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DER GALA-ABEND DES MUSICALS – eine Konzertkritik

Das dieser Abend etwas Besonderes werden würde, das spürte man schon beim Betreten des Ebertbades in Oberhausen. Ein Abend voller Emotionen, Duetten, Terzetten oder auch Quartetten – der so einige Lacher bereithalten sollte. Große Stimmen und drei Stunden Musicalmelodien: so kurzweilig kann ein gelungenes Gala-Konzert sein.

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Der Gala-Abend des Musicals
Der Gala-Abend des Musicals © Stephan Drewianka | sound of music concerts

Eine Parade der Emotionen

Michaela Schober Porträt 3

© Conny Wenk

Mit Thank You For The Music wurde die Gala durch Jan Ammann, Kevin Tarte, Jan Rekeszus, Michaela Schober und Maya Hakvoort eröffnet. Es folgten weitere Blöcke aus den Musicals DIE PÄPSTIN, ELISABETH und MOZART!, die auf einen glanzvollen Abend schließen ließen. Jeder der fünf Solisten, ganz aktiv in Mimik und Ausdruck, machte einmal mehr deutlich, welche Profis auf der Bühne stehen. Emotionen können auch ohne großen Aufwand und Kostüme ganz wunderbar ins Publikum transportiert werden.
Eines wollen wir nicht unerwähnt lassen: Michaela Schober war der Tausendsassa des Abends. Die Sopranistin führte nicht nur äußerst charmant als Moderatorin durch den gesamten Abend, sondern sorgte seit Beginn an, mit ihren glanzvollen Interpretationen, bei denen jeder Ton sitzt, für Begeisterungsstürme im ausverkauften Haus.

Vive la France

Maya Hakvoort

© Maya Hakvoort

Rot leuchtete die Bühne im Ebertbad und wartete auf ihren nächsten Einsatz in Frankreich. Marina Komissartchik spielte die ersten Takte am Klavier und Maya Hakvoort überzeugte als Fantine mit Ich Hab Geträumt Vor Langer Zeit aus dem Musical-Klassiker LES MISÉRABLES. Kevin Tarte, der im vergangenen Sommer – während der Inszenierung in Tecklenburg – die Rolle des Inspektor Javert übernommen hatte, folgte mit einer wunderbaren Interpretation von Stern.
Jan Rekeszus brillierte als Marius Pontmercy mit Dunkles Schweigen An Den Tischen und zeigte wieder einmal mehr, welch eine Stimmgewalt in dem noch jungen Darsteller steckt.

Wir bleiben in Frankreich und begeben uns in die Katakomben der Pariser Oper. Mit einer Hommage an Sir Andrew Llyod Webber wurde das begeisterte Publikum in die Pause geschickt. Zu hören waren unter anderem Mehr Will Ich Nicht Von Dir aus DAS PHANTOM DER OPER sowie ein harmonisches und stimmlich starkes Duett von Jan Ammann und Kevin Tarte mit So Sehr Fehlt Mir Dein Gesang aus LIEBE STIRBT NIE.

Kevin Tarte und Jan Ammann

© Stephan Drewianka

Filmhits und Musical Classics

Jan Ammann Pressefoto

© Conny Wenk

Der zweite Teil des Abends begann mit drei Stücken des Komponisten Frank Wildhorn, u. a. DER GRAF VON MONTE CHRISTO und RUDOLF-AFFAIRE MAYERLING. Danach folgten Songs aus berühmten Filmhits, wie YENTL, NEWSIES, TARZAN oder BEAUTY AND THE BEAST.
Man könnte meinen, das Motto für den zweiten Teil war „Volle Kraft voraus“. Denn powervoll ging es mit den Musical Classics weiter: You´re Nothing Without Me aus CITY OF ANGELS sorgte für Begeisterungsstürme beim Publikum, gefolgt von A CHORUS LINE, WEST SIDE STORY und REBECCA. Wunderbar gelungen war die Mischung aus deutschen Klassikern und den englischen Original-Songs, die sehr lange Zeit nicht mehr in einer Gala zu hören waren. Ein ganz klarer Pluspunkt.

Porträt Jan Rekeszus 3

© Bernd Brundert

Im letzten Block des Abends erstrahlte die Bühne in königsblauem Licht: Die Zeit für LUDWIG² war gekommen – standen doch mit Jan Ammann und Jan Rekeszus gleich zwei Könige der aktuellen Spielzeit aus Ludwigs Festspielhaus in Füssen an diesem Abend auf der Bühne. Es folgten die Titel Geliebte Berge (Jan Rekeszus) und ein als Quartett vorgetragenes In Palästen Geboren. Kevin Tarte erhielt für seine Schattenarie minutenlange Standing Ovations, während Jan Ammann mit seinem Solo Kalte Sterne dem einen oder anderen Tränen der Rührung in die Augenwinkel zauberte. Schön, wenn Musik so wirkt und berühren kann.

Wenn es hell wird, wird diese Nacht Erinnerung sein

Headshot Kevin Tarte

© conny wenk

Und was für eine Erinnerung. Mit Kevin Tarte und Jan Ammann standen natürlich auch zwei Darsteller des Grafen von Krolock aus TANZ DER VAMPIRE auf der Oberhausener Bühne.
Wer also auf einem Vampirblock gehofft hatte, der musste bis ganz zum Schluss warten. Mit Totale Finsternis verabschiedeten sich alle fünf Solisten sehr komödiantisch, mit einem Augenzwinkern und vielen Lachern aus diesem zauberhaften Abend. Eine schöne Idee, dieses Musical in der Form mit in den Abend aufzunehmen, aber nicht zu einem zentralen Thema zu machen. So konnten alle Solisten zeigen, dass „auch mehr in ihnen steckt“ als eine bestimmte Rolle.
Großartig war auch die Leistung von Pianistin Marina Komissartchik. Oftmals als One-Woman-Orchestra bezeichnet, machte sie diesem Namen alle Ehre und bewältigte ihr Pensum spielerisch leicht und mühelos. Ein wirklich sehr gelungener Musical-Abend aus dem Hause Sound of Music Concerts, der Lust auf mehr macht und nach einer Wiederholung ruft.
Die nächsten Stationen dieses Konzertformates werden Leipzig (Dezember 2019) und Magdeburg (April 2020) sein.

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Kategorie: Galas & Konzerte

Tags: Oberhausen

Autor: M. Rose (12.11.2019)

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