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Christian Funk – Im Interview

Wenige Stunden vor der Premiere von TANZ DER VAMPIRE in Köln, hatten wir das grosse Glück, Christian Funk zu einem ausführlichen Interview zu treffen. Hier erfährt man, wann Christian gemerkt hat, das die Bühne sein Weg sein wird. Was Premieren für ihn bedeuten und was er seinen Fans gerne sagen möchte.

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Christian Funk – Musicaldarsteller ©Julian Freyberg

Lieber Christian, erst einmal vielen lieben Dank, dass Du Dir heute Zeit für uns und unsere Leser genommen hast. In wenigen Stunden startet die Premiere von TANZ DER VAMPIRE hier in Köln. Doch bevor wir dazu kommen, eine Frage zur Einstimmung:

Wann hast Du gemerkt, dass Du auf die Bühne willst, dass Gesang und Schauspiel Deine Leidenschaft ist?

Das habe ich tatsächlich erst während meines Studiums so richtig gemerkt. Das Ganze war so gar nicht geplant.

Ich war mit 14 Jahren das erste Mal in Berlin. Da hatte ich den Wunsch „Berlin, ja, da möchtest Du später einmal wohnen und arbeiten.“ Diese Stadt hat mich fasziniert und begeistert.

Studientechnisch schwebte mir eigentlich etwas im Bereich Biogenetik vor.

Ich habe bereits als Kind Klavier und Querflöte gespielt, ja okay, aber Musik zu meinem Beruf zu machen war nicht meine Vorstellung. Ich habe dann über sieben Ecken eine jetzige Kollegin kennengelernt. Sie suchte erst eine Klavierbegleitung für einen Gesangswettbewerb und später dann einen „Fiyero“ für eine konzertante Wicked-Version. So bin ich zum ersten Mal an das Genre Musical gekommen, als sie mich dafür verpflichtete. Das war nichts Professionelles, einfach so zum Spaß und aus Freude. Durch Sie wurde ich dann auf die Aufnahmeprüfung für die Universität der Künste in Berlin aufmerksam gemacht. Das war noch während meines Abiturs. Ja, ich bin dann dort hin gegangen. Schließlich war es in Berlin und Berlin war ja mein Ziel.

340 Bewerber und ich. Irgendwie habe ich mich dann auf einmal nach mehreren Auswahlrunden unter den letzten 27 Kandidaten wiedergefunden. 10 Studienplätze hatte man dort für den Jahrgang zu vergeben.

Dann standen wir alle dort im Halbkreis in der UdK und es wurden die Namen derjenigen verlesen, die einen Studienplatz bekommen würden. Als mein Name verkündet wurde, habe ich das nicht wirklich realisiert. Ich dabei? Das konnte nicht sein, ich hatte doch von all dem gar keine Ahnung.

Ja und dann habe ich mein Studium dort erst einmal angefangen. Ich, Christian, fast ohne Vorkenntnisse zwischen Menschen, die schon seit vielen Jahren Tanz- oder Gesangsunterricht hatten, oder schon anderweitig auf der Bühne gestanden hatten, und deren sehnlichster Wunsch die Bühne war. Nun gilt an der UdK das erste Jahr als Probejahr. Nach diesem ersten Jahr wird dann noch einmal geschaut, gesprochen und entschieden, ob man sein Studium dort fortsetzen kann und darf.

Bei einem Zwischengespräch nach dem ersten Semester sagte man mir: „Christian, das ist alles nicht schlecht, aber noch keineswegs perfekt. Wenn Du weiter bei uns bleiben möchtest, dann musst Du Dich viel mehr ins Zeug legen, härter arbeiten und das ganze ernster nehmen.“

Diesen Dämpfer, quasi einen Weckruf, habe ich gebraucht. Ein Semester lang hatte ich nun schon Erfahrungen machen können, hatte so Einiges gelernt und im Unterbewusstsein wohl auch schon erkannt, wie viel Freude ich an dem Genre Musical und an der Bühne habe. Aber als mir dann so deutlich gesagt wurde: Entweder klotzt Du jetzt richtig ran oder Du bist raus, da wusste ich endgültig „DAS WILL ICH“ und nichts Anderes. Es war die richtige Entscheidung, heute gibt es keine Alternative für mich – dies ist mein Traumberuf.

