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Vorsicht bissig! DRACULA in Leipzig

Zur Zeit begeistert DRACULA das Leipziger Publikum. Eine einfallsreiche Inszenierung trifft auf eine großartige Cast. Eine schaurig-schöne Show ist garantiert und ein Besuch dieses Musicals ist zu empfehlen. Noch bis Juni ist das Stück zu sehen, bevor es sich bis zum Oktober in die Sommerpause begibt.

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Dracula und Mina
DRACULA in Leipzig © Tom Schulze

Graf Dracula erobert Leipzig

Am 16. April hat das Musical DRACULA in der Musikalischen Komödie Leipzig seine Premiere gefeiert. Am 1. Mai konnte sich auch Musical1 ein Bild von dieser gelungenen Inszenierung machen, die viel Applaus und Standing Ovations einbrachte.

Die Geschichte einer Liebe, die Zeitalter überdauert

Dracula war vor Jahrhunderten ein rumänischer Fürst, der in einen heiligen Krieg gegen die Türken zog. Diese schmuggelten eine falsche Nachricht von dem Tod des Fürsten in dessen Schloss, woraufhin sich seine geliebte Frau Elisabetha in ihrer Verzweiflung und Trauer in den Fluss stürzte und ertrank. Der siegreich heimkehrende Dracula fand nur noch die Leiche seiner Frau. Die Kirche versagte einer Selbstmörderin den Seelenfrieden und in seiner Wut wandte sich Dracula gegen das Kreuz und wurde zu einer Kreatur der Nacht.
Jahrhunderte vergingen, bis Dracula den Entschluss fasst, Transsylvanien zu verlassen und nach London zu ziehen, wo die Menschen leichtere Beute sind, als die Bauern, die sich mit Kreuzen und Knoblauch vor den Vampiren schützen. Der junge Jonathan Harker reist zu Draculas Schloss, um die Kaufverträge abzuschließen. Als Dracula ein Bild von Jonathans Verlobten Mina Murray sieht, erkennt er in ihr die Wiedergeburt seiner geliebten Elizabeta.
Jonathan irrt durch das Schloss des unheimlichen Grafen und kommt dabei hinter Draculas Geheimnis, doch zu spät. Dieser stärkte sich mit Jonathans Blut und brach nach London auf, um dort seinen Blutdurst zu stillen. Nur ein paar mutige Männer unter der Führung von Abraham van Helsing – dessen Frau einst ein Opfer Draculas wurde – stellen sich dem Vampirfürst entgegen.

Einfallsreiche Inszenierung

Die Aufführung hob sich schon zu Beginn von vielen anderen ab. Während des Prologs wurde auf mit einer Projektion die Vorgeschichte Draculas mit Worten und Bildern gezeigt. Auch später kam diese Technik öfter zum Einsatz.
Das Bühnenbild bestand meistens aus einer großen, verschiebbaren Scheibe, die geöffnet und geschlossen werden und diente als Fenster. Dahinter waren oft projizierte Animationen vom Wetter – meist Regen – zu sehen, aber es diente auch als Zugfenster. Des weiteren wurde das Sanatorium von Dr. Jack Seward durch eine Gummizellen-Wand dargestellt. Für die Zimmerszenen wurde eine große Wand mit Fenster und Tür heruntergelassen. Vervollkommnet wurde das gruslige Flair von den Schatten, die von Darstellern in schwarzen Tüchern dargestellt wurden. Die Bisse wurden immer mit Kunstblut bildlich dargestellt.
Eine besondere Begeisterung löste das Zusammentreffen von Dracula und seinen Widersachern in „zu Ende“ aus, bei dem mehrere Dracula-Schauspieler die übernatürliche Geschwindigkeit Draculas darstellten, indem sie immer an verschiedenen Stellen des Saals auftauchten.
Im Stil der 30er zeigten sich die Kostüme und fügten sich damit passend ein.

Großartige Besetzung

Dracula wurde von Fabian Egli gespielt. Er sang mit volltönender und wandlungsfähiger Stimme seine Partien. Überzeugend spielte er den düsteren, geheimnisvollen Fürsten, der sich in die junge Mina verliebt, zeigte sich zugleich aber auch skrupellos.
Die Frau seines Begehrens wurde von Lisa Habermann verkörpert. Als Mina überzeugte sie mit ihrer Art die intelligente und wohlerzogene junge Frau zu spielen. Lediglich die Liebe und das Verlangen nach Dracula kam etwas plötzlich. Mit mehr Andeutungen zuvor wäre diese Wandlung sicher noch etwas besser nachvollziehbar gewesen.
Jeffery Krueger verkörperte Jonathan Harker. Jung, verliebt und entschlossen – so spielte er den jungen Anwalt, der sich allein auf die Reise nach Transsylvanien macht. Stimmlich überzeugte der Darsteller in dieser Rolle. Mit klarer Stimme meisterte er jede seiner Partien.
Minas Freudin – Lucy Westenraa – wurde von Anna Preckeler gespielt. Mit ihrer angenehm sanften Stimme, die aber auch sehr kräftig werden konnte, passte sie sehr gut in die Rolle. Sie überzeugte als lebensfrohe junge Frau und die Wandlung die Dracula mit seinem Biss in ihr auslöste, war deutlich spür- und sichtbar.
Die Folge von Draculas Diener Renfield wurde von Sabine Töpfer gespielt. Sie spielte Renfields Wahnsinn bestens und auch stimmlich passte sie. Mit ihrer tiefen, etwas männerhaften Stimme fiel es nicht sehr auf, dass diese Rolle mit einer Frau besetzt wurde, was eine wirklich gute Leistung beweist.
Auch der Chefregisseur Cusch Jung stand auf der Bühne. Er spielte Professor van Helsing und mit seiner markanten, etwas rauhen, Stimme passte er hervorragend in die Rolle des Professors. Auch seine Interpretation des ernsten und von der Jagd besessenen Professor van Helsings wirkte authentisch.
Lucys drei Verehrer wurden von Patrick Rohbeck, Radoslaw Rydlewski und Milko Milev auf die Bühne gebracht. Radoslaw Rydlewski überzeugte als junger Sanatorienleiter Jack Seward. Lebenslustig und frech präsentierte sich Milko Milev als Quincey Morris. Lucys Ehemann Arthur Holmwood wurde spröde und verklemmt von Patrick Rohbeck gespielt, wie es für diese Rolle passt.
Als Vampirinnen standen Linda Rietdorff, Nedime Ince und Nathalie Parsa auf der Bühne. Klar, deutlich und passend schaurig spielten und sangen diese ihre Rollen.
Das Ensemble sang ebenfalls deutlich und auch die Rolle des Kindes, gespielt von Hanna Klee, war überzeugend.

Ein schaurig-schönes Erlebnis

Diese Inszenierung hebt sich von vielen anderen Inszenierungen ab und besticht mit einer großartigen Cast. Noch bis zum 17. Juni ist dieses Stück in der Musikalisch Komödie Leipzig zu sehen, bevor es nach einer wohlverdienten Sommerpause am 22. Oktober seine Wiederaufnahme feiert.

Kategorie: Kritiken,Stadttheater

Autor: A. Polifka (12.05.2016)

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