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BAROCK ME GRÄFIN COSEL begeistert Dresden

Das Musical BAROCK ME GRÄFIN COSEL - EIN PERÜCKTES MUSICAL begeistert das Publikum mit seiner frechen und witzigen Art, gemischt mit einer spannenden Story und eingängigen Musik im Stil von Pop und Barock. Neben der guten musikalischen und gesanglichen Leistung stechen auch die aufwendigen Kostüme hervor.

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BAROCK ME GRÄFIN COSEL @ Robert Jentzsch

BAROCK ME GRÄFIN COSEL – frech, spritzig und schrill

Am 27. Oktober feierte das Musical BAROCK ME GRÄFIN COSEL – EIN PERÜCKTES MUSICAL im Boulevardtheater Dresden seine Uraufführung. Nun war Musical1 in einer Folgeshow und das Fazit ist: es war ein Abend voller Witz und eingängigen Melodien, der zu empfehlen ist.

Das Theater im Theater

Circus Fantastico

@ Robert Jentzsch

Statt einfach die Biographie der Gräfin Cosel auf die Bühne zu bringen, bediente man sich hier einer praktischen Umsetzung: Eine Theatergruppe namens Circus fantastico probt ein Stück, über die Gräfin. Zu dem Fest, auf dem das Stück gezeigt werden soll, wird August der Starke persönlich mit seiner Mätresse, der Gräfin Cosel, anwesend sein. Natürlich soll es umso eindrucksvoller und perfekter werden, doch es fehlt plötzlich die Hauptdarstellerin!

Als wäre das nicht genug Chaos, befindet der Freiherr von Bockelwitz, der sich vom Probenstand überzeugen wollte, ihre Vertretung Isabella als zu alt. Francesco, Besitzer des fahrenden Theaters, sieht sich vor einer Katastrophe, während seine Frau Maria nach einer Lösung sucht. Als die Statistin Luise dazustößt, bekommt sie die Hauptrolle der Gräfin Cosel. Sie zweifelt, doch ihr Freund Frieder ermutigt sie, ebenso ihr Spielpartner Anton, der August den Starken spielt. Es beginnt eine Story voll, zum Teil zweideutigem, Humor, Enthüllungen und Intrigen. Holger Metzner, der das Buch verfasste, bewies mit einer stimmigen, unterhaltsamen und spannenden Geschichte viel Geschick. Unterstrichen wurde das von der Musik, die Andreas Goldmann komponierte.

Fantastische Kostüme

Durch den Kniff, das Stück als Theaterstück zu inszenieren, konnte mit nur einem Bühnenbild – dem Wagen des Circus Fantastico – gearbeitet werden, welches Requisiten noch aufgewerteten. Umso mehr Liebe fürs Detail steckt in den Kostüme, egal ob nun das Kostüm des exzentrischen Francesco, die Kleidung von August und der Gräfin oder die verschiedenen Kostüme der Schauspielgruppe während der Proben. Marlis Knoblauch, die für die Kostüme und das Bühnenbild verantwortlich ist, hat ganze Arbeit geleistet.

Dynamische Musik

Die Songs wirken dynamisch und durch ihre, zum Teil einfachere Melodieführung, sind sie sehr eingängig, so dass der Besucher mit einigen Ohrwürmern nach Hause geht. Von gefühlvollen Liedern bis hin zu energiegeladenen Nummern ist alles vertreten. Vom Stil sind die Lieder teilweise an Popmusik angelehnt, lassen aber immer wieder die Stilelemente des Barocks durchschimmern.
Doch die Musik ist nur so gut, wie die Sänger und da haben sie wirklich passende Stimmen und Darsteller gefunden. Die Lieder wurden von allen hervorragend präsentiert, nirgends fiel eine Ungereimtheit oder eine unpassende Besetzung auf. Selbst nur sieben Sängerinnen und Sängern schaffen wirklich große, musikalische Momente.

Großartiger Cast

Gräfin Cosel und August der Starke

@ Robert Jentzsch

Für Luise wurde Stefanie Bock gefunden. Sie zeigt sehr gut die Wandlung von der eher unsicheren Statistin zur selbstbewussten Hauptdarstellerin. Ihre Stimme beweist sich als sehr facettenreich und meistert die Lieder mit Bravur.
Oliver Morschel spielt Anton, der auch als August der Starke auftritt. Perfekt mimt er den von sich selbst überzeugten Darsteller, der sich in Isabella verliebt hat und manchmal mehr Schein als sein ist. Stimmlich harmoniert er gut mit Stefanie Bock und bringt viel Gefühl in die Lieder.

Der exzentrische Francesco wird von Claudio Maniscalo gespielt und er hat den Besitzer der Theatergruppe mit seinem Charme zu einem sehr authentischen Charakter gemacht. Er verkörpert einen exzentrischen Künstler mit allen Klischeés und fällt durch seine markante Stimme positiv auf, auch wenn seine Soloparts eher kurz sind.
Karina Schwarz spielt Francescos Frau Maria. Von der strengen Co-Direktorin bis hin zur verständnisvollen Freundin und der aufbauenden Ehefrau deckt sie alle Aspekte dieser Rolle eindrucksvoll ab. Sie hat eine besondere Bühnenpräsenz und fügt sich gesanglich gut ein.

Manuel Krstanovic verkörpert Freiherr von Bockelwitz. Er nimmt die Rolle des Bösewichts in dem Stück ein und präsentiert sich als eitler Adliger, der sehr machtgierig ist und bereit ist, über Leichen zu gehen.
Die Rolle des aufgeweckten Frieder übernimmt Alexander Wilbert. Frech, etwas ungeschickt, aber auch sehr von sich überzeugt – so bringt er den Schauspieler, der die Gruppe als Statist begleitet, überzeugend auf die Bühne und ergänzt mit seiner Stimme den Cast perfekt.
Die letzte Darstellerin ist Laura Mann als Isabella. Authentisch mimt sie die Diva, die sich der Hauptdarstellerin überlegen fühlt. Als eine professionelle Geschäftsfrau präsentiert sie Luise. Stimmlich zeigt sie vor allem in ihrem Solo, was sie kann.

Sehr sehenswert

Das Fazit des Abends ist eindeutig: unbedingt ansehen! Mit dem frechen und schrillem Auftreten des Stückes, ist ein Abend gewiss, der für Lacher und stimmungsvolle Momente gleichermaßen sorgt. Zu sehen ist das Stück noch die gesamte Spielzeit bis August. Im Theater und im Fanshop des Theaters kann die CD zu dem Stück erworben werden.

Kategorie: Kritiken, Stadttheater

Autor: A. Polifka (15.12.2019)

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