Tickets für die besten Musicals sichern: Jetzt Tickets kaufen

“Wake up and dream – Ein Cole Porter Songbook” Rezension

Cole Porter, Komponist und Liedtexter aus Indiana, erwacht in der Musicalrevue "Wake up and dream - ein Cole Porter Songbook" am Nationaltheater Mannheim zum Leben. Seine Lebensgeschichte ist eher unbekannt, aber doch ereignisreich und bietet somit zusammen mit seinen bekanntesten Liedern und Melodien eine abwechslungsreiche Show mit bekannten Darstellern.

Teile diesen Beitrag

Copyright: Hans Jörg Michel
wake-up-and-dream-Schluss Copyright: Hans Jörg Michel

Ein biographischer Theaterabend zwischen Revue und Musical

Anything goes, Can-Can und High-Society sind Stücke aus den gleichnamigen (Film-)Musicals, die eins gemeinsam haben: Cole Porter schrieb Musik und Text dafür. Wem das Leben Cole Porters bislang gänzlich unbekannt war und wer einen Querschnitt seiner musikalischen Werke erleben will, dem ist “Wake up and dream  – ein Cole Porter Songbook” am Nationaltheater Mannheim wärmstens zu empfehlen.

Das Stück beginnt 1899 mit dem damals achtjährigen Cole Porter, der seine Begeisterung für’s Klavierspielen und Komponieren, sehr zum Verdruss des Großvaters, der ihn im eher einen erfolgreichen Anwalt sieht, auslebt. Bis zu seinem Tod, 65 Jahre später, erlebt der Zuschauer die unterschiedlichsten Momente in Porters Leben hautnah mit. Mal vergnügt, verliebt, verzweifelt und immer vertieft in Musik.

Anything goes – alles ist möglich, auch bei diesem Stück

Gespielt wird das Stück im Opernhaus des Nationaltheaters Mannheim. Wer einen opulenten Theatersaal erwartet, wird hier eher enttäuscht, doch die Sitzreihen steigen kontinuierlich an und gewähren einen guten Blick auf die Bühne. Auf dieser spielt sich bereits vor Beginn der Vorstellung einiges ab: die großartige Cole-Porter-Band unter der Leitung von Lorenzo die Toro spielt sich auf der rechten Seite der Bühne bereits ein und auch die zehn Darsteller, die keine Rollennamen tragen, sondern im Programmheft als “Spieler” bezeichnet werden, vertreiben sich die Zeit bis zum richtigen Showbeginn auf der Bühne. Sobald dann das Licht im Zuschauerraum ausgeht, nimmt diese Geschäftigkeit auf der Bühne nur noch mehr zu. Denn diese zehn Spieler können einfach alles. Fließend gelingt der Übergang von einer Szene zur anderen, ganz ohne große technische Umbauten, nur durch “Spielerkraft” und auch ein großer Teil der Kostüm- und Rollenwechsel findet auf der Bühne statt. Sie singen, tanzen und steppen und erwecken die Geschichte Cole Porters zum Leben. Die zehn Spieler sind hervorragend ausgewählt, dem Musicalfan wird der ein oder andere Name aus Großproduktionen bekannt sein. Einen hervorzuheben wäre jedoch ungerecht, da das Stück, mehr noch als andere, von der Gesamtleistung lebt und jeder im Verlauf die Möglichkeit hat seine Stärken voll zu zeigen. In der besuchten Vorstellung am 14. März 2015 spielten Rolf Germeroth, Fridolin Bosse, Michael Heller, Samuel Schürmann, Lemuel Pitts, Rouven Pabst, Nicole Rößler, Frederike Haas, Claudia Wauschke und Filipina Henoch.

Can-Can in Paris und Let’s misbehave in Hollywood

Ist das Stück ein Musical? Eine Revue? Eine Biographie mit den größten Hits? Von allem etwas. So vielfältig wie das Leben und die Musik Cole Porters war, so vielfältig ist auch dieser Theaterabend. Cordula Dräuper hat bei der Inszenierung großes Geschick bewiesen den biographischen Teil der Geschichte und die Musikstücke miteinander zu verbinden. Die Stationen seines Lebens werden stets mit der passenden Auswahl musikalischer Stücke aus Porters umfangreichem Repertoire unterlegt. In Paris erlebt man Einblicke in das Leben der Montmartre Tänzerinnen, die einen Can-Can hinlegen, bei dem man das vorausgegangene “C’est magnifique” nur noch einmal wiederholen kann. Im sonnigen Hollywood genießt er das Leben in vollen Zügen, welches seine Frau Linda Porter duldet. Die Ehe der beiden wird mit viel Feingefühl dargestellt. Auch in schweren Momenten bleiben sich beide treu und bilden ein liebevolles Gespann, das sich stets gegenseitig unterstützt.

Besonders Eines wird an diesem Abend deutlich: Cole Porter wusste wie man Lieder schreibt, die heute noch Menschen berühren können. Er schrieb zahlreiche Musicals, die am Broadway liefen und lieferte die Musik für zahlreiche bekannte Filme. Neben der Wandlungsfähigkeit der Darsteller auf der Bühne überraschen auch die vielen Facetten seiner Musik und man hört bei einigen Stücken erstaunt auf und denkt “auch das ist von Cole Porter?!”.

Das Cole Porter Songbook “Wake up and dream” wird in dieser Spielzeit noch bis zum 29. Juli in Mannheim aufgeführt.

Kategorie: Stadttheater

Tags:

Autor: N. Kroj (01.04.2015)

Teile diesen Beitrag

Monatlicher Musical-Newsletter

Erhalten Sie einmal im Monat kostenlos die wichtigsten Musical-News im Überblick: Welche neuen Musicals laufen wo? Welche tollen Musical-Angebote gibt es? Verpassen Sie keine Hinweise mehr!

Die Abmeldung von dem Newsletter ist jederzeit möglich.

Kommentar hinterlassen

Newsletter abonnieren (Jederzeit wieder abbestellbar)
Musical1 Newsletter
Zusammengefasste Musical-News
Hinweise auf gute Musical-Angebote
Regelmäßige Ticketverlosungen
Musical-Neuerscheinungen