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Sabrina Weckerlin Interview – Musical1 Podcast 50

Sabrina Weckerlin stammt aus dem Schwarzwald. Im Jahr 2003 begann sie ihre Ausbildung an der Joop van den Ende Academy in Hamburg – und spielte schon bald darauf in ihrer ersten großen Musical-Produktion. Seitdem ist sie von den Musical-Bühnen in Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht mehr wegzudenken. Mit Musical1 spricht Sabrina Weckerlin über ihre Karriere.

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Sabrina Weckerlin

Große Musical-Rollen schon während der Ausbildung

Zum Zeitpunkt unseres Interviews bereitet sich Sabrina gerade auf ein neues Konzert vor und muss 20 ABBA-Songs vorbereiten. Dennoch fand sie Zeit, Christian Demme einige Fragen zu beantworten. Ihr Studium verdankt Sabrina Weckerlin einem Wettbewerb: Sie wurde „jüngste Hiphop- und Jazzdancelehrerin“ Deutschlands, ihre Ausbildung an der Joop van den Ende Academy wurde daraufhin zum Teil von der Zeitschrift BRAVO finanziert. Sabrina war Schülerin im ersten Jahrgang der damals brandneuen Musical-Schule. Was das Musical-Studium bedeuten würde, war ihr zu Beginn noch gar nicht klar: „Erst im ersten Studienjahr habe ich mich überhaupt zurechtgefunden und habe erst realisiert, was das bedeutet, für welchen Beruf ich mich eher zufälligerweise entschieden habe,“ erklärt sie. Noch im ersten Studienjahr erhielt sie mit zwei anderen Schülerinnen die Chance, sich für ein Musical von Stage Entertainment vorzustellen. Sabrina sang für die Rolle der Constanze in 3 MUSKETIERE vor. Damit, diesen Part tatsächlich zu erhalten, rechnete sie nicht. Tatsächlich wurde sie auch erst nicht genommen und musste ihr Talent noch in einigen weiteren Castings beweisen. Doch dann stand sie bereits während ihres zweiten Studienjahres auf der Bühne des Stage Theater des Westens in Berlin. Sabrina bestand darauf, auch während des Musical-Engagements ihre Ausbildung fortzusetzen. Ihren Abschluss machte sie dann, als sie in Hamburg gerade für DIRTY DANCING auf der Bühne stand.

Auf den Leib geschriebene Rollen

Ein Lieblings-Musical unter ihren bisher gespielten Produktionen hat Sabrina Weckerlin nicht. „Ich bin sehr begeisterungsfähig – super sind natürlich Sachen, die man selber kreieren kann,“ meint sie. Eine dieser Rollen war ihre Titelrolle in ELISABETH – LEGENDE EINER HEILIGEN. „Das ist etwas, was mich als Künstlerin unglaublich begeistert, wenn ich von Anfang an dabei sein darf.“ Die Songs des Musicals wurden teilweise eigens für Sabrinas Stimme geschrieben; sie arbeitete eng mit dem Komponisten zusammen und probierte mit ihm gemeinsam verschiedene Dinge und Harmonien aus. So etwas ist im Musical-Business nicht selbstverständlich und Sabrina betrachtet es als großes Geschenk.

Die Titelrolle spielte Sabrina Weckerlin auch im Musical DIE PÄPSTIN, zum ersten Mal bei der Uraufführung 2011 und auch in den drei Folgejahren. Auch bei diesem Musical war sie von Anfang an in die Entstehung von Szenen und Texten involviert. Beim kompletten Arbeitsprozess dabei zu sein, empfand sie als sehr spannend und sie schätzte es sehr, die Freiheit zu haben, der Johanna ihren eigenen Stil zu geben. Auch weiteren Spotlight-Produktionen war Sabrina dabei. In diesem Jahr wird sie allerdings nichts beim Musicalsommer in Fulda zu sehen sein. Das hat keine besonderen Gründe, erklärt sie. Es habe terminlich nicht geklappt und nach vier Jahren in Folge auf der Fuldaer Bühne hat sie sich nun für etwas anderes entschieden.

Ebenfalls zu sehen war Sabrina als Morgana in ARTUS EXCALIBUR in St. Gallen. Das Theater in St. Gallen hat sie sehr begeistert, vor allem durch seine professionellen und herzlichen Mitarbeiter. „Es ist eine ganz tolle, herzliche Atmosphäre, ich fühle mich dort sehr wohl.“ Mit ARTUS kam sie zum ersten Mal bereits 2011 in Berührung: Damals traf sie den Komponisten Frank Wildhorn, der ihr anbot, für sie die Rolle der Morgana zu schreiben. Das klappte dann schließlich auch. Sabrina liebt diese Rolle sehr, da sie hier auch einmal ein bisschen böse sein darf. Es mache ihr großen Spaß, einen Part zu spielen, der so weit von ihrer Persönlichkeit entfernt sei.

Sabrinas kommende Projekte

Derzeit studiert Sabrina nicht nur ABBA-Songs ein, sondern probt auch für BUSSI – THE MUNICAL, ein Comedy-Musical von Thomas Hermanns, das bald in München Premiere feiert. Außerdem arbeitet sie noch an anderen Projekten, über die sie derzeit aber noch nichts verraten darf. Ankündigen kann sie derweil schon, dass sie in drei Konzerten im Legoland Günzburg zu sehen und hören sein wird. Dort steht sie mit Alexander Klaws auf der Bühne, mit dem sie 2004 den Chart-Erfolg „All I Ever Want / Alles“ aufnahm. Ein weiteres Konzert singt sie mit Laith Al Deen, den sie schon seit Jugendzeiten verehrt.

Sabrina ist immer wieder überrascht, wenn Fans von sehr weit her anreisen, um sie auf der Bühne zu sehen. Sie versucht auch immer, sich an der Stagedoor Zeit für ihre Fans zu nehmen und jedem gerecht zu werden. Über Geschenke freut sie sich wahnsinnig. Doch auch mit Neidern hat Sabrina schon Erfahrungen gemacht. „Ich denke, dass jeder schon mal mit Neid in Berührung gekommen ist, auch mit Neid, den man selber empfunden hat,“ erklärt sie. Sabrina versucht, ihren Neid positiv umzulenken: Wenn sie jemanden ganz toll findet, versucht sie, zu schauen, was sie sich abgucken und was sie davon lernen kann. In gewisser Weise kann sie Neider auch verstehen, da der Wettbewerb um Rollen sehr hart ist und alle Darsteller in den Casting-Prozess viel Herzblut legen.

Bei den Musical1 Musicalwahlen 2014 wurde Sabrina Weckerlin auf Platz 3 der beliebtesten Darstellerinnen gewählt. Nicht die erste Auszeichnung, die sie bekommen hat. Über solche Preise freut sie sich natürlich – jeder sei schließlich glücklich, wen er etwas von seinen Fans zurückbekommt. „Ich finde es toll, wenn ich Leute mit meiner Arbeit begeistere. Das ist auch mein Ansporn,“ erklärt sie.

In ihrer knappen Freizeit freut sich Sabrina, wenn sie einfach mal auf der Couch sitzen und fernsehen kann. Außerdem geht sie gerne ins Kino. „Ein schöner Tag ist für mich, wenn ich schön frühstücken gehe, dann schwimmen gehe, und dann schön Essen und vielleicht noch ins Kino.“

Kategorie: Podcast

Autor: C. Demme (16.05.2015)

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