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Uwe Kröger und Pia Douwes – Die größten Musicalhits aller Zeiten Kritik

Pia Douwes und Uwe Kröger zwei über Europa hinaus bekannte Künstler, die im letzten Jahr 50 geworden sind. Ihre Wege kreuzten sich zum ersten Mal bei der Welturaufführung 1992 von Elisabeth in Wien. Nun machen sie sich und ihren Fans ein Geburtstagsgeschenk, indem sie mit ihren größten Musicalhits auf Tour sind.

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Pia Douwes und Uwe Kröger
Pia Douwes und Uwe Kröger © Sabine Hauswirth - Music Circus Concertbüro

Ein Abend, zwei Künstler, 100 Jahre Musical

Ihre Wege kreuzten sich 1992 in Wien zum ersten Mal. Eine junge Niederländerin erhält die Rolle der Kaiserin Elisabeth, er verkörpert den Tod: Seit der Welturaufführung des Musicals ELISABETH sind Pia Douwes und Uwe Kröger von den Musicalbühnen nicht mehr wegzudenken. Wie sehr sie ihre Arbeit lieben, zeigt sich an der Menge und Vielfalt der Rollen, die die beiden in den letzten Jahrzehnten gespielt haben. Im vergangenen Jahr feierten beide ihren 50. Geburtstag und nahmen dies als Anlass, mit “100 Jahre Musical – die größten Musicalhits alles Zeiten” auf Tour zu gehen.

Musical1 besuchte die Show bei ihrem Stop im Saarland, die von der Saarlandhalle in den Merziger Zeltpalast verlegt wurde. Das erzeugte zwar eine intimere Atmosphäre, rief jedoch aufgrund der neuen Sitzplatzvergabe nicht nur positive Reaktionen hervor, wenn man zudem noch einen der Zeltpalastpfosten vor der Videoprojektion stehen hatte. Akustisch bietet der Abend jedoch umso mehr. Die achtköpfige Herwig Kratzer Band liefert einen vollen Sound und das Ensemble “gudrun” erfüllt eine weitaus größere Rolle, als die der Backgroundsänger und Lückenfüller. Mithilfe der Loop-Technik erschaffen sie ein neues Musikerlebnis, da sie auch kurze Melodiephrasen selbst einsingen und diese in Schleife gespielt den musikalischen Hintergrund zu ihren Stücken bilden.

Ausgewählte Stücke aus dem Repertoire der beiden Künstler

Pia Douwes und Uwe Kröger haben ein Programm zusammengestellt, das viele Höhepunkte ihrer Karriere widerspiegelt. Über eine solche Auswahl lässt sich immer streiten: Etwa darüber, warum nicht Stücke aus diesem oder jenem Musical oder den 3 MUSKETIEREN, indem beide auch gemeinsam auf der Bühne standen, aufgenommen wurden. Jedoch zeigt diese Auswahl, dass selbst die Höhepunkte aus dem Liedrepertoire der beiden Darsteller das Programm von mehr als einem Abend füllen könnten. Im ersten Akt überwiegen die aktuelleren Produktionen, in denen beide mitspielen. Mit der Ouvertüre der ADDAMS FAMILY und einem umgedichteten “Bist du erst fünfzig/Bist du ein Addams” gelingt beiden in Merzig ein großes Heimspiel, da Uwe Kröger hier den Gomez Addams bei der deutschsprachigen Erstaufführung im August 2014 spielte. Nachhaltig in Erinnerung bleiben auch die drei Stücke aus DER BESUCH DER ALTEN DAME, in dem Claire Zachanassian (Pia Douwes) für zwei Milliarden den unmoralischen Tod ihres ehemaligen Geliebten Alfred Ill (Uwe Kröger) fordert.

Zwei längere Medley-Blöcke würdigen die Meister des Musicals, Andrew Lloyd Webber, in dessen Stücken die beiden unter anderem eine Katze und einen Zug spielten, und das großartige Gespann Michael Kunze / Sylvester Levay, die mit ELISABETH, MOZART und REBECCA einen großen Beitrag zur Bandbreite an Musicals und an Rollen der beiden Künstler beigetragen haben.

Originelle Textumdichtungen und Überleitungen

Zwischen den Gesangsnummern plaudern die beiden über ihr Leben und die Erinnerungen, die man mit 50 Jahren hat. Unterhaltsam, wenn es auch teilweise etwas unspontan wirkt. Origineller sind die Einfälle, Uwe Kröger mit Hilfe der Videoleinwand ein Duett mit Edna Turnblad singen zu lassen, oder Pia Douwes Erfahrungen beim Gassigehen, wenn sie als Killer Queen alias “Grand dame des Musicals” entlarvt wird. Doch Douwes zeigt, warum sie diesen Beititel völlig zurecht trägt. Beeindruckend ihre körperliche Fitness, die sie in “All that Jazz” aus CHICAGO präsentiert; und auch stimmlich scheint sie kaum gealtert zu sein. Jedem Musicalbegeisterten ist sicherlich ihr “Ich gehör’ nur mir” aus ELISABETH im Ohr, das sie heute wie damals sicher und scheinbar mühelos intoniert, während Kröger in einigen Stücken stimmlich sich und die Mikrophontechnik an ihre Grenzen bringt. Jedoch ist es zweifelsfrei für jedes Stück, in dem sie eine Rolle spielen, ein Gewinn, denn die addierten “100 Jahre Musical” der beiden haben Bühnenpräsenz, Reife und Erfahrung hinterlassen. Die Tournee, die noch bis Ende März in deutschen und österreichischen Städten gastiert, bietet Musicalkennern und Fans der beiden einen unterhaltsamen Abend mit einem gelungenen Mix neuer und älterer Bühnenstücke.

Kategorie: Galas,Kritiken

Tags:

Autor: N. Kroj (06.03.2015)

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