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TWISTED – DIE UNERZÄHLTE GESCHICHTE EINES KÖNIGLICHEN WESIRS

Premiere für das Parodie Musical TWISTED –DIE UNERZÄHLTE GESCHICHTE EINES KÖNIGLICHEN WESIRS vom jungen Verein Kangaroo Entertainment im KiP-Theater Kunst im Prückel. Dem durchweg jungen Team gelingt eine starke deutschsprachige Erstaufführung und sorgt für sehr viele Lacher im Premierenpublikum.

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Maximilian Haustein als Ja´far in Twisted
Maximilian Haustein als Ja´far © Verena Funk

Verkehrte Welt

Auf komisch-parodistische Weise erzählt das Musical die Geschichte von ALADDIN aus der Sicht des bisher als Bösewicht bekannten Ja´far. Damit steht es in der Tradition von WICKED, das die Geschichte des Zauberers von Oz aus Sicht der bösen Hexe des Westens Elphaba erzählt. Ja´far (Max Haustein) ist ein ehrlicher und fleißiger Wesir im Magischen Königreich. Auch in Zeiten von Verbrechen und Korruption glaubt er stets an das Gute in den Menschen. Doch alle machen immer nur Ja´far für die schlechten Zeiten verantwortlich. Die naive Prinzessin (Shireen Nikolic) verliebt sich in den sexistischen Dieb Aladdin (Jascha Geber) und zettelt mit dem Nachbarkönigreich Pixar beinahe einen Krieg an. Durch die Erinnerung an seine verstorbene Frau kommt Ja´far auf die Idee, nach der Wunderlampe mit dem Djinn zu suchen, um vielleicht doch noch für alle ein Happy End zu ermöglichen.

Junge Talente

Das junge Team vom Verein „Kangaroo Entertainment“ in Wien ist stark. Die teilweise groteske Parodie der Vorlage haben sie mit viel Fingerspitzengefühl umgesetzt und bringen die Sprüche, Gags und Anspielungen mit der von der Handlung geforderten Ernsthaftigkeit. Auch die abwechslungsreichen Choreographien zielen auf die Lachmuskeln. Besonders Clemens Bauer spielt als Prinz Achmed auf humoristische Weise und schafft es nochmal, das hohe Niveau seiner Kollegen zu toppen. Gesanglich fallen Pamina Lenn als Scheherazade und Shireen Nikolic als Prinzessin positiv auf. Hauptdarsteller Max Haustein passt optisch 100-prozentig zu der Rolle des Ja´far und spielt den gutmütigen Mann, der immer im Königreich an allem Schuld zu haben scheint, liebevoll und authentisch.

Klare Figurensprache

Der Kompanie gelingt es die Figuren klar voneinander abzutrennen und Charaktere zu schaffen, die jeder für sich schon für viele Lacher sorgen: der gutgläubige Ja´far mit seinem treudoofen Blick, die idealistische etwas naive Prinzessin und der notgeile Aladdin wirken so, als wären sie gerade aus einer Disney Comic-Version entsprungen. Dies gelingt auch hauptsächlich durch die stark plakativen Kostüme von Nina Batik. Der Crew gelingt es, hochwertige Musical-Parodie zu bieten und gleichzeitig den Charme der Original-Disney-Vorlage Aladdin beizubehalten. Dafür ist auch maßgeblich das neunköpfige Orchester unter der Leitung von Alexander Rott verantwortlich. Die Musiker sitzen, versteckt von den Sanddünen, mit auf der Bühne im hinteren Bühnenbereich.

Kangeroo Entertainment

Der Verein „Kangeroo Entertainment“, bestehend aus jungen Darstellern, Musikern, Regisseuren, Medientechnikern und Kostümdesignern, hat sich zum Ziel gesetzt, frischen Wind in die Musical-Szene Österreichs zu bringen. Mit der Philosophie, alles aus eigener Hand selbst zu gestalten und das zu einem leistbaren Preis, möchten sie auch Jugendliche und junge Erwachsene für das Musiktheater begeistern. Dabei setzen sie auf Stücke, die gewisse Tabus brechen, faire Preise und Live-Musik anstatt Orchestersound vom Band.

Prominente Unterstützung beim Start

Auch die Musicalstars Ann Mandrella, Drew Sarich und René Rumpold amüsierten sich bei der Premiere im KiP- Theater Kunst im Prückel. Nach dem Schlussapplaus bedankt sich Regisseurin Pamina Lenn sichtlich gerührt und stolz bei ihrem Leading-Team, bei ihren „Kangaroos“ und bei allen Startnext-Crowdfunding-Unterstützern, die das Projekt möglich gemacht haben. Bleibt zu hoffen, dass der junge Verein auch in Zukunft tolle Musiktheater-Shows auf die Bühne bringt.

 Kreativ und Leading Team:

  • Übersetzung: Pamina Lenn
  • Musik: A.J. Holmes
  • Buch: Matt Lang, Nick Lang, Eric Kahn Gale
  • Regie: Pamina Lenn
  • Choreografie: Jascha Geber
  • Musikalische Leitung: Alexander Rott
  • Bühnenbild: Florian Leitinger
  • Kostümbild: Nina Batik
  • Sound-& Lichtdesign: Gabriel Geber

 Besetzung:

  • Ja'far: Max Haustein
  • Prinzessin: Shireen Nikolic
  • Aladdin: Jascha Geber
  • Prinz Achmed: Clemens Bauer
  • Scheherazade: Pamina Lenn
  • Djinn: Hans-Tilmann Rose
  • Wache: Marcel Hess
  • Papagei: Gini Lampl
  • Sklavin: Nina Batik
  • Äffchen: Caroline Docar
  • Hauptmann: Marlies Denk
  • Optimistin: Laura Voith

Orchester:

  • Posaune: Alex Rott
  • Keys: Benjamin Brokke
  • Gitarre/Key2: Max Rott
  • Kontrabass/E-Bass: Gernot Brandt
  • Percussions: Teresa Müllner
  • Sax/Klarinette: Johannes Weichinger
  • Flöte: Katrin Weninger
  • Geige: Felicia Geber
  • Cello: Timna Pfeifer

Die weiteren Spieltermine:

  • Dienstag, 19. April 2016, 19:00 Uhr
  • Mittwoch, 20. April 2016, 19:00 Uhr
  • Donnerstag, 21. April 2016, 19:00 Uhr
  • Freitag, 22. April 2016, 19:00 Uhr
  • Samstag, 23. April 2016, 13:00 Uhr
  • Samstag, 23. April 2016, 19:00 Uhr

Tickets gibt es auf der Homepage von Kangaroo Entertainment.

Kategorie: Allgemein,Kritiken

Tags:

Autor: M. Sommerfeld (19.04.2016)

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