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DER RING – DAS NIBELUNGEN MUSICAL – die Wiederaufnahme in Füssen sorgt für Begeisterung

Am 12. Oktober 2019 fand in Ludwigs Festspielhaus in Füssen die Wiederaufnahme des Rockmusicals DER RING – DAS NIBELUNGEN MUSICAL statt. Wenn Götter auf Menschen treffen, Zwerge einen Plan schmieden und Edelmenschen entstehen. Ungebrochen ist die Neugier rund um den Mythos der Nibelungen-Sage, die Macht des Rings und Siegfried, den Drachentöter. Wir haben uns die Vorstellung am vergangenen Dienstag angesehen und unsere Eindrücke mitgebracht.

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Der Ring
DER RING © Ludwigs Festspielhaus Füssen

DER RING – das blutige Siegel der Macht

Ein alter Mythos wird mit neuem Leben befüllt: die Sage rund um den Ring der Nibelungen. Der 1. Akt beginnt in der Menschenwelt. Um sie zu prüfen, erhielten die Menschen von den Göttern Gold. Doch es kam, wie es kommen musste: Die Habgier schlug zu und es entstanden Kriege, basierend auf Hass und Machtwünschen. Die Götter ziehen daraus ihre Konsequenzen: Das Gold und der sagenumwobene Ring der Macht werden in den Tiefen des Rheins versenkt. Einzig bewacht von den drei Rheinamazonen Zärtlichkeit, Lust und Schmerz – den drei Töchtern des Göttervater Wotan.
Allerdings haben diese die Rechnung ohne den Zwerg Alberich gemacht: Ihm gelingt es, den Ring in seinen Besitz zu bringen – mitsamt dem Rheingold. Dies bringt wiederum Wotan ins Spiel: Er hat sich gerade von den beiden Riesen Wind und Sturm seinen Ruhesitz Walhall bauen lassen und benötigt nun das Rheingold mitsamt dem Ring, um diese auszuzahlen. Die Ordnung scheint vorerst wiederhergestellt.
Wäre da nicht die Macht des Rings. Denn auch die beiden Riesen werden habgierig und es überlebt nur einer von beiden. Dieser führt fortan als Drache sein Leben weiter und bewacht das blutige Siegel der Macht.

Die Entstehung von Siegfried – der Edelmensch aus Eisen und Stahl

Siegfried

©M. Böhmländer

Alberich schmiedet inzwischen nicht nur seinen Racheplan. Er plant auch etwas ganz anderes. Besessen von dem Gedanken, den Ring wieder zu bekommen, erschafft er den berühmten Edelmenschen aus Eisen und Stahl: Siegfried ist geboren. Wird es ihm gelingen, den Ring wieder zu erlangen und den Drachen zu besiegen?
Was hat es mit dem berühmten Lindenblatt auf sich, welches in der Geschichte erwähnt wird? Und welche Entscheidung wird Siegfried im Laufe des Stückes treffen?
Er wird in jedem Fall lernen, dass Macht vergänglich ist. Er knüpft die zarten Bande der Liebe mit Brunhild, einer weiteren Tochter des Wotans.
Wie wird er sich entscheiden? Für Liebe oder Hass?
Die Antworten auf all diese Fragen können noch am kommenden Samstag und Sonntag im Festspielhaus beantwortet werden. Zwei Vorstellungen in der diesjährigen Wiederaufnahme des Rockmusicals DER RING sind dort noch zu sehen. Eine ausführliche Kritik ist hier beschrieben.

Der Cast – beeindruckendes Staraufgebot im Festspielhaus

Göttervater Wotan: Jan Ammann

Wotan

©M. Böhmländer

Jan Ammanns hoher Bariton beeindruckt von der allerersten Minute an. Scheinbar mühelos zeigt er alle Facetten seines Könnens. Egal ob es sich um die – wenigen – leisen Töne handelt oder um die stimmgewaltigen Rocknummern. Besonders brilliert er in den Duetten mit Anke Fiedler. Auch sein Spiel überzeugt auf der gesamten Linie: dramatisch und sogar ein wenig arrogant ist sein Wotan, ein Gott der von sich selbst und seiner Macht vollends überzeugt ist. Aber auch die Wandlung zum zerbrochenen Herrscher, der seine Tochter verbannen muss, meistert er mühelos.

