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Begeisterungssturm für DER RING in Füssen

Am 05.10.2018 feierte DER RING in Ludwigs Festspielhaus Füssen seine Premiere. Die Starbesetzung, die rockigen Songs und gefühlvollen Balladen, sowie eine epische Story versprachen einen ganz besonderen Abend. Der tosende Applaus, die langanhaltenden Standing Ovations und die Begeisterungsrufe zeigten, dass die Versprechen gehalten wurden.

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Siegfried
Siegfried ©M. Böhmländer

Gelungene Premiere in Ludwigs Festspielhaus

Es dauerte lange, bis der Applaus und die Begeisterungsrufe im Saal des Ludwigs Festspielhaus Füssen abebbten. Dort feierte das Musical DER RING von Frank Nimsgern (Musik) und Daniel Call (Libretto) am 5. Oktober 2018 seine Premiere und erntete dafür zurecht eine Menge Lob und Standing Ovations.

Der Ring der Macht

Das Musical bedient sich elementar an vielen Sagen und Legenden. Hauptsächlich stützt es sich auf das Nibelungenlied und Richard Wagners “Der Ring des Nibelungen”. Alles in dem Musical dreht sich um den titelgebenden Ring der Macht. Dieser wurde von dem Gott Wotan erschaffen und den Menschen zum Geschenk gemacht, um sie zu prüfen. Der Ring verleiht dem Träger unglaubliche Stärke und macht „Diener zu Göttern und Götter zu Dienern“. Der Ring beginnt jedoch, Neid und Hass heraufzubeschwören und die Götter nehmen den Ring und alles Gold, um die Menschen zu schützen. Sie versenken das Gold im Rhein, wo die drei Rheinamazonen das Rheingold nun bewachen.

Tausend Jahre gehen ins Land und der Ring gerät in Vergessenheit, bis der Zwerg Alberich von einem großen Hecht, an der Angel, in die Tiefe des Rheins gezogen wird, bis er sich in einer Grotte bei den Rheinamazonen wiederfindet. Diese verspotten den Zwerg und als dieser den Ring entdeckt und erfährt, dass nur der seine Macht nutzen kann, der auf Liebe verzichtet, entscheidet er sich gegen die Liebe und für die Macht. Mit dem Ring nimmt er auch das Gold und geht.

Inzwischen plant der Gott Wotan in den neuen Palast Walhalla einzuziehen, dessen Bau die Riesen beendet haben. Als Bezahlung versprach er ihnen den Ring und das Gold. Als er die Riesen bezahlen will, erfährt er von der Entwendung und steigt zur Erde hinab, um den Schatz zurückzuholen. Durch eine List gelingt ihm das, doch Alberich belegt den Ring mit einem Fluch, der seinen Träger zum Untergang verdammt.

Das Gleichgewicht scheint wieder hergestellt, doch während Wotan sich gezwungen sieht, seine Tochter Brunhild, die ihm immer wieder öffentlich widerspricht, zu verbannen, schmiedet sich Alberich einen furchtlosen Krieger namens Siegfried, der ihm den Ring zurückholen soll. Der augenscheinliche Frieden bröckelt und die alte Welt geht auf ihr Ende zu.

Der See auf der Bühne

die Grotte des Rheins mit den drei Amazonen

©M. Böhmländer

Gleich zu Beginn fällt der Blick auf den „Bühnensee“ – ein Pool direkt in der Bühne, der von der Drehbühne abgedeckt werden kann. Dieser dient als Grotte der Rheintöchter und kommt auch später noch einmal zum Einsatz, als Siegfried vom Drachenkampf zurückkehrt. Zudem gibt es noch die Kulisse eines Schlosssaals für Walhalla und Siegfrieds Schloss, als er den Ring der Macht besitzt. Dann gibt es als zweites Hauptbühnenbild noch die Schmiede, die Alberichs Reich ist. Beides wurde von der Inszenierung in Hof (wir berichteten) übernommen, ebenso die Kostüme. Highlight war hierbei der Drache Fafnir, der von den Tänzern, die einzelne Stücke des Drachen trugen, dargestellt wurde. So konnte auch ein Drachenkampf gezeigt werden. Als der Drache zum ersten Mal zusammengesetzt wurde, gab es anerkennenden Applaus vom Publikum.

