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THE ADDAMS FAMILY – Premiere im Berliner Admiralspalast

THE ADDAMS FAMILY ist noch einmal ihrer Gruft entstiegen, um dem Publikum im Berliner Admirlaspalast das witzige Gruseln zu lehren. THE ADDAMS FAMILY feierte am 19.Mai 2017 eine fulminante Premiere im Berliner Admiralspalast. Auch wir von Musical1 waren zum Dinner bei den Addams geladen und durften an ihren Sorgen, Nöten und Problemen teilhaben. Ein wunderbarer "Familienabend" - und so idyllisch...

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The Addams Family
The Addams Family © musik-theater.de

7 plus ein Zehntel sind THE ADDAMS FAMILY

Musical1 hatte die große Ehre, in das Haus der ADDAMS FAMILY, einer wahrhaftig nicht alltäglichen Familie, eingeladen gewesen zu sein. Ein gemütliches Heim, das sofort den exzellenten Geschmack seiner Bewohner kundtut. “Bist Du ein Addams, so sei es von Herzen und Gestalt”.

Bekanntermaßen umfasst der Haushalt der ADDAMS FAMILY sieben plus ein Zehntel Personen, die der Vollständigkeit halber hier Erwähnung finden sollen: Morticia Addams, die Hausherrin , Gomez Addams, ihr liebender Gatte und Hausherr, Onkel Fester Addams, Tochter Wednesday Addams, Sohn Pugsley Addams, Grandma, Butler Lurch, das Eiskalte Händchen (die 1/10tel Person). Womit wir schon fast mitten in der Geschichte (oder dem Dilemma?) angekommen sind.

Aus Kindern werden Leute – auch bei THE ADDAMS FAMILY

Nun, Kinder bleiben zwar immer Kinder, aber sie werden doch irgendwann erwachsen. Es kommt wie es kommen musste, Tochter Wednesday (Henriette Schreiner) traf ihren „Traumprinzen“ Lucas (Benedikt Ivo), und es funkte zwischen den beiden, sie wollen heiraten. Das Problem: WIE sagen wir's den Eltern? Wie sollen sich die ungleichen Familien kennen lernen? Spießer treffen auf – beschreiben wir es milde – irgendwie Andersgelagerte.

Es muss zunächst einmal Vater Gomez (Uwe Kröger) als Geheimnisträger herhalten, nachdem sich Wednesday ihm anvertraut hat. Nicht ohne ihrem Vater das Versprechen abzuringen, Stillschweigen gegenüber der Mutter (Edda Petri) zu bewahren. Der doch so typische Konflikt Väter und Töchter gegen die Mutter steht im Raum. Morticia würde dem Plan zu einem gemeinsamen Kennenlerndinner beider Familien im Hause der Addams niemals zustimmen, wenn sie vom Vorhaben ihrer Tochter erfahren würde. Sie würde alles verderben.

Ein Dinner mit Witz, Charme und einer doch so klaren Aussage

Kurzerhand wird im Streichelzoo von Wednesday mal der Hauptgang des Dinners, ein Kaninchen, mit der Armbrust erlegt, die Getränkefrage wird fix geklärt, nur über den Fortgang des Abends mit kompatibler Unterhaltung für beide Familien ist man noch strittig. Es sollen Familientraditionen gepflegt werden, also entschließt man sich, das Spiel zu spielen.

Für jeden Zuschauer ist spätestens jetzt völlig klar, dass sich hier Verwicklungen, Verwirrungen, Emotionen, Situationskomik, Lösungsansätze der skurillsten, komischsten und, wen wundert es, der normalsten Art ergeben werden.

Eine völlig “normale” Familie?

Die Schwiegereltern in spé, Familie Beineke: Vater Mal (Andreas Zaron), verstaubter Oberspießer aus Ohio mit Flower-Power-Vergangenheit. Seine Gattin Alice (Franziska Becker), mit Harmoniesucht und positivem Denken reimt sie sich durch ihren Tristen Ehe- und Lebensalltag.  Dann wäre da noch ihr Sohn Lucas, Wednesdays große und einzige Liebe. Verwöhnt von der Mutter und gedrillt vom Vater, träumt er von einer beruflichen Zukunft als Pathologo, einer Ehe mit Wednesday, die er einsperren möchte, und von seiner Spontanität, über die er erst einmal nachdenken muß.

