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REBECCA frenetisch gefeiert

Am 21.07.2017 gab es die dritte Premierenvorstellung der Saison in der Festspielstadt Tecklenburg: REBECCA. Bei gutem Wetter sank die Sonne über der Burgruine und untermalte die Stimmung des Abends. Diese im Publikum als „gut“ zu bezeichnen, wäre eine komplette Untertreibung. Kaum dass der letzte Ton verklungen war, wurde die Inszenierung langanhaltend und lautstark gefeiert.

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© Andre Havergo

REBECCA

“REBECCA”  – das ist kein „Gute-Laune-Stück“, die Lieder sind keine „Top-10-Hits“ einer Band oder eines bekannten Interpreten. Im Gegenteil: zuweilen düster, wird in dem Stück eine bis zuletzt recht spannende Geschichte erzählt. Ein einfaches, naives Mädchen heiratet den Adligen, Mr de Winter. Dessen Frau Rebecca ist ein Jahr zuvor bei einem mysteriösen Schiffsunfall gestorben.  Die Haushälterin des Anwesen, Mrs Danvers, macht aus ihrer Abneigung gegenüber der neuen Mrs de Winter keinen Hehl, vergötterte sie doch Rebecca über alles. Im Verlaufe der Geschichte kommt man  mehreren dunklen Geheimnissen auf die Spur, die in einem feurigen Finale aufgedeckt werden.

Namhafte Darstellerriege

Mrs. van Hopper (A. Welte) und Ensemble© Andre Havergo

Radulf Beuleke hat auch in diesem Jahr viele bekannte Darsteller verpflichtet, die vielfach bereits in den letzten Jahren in Tecklenburg gespielt haben.

Das Führungstrio Milica Jovanovic, Jan Ammann und Pia Douwes bekam immer wieder lautstarken Szenenapplaus, teilweise mit Standing Ovations. Es war eine Freude, der Entwicklung des Ichs und der Steigerung der Wahnhaftigkeit der Mrs Danvers zuzusehen. Anne Welte (Mrs van Hopper) erntete ebenfalls viele Lacher und Applaus durch ihre überzeugende Darbietung der sich selbstüberschätzenden Amerikanerin.

Das gesamte Ensemble zeigte eine herrliche Spielfreude. Die Darsteller agierten stimmig miteienander – egal ob Duett oder große Ensemblenummer.

“ICH” (M. Jovanovic) und Bee (R. Valentini) © Andre Havergo

Neuinszenierung des Levay und Kunze Stücks

Basierend auf dem 1938 erschienen Roman von Daphne du Maurier und der bekannten  Hitchcocks Verfilmung von 1940, schrieben Sylvester Levay (Musik) und Michael Kunze (Text) („ELISABETH“, „MOZART“, ) das Musical. 2006 wurde das Musical in Wien uraufgeführt. Es folgten Produktionen in St. Gallen und Stuttgart. Die in Tecklenburg gezeigte Fassung ist eine Neuproduktion, die zugleich auch die erste Open-Air-Version des Stückes ist.

Neu waren hierbei mehrere Liedtexte und vor allem die „Schatten der Nacht“. Andreas Gergen (Regie) und Danny Costello (Choreografie) haben hierbei Ideenreichtum gezeigt und das Ensemble um ebendiese Schattenfiguren ergänzt. Mal werden sie als Hilfe bei Umbauten eingesetzt; hier wirken sie teilweise störend auf den Betrachter. Grandios jedoch ist der Einfall zu bezeichnen, die Schatten das gesungene Wort der Darsteller tänzerisch und schauspielerisch umsetzen zu lassen. So wird beispielsweise der „Unfall“ Rebeccas im Bootshaus visualisiert, ebenso wie die Vergötterung „Rebeccas“ durch Mrs. Danvers. Die musikalische Leitung hat Tjaard Kirsch. Er scheint gediegener durch die Orchestrierung zu führen, als dies in Wien und Stuttgart der Fall gewesen ist.

“ICH” (M. Jovanovic) und Mrs Danvers (P.Douwes) © Andre Havergo

Vielfach erscheinen einzelne Lieder tragend daher gebracht. Dennoch unterstützt dies das Stück! Der volle Klang des Orchesters ist ein Genuss.

Freilichttheater ist auch gleichzusetzen mit einer großen Herausforderung für die Bühnentechnik. Das Bühnenbild (Susanna Buller) zeigt sich einmal mehr als vielschichtig und variabel. Mithilfe einiger Darsteller, wird aus einer Platte ein Tisch, aus mehreren eine Tür. Zügig können einzelne Elemente auf- oder abgebaut werden, ohne dass es von den  Zuschauers als störend empfunden wird. Wie gewohnt, wird in Tecklenburg die gesamte Breite der Bühne als auch die diversen Auf- und Abgänge genutzt.

Wer „REBECCA“ bereits gesehen hat, wird sich fragen, wie Manderley abbrennt. Auch hier ist der Technik und dem gesamten Team ein großes Lob auszusprechen: „Manderley in Flammen“ ist ein fulminanter Abschluss eines großen Stücks.

Das Premierenpublikum zumindest spendete nicht nur viel Szenenapplaus. Kaum dass das Ende gekommen war, standen die Besucher in ihren Reihen und es gab jubelnde, minutenlange Standing Ovations.

Besetzung & Kreativteam

  • „ICH“ – Milica Jovanovic
  • Maxim de Winter – Jan Ammann
  • Danvers – Pia Douwes
  • Jack Favell – Robert Meyer
  • Mrs .van Hopper – Anne Welte
  • Frank Crawley – Thomas Hohler
  • Beatrice – Roberta Valentini
  • Giles – Mathias Meffert
  • Ben – Christian Fröhlich
  • Oberst Julian – Johan Berg
  • Frith – Guido Breidenbach
  • Robert – Fin Holzwart
  • Clarice – Sophie Blümel
  • Richter Horridge – Jan Altenbockum
  • Ensemble: Michael Thurner, Nicolai Schwab, Zoltan Fekete, Daniel Meßmann, Andrew Hill, Kim-David Hammann, Luciano Mercoli, Juliane Bischoff, Jennifer Kohl, Alexandra Hoffmann, Ester Lach, Céline Vogt, Joyce Diedrich, Dörte Niedermeier, Janina Niehus
  • Orchester, Chor und Statisterie der FreilichtSpiele Tecklenburg
  • Regie – Andreas Gergen
  • musikalische Leitung – Tjaard Kirsch
  • Choreografie – Danny Costello
  • Kostüme – Karin Alberti
  • Bühnenbild – Susanna Buller
  • Maske – Philip Hager u.a.

Weitere Informationen

Bis zum 09.09.2017 werden noch 18 weitere Vorstellungen aufgeführt. Der Vorverkauf ist sehr gut ausgelastet. Noch gibt es Karten für die Vorstellungen. Onlineticket können hier bestellt werden

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Kategorie: Kritiken,Open Air

Tags:

Autor: R. Imping (23.07.2017)

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  • Elke 23. Juli 2017 at 21:54 / Antworten

    Es war unbeschreiblich, Gänsehaut pur und ich schwelge immer noch in der tollen Atmosphäre. Ich wurde in Rebesccas Welt entführt. Wunderwunderschön

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