Und in knapp 4 Stunden ist hier Premiere in Köln und du in Deiner Rolle als Herbert.

TANZ DER VAMPIRE Deutschland ist ja ein Tour-Musical. Nach Berlin, München, Stuttgart und Hamburg starten heute die bissigen Zeiten hier in Köln. Du bist seit Stuttgart in dieser Produktion dabei. Ist eine Premiere etwas Besonderes

©Stage Entertainment

Oh, weiß Gott ja. Eine Premiere ist immer etwas sehr Spezielles. Selbst wenn man mit einem Stück schon einige Premieren feiern durfte und auch die Kollegen fast unverändert dabei sind, ist es eine gespannte Atmosphäre. Ein neues Theater, neue Techniker, Licht/Sound, Maskenbildner. Vieles ist anders als das Gewohnte. Die Anspannung der neuen Kollegen vor und hinter der Bühne überträgt sich. Aber es ist eine positive Anspannung. Premiere ist ein tolles Gefühl. Man selber setzt sich unter Druck bei einer Premiere: Das erste Mal wieder offizielles Publikum, Darstellerkollegen im Publikum, Presse – es ist eine spezielle Form von Adrenalin. Ich mag das. Es ist spannend und gibt einem schon im Vorfeld einen Kick. Aber in dem Moment, in dem man dann in seiner Rolle auf der Bühne steht, ist die ganze Nervosität, die Aufregung weg. So erlebt man dann eine Premiere immer als etwas Spezielles, etwas Besonderes. Ich finde es toll, es ist ein geiles Gefühl. Diese hier ist nun meine vierte TANZ DER VAMPIRE Premiere. Die erste war in St. Gallen, die zweite zum Castwechsel in Stuttgart, die dritte und etwas größere war in Hamburg und jetzt meine vierte Premiere mit TdV hier in Köln. Ich freue mich wahnsinnig auf den heutigen Abend.

Was ist für Dich als Darsteller angenehmer, wenn ein Stück immer am selben Ort spielt oder wenn es nach einiger Zeit in eine andere Stadt umzieht?

Tanz der Vampire ist ja meine erste En-Suite Produktion. Ich habe bis dahin ausschließlich Stadttheater und Sommerfestspiele gemacht und war dementsprechend immer sehr viel unterwegs. In St. Gallen zum Beispiel war ich immer ein paar Tage für die Shows und bin dann wieder nach Berlin geflogen. Die 8 Monate in Köln jetzt, sind meine bisher längste Spielzeit an einem Ort. Ich kann es also noch nicht so wirklich einschätzen.

Sicher ist es schön, längere Zeit an einem Ort zu verweilen, aber ich habe diesen Beruf ja auch ganz bewusst ausgewählt. Dabei spielte auch der Reiz der Abwechslung eine Rolle. Ich habe schon so viele Städte, gerade hier in Deutschland, kennengelernt, da wäre ich wahrscheinlich privat nie hingekommen.

Hier in Köln ist es schon sehr vorteilhaft. Bis Ende September bleiben wir im MusicalDome. Da kann man sich dann auch die Wohnung etwas gemütlicher und privater gestalten. Das habe ich auch schon gemacht und muss sagen, dass ich mich in Köln wirklich wohl fühle. Ich habe hier alles was ich brauche. Arbeit, Freunde, eine tolle Stadt und Wasser. Der Rhein ist für mich als Kind von der Küste etwas Wunderbares.

Gerade bei TANZ DER VAMPIRE, wo die Fan Base sehr groß und über ganz Deutschland gut verteilt ist, bemerkt man da als Darsteller Unterschiede in der Show, bei der Begeisterung oder dem Fan-Verhalten?

