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Premiere von Cyrano in Bielefeld

Ein Musical über einen stolzen Mann, der unter Komplexen wegen seiner großen Nase leidet. Eine verzwickte Dreiecksbeziehung und eine Abmachung zwischen zwei Ehrenmännern, die alles überdauert. Cyrano, das Musical von Koen van Dijk und Ad van Dijk, auf der Bühne im Bielefelder Theater.

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Cyrano im Stadttheater Bielefeld
Cyrano im Stadttheater Bielefeld ©Theater Bielefeld

Spannende Dreiecksbeziehung im Stadttheater Bielefeld

Am 06.09.2015 fand im Stadttheater Bielefeld erneut eine Musical-Premiere statt. Diesmal wählten die Verantwortlichen das Musical Cyrano, welches auf dem Versdrama Cyrano de Bergerac, geschrieben von Edmond Rostand, basiert. Sprache und Ausdrucksweise, ins Deutsche übersetzt on William Ward Murta, scheinen aus dem Original übernommen und können somit für ungeübte Zuschauer gewöhnