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Der Musical Sommer in Fulda – Die Päpstin

Der Musical Sommer in Fulda startete am 15. Juni mit der umjubelten Premiere von DIE PÄPSTIN im Schlosstheater Fulda. Wieder steht die Ur-Päpstin Sabrina Weckerlin als Johanna auf der Bühne. Nicht nur Mark Seibert als Gerold ist in dieser Produktion neu, auch an der Inszenierung wurde gefeilt. Wir von Musical1 waren bei der Premiere und berichten Ihnen von unseren Eindrücken.

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Die Papsternennung
Die Papsternennung © Spotlight Musicals GmbH

Historie und Musical

Die „Spotlight Musicals GmbH“ wurde Ende 2003 gegründet und feiert in diesem Jahr ihr 15-jähriges Bestehen. Ziel des Musical-Unternehmens aus Fulda ist es, als Veranstalter und Entwickler neuer Musicals, Musicals mit historischem Hintergrund am Originalschauplatz zu spielen. Im Sommer 2004 feierte das Unternehmen anlässlich des 1250. Todestages des Heiligen mit BONIFATIUS – DAS MUSICAL sein Bühnendebüt. Als Ausblick auf das 15-jährige Bühnenjubiläum von „Spotlight Musicals GmbH“ wird dieses Stück im Musical Sommer 2019 wieder in Fulda auf die Bühne gebracht. 2007 folgte die Produktion von ELISABETH – DIE LEGENDE EINER HEILIGEN zum 800. Geburtstag der Heiligen Elisabeth von Thüringen am Originalschauplatz Eisenach. Zum 300. Geburtstag von Friedrich den Großen folgte 2012 das Musical FRIEDRICH – MYTHOS UND TRAGÖDIE am Originalschauplatz Potsdam und ein Jahr später das Stück KOLPINGS TRAUM zum 200. Geburtstag von Adolph Kolpings. In Zusammenarbeiten der Autorin Donna W. Cross entstand 2011 zum ersten Mal ein Musical basierend auf einem Roman. DIE PÄPSTIN – DAS MUSICAL übertraf alle Erwartungen. Es ist bis heute, das meist gespielte Stück von „Spotlight Musicals GmbH“, welches sogar internationale Aufmerksamkeit bekam.

Johanna und DIE PÄPSTIN

Johanna als Johannes

© Spotlight Musicals GmbH

Johanna ist die Tochter eines Dorfpfarrers und einer sächsischen Heidin. Sie ist ein außerordentlich kluges und wissbegieriges Mädchen und lernt heimlich, gegen den Willen ihres Vaters und der Gesellschaft, lesen und schreiben, während ihr Vater ihren Bruder Johannes unterrichtet. Da ihr Bruder weniger begabt war, half sie ihm. Als Aeskulapius den Dorfpfarrer besuchte, um Johannes mit nach Dorstadt in die Klosterschule zu nehmen, kam dies jedoch heraus. Aeskulapius nahm den Jungen nur mit, wenn auch Johanna mit käme. Da ihr Vater dies untersagte, liefen die beiden Kinder heimlich davon, um doch mit Aeskulapius nach Dorstadt zu gehen und um die Klosterschule zu besuchen. Dort bewies Johanna ihre Intelligenz und wurde aufgenommen, doch als Mädchen könnte sie nicht bei den Jungen bleiben. So nahm der Markgraf Gerold das Mädchen bei sich auf, damit sie die Schule besuchen konnte. Johanna wuchs heran und verliebte sich mit der Zeit in Gerold, der wiederum sich auch in sie verliebte. Seine Frau Richild missfiel dies und in der Abwesenheit Gerolds verheiratete sie Johanna mit dem Sohn des Hufschmieds. Während der Trauung ereilte ein grausamer Normannenüberfall die Stadt und Johanna überlebt als Einzige den Überfall. Daraufhin entschließt sich Johanna, ihr Haar abzuschneiden, die Kutte ihres im Überfall gestorbenen Bruders zu tragen, sich als er auszugeben und Dorstadt zu verlassen. Aus Johanna wird Johannes Anglicus, der als Mönch ins Kloster Fulda eintritt. Von Fulda führt ihr Weg einige Jahre später nach Rom. Die Intrigen am Hof des Papstes führten Johanna auf ihrem Weg zum Papst und wurde dessen Leibarzt. Gerold, der den damaligen Normannenüberfall nur um eine Stunde verpasst hatte, hatte nie aufgehört Johanna zu lieben und sie zu suchen. Plötzlich und unerwartet begegneten sie sich in Rom und Johanna muss sie sich zwischen Liebesglück und Unabhängigkeit entscheiden. Doch als der Papst stirbt, wählt das römische Volk sie zu dessen Nachfolger und stellt sie vor eine fast unlösbare Aufgabe. Das Geheimnis um ihre wahre Identität muss gewahrt werden.

Die Premiere 2018

In diesem Jahr wurde der Musical Sommer in Fulda von der überarbeiteten Produktion von DIE PÄPSTIN eingeläutet. Um 18 Uhr öffneten sich die Türen des Schlosstheaters Fulda. Man wurde herzlich mit einem kleinen Sektempfang und mit stimmiger Live-Hintergrundmusik von einem Pianisten begrüßt. Zum Beginn der Show begab sich das Publikum in den Zuschauerraum und der Geschäftsführer Peter Scholz begrüßte das Publikum. Mit einer kleinen Ansprache und der Einladung zur Premierenfeier eröffnete er die Show. Nach drei Jahren Pause kam DIE PÄPSTIN nun überarbeitet zurück auf die Bühne in Fulda. Alle Ideen, auch von den DarstellerInnen, sind mit eingeflossen, um das Stück noch runder zu gestalten.