Ja, sicher bemerkt man Unterschiede. Die reisende Fangemeinde, also die Fans von TANZ DER VAMPIRE die das Stück schon über Jahre begleiten, das sind wahre Stimmungsmacher. Die Besucher und/oder Fans, die aus der jeweiligen Umgebung in das Stück gehen, sind sehr unterschiedlich. Dies ist aber nun mal regional bedingt. Der Norddeutsche an sich gilt ja eher als kühl und nicht so gefühlsüberschwänglich, wogegen der Süden dann etwas emotionaler reagiert. Es ist aber auch theaterabhängig, ob und wie sich die Stimmung entwickelt. Das macht aber nur die Grundtendenz aus. Letztendlich begeistert dieses Stück für sich selbst. Wenn ich daran denke, wie euphorisch die sonst eher zurückhaltenden Schweizer in St. Gallen reagiert haben, ist es die Mystik des Stückes.

©Stage Entertainment

Du hattest das Glück, den Herbert ebenfalls in der St. Galler Version zu verkörpern. Die dortige Inszenierung ist ja nun komplett anders. Gibt es in den verschiedenen Inszenierungen Aspekte die Dir besonders gefallen und bei denen Du vielleicht sogar denkst, das würde ich gerne in die andere Rolle übernehmen. Hat also Herbert in St. Gallen etwas, was auch Herbert in Deutschland gerne umsetzen würde oder umgekehrt? Wie schwierig ist es für Dich als Darsteller, ein und dieselbe Rolle in verschiedenen Inszenierungen, zur selben Zeit, umzusetzen und ist es Dir schon einmal passiert, das Du da was verwechselt hast?

Nein eigentlich nicht. Beide Herberts sind doch sehr verschieden. Der Herbert in St. Gallen ist moderner, dominanter und etwas aggressiver. Schon allein das Outfit gibt ihm einen ganz anderen Touch als dem Herbert in der Originalversion, hier in Deutschland. Herbert hier ist verspielter, romantisch aber auch gefährlich. Er ist schon durch sein historisches, viktorianisches Outfit erkennbar und zeigt seinen Status in dem Stück. Er ist der Sohn des Grafen. Von edler Herkunft und Papas Liebling. In der „Wenn Liebe in Dir ist“ Szene spielt Herbert mit Alfred, wiegt ihn in Sicherheit, um ihm dann doch zwischendurch immer wieder zu vermitteln, was er wirklich möchte und dass er gefährlich ist. Das Stück ist in den zwei Produktionen so verschieden, dass es eigentlich zwei verschiedene Shows sind. Ja und auch die Tatsache, dass ich mit ganz anderen Kollegen dort spiele, gibt mir als Darsteller doch den Hinweis, wo ich mich gerade befinde. Somit muss ich sagen, dass es keine wirklichen Pannen oder Verwechslungen gab.

Wenn man eine Rolle lange Zeit spielt, färbt dann der Charakter der Rolle schon mal auf einen selber ab? Eine Rolle kann einen prägen und Herbert ist ja schon speziell, besteht da nicht die Gefahr, dass man auf einen Rollentyp festgelegt wird?

Nun, ich habe bisher noch keine meiner Rollen so übermäßig lange gespielt. Auch Herbert spiele ich jetzt erst seit einem guten halben Jahr in Deutschland. Ich habe Herbert so einiges von Christian gegeben um ihn für mich passend und einzigartig zu machen. In jeder Rolle steckt ja etwas von dem jeweiligen Darsteller selbst, man entwickelt die Rolle für sich und gibt ihr damit Einzigartigkeit. Ich möchte nicht die Kopie eines Anderen sein, es soll schon individuell und einzigartig sein. Sicher kann es passieren, dass man auf einen Rollentyp festgelegt wird und man muss den geeigneten Zeitpunkt zum Absprung glaube ich immer im Auge behalten. Am idealsten ist es wohl, eine Rolle so zu verkörpern, dass es für die Zuschauer einzigartig und von bleibendem Eindruck ist und das dann bei der nächsten Rolle die man spielt, genauso zu versuchen.

Für die Rolle Herbert habe ich versucht, mich mit Herbert zu beschäftigen. Herbert ist ein Erbgraf mit einer die EWIGKEIT überdauernden Geschichte und diese will ich versuchen in ca. 20 Minuten darzustellen. Das ist eine Herausforderung und so wird sich Herbert wohl auch in der Zukunft EWIG weiterentwickeln.

