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Vorhang auf, für die Bühne des Lebens! Als Musical-Star im Rampenlicht

Die Welt der Musicals ist fasziniert. Doch was wäre ein Musical ohne seine Darsteller? Der Beruf des Musical-Darstellers ist glamourös, aufregend und hart. Wer Musical-Darsteller werden möchte, muss singen, tanzen und schauspielern können - und das vor einem großen Publikum. Ein Bericht aus dem Musicalalltag eines Darstellers.

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Manuel Lopez mit Vocal Ensemble
Manuel Lopez mit Vocal Ensemble © Hamburg School of Entertainment

Die ersten Schritte – von Laien zum Profi

Bereits in jungen Jahren spielte Manuel Lopez in Opern und Musicalproduktionen. Es war seine Leidenschaft für das Musiktheater, die ihm letztendlich zum Musical brachte. Mittlerweile ist Manuel ausgebildeter Musiktheaterdarsteller und war Hauptdarsteller in einem Familienmusical. Der Weg in Richtung Musicalbühne war lang. Manuel gehörte zu den wenigen Absolventen, die die harte Ausbildung an der Hamburg School of Entertainment durchgehalten haben.

Schon vor seiner Ausbildung hatte er Engagements in kleineren und größeren Musicalproduktionen – spielte unter anderem in “EVITA ,Jekyll&HYDE”, JesusChristSuperstar und hatte schon einige Auditions hinter sich gebracht, die strenge Jury von seinem Können und seinen Qualitäten überzeugt. Doch nicht immer klappt es mit der gewünschten Rolle.

Wer in der Musicalbranche bestehen will, braucht vor allen ein dickes Fell, Disziplin, einen starken Willen und Durchhaltevermögen – gut ist, wer eine gewisse Vorbildung mitbringt. Es ist ein Kampf , um Ansehen und Anerkennung, in dem nicht nur Können alleine zählt.

Es hatte ihn einiges an Kraft und Überzeugung gekostet, doch er sich durchgekämpft. Er hatte sich für diese Richtung entschieden, weil es für ihn der einzige und richtige Weg war, auch wenn er dafür ein ungeregeltes Einkommen, kaum vorhandener Freizeit oder oftmals auch Umzüge für eine neue Rolle in Kauf nehmen muss.  Aber er liebt und lebt für die Bühne, da rücken solche unschöne Dinge in den Schatten.

Der lange und harte Weg auf die Musicalbühne

Manuel Lopez im Jazz-Unterricht

© Manuel Lopez

Die wochenlangen Proben, die oft bis spät Abends dauerten – mehrere Stunden, singen, tanzen und schauspielern – und das täglich harte Training fordert sein Tribut.

Sein Berufsalltag ist bestimmt von ständigen Proben und Aufführungen. Freizeit ist selten geworden. Schon früh morgens steht er in Turnschuhen, Jogginghose und Shirt, in der Halle, wo geprobt werden soll, auch heute werden die Proben wieder bis in den späten Abend andauern. Es war ein langer und harter Weg, den er gegangen war, aber er hatte es geschafft. Vor zwei Jahren hatte er seine Ausbildung an der Hamburg School of Entertainment abgeschlossen. Wer als Musical-Darsteller auf der Bühne stehen möchte, muss sich zuvor einer harten Ausbildung unterziehen.

3 Jahre lange, täglich von morgens bis oft abends, 6 Tage die Woche, verbrachte er seine Zeit in der Musicalschule. Sein Stundenplan war straff – Unterricht in Ballett, Modern, Jazz- und Stepptanz, Einzel – und Ensemblegesang sowie schauspielerische Grundausbildung. Hinzu kamen noch Musiktheorie, Musical – und Theatergeschichte, Bewegungstheorie und unzähige Workshops. Seine Lehrer waren streng und zugleich wohlwollend – sie kritisieren und verbessern, feilen ihn fast bis zur Perfektion. Hier wurde er vorbeitet, auf eine spätere Karriere auf der Musicalbühne.

Wenige Minuten vor dem Auftritt – Sioux-Held Yakari

Nun sind es nur noch wenige Minuten bis zu seinem Auftritt. Sein Puls schlägt höher, das Lampenfieber steigt – gleich ist es soweit, dann wird er wieder als Sioux-Indianerjungen Yakari auf der Bühne stehen. Der Theatersaal füllt sich zusehends, das kann er in der Ecke hinter der farbenfrohen Indianer Kulisse beobachten. Der Saal ist bis ein paar Plätze ausverkauft. Kinder in phantasievollen Indianerkostümen haben neben ihren Eltern Platz genommen.

Ein letzter Blick in Richtung Publikum. Kostüm und Perücke sitzen perfekt – in Gedanken geht er nochmal schnell seinen Text durch. Lange und intersiv hatte er sich auf seine Rolle vorbereitet. Das Intro ertönt. Er betritt die Bühne, es herrscht Stille. Im Licht des Schweinwerfers sind alle Blicke auf ihn gerichtet. Strahlende Kinderaugen schauen ihn erwartungsvoll und neugierig an, sind gespannt drauf, welche Abenteuer ihr Held und seine Freunde erleben werden. Er ist konzentriert und eins mit seiner Rolle. Jetzt heißt es, denken und fühlen wie ein 11jähriger Junge – wie das hatte er auf der Musicalschule gelernt.

Manuel Lopez als Yakari auf der Buehne

© Mathieu Fischesser

 

Erstmals im April 2013 spielte er seine erste Hauptrolle, den Sioux-Indianerjungen Yakari  in der Welturaufführung von YAKARI – Freunde für Leben” in dem von Thomas Schwab selbst komponierten Familienmusical. Mit dem Musical tourte er eine Zeit lang durch Deutschland und Österreich, bis ihn sein nächstes Ziel nach Thun führte. Bei den Thunerseespielen verkörperte er in den Sommermonaten die Rolle des ” Sklaven Mereb” in dem von Elton John und Tim Rice geschriebenen Broadway-Musical AIDA. Bis Ende August war er allabendlich dort als Mereb zu sehen.

Von AIDA zurück nach Deutschland und zu SHREK in den Märchenwald. Ab Oktober 2014 wird er dort als Swing in verschiedenen Rollen sowie in einer Cover Rolle zu sehen sein und auch wenn dies wieder bedeutet, dass er für eine längere Zeit unterwegs sein wird, so gibt es für ihn keinen schöneren Beruf als mit seiner Kunst Freude zu schenken.

 

Kategorie: Allgemein

Autor: N. Hofmann (01.10.2014)

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