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Randy Diamond Interview – Musical1 Podcast 16

Kein anderer Musical-Darsteller in Deutschland hat die Doppelrolle des Dr. Jekyll und Mr. Hyde häufiger gespielt als er: Randy Diamond. Ab dem 28. November 2014 steht er abermals für JEKYLL & HYDE auf der Bühne, dieses Mal in Gera. Für den Musical1 Podcast sprach Diamond über seinen Werdegang vom Balletttänzer zum Musical-Darsteller und die Faszination für Dr. Jekylls Doppelleben.

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Randy Diamond
Randy Diamond © Petra Rödler

Vom Balletttänzer zum Musical-Star

Randy Diamond wurde in Ohio in den USA geboren. Er absolvierte eine Tanzsausbildung an der New Yorker „Harkness House“ und an der „School of the Performing Arts“. Sein Weg führte ihn anschließend nach Stuttgart, wo er zunächst weiteren Ballett-Unterricht an der „John-Cranko-School“ nahm. Für das Stuttgarter Ballett stand er außerdem viele Jahre lang als erster Solist auf der Bühne. Auch heute lebt Randy Diamond noch in Stuttgart. Zurzeit ist er allerdings in Kaiserslautern am Pfalztheater beschäftigt, wo er im Musical WEST SIDE STORY den Bernado spielt. Während der Pause nahm er sich Zeit, um Christian Demme für den Musical1 Podcast ein Interview zu geben.

Die Faszination an JEKYLL & HYDE

Randy Diamond hat nicht den klassischen Weg zum Musical-Darsteller eingeschlagen. Er hat keine Musical-Ausbildung gemacht – obwohl Musical-Darsteller vor seiner Tanzausbildung durchaus sein Traumberuf gewesen sei. „Ich hatte aber Angst, vor Leuten zu singen“, gibt Diamond zu. Also wurde er zunächst Balletttänzer, bevor es ihn dann doch auf die Musical-Bühne zog. Bei Professor Turner von der Folkwang-Hochschule für Musik in Essen nahm er Gesangsstunden, ansonsten bezeichnet er sich als Autodidakt.

Grundsätzlich macht Randy Diamond jede Rolle Spaß, die er für ein Musical spielt. Besonders am Herzen liegt ihm allerdings die Doppelrolle als

© Theater & Philharmonie Thüringen/Stefan Walzl

© Theater & Philharmonie Thüringen/Stefan Walzl

Dr. Jekyll und Mr. Hyde im gleichnamigen Musical. In Gera wird er bereits in seiner fünften Inszenierung des Musicals mitspielen. „Der Stoff ist cool. Ein Darsteller hat die Chance, zwei verschiedene Rollen in einer gespaltenen Persönlichkeit zu spielen“, beschreibt Diamond die Faszination des Parts. „In der Rolle kann man so richtig die Sau rauslassen“, freut er sich. Außerdem liebt er die Musik von Frank Wildhorn und mag es jedes mal wieder, die Lieder zu singen.

Unterwegs zwischen Kaiserslautern und Gera

Derzeit steht Diamond noch für die WEST SIDE STORY in Kaiserslautern auf der Bühne, die Produktionen dort und in Gera laufen fast parallel. Diamond erklärt, dass er keine Probleme hätte, sich die unterschiedlichen Texte, Melodien und Choreografien zu merken; Letzteres würde ihm durch seine Tanzausbildung ohnehin leicht fallen, zudem seien die Stücke so unterschiedlich, dass es nicht zu Verwechslungen komme.

Aufreibender ist da schon der Weg von Kaiserslautern nach Gera, wie Diamond zugibt. Die Strecke legt er meist mit der Deutschen Bahn zurück – in Zeiten von langen Bahnstreiks ist das nicht immer angenehm. Sechs Stunden Fahrt trennen Kaiserslautern und Gera; das sei zwar manchmal sehr nervig, so Diamond, aber besser, als keinen Job zu haben.

Für JEKYLL & HYDE ist Randy Diamond zum ersten Mal in Gera. Zuvor hat er nichts über die Stadt gewusst. Das Theater findet er wunderschön, bisher ist er aber noch nicht dazu gekommen, Gera selbst zu entdecken. In Deutschland ist Diamond schon weit herumgekommen, in seiner Wahlheimat Stuttgart fühlt er sich allerdings sehr glücklich.

Tätigkeit als Choreograf

Diamond arbeitet auch als Choreograf, hat unter anderem die Choreografien für AIDA in Kaiserslautern und JESUS CHRIST SUPERSTAR in Luzern erarbeitet. Auch dieser Job mache ihm Spaß, damit gehe aber auch eine große Verantwortung einher: „In der Rolle bin ich nur für mich zuständig, als Choreograf bin ich für viele Leute verantwortlich.“ Das sei schon ein größerer Druck, wie er zugibt. Am meisten liegen Diamond Musicals mit altmodischen Melodien und Musikstilen wie Swing und Cha Cha Cha am Herzen.

Nach seinen Wünschen gefragt, meint Diamond, dass er gerne bei CHICAGO mitgespielt hätte, als Anwalt Billy Flynn. Drei freie Wünsche bräuchte er allerdings nicht, ihm reiche einer: innere Ruhe. Um innere Ruhe zu haben, müsse nämlich alles im Leben stimmen, Privatleben wie Berufsleben.

 

Kategorie: Podcast

Autor: C. Demme (22.11.2014)

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