Die Lichttechnik leistete gute Arbeit, sie tauchte die Bühne immer wieder in die passenden Farben, nur manchmal erschien es etwas zu viel des Guten. Teilweise lenkten die Lichter von der Handlung ab, wirkten zu überladen oder blendeten. Trotzdem funktionierte alles reibungslos. Bei der Tontechnik gab es leider Verbesserungsbedarf. Oft wurden die Mikros zu spät aktiviert, sodass die ersten Worte verloren gingen, was leider so oft vor kam, dass es doch störend wirkte.

Namhafte Hauptbesetzung

Für die Neuinszenierung in Füssen konnten einige bekannte Gesichter aus der erfolgreichen Inszenierung am Theater Hof gewonnen werden. So war Christopher Brose erneut als Siegfried auf der Bühne zu sehen. Überzeugend spielt er die Rolle des furchtlosen Kriegers, der dem Zwerg Alberich anfangs widerspruchslos gehorcht, doch dann die Liebe erfährt und zeitgleich auch der Gier nach Macht durch den Ring verfällt. Und obwohl Siegfried bereits ein erwachsener Krieger ist, spürt man auch das Kind in ihm, welches er ja zeitgleich ist.

Chris Murray fand ebenfalls den Weg nach Füssen und verkörperte erneut den Zwerg Alberich. Auch diesmal stellte er die Wandlungsfähigkeit seiner Stimme unter Beweis und gewann mit seinem Spiel des Zwerges das Publikum für sich. Deutlich erkennt man den Wandel, als Alberich der Liebe entsagt, um den Ring der Macht tragen zu können. Zugleich hat er als Alberich eine Rolle als Kommentator inne, die er auf erfrischende Art darstellt und für den ein oder anderen Lacher sorgt. Auch der Kampf mit sich selbst, den er gegen den Einfluss des Ringes am Ende des Stückes mit sich austrägt, kann, trotz der zuvorigen Scherze, überzeugen.

Wotan und Brunhild

©M. Böhmländer

Jan Ammann hatte zum ersten Mal die Rolle als Wotan inne und meisterte sie mit Bravour. Mit passender Dramatik hauchte er Wotan das Leben eines Gottes ein, der von seiner Allmacht und seiner Ewigkeit überzeugt ist und gar nicht erkennt, dass er immer mehr auf sein Ende zugeht. Die innere Zerrissenheit, als er Brunhild verbannt, war deutlich spürbar und das Spinnen der Intrigen am Ende wurde gut vermittelt.

Die Rolle der Brunhild wurde von Anke Fiedler übernommen. Sie überzeugte in ihrer Rolle als die bodenständige Tochter des Gottes Wotan, die ihm immer wieder widerspricht und warnt, dass er schon bald am Ende sein wird. Auch sie verändert sich, als sie auf Siegfried trifft und sich verliebt. Diese Wandlung wurde wirklich deutlich. Spätestens, als sie mit ihrem Vater bricht und statt weiter zu versuchen, ihn zu warnen, sich nun von ihm löst. Sie hat überzeugend gespielt und die Lieder gekonnt gemeistert.

Die drei Rheinamazonen wurden von Kathy Savannah Krause, Stefanie Gröning und Kristin Backes gespielt, die alle drei eine gute Leistung ablieferten und stimmlich ebenfalls harmonierten. Sie überzeugten bereits am Anfang, als sie sich gelangweilt nach 1000 Jahren Wache zeigten, wie sie Alberich Liebe vorspielten und ihn dann verspotteten. Die Rap-Einlage der Drei, erntete viel Applaus.

Auch die Tänzer und Tänzerinnen, die die Choreographie von Marvin A. Smith darboten, welche ausgefeilt und stimmig war, dürfen nicht vergessen werden. Ebenso die gesangliche Unterstützung durch das Ensemble, die den Abend abrundete.

Fazit: Unbedingt ansehen!

Der Abend war trotz technischer Pannen einfach unvergesslich. Dies zeigen die sofortigen Standing Ovations und der langanhaltende Applaus sowie die Begeisterungsrufe. Und als kleines Abschiedsgeschenk von diesem wundervollen Abend gab es noch einen Medley der Songs als Zugabe. Dieser Abend wird noch lange in Erinnerung bleiben und ist auf jeden Fall wiederholenswert.

Kategorie: Allgemein

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Autor: A. Polifka(14.10.2018)

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