Jede Rolle muss entwickelt und durch den Darsteller geprägt werden, nur dann kann es gut und überzeugend werden.

Ich möchte noch so viele tolle Rollen spielen und ich werde immer alles dafür geben, diese auch für und durch mich einzigartig zu machen.

Viele Deiner Darstellerkollegen haben für sich Galas und Konzertabende entdeckt, diese werden von den Musicalbegeisterten und auch von den Fans ja gerne besucht. Wann wird man Christian in solch einem Format erleben können?

Ich habe da in der Vergangenheit ja schon einiges gemacht, sowohl zum Beispiel mit der Elbland Philharmonie Sachsen, als auch ein Solo-Konzert. Ich bin ganz sicher und hoffe es sehr, dass da auch in Zukunft noch eine ganze Menge kommen wird.

Du sagtest eben, dass Du noch viele Rollen spielen möchtest. Welche Traumrollen gibt es für Dich noch und wäre der Graf von Krolock für Dich auch später einmal eine Option?

©Stage Entertainment

Mich faszinieren besonders die sogenannten Drama-Musicals und dementsprechend auch die Rollen darin. So zum Beispiel JEKYLL & HYDE, REBECCA, der Tod in ELISABETH, vielleicht Colloredo in MOZART. Aber auch Stücke wie LES MISERABLES, NEXT-TO-NORMAL, LAST FIVE YEARS interessieren mich und natürlich Frank'N'Furter in der ROCKY HORROR SHOW. Rollen mit Hintergrund, Aussagekraft und spannender Geschichte.

Der Graf von Krolock gehört da als absoluter Favorit natürlich eindeutig dazu. Es gibt für jede Rolle einen Zeitpunkt, an dem es perfekt sein kann, sie zu bekommen. Wann der ist, ist sicher auch für jeden Darsteller verschieden. Ich hoffe noch sehr, sehr viele tolle Rollen spielen zu können.

Die Standardfrage wohl in jedem Interview? Pleiten, Pech und Pannen sind ja immer interessant für unsere Leser. Was war bisher für Dich die kurioseste oder peinlichste Situation bei einer Show?

Das kann ich ehrlich gesagt gar nicht so direkt beantworten. Es passieren immer wieder Dinge, die so nicht geplant waren. Das macht schließlich auch den Reiz des Live-Entertainments aus. Das ist Theater. Mir sind schon viele kleinere Pannen passiert, so sind mir am Ende von „Wenn Liebe in Dir ist“ schon mal die Vampirzähne zerbrochen und ich hatte also keine Zähne im Mund. Bei der West Side Story habe ich als Action einmal die Gangs der Jets und Sharks verwechselt und dadurch etwas völlig Sinnloses gesagt, das alle Kollegen auf der Bühne zum Lachen brachte. Bei der Rocky Horror Show passiert sowieso immer wieder irgendwas, einmal flog mir eine Scheibe Toastbrot mitten ins Gesicht. Aber so eine richtig große Panne, dass ich den Text vergaß oder ähnliches, ist mir Gott sei Dank bisher erspart geblieben.

So nun haben wir lange genug über Rollen, Musicals und Wünsche in der Branche gesprochen. Vielleicht möchtest Du uns etwas von Christian selbst verraten?

Du bist immer so positiv und gut gelaunt, wenn man Dich trifft. Wie bekommst Du das nach einer anstrengenden Show immer so hin? Wo holst Du Dir Deine positive Motivation und Energie her?

Ich bin generell ein positiver Mensch, ein Optimist.

Meine Devise ist – am Ende wird alles gut, und wenn es nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende.

