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Alexander Klaws bei JESUS CHRIST SUPERSTAR in Concert

An Gründonnerstag und Karfreitag wurde es laut im Capitol Mannheim. Ein großer Chor, eine gut besetzte Band, ein tolles Ensemble und illustre Gäste brachten den Saal zum Beben. JESUS CHRIST SUPERSTAR in Concert war an beiden Abenden schon lange im Vorfeld bis auf den letzten Platz ausverkauft. Dies könnte der Auftakt zu einer jährlichen Tradition werden. Besetzung und Termine für 2019 stehen bereits fest.

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Alexander Klaws als Jesus
Alexander Klaws als Jesus © René van der Voorden

Jesus und Judas rocken das Capitol

Es wird dunkel im Capitol, nur die Bühne ist noch schwach beleuchtet. Im Vordergrund ein paar zusammengewürfelte Stühle, dahinter Instrumente. Die Band nimmt Platz, dann kommen Sänger in Gospelgewändern und füllen nach und nach den hinteren Teil der Bühne. So beengt war es sicher selten für die Akteure im Capitol. Rund 70 Menschen sind teilweise gleichzeitig aktiv.

Joe Völker, musikalischer Leiter bei dieser konzertanten Aufführung von JESUS CHRIST SUPERSTAR, steht mit seinem Keyboard vor der 9-köpfigen Band und dem Rainbow Soul & Gospel Connection-Chor, die Solisten agieren im vorderen Teil.

Die Kreuzigung (Alexander Klaws als Jesus)

© René van der Voorden

47 Jahre und kein bisschen leise

Schon bei den ersten Tönen wird klar, warum JESUS CHRIST SUPERSTAR als Rock-Oper kategorisiert wird. Die Musik erinnert eher an ein Rockkonzert als an ein Musical. Und anders als die meisten anderen Musicals ist das Stück durchkomponiert, es gibt quasi keine Sprechsequenzen. Andrew Lloyd Webber, damals noch weitestgehend unbekannt, verfasste die Musik. Tim Rice schrieb die Texte dazu. Noch vor der Uraufführung im Oktober 1971 erschien eine Doppel-LP mit einer Studioaufnahme. Keine geringeren als Deep Purple-Frontman Ian Gillan und Murray Head sind darauf als Jesus und Judas zu hören.

Die letzten sieben Tage des Jesus von Nazareth

Seitdem wurde die Geschichte um die letzten sieben Tage im Leben des Jesus von Nazareth mehrmals verfilmt und unzählige Male auf die Bühne gebracht. Die deutsche Erstaufführung fand im Februar 1972 statt. Seitdem hat das Stück nichts von seiner Aktualität verloren und auch die Musik reißt nach wie vor mit.

S. Kleinophorst (Simon), D. Würfel (Peter), A. Klaws (Jesus)

© René van der Voorden

Alexander Klaws gibt in der Titelrolle alles

Bereits seit einigen Jahren hat das Capitol Mannheim davon geträumt, das Stück konzertant aufzuführen. In diesem Jahr wurde es nun wahr. Neben dem großen Chor holte man sich weitere Verstärkung an Bord. Allen voran Alexander Klaws, der die Rolle des Jesus bereits mit großem Erfolg 2014/2015 in Dortmund und 2016 in Basel verkörpert hat. Entsprechend hoch sind die Erwartungen. Und Klaws gibt emotional alles an diesem Abend. Er tobt, beschwichtigt, ist störrisch und leidet mit Inbrunst und vollem Körpereinsatz. Auch stimmlich zeigt er, dass er sich seit DSDS-Zeiten deutlich weiterentwickelt hat und inzwischen zu Recht zur Top-Riege im deutschen Musical-Business gehört. Es ist Jammern auf hohem Niveau, wenn man beklagt, dass die hohen Töne – aufgrund der fortdauernden und auch Stars nicht verschonende Erkältungswelle – nicht alle lupenrein waren.

Kurzfristige Umbesetzung der Maria Magdalena

Nicht verschont geblieben war leider auch Zodwa Selele, die als Maria Magdalena geplant war. Mit der kurzfristig eingesprungenen Femke Soetenga hatte man jedoch einen absolut ebenbürtigen Ersatz gefunden. Die in Deutschland geborene und in den Niederlanden aufgewachsene Musical-Darstellerin überzeugte mit ihrer klaren Stimme und ihrer zurückhaltenden, aber doch beschützenden Art gegenüber Jesus.

Darius Merstein-MacLeod ist dem Capitol Mannheim seit Jahren verbunden und gab an diesen beiden Abenden Pontius Pilatus seine unverwechselbare, kraftvolle Stimme. Wunderbar komisch und enorm stimmgewaltig gab Chris Becker den Herodes. In nichts nach stand ihm Daniel Würfel, der es schaffte, die relativ kurzen Solo-Passagen des Peter für sich zu nutzen und durch seine Leichtigkeit, mit denen er diese meisterte, in positiver Erinnerung zu bleiben.

Tom Tucker als Kaiphas und Michael Bergmann als Annas komplettieren die “Gästeliste” und können ebenfalls durchgängig überzeugen.

Ensemble und Chor

© René van der Voorden

Sascha Krebs begeistert als Judas

Als Simon Zealotes zeigt Sascha Kleinophorst, Ensemblemitglied am Capitol, einmal mehr, was er kann und dass er ohne Zweifel mit vielen ausgebildeten Musical-Darstellern in anderen Produktionen nicht nur problemlos mithalten könnte.

Ebenfalls zum „hauseigenen“ Ensemble des kleinen, aber feinen Mannheimer Theaters gehört Sascha Krebs, der Musical-Fans weit über Mannheim hinaus bekannt ist. Als Judas ist er eine Idealbesetzung, seine Rockstimme perfekt für diese Rolle. Er ist neben Klaws definitiv der Publikumsliebling an diesem Abend. Gemeinsam bilden sie ein kongeniales Anti-Paar aus Verräter und Verratenem, aus Liebling der Massen und eifersüchtigem Zaungast.

Bis in die kleinste Rolle hochwertig besetzt

Auch Jeannette Friedrich, Melanie Haag, Irena Müller als Soulgirls waren Teil der bis in die kleinste Rolle hochwertig besetzten Cast.

Unterstützt wurden die Darsteller bei den Proben von Georg Veit, der die konzertante Aufführung dramaturgisch begleitete.

Darius Merstein als Pontius Pilatus, Alexander Klaws als Jesus

© René van der Voorden

Auch 2019 wieder zu Ostern im Capitol

Es war (mal wieder) ein lohnender Besuch im Capitol, der uns (einmal mehr) gezeigt hat, dass auch an einem kleinen Haus große Träume wahrgemacht werden können – auch wenn es vielleicht etwas länger dauert bis die Realisierung steht.

Und weils so schön war, gibt es 2019 eine Wiederholung. Dann mit Rob Fowler als Jesus und Patricia Meeden als Maria Magdalena. Der Vorverkauf für JESUS CHRIST SUPERSTAR in Concert 2019 beginnt am 5. April 2018.

Auch für Alexander Klaws gibt es 2019 ein Wiedersehen in Mannheim. Am 10.3. gastiert er dort gemeinsam mit Jan Ammann, Mark Seibert, Roberta Valentini und Sabrina Weckerlin mit „Die größten Musical Hits aller Zeiten“ im Rosengarten.

Kategorie: Jesus Christ Superstar

Autor: M. Kanz(02.04.2018)

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