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Schatzsuche in Fulda geglückt. Das Musical: “Die Schatzinsel”

Das Schlosstheater Fulda und die Spotlight Musicalproduktion sind spätestens seit der Uraufführung von dem beliebten Musical "Die Päpstin" im Jahr 2011 bekannt. In diesem Jahr ist allen Beteiligten ein weiteres Meisterwerk geglückt. Mit der Idee, ein Musical aus dem Roman "Die Schatzinsel" zu erschaffen, befassten sich Dennis Martin und Peter Scholz (Geschäftsführer der spotlight musicals GmbH) schon seit einigen Jahren. Dass sich das Warten auf dieses Musical gelohnt hat, steht außer Frage.

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Die Schatzinsel Logo
Die Schatzinsel Logo © Spotlight Musicals

Piraten erobern das Schlosstheater in Fulda

Freiheit, Unabhängigkeit, Macht, Mut, Grenzenlosigkeit und die Sehnsucht seine Träume zu verwirklichen. Das alles sind Themen, die in dem Musical “Die Schatzinsel” verarbeitet sind. Jedoch würde man nur einige dieser Begriffe sofort mit Piraten in Verbindung bringen. Aber genau diese Eroberer der Meere sind Vorlage für das Musical. Die Geschäftsführer der Spotlight Musicalproduktion, Dennis Martin und Peter Scholz, haben den Abenteuerroman “Die Schatzinsel von Autor Louis Stevenson in ein Musical verwandelt. Mehrere Jahre haben sie sich mit der Umsetzung beschäftigt und nun endlich alle Hindernisse überwunden.
Da der Roman keine Liebesgeschichte beinhaltet, sind sie neue Wege gegangen und haben das Buch mit der Biografie des Autors verbunden. Sie haben somit ein einzigartiges Musical geschaffen, dem es an nichts fehlt. Großartige Darsteller mit starken Stimmen und ausdrucksvollem Schauspiel. Als Aufführungsort dient das Schlosstheater in Fulda, welches spätestens seit der Uraufführung von “Die Päpstin” im Jahr 2011 in aller Munde ist. Fulda und die Spotlight Musicalproduktion sind mittlerweile dafür bekannt, Musicals auf hohem Niveau auf die Bühne zu bringen. “Die Schatzinsel” können sie mit gutem Gewissen auf diese Liste setzen.

Die Schatzinsel - das Ensemble

Claudius Ruppel & Norbert Lamla© Spotlight Musicals

Durch Videoprojektionen und einem gut durchdachten Bühnenbild gelingt es, das Leben von Louis Stevenson und die Piratengeschichte gleichzeitig auf die Bühne zu bringen. Während sich das Publikum auf der einen Seite der Bühne noch in Edinburgh befindet und der Geschichte von Louis’ Vater lauscht, tauchen auf der anderen Seite schon unheimliche Piraten auf und erobern die Bühne. Alles greift wie Zahnräder ineinander, wodurch die teilweise schnellen Szenen – und Realitätenwechsel hervorragend funktionieren und keineswegs irritierend wirken.

 

Auf der Suche nach Freiheit

Louis Stevenson träumt von einem Leben als Schriftsteller, ohne Grenzen und Vorschriften. Er möchte seinen Herzenswunsch verwirklichen. Doch davon abgesehen, dass sein Vater Anderes für ihn geplant hat, ist er mit seinen Geschichten noch nicht sehr erfolgreich gewesen. Bei dem Versuch, seine Träume zu verwirklichen, trifft er auf

Friedrich Rau und Claudius Ruppel

Friedrich Rau & Claudius © Spotlight Musicals

Fanny Osbourn und ihrem Sohn Lloyd. Louis fängt an, ihm eine Piratengeschichte zu erzählen. Die Beiden flüchten immer wieder in die Fantasiewelt, während sich Louis und Fanny näher kommen. Alles scheint für einen Moment perfekt zu sein. Louis lebt das Leben, welches er sich herbeigewünscht hat. Da Fanny jedoch noch verheiratet ist, ziehen sie Konventionen und Unsicherheit zurück nach San Francisco. Louis verliert die Kontrolle und hadert von Neuem mit sich und seinem Schicksal.

In der Fantasiewelt suchen Piraten wie Long John Silver und Billy Bones derweil nach dem Schatz des toten Kapitäns und würden alles dafür geben, ihn endlich zu besitzen. Während die Realität von Vorschriften und Grenzen bestimmt wird, ­herrscht hier ­das Gesetz der Meere und die unendliche Freiheit.

