble einen fulminanten Start in den 2. Akt.

Herzog von Pitzbühl (Eric Minsk) ist ein weiterer Charakter der durch kleine, witzige Auftritte in der Handlung einen entscheidenden Beitrag zum allgemeinen Ganzen liefert.

Ebenso Lanie Sumalinog als Königin Iduna und Dominik Doll als König Agnarr gehören zum gesamten Ganzen, wie auch Kimberly Thompson als Bulda und David Negletto als Pabbie. Sie geben ihren Rollen den unverwechselbaren Touch, der die Magie erst wirken lässt und die großen Showeffekte wirkungsvoll durch das ganze Stück trägt.

Celena Pieper/Milan van Waardenburg

©johan person

Musikalische Ohrwürmer

Was gehört weiterhin zu einem gelungenen Musicalbesuch? Eingehende Musikstücke oder auch Ohrwürmer. Diese sind garantiert durch die Tatsache, dass 8 Songs aus dem bekannten Film adaptiert wurden. Die zusätzlichen 12 Songs wurden eigens für das Musical neu komponiert und fügen sich, unserer Ansicht nach, wunderbar in die bereits vorhandenen Songs ein.

Die immer wieder spannende Frage der Orchestergröße möchten wir ebenso nicht vorenthalten.
Es agieren im Orchestergraben nur 9 Musiker, also das allzeit bekannte Dilemma bei Stage.

Dies war aber für uns auch in diesem Fall kein wirklicher Wermutstropfen. Denn erstens wurde es nicht anders erwartet und zweitens ist das gesamte Showpaket DER EISKÖNIGIN so überzeugend, magisch und fantastisch, dass wir verzaubert aus der Show gegangen sind.

Königliches für Daheim

Im Bereich Merchandising hat man gut vor- und mitgearbeitet. Fast alles, was das kleine, aber auch große Herz der Fans von DIE EISKÖNIGIN höher schlagen lässt, war bereits am Premierentag erhältlich. Der Star im Merchandising, ohne Frage eine recht große Olaf-Figur zum Knuddeln. Die üblichen T-Shirts und Hoodies sind allerdings leider nur im bekannten Stage-grau zu haben. Wäre doch bei DER EISKÖNIGIN blau mit und ohne Glamour passender und die Fans könnten den magischen Zauber dieser Show mit nach Hause nehmen und in die Welt hinaustragen.

Sehr schade war, dass es noch kein Programmheft gab, welches schöne Szenenfotos und eine Stückbeschreibung enthält. Es lag am Premierentag lediglich ein äußerlich buntes Kreativ- und Castheft vor, das im Inneren allerdings nur schwarzweiß Fotos und Informationen zu den Kreativen und der Cast enthielt.

Wir sind sehr zuversichtlich, dass DIE EISKÖNIGIN für längere Zeit ein Zuhause im Stage Theater an der Elbe gefunden hat und sich zu einem neuen Hamburger Highlight entwickeln wird.

Wer nun einen Besuch in Arendelle plant und sich dem Märchenzauber hingeben will, kann hier gleich seine Tickets ordern.

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