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THE SCARLET PIMPERNEL begeistert Chemnitz

Am 15. Oktober 2016 feierte DAS SCHARLACHROTE SIEGEL (THE SCARLET PIMPERNEL) Premiere im Chemnitzer Opernhaus. Sofortige Standing Ovations zeugten von der Begeisterung des Publikums. Die großartige Cast, passende Kostüme und die fesselnde Handlung begeisterten mit Ernsthaftigkeit und Witz das Chemnitzer Publikum.

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Szene Verwirrspiel
DAS SCHARLACHROTE SIEGEL ©Theater Chemnitz

Britischer Charme und französisches Temperament begeistern das Chemnitzer Publikum

Am 15. Oktober 2016 hob sich der Vorhang für die Premiere von DAS SCHARLACHROTE SIEGEL oder auch bekannt als THE SCARLET PIMPERNEL. Die großartige Show honorierten die Zuschauer mit Standing Ovations, kaum dass sich der Vorhang schloss.

Privatkrieg gegen die Revolution

In Frankreich tobt die Revolution, in der viele Adlige und Revolutionsgegner exekutiert werden. Dem Ganzen sagt der Scarlet Pimpernel den Krieg an. Der Adlige Sir Percy Blakeney befreit mit seinen Freunden unter dem Decknamen des Scarlet Pimpernel auf abenteuerliche Weise Franzosen vor der Guillotine. Der Inspektor Chauvelin wird von Robes Pierre mit der Suche und Ergreifung des Scarlet Pimpernels beauftragt. Ein wichtiges Bindeglied stellt Marguerite dar, die einst die Geliebte von Chauvelin war und nun die Frau von Sir Percy Blakeney ist. Ein Katz- und Maus-Spiel entbrennt, das alle an die eigenen Grenzen bringt.

Eingängige Melodien

Frank Wildhorn ist einer der bekanntesten Musical-Komponisten und auch THE SCARLET PIMPERNEL besticht mit eingängigen und abwechslungsreichen Melodien. Vom Tango, über gefühlvolle Balladen bis zu schnellen, prägnanten Songs ist alles dabei. Die Musik fand schnell großen Anklang beim Publikum und das zurecht.

Stimmige Atmosphäre

Die Kostüme von Christof Cremer passten hervorragend zur Story. Besonders die prächtige Kleidung des Adels. Das Bühnenbild war etwas schlichter gehalten. Die verschiedenen Räume wurden durch unterschiedlich gemusterte Wände dargestellt. Die Ortssprünge wurde durch kleine Flaggen von Frankreich und Großbritannien verdeutlicht. Einzelne Requisiten wie Guillotine, Karren, Brücke oder Zäune brachten die einzelnen Szenen zur Geltung.
Licht-, Bühnen- und Tontechnik funktionierten reibungslos und machten das Stück zu einem Genuss. Die Choreographie von Jochen Schmidtke, einstudiert durch Merle Große-Tebbe und Jean-Loup Fourure (Fechtchoreographie), war stimmig und durchaus passend.

Hervorragende Cast

Die Besetzung in diesem Stück offenbarte sich als überaus passend gewählt.
Veit Schäfermeier spielte Sir Percy Blakeney. Er spielte ihn mit einem passenden Mix aus Ernsthaftigkeit und Witz. Des Öfteren sorgte er für den ein oder anderen Lacher im Publikum. Besonders gut passte seine recht sanfte Stimme zu den gefühlvollen Balladen, jedoch bewies er auch Enthusiasmus und Energie bei Liedern wie „Mitten ins Feuer hinein“. Veit Schäfermeier ist unter anderem bekannt aus LES MISÉRABLES im Theater des Westens, TANZ DER VAMPIRE in Berlin oder von der Uraufführung von ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK. Mit mehrfachen Inszenierungen von JEKYLL & HYDE, in denen er die Titelrolle inne hatte, konnte er bereits Erfahrungen mit einem von Frank Wildhorns Musicals sammeln.
Für die Rolle des Chauvelin konnte das Theater Chemnitz Alexander Franzen gewinnen. Dieser passte mit seiner etwas härter klingenden Stimme sehr gut in diese Rolle und bewies auch eine sehr deutliche Artikulation, wodurch der Text sehr gut verständlich war. Er konnte mit Liedern wie „Falke auf der Jagd“ sehr überzeugen, doch auch den leidenschaftlichen Song „Das Mädchen von früher“ präsentierte er völlig authentisch und mit überraschend viel Gefühl. Alexander Franzen stand bereits auf vielen deutschen Bühnen, wie zum Beispiel die der Staatsoperette Dresden, Staatstheater Hannover, Trier, Essen, Gelsenkirchen und andere. Er spielte Bobby bei COMPANY in Bielefeld und den Kinderfänger bei der deutschen Erstaufführung von TSCHITTI TSCHITTI BÄNG BÄNG.
Die Rolle von Marguerite Saint-Just wurde von Stefanie Köhm verkörpert. Überzeugend gab sie die glücklich verliebte Frau, die von dem Verhalten ihres Mannes verletzt und von ihrem früheren Liebhaber zunehmend unter Druck gesetzt wird. Mit ihrer klaren Stimme meistert sie alle Partien bravourös. Vor allem „Sehe ich dich an“ und „Verwirrspiel“ sang sie sehr überzeugend. Stefanie Köhm war zuvor als Svetlana in CHESS in Chemnitz zu sehen. Sie spielt aktuell auch Aretha/Pinguintante bei BLUES BROTHERS in Mannheim.
Thomas Klotz, der bereits bei vielen Stage-Produktionen wie TANZ DER VAMPIRE, MAMMA MIA und DER SCHUH DES MANITU mitwirkte, spielte authentisch den jungen, heißblütigen Armand Saint-Just. Er überzeugte vor allem in dem Duett „Du bist mein Halt“ mit seiner Schwester Marguerite.
Auch Percys Freunde – gespielt von Frank Bahrenberg, Philipp Dietrich, Johannes Brüssau, Thomas Mäthger, Christoph Apfelbeck und Andreas Goebel – konnten überzeugen und gewannen mit „Die Erschaffung des Mannes“ die Herzen des Publikums.
Sylvia Schramm-Heilfort mimte die furchtlose und starrsinnige Marie Grosholtz perfekt.
Das Ensemble sang deutlich und ergänzte mit den verschiedensten Rollen das Geschehen.

Ein wiederholenswerter Abend

Die Begeisterung des Publikums wurde durch sofortige Standing Ovations deutlich zum Ausdruck gebracht und das zurecht. Das Stück war eine ausgewogene Mischung aus Witz und Ernst mit eingängigen Melodien und einer fabelhafter Umsetzung. THE SCARLET PIMPERNEL in Chemnitz ist empfehlenswert und ein Muss für jeden Musical-Fan.

Kategorie: Kritiken,Stadttheater

Autor: A. Polifka (19.10.2016)

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