Erstklassige Darsteller in Doppelrollen

Friedrich Rau beweist eine große darstellerische Bandbreite indem er, den nach Freiheit strebenden, Louis Stevenson, den mitfühlenden Dr. Levesey und den verrückten Ben Gunn verkörpert. Dieses stellt er hervorragend in dem Szenenwechsel zur Schau, in dem er als Louis von Fanny zurückgewiesen wird und zu Ben Gunn wird. Er reißt sich die Zurückhaltung wie eine Maske vom Gesicht und mutiert in den zurückgelassenen und rachesüchtigen Piraten. Auch mit seiner kräftigen Stimme überzeugt Friedrich Rau.

Anna Thorén als Fanny

Anna Thorén © Spotlight Musicals

Anna Thorén ist ein weiteres Highlight des Musicals. Durch ihre sanfte und ruhige, aber bestimmte Darstellung der Rollen Fanny Osborne und Mrs Hawkins, überzeugt sie das Publikum. Mit ihrer klaren und starken Stimme bringt sie viel Gefühl mit auf die Bühne. Den Kampf mit dem Druck der Gesellschaft, den Fanny mal mehr und mal weniger gewinnen kann und die dadurch resultierende Verzweiflung ist in Annas wunderbaren Mimik und Gestik wieder zu finden.

Weitere wichtige Personen sind die drei Kinderdarsteller, die die Rollen des Lloyds, Jim und Louis als Kind übernehmen. In der besuchten Vorstellung spielte Claudius Ruppel. Er steht in vielen Szenen auf der Bühne und beweist dadurch absolutes Durchhaltevermögen und Professionalität. Er harmoniert perfekt mit den erwachsenen Darstellern und seine schauspielerischen und gesanglichen Fähigkeiten sind einwandfrei. Es bleibt nur zu sagen, dass mit ihm eine sehr gute Wahl getroffen wurde.

Des Weiteren sind Andreas Lichtenberger, Frank ­Logemann und Norbert Lamla hervorzuheben. Lichtenberger verkörpert die Piraten Käpt’n Flint und ­Long John Silver. Silver ist der Typ Pirat, den sich jeder vorstellt, wenn man an Piraten denkt. Durch das Outfit und seinen langen Haaren wird man unweigerlich an Johnny ­Depp’s Käpt’n Jack ­Sparrow erinnert. Silver verfolgt sein Ziel, den Schatz zu finden und scheint keine Rücksicht auf Verluste zu nehmen. Er lügt und betrügt, wie es sich für einen Piraten gehört, dennoch scheint er ein Fünkchen Nettigkeit in sich zu haben. Andreas Lichtenberger spielt die Rolle mit viel Witz und erhält dadurch Sympathiepunkte des Publikums. Frank Logemanns Billy Bones bringt mit seinem fabelhaften Schauspiel viel Humor in die Szenen und sorgt somit für einige Lacher im Theatersaal. Norbert Lamla spielt den strengen Vater und Kapitän Smollett. Mit seiner ausdrucksvollen und kraftvollen Stimme, so wie mit seiner harten Schale, spiegelt er den Druck der Gesellschaft wieder. Er beweist jedoch auch, dass jede harte Schale einmal brechen kann.
Das gesamte Ensemble des Musicals bringt mit eindrucksvollen Tanzdarbietungen und potenziellen “Ohrwürmern” viel Schwung in das Stück.

Ein weiterer Erfolg für Fulda

Die Schatzinsel - das Ensemble

Die Schatzinsel – das Ensemble © Spotlight Musicals

Das Musical spielt in der Vergangenheit, thematisiert jedoch ein Problem, welches viele Menschen heutzutage beschäftigt. Riskiert man es seine Träume zu verwirklichen und enttäuscht zu werden, oder folgt man den Erwartungen, die die Gesellschaft und andere Menschen an einen stellen? Es zeigt uns, dass der Drang nach Freiheit groß ist und man immer seinem Herzen folgen sollte.
Zu bedauern ist nur, dass das Musical im nächsten Jahr nicht noch einmal auf die Bühne gebracht wird. Daher sollte jeder, der noch die Chance hat, das Musical “Die Schatzinsel” zu sehen, diese auch ergreifen. Bis zum 16. August wird das Musical noch in Fulda aufgeführt.

Kategorie: Kritiken,Stadttheater

Tags:

Autor: S. Müller (11.08.2015)

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