Die Stage Door ist auch ein Teil meiner Arbeit, so sehe ich es jedenfalls. Ich stehe jeden Abend auf der Bühne, um den Besuchern einen wunderbaren Abend zu bereiten und da ist es toll, wenn man dann neben dem Applaus hinterher auch ein persönliches Feedback bekommt. Die Besucher der Show und meine Fans sind doch diejenigen, für die ich das dort mache. Ich stehe ja nicht nur für mich und zu meinem eigenen Vergnügen auf der Bühne. Sicher, ich liebe es, auf der Bühne zu stehen, zu singen, zu tanzen, zu spielen, Geschichten zu erzählen und Charaktere zum Leben zu erwecken. Das gibt mir als Darsteller und als Mensch unglaublich viel. Aber ich liebe es eben auch, die Menschen einfach für eine gewisse Zeit aus ihrem Alltag zu entführen.

Es macht mir dann auch ganz viel Spaß, nach der Bühne an der Stage Door im direkten Kontakt mit den Leuten zu sein. Ich kann dort zum Beispiel, mit für mich wenig Aufwand, noch so vieles weitergeben und für die Fans den gelungenen Abend noch etwas perfekter machen. Ein kurzes Gespräch, ein Autogramm, ein Foto, für viele ist das eine weitere tolle Erinnerung an einen tollen Theaterabend. Das ist es, was ich dem Publikum gegenüber als Aufgabe meines Berufs sehe: anderen eine schöne Show mit Erinnerungswert zu bescheren.

Aber natürlich habe auch ich mal einen nicht so tollen Tag, genau wie jeder andere Mensch. Das ist dann aber privat und gehört nicht in den Job, weder auf die Bühne noch an die Stage Door.

Kann Christian kochen, und wenn ja, was ist Dein Lieblingsgericht? Gibt es schon mal Abende wo mit Freunden gemeinsam gekocht wird, oder geht man dann lieber schnell auf einen Imbiss nach draußen?

Kochen kann ich glaub ich ganz gut, nur leider fehlt mir fast immer die Zeit und/oder die Lust dazu. Ehrlich gesagt für mich alleine koche ich nicht, das macht mir keinen Spaß.

Mit Freunden, oder für Freunde ist das dann was anderes. Ich bin aber hier einmal ganz ehrlich. Hier in meiner Kölner Wohnung habe ich keine Spülmaschine und ich verrate Euch, hier werde ich sicher nicht kochen. Ich hasse es, Geschirr zu spülen. Also in Köln bleibt die Küche, außer meiner Kaffeemaschine, wahrscheinlich kalt.

Ansonsten bin ich essenstechnisch ganz unkompliziert. Ich bin kein großer Freund der indischen Küche, aber ansonsten finde ich eigentlich immer und überall irgendetwas, das mir schmeckt.

Was machst Du in Deiner sicher wenigen Freizeit am liebsten? Gibt es so banale Sachen, wie einfach mal vorm Fernseher abhängen oder ins Kino gehen für Dich?

Natürlich gibt es auch in meinem Leben Abende, die ich einfach auf der Couch vor dem Fernseher verbringe. Ich spreche und singe in meinem Beruf den ganzen Tag, da genieße ich es auch einfach mal, mich im Kino oder vor dem Fernseher nur berieseln zu lassen.

Ansonsten nutze ich aber meine Freizeit hauptsächlich dazu, meine Familie und meine Freunde zu sehen und mit ihnen Zeit zu verbringen. Ich habe einen sehr treuen engen Freundeskreis, der sich in den letzten mindestens 10 Jahren kaum verändert hat. Mittlerweile sind die aber von Stuttgart über Leipzig, Berlin, Hamburg usw. über ganz Deutschland verteilt. Deshalb genieße ich es sehr, an freien Tagen einfach in den Zug zu springen und meine besten Freunde und meine Familie zu besuchen.

Ich habe viel gesegelt und Tennis gespielt, bin geritten und habe Instrumente gespielt. All diese Hobbys fehlen mir sehr, da ich vor allem durch die ständigen, berufsbedingten Ortswechsel keine Gelegenheit mehr dazu habe, ihnen nachzugehen.

Ich gehe aber natürlich gerne ins Theater, gehe gerne mit Freunden raus, erkunde die Stadt und bummle durch die Straßen, liebe es zu reisen und unterwegs zu sein, lese auch gerne einfach mal in Ruhe ein Buch, habe selbstverständlich eine ausgeprägte Leidenschaft für Musik und lerne gerne neue Menschen kennen. Ich kann mich sehr schnell für Dinge und Menschen begeistern und bin tatsächlich auch sehr schnell gelangweilt. Einen kompletten Tag einfach nur in meiner Wohnung zu verdödeln, kommt bei mir daher doch eher selten vor.