Siegfried: Christopher Brose

Christopher Brose Siegfried

© M. Böhmländer

Der Star des Abends: Christopher Brose spielt nicht nur den Siegfried – er ist der Mensch aus Eisen und Stahl.
Mit seinen Rocksolos begeistert er das Publikum – diese Rolle scheint ihm auf den Leib geschrieben zu sein. Sein Gesang und Spiel überzeugen auf ganzer Linie. Beinah ehrfürchtig ist der Moment, als er „entstanden ist“ und berührend sein Spiel, als er auf Brunhild trifft und die Liebe kennenlernt.

Alberich: Chris Murray

Alberich

©M. Böhmländer

Die Wandlungsfähigkeit eines Chris Murray ist hinlänglich bekannt.
Von ganz leise, ja fast sanft bis hin zu kraftvoll: Er stellt das Können und das Volumen
seiner Stimme wieder einmal unter Beweis.
Mit seinem erfrischenden Spiel sorgt er für einige Lacher im Publikum,
aber auch für ernste Momente.

 

Brunhild: Anke Fiedler

Brunhild und Wotan

©M. Böhmländer

Es wird rockig! Das ist sofort klar, sobald Anke Fiedler als kluge und bezaubernde Göttertochter Brunhild die Bühne betritt. Ihre Duette mit Wotan und Siegfried sind ein musikalischer Hochgenuss.
Bisweilen hat man den Eindruck: Sie gibt alles was sie hat.
Stimmgewaltig und mit Leidenschaft überzeugt sie mühelos ab der ersten Minute – auch und vor allem in ihrem sehr intensiven Spiel.

Die drei Rheinamazonen Lust, Zärtlichkeit und Schmerz: Kristin Backes, Kathy Savannah Krause, Stefanie Gröning

die Grotte des Rheins mit den drei Amazonen

©M. Böhmländer

Charmant, ironisch, pointiert, spielerisch naiv – so zeigen sich die drei als kurvenreiche Rheinamazonen. Stimmlich harmonieren sie wunderbar zusammen und sorgen für einige Lacher im Publikum.
Einziger Wehmutstropfen: Die Rap-Einlage der drei Amazonen erinnerte doch stark an Hamilton und wäre eigentlich nicht nötig gewesen.
(pers. Meinung der Redakt.)

Die Tänzer und Tänzerinnen

Drache Der Ring

© M. Böhmländer

Beeindruckend sind die Tänzer und Tänzerinnen, die die gut durchdachten und temporeichen Choreografien von Marvin A. Smith perfekt umsetzen. Besonders die Szene rund um die Erschaffung des Siegfrieds überzeugt: optisch und tänzerisch in blutrot und schwarz.
Wunderbar und überraschend ist die Erscheinung des Drachen: In Einzelteilen wird dieser von den Tänzern und Tänzerinnen auf der Bühne mühelos in ein Gesamtkunstwerk mit glühend roten Augen verwandelt.

Die Musik und das Bühnenbild

Die musikalische Leitung für dieses Rockspektakel hat natürlich Frank Nimsgern inne. Seine vierköpfige Band wird durch orchestrale Einspielungen unterstützt. Es sind die eingängigen Melodien der Rocknummern, die bei dem ein oder anderen sicherlich für einen Ohrwurm auf dem Heimweg gesorgt haben. Aber auch die leisen Töne kommen in den Rockballaden nicht zu kurz. Harmonisch abgerundet schließt sich das Bühnenbild und das Licht an. Das Design passt zu jeder Szene und wird durch Projektionen, die die Handlung voranführen und erzählen, unterstützt. Generell scheint im Festspielhaus die Devise zu gelten: Weniger ist mehr. Denn nur einige wenige Kulissenteile und der bühneneigene See ergänzen die Stimmung rund um die Nibelungensage perfekt. Tontechnisch gab es leider an dem Tag der besuchten Vorstellung einige Tücken, die aber relativ schnell behoben werden konnten. Ein Kompliment sollte an dieser Stelle nicht unerwähnt sein: Die Maskenbildner haben in dieser Produktion ganze Arbeit geleistet, besonders bei Siegfried.

An zwei Terminen gibt es noch einmal die Möglichkeit das Rockmusical in Ludwigs Festspielhaus in Füssen live zu erleben: Samstag, der 19.10.2019 und Sonntag, der 20.10.2019.

Tickets für DER RING
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Kategorie: Allgemein

Tags: Füssen

Autor: M. Rose (17.10.2019)

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