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Theater schauen – und selbst den Preis für die Tickets bestimmen?

Der neue Intendant am Theater Trier, Karl M. Sibelius, wirbelt die beschauliche Theaterszene in Rheinland-Pfalz derzeit ordentlich durcheinander. Viel Neues hat er sich für das Trierer Theater und seine erste Spielzeit ausgedacht, die unter dem Motto "Verrückt Euch" steht. Dazu gehört auch ein fast revolutionäres ökonomisches Konzept: Jeder Theaterbesucher soll selbst entscheiden, was er für seine Eintrittskarte bezahlt.

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Theater Trier
Theater Trier © Stefan Kühn – wikimedia.commons.org

Trier testet das Konzept “Jeder zahlt, was er will”

Bevor sich Musical-Fans jetzt zu früh freuen: Für die Musical-Produktionen am Theater Trier gilt dieses Modell der Preisgestaltung derzeit (noch) nicht. Der Testballon startet zunächst mit der Inszenierung von “Alles bleibt anders”. Im Ein-Personen-Stück steht Sibelius selbst auf der Bühne, zusätzliche Gage muss er sich da nicht zahlen, das macht das Konzept möglich. Ausprobieren möchte Sibelius die individuelle Preisgestaltung auch bei den Tanzproduktionen, wie er Oberösterreichischen Nachrichten mitteilte. Den Zuschauern steht es dann frei, ob sie den regulären Kartenpreis zahlen möchten oder doch nur einen Euro. Ein Ticket soll jeder erhalten. So wolle er sehen, wie viel Eigenverantwortung das Publikum für Kunst übernehmen möchte. Ein ähnliches Bezahlmodell gibt es bereits bei niederländischen Museen, wo es ganz erfolgreich zu funktionieren scheint. Die “jeder zahlt, was er will”-Preisgestaltung für “Alles bleibt anders” ist jetzt die Theater-Premiere des Konzepts.

In der Sparte Oper und Musiktheater sind die Produktionen ein wenig aufwendiger und teurer, deswegen fällt hier weiterhin der reguläre Ticket-Preis an. Fünf Musical-Produktionen stehen für die kommende Spielzeit 2015/2016 an – hier gibt es den Überblick. Das sind deutlich mehr als in den vergangenen Jahren. Um die Sparte Musical noch mehr zu fördern, hat das Theater Trier außerdem zum ersten Mal einen Musical Award für junge Regisseure ausgeschrieben.

Über Karl M. Sibelius

Karl M. Siberius wurde 1969 in Bregenz zur Welt und ist in Kärnten aufgewachen. Er besuchte das Musikgymnasium in Klagenfurt und studierte anschließend am Wiener Konservatorium Schauspiel und Gesang. Er machte außerdem seinen Master of Arts in Peace and Conflict Studies an der European Peace University, einen Abschluss als akademischer Kulturmanager an der Universität Wien und einen Master of Art Administration an der Universität Zürich. 1992 erhielt er ein Engagement am Linzer Landestheater und stand dort für zahlreiche Schauspiele, Operetten und Musicals auf der Bühne. Schnell avancierte er zum Publikumsliebling. In Linz blieb er bis 2012, dort wurde er auch Doktor der Philosophie in „Orchestra Projects – Instruments of Social Change“ an der Kunstuni. 2012 ging es für ihn als Intendant ans Theater an der Rott im niederbayerischen Eggenfelden.

Kategorie: Stadttheater

Autor: S. Gerdesmeier (20.07.2015)

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