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Argentinien in Mannheim – EVITA das Musical im Capitol Theater Mannheim

Geglückte Premiere und Standing Ovations: Evita der Musicalklassiker aus der Feder von Andrew Lloydt Webber feiert in einer Eigenproduktion ihren erfolgreichen Auftakt in Mannheim. Musical1 war für Sie auf der Premiere am 13. September 2018 zu Gast.

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EVITA – Roberta Valentini ©René van der Voorden

EVITA – faszinierend und umstritten zugleich

Sie gehört zu den schillerndsten Persönlichkeiten Argentiniens und ist dennoch umstrittener wie wohl keine andere. Die Rede ist von Eva Duarte de Perón, der Primera Dama der argentinischen Republik.

Das Musical aus der Feder von Andrew Lloyd Webber (Musik) und Tim Rice (Libretto) erzählt den Aufstieg der Volksheldin Evita vom einfachen Provinz-Mädchen an die Spitze eines ganzen Landes. Als Geliebte des Sängers Augustin Magaldi kommt sie nach Buenos Aires. Hier wartet ein schneller Aufstieg auf sie: vom Model, zur Radiosprecherin bis hin zur Schauspielerin. Männer sind für sie nur Mittel zum Zweck. Als sie Juan Perón kennenlernt, scheint sie jedoch angekommen. An seiner Seite macht sie sich für das einfache Volk stark und steigt zur First Lady Argentiniens auf.

©René van der Voorden

Stimmgewaltige Besetzung

Für ihre Eigenproduktion von EVITA setzt das Capitol Theater auf bekannte Gesichter der Musicalszene.
Die Hauptrolle der Eva Duarte de Perón bekleidet Roberta Valentini, die u. a. als Elphaba in WICKED – DIE HEXEN VON OZ und als Elisabeth im gleichnamigen Musical zu sehen war. Valentini schafft es auf eindrucksvolle Weise, die beiden Seiten der Eva/ Evita zu zeigen. Die gebürtige Nürnbergerin überzeug nicht nur stimmlich, sondern auch schauspielerisch.

Besonders im zweiten Akt wartet Valentini mit einer unglaublichen schauspielerischen Leistung auf. Evita, die mehr und mehr spürt, dass ihr Körper der Belastung nicht mehr gewachsen ist, und sie dem Tod nähersteht als dem Le-ben, wird von Roberta Valentini auf beeindruckende Weise herausgearbeitet und ins Publikum übertragen.

In der Rolle des Ché ist in Mannheim Sascha Krebs zu sehen. Er ist dem mannheimer Publikum bereits durch viele Produktionen ein Begriff und war zum Beispiel in Hair zu sehen. Krebs ist genau der Richtige für diese Rolle. Ché erzählt rückblickend die Lebensgeschichte der einstigen First Lady. Er ist so nicht nur Teil der Szenen, sondern führt den Zuschauer durch die schnellen Szenenwechsel. Sascha Krebs gelingt dieser Spagat sehr gut und er vermag es nicht nur mit seiner Stimmgewalt zu beeindrucken, sondern auch durch seine tänzer- und schauspielerische Leistungen.

Die zentralen Figuren Ché und Evita werden ergänzt durch die Rolle des Juan Peróns, welcher in Mannheim von Sascha Bauer verkörpert wird. Er schwankt ständig zwischen den Zweifeln an sich selbst, seinem Wunsch an die Macht zu kommen und das ganze Land zu lenken. Bauer schafft es durch sein Spielen, diesen Zwiespalt zu verdeutlichen und für das Publikum greifbar zu machen. Er harmoniert stimmlich sehr gut mit Roberta Valentini und Sascha Krebs.

Das Ensemble

In Mannheim kommt die Produktion mit einem sehr kleinen Ensemble aus. Auch mit wenig Darstel-lern gelingt es dem Regisseur Georg Veit (Regie) gemeinsam mit Doris Marlis (Choreografie) durch geschickten Ensembleeinsatz und Choreografien, dass die Bühne zu keiner Zeit leer wirkt. So schafft es das Ensemble, die Bühne in eine argentinische Bar zu verwandeln, die dem Ausgangs-punkt des Musicals darstellt. Auch die Platzierung des Orchesters auf der Bühne war ein geschickter Kniff, um die Jazzclub-Atmosphäre zu erzeugen.

Markus Beisel überzeugt in der Rolle das Magaldi auf ganzer Linie. Einen zentralen Part nimmt auch Sandra Maria Germann in der Rolle des Todes ein – einigen wird sie vielleicht noch aus der PHANTOM DER OPER-Fortsetzung LIEBE STIRBT NIE ein Begriff sein. Germann ist fast durchgehend auf der Bühne und zieht durch ihre enorme Bühnenpräsenz die Blicke auf sich. Auch stimmlich vermag sie auf gan-zer Linie zu überzeugen.

©René van der Voorden

Das Bühnenbild

Eine besondere Stärke der Mannheimer Produktion ist das Bühnenbild. Lediglich eine große Holztreppe füllt den Bühnenraum. Diese sehr puristisch gehaltene Treppe wird zum Dreh und An-gelpunkt des Stückes. Durch ihre Umsetzung als Latten-Konstruktion ist sie komplett bespielbar und wird durch das Ensemble und insbesondere Sandra Maria Germann zum Leben erweckt. Er-gänzt wird es nur durch kleine Ergänzungen von Seiten der Ausstattung (Daniela Werner).

Fazit

EVITA gehört nicht zu jenen Stücken, die als leichte Kost gelten. Auch mit kleinem Ensemble gelingt es dem Capitol Theater Mannheim eine gelungene Inszenierung zu präsentieren. Auch das Premierenpublikum belohnte das gesamte Team mit Standing Ovations. Ein Besuch lohnt sich in jedem Fall.

Folgetermine

15.11.2018
09.12.2018
07.02.2019
25.05.2019
19.06.2019

©René van der Voorden

Die Besetzung im Überblick

Roberta Valentini – Eva Perón
Sascha Krebs – Che
Sascha Bauer – Perón
Markus Beisel – Magaldi
Sandra Maria Germann – Tod
Rosa Sutter, Annette Potempa, Sabrina Stein, Matthias Eschli, Manuel Weinmann – Ensemble

 

 

Georg Veit – Regie
Doris Marlis – Choreografie
Sebastian Henzl – Musikalische Leitung
Daniela Werner – Ausstattung und Maske
Produzent – Thorsten Riehle

Kategorie: Allgemein,Evita,Theater Eigenproduktionen

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Autor: K. Heinen(12.10.2018)

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