Deine Fangemeinde ist recht groß und Du bekommst immer wieder „give aways“ und persönliche Geschenke. Im Laufe der Zeit kommt sicher eine Menge zusammen, was macht man mit all den Präsenten, die man nicht aufessen kann? Vor allem, wenn dann eine Spielzeit endet und etwas völlig Neues beginnt.

Ich finde es absolut unglaublich, wie viel Mühe sich einige meiner Fans mit den Geschenken machen. Ich bin teilweise wirklich sprachlos, wie viel Zeit, Energie, Kreativität und vor allem auch Geld manche Fans in diese Geschenke investieren. Jedes einzelne dieser Geschenke bewahre ich auf, einige zu Hause, einige in meiner Garderobe im Theater und jedes einzelne dieser Geschenke freut mich immer wieder neu und bestätigt mich darin, dass ich in meinem Beruf auf dem richtigen Weg bin und einige Menschen mitziehen und begeistern kann. Das wiederum erfüllt mich mit tiefster Dankbarkeit und großem Glück. Ich habe noch nie ein Fangeschenk weggeschmissen, auch wenn es langsam immer mehr werden. Ich finde es aber eine tolle und beglückende Vorstellung, irgendwann als alter Opi in großen Kisten mit diesen Geschenken herumzukramen und all diese Erinnerungen noch einmal wachrufen zu können. Das wird schön .

Gibt es nun noch etwas, was Du Deinen Fans sagen oder mitteilen möchtest?

©Philipp Dietrich

Ich kann eigentlich nur ein einziges Wort sagen, dass sich aber für mich irgendwie nicht ausreichend anfühlt: DANKE. Ein riesiges Dankeschön, aus allertiefstem Herzen.
Mein Beruf an sich erfüllt mich jeden Tag aufs Neue mit großem Glück und ist eine unglaubliche Bereicherung meines Lebens. Aber dass ich eine mittlerweile immer größer werdende Fangemeinde mit dem was ich tue begeistern kann und die Fans so sehr und treu Anteil an dem nehmen, ist für mich einfach unglaublich. Meine Facebook-Seite hat mittlerweile, glaube ich, rund 1.400 Likes. Das mag im Vergleich mit wirklichen Prominenten nicht besonders viel sein, für mich persönlich ist es aber die unglaublich große Anzahl von 1.400 Menschen, die an mir, meinem Leben und meinem Beruf Anteil nehmen möchten und die ich mit dem, was ich auf der Bühne tue und getan habe begeistern konnte und begeistern kann. Die Nachrichten mit all den lieben Worten, die mich über meine Seite erreichen, die vielen handschriftlichen Briefe, die mich über das Theater erreichen, die Pakete, die Gespräche, Begegnungen und persönlich überreichten Geschenke an der Stage Door – das alles sind Dinge, die ich mir vor gar nicht allzu langer Zeit nicht hätte erträumen können und die ich teilweise immer noch nicht richtig fassen kann. Ich, Christian Funk, habe Fans. Das allein ist irgendwie immer noch surreal für mich.

Insofern bleibt mir wirklich nur dieses zu sagen: DANKE. Ich danke euch allen und jedem und jeder einzelnen von euch. Ich glaube nicht, dass ihr wirklich wisst, wie viel mir eure Treue und eure Begeisterung wirklich bedeutet und wie unglaublich dankbar ich dafür bin. Ihr seid die Besten!!!

 

Lieber Christian, vielen Dank für dieses super nette Gespräch. Wir wünschen für die Kölner Vampirzeit ganz viel Spaß und allzeit “Good Bites”. Wer noch mehr über Christian Funk und seine aktuellen Aktivitäten erfahren möchte: Christian Funk

Kategorie: Interviews,Tanz der Vampire

Tags:

Autor: I. Marquardt (09.03.2018)

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