Treffen hier wirklich Spießer auf Andersgelagerte, oder einfach nur normale Skurilität auf noch normalere Skurillität?

Jede Liebe und Neigung hat ihr Recht auf Existenz. Onkel Fester Addams (Oliver Mühlich) und Pugsley (André Haedicke) können und werden hiervon ein Lied singen.

Der spaßige Horror beginnt. THE ADDAMS FAMILY lädt zum Dinner und zum Spiel

Hier möchten wir nicht allzuviel verraten und allen die Gelegenheit geben, sich auf ein wunderbares Musical zu freuen. Ein Musical, dessen Inhalt vielleicht im Nachhinein zum Überlegen anregt. Was ist normal, was ist skuril, gibt es überhaupt einen Unterschied?

Ein Stück, in dem man sich wahrlich fallen lassen kann, da wir alle schon einmal die gleichen oder ähnliche Gefühle und Situationen durchlebt haben. Einmal mehr wird uns vor Augen geführt, dass das Anderssein oder Andersleben nichts mit gut oder schlecht, schrill und schräg zu tun hat, sondern von unserer Gesellschaft einfach nur etwas mehr Mut und eine offenherzigere Toleranz einfordern sollte.

Wir von Musical1 sind bei der Premiere dieses Stück ins Schwärmen geraten, zumal Butler Lurch (Gerhard Karzel) am Schluß das Publikum noch völlig fasziniert und dem Ganzen das i-Tüpfelchen gibt.

Perfekte Besetzung – Cast mit Klasse

Die Rollen sind optimal besetzt, allen voran Uwe Kröger als Gomez Addams. Seine mit spanischem Akzent durchsetzte Aussprache, seine Haltung, Bewegungen, Tanz und Gesang haben uns mehr als überzeugt, dass er in dieser Rolle „zu Hause“ ist. Die Darstellung seiner unverbrüchlichen, unendlichen, nie endenden Leidenschaft und Liebe zu seiner angebeteten Morticia ist ihm wie auf den Leib geschrieben. Herrlich!!

Edda Petri: JA..sie IST Morticia, die Kühle, Überlegene, mit der brodelnden Glut im Innern, gar keine Frage. Hier passt ebenfalls alles.

Tochter Wednesday (Henriette Schreiner) ist kraftvoll und hat Durchsetzungsvermögen, Wednesday kann überzeugen.

Mit Fester Addams (Oliver Mühlich) haben wir gelitten, geliebt und abgehoben zur Vereinigung – herzerwärmend und ein wundervolles starkes Spiel.

Wednesdays kleiner Bruder Pugsley (André Haedicke), das energiegeladene kleine Monster zeigte überzeugend, die verletzliche Seite, die Verlustangst um die Schwester.

Nicht zu vergessen sei noch die unvergleichliche Grandma (Petra Lamy), die Großmuter der ADDAMS FAMILY! Ist sie das wirklich? Niemand weiß mehr genau, wann sie kam und ob sie überhaupt zur Familie gehört. Sie selber schon gar nicht. Eine wunderbar überzogene Darstellung der Problematik des Altwerdens.

Auch Familie Beineke wurde optimal mit tollen Darstellern besetzt. Hervorzuheben Franziska Becker (Alice Beineke) in ihrer Wandlung vom Hausmütterchen zum …. lasst Euch überraschen.

Glückwunsch allen, die Berlin genießen können

Alles in allem ein wundervoller, herzerfrischender Abend im Berliner Admiralspalast. Es war wunderbar, dass THE ADDAMS FAMILY noch einmal aus ihrer Gruft gestiegen ist und uns eingeladen hat, an ihren Problemen teilzuhaben. Ein witziges, mit schwarzem Humor, skurrilen Akzenten getränktes Stück. THE ADDAMS FAMILY eben.

Das Stück ist leider nur noch bis Samstag , den 21.5.2017 im Berliner Admiralspalast zu sehen und kehrt dann vom 25. bis 29. Oktober 2017 nach Wien zurück. Wer noch die Zeit hat: unbedingt vorbeischauen. Tickets derzeit nur noch an der Theaterkasse im Admiralspalast erhältlich.

Kategorie: Kritiken,Tour Musicals

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Autor: I. Marquardt (19.05.2017)

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