Sektempfang mit Pianisten

© S. Ahrens

Die Ur-Päpstin überzeugt

Nicht neu, aber sicher sich selbst übertreffend ist die Ur-Päpstin Sabrina Weckerlin. Sie steht seit der Weltpremiere 2011 immer wieder als Johanna auf der Bühne und begeistert das Publikum. Auch in diesem Jahr stellt sie sich wieder der Rolle und damit der Herausforderung der Neuerungen. Jedoch scheint es, dass es Weckerlin wenig Probleme macht, auch wenn sie uns auf der Premierenfeier verriet: „Es fehlt schon ein wenig die Sicherheit. Die ganzen neuen Umzüge und Wege sind noch nicht ganz verinnerlicht und das geht auf jeden Fall noch besser!“ Doch sie überzeugte uns mit ihrer wahnsinnigen Professionalität und ihrem fantastischen Können. Wir sind der Meinung, dass Weckerlin sich auf dieser Premiere selbst übertroffen hat und der Johanna eine neue Fassette verliehen hat. Am deutlichsten wurde dies nach „Das bin ich“. Vielleicht war es die Stelle, an der sie die ganzen Unsicherheiten der Neuerungen loslassen konnte, aber auf jeden Fall setzte sie mit ihrer Performance das Publikum unter Spannung, welches danach nur um so explosiver die Darstellerin bejubelte.

Und was ist neu?

Gerold

© Spotlight Musicals GmbH

Für Johanna gab es in diesem Jahr einen neuen Gerold. Mark Seibert verkörperte diese Rolle zum ersten Mal und meisterte dies, wie zu erwarten, mit Bravour. Auch Seibert zeigte sich höchst professionell und konnte einen Teil seiner Vielseitigkeit in dieser Rolle ganz und gar zeigen: Sanftmütig als Ziehvater, klug und dominant in Kriegsfragen und als liebender und verzweifelnder Mann. Verständlich, dass das Publikum ihn nach seinen Songs laut bejubelte.

Daniele Nonnis verkörpert nicht nur den Arsenius, sondern auch den Klosterabt Ratgar. Diese Rolle ist eine der Neuerungen an der Inszenierung. Ratgar ist ein konservativer Abt, der die Verbrennung der alten Schriften befahl. Auch diese Buchverbrennungsszene ist neu. Auffallen ist, dass deutlich mehr Feuer auf der Bühne benutzt wird als zuvor, was aber dem Stück noch mehr Authentizität verleiht. Weniger authentisch wirken jedoch die Morde, bei denen man sehr offensichtlich Blut sehen müsste. Besonders ganz zu Beginn, als Anastasius vor dem ermordeten Theodorus sitzt und sagt „So viel Blut“, sieht man keinen einzigen Tropfen Blut. Hier würde der Einsatz von Kunstblut den Szenen noch das gewisse Etwas verleihen. Aber auch ohne Kunstblut sind die Szenen großartig gestaget und choreografiert worden. Im allgemeinen haben sich einige Kostüme geändert und das Bühnenbild hat auch einige Neuerungen bekommen, die aber auch sehr harmonisch wirkten.

 

Der Mord an Theodorus

© Spotlight Musicals GmbH

Begeisterung pur

Marioza aus die Päpstin

© Spotlight Musicals GmbH

Wir waren fasziniert von diesem grandiosen Stück mit der tollen Musik, Kostümen und Bühnenbild, auch von der Leistung aller. Sei es Anke Fiedler, die zuerst die liebevolle Mutter von Johanna und Johannes spielte, als auch später die verruchte Marioza, „die Cäsarin von Rom“, verkörperte und plötzlich einen drastischen Kontrast zeigte. Lutz Standop, der jetzt im sechsten Jahr beim Musical Sommer dabei ist, überzeugte ebenfalls mit seiner Vielseitigkeit. Erst spielte er eine komödiantische Rolle, die des sinnesfrohen Bischof Fulgentius, und später verkörpert Standop Rabanus. Dieser ehrt die antiken Schriften und ist genau das Gegenteil von Ratgar. Spielerisch ist auch Rabanus das genaue Gegenteil von Fulgentius. Auch waren die Kinderdarsteller allesamt hinreißend und total in ihrer Rolle drin. All das spiegelte sich in jedem Szenenapplaus des Publikums wider. Auch bei den Antagonisten ließ das Publikum die Begeisterung und den Beifall um die hervorragenden Leistungen nicht fallen. Am Ende des Stückes hat sich das Publikum auch selbst übertroffen. Es gab Standing Ovations und der Saal applaudierte und jubelte so, als ob man auf einem Großkonzert von Rockstars wäre. Mit selbiger Energie feierte das Publikum den Cast und die ganze Premiere auf der anschließenden Premierenfeier.

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Kategorie: Die Päpstin,Kritiken

Tags:

Autor: S. Ahrens(24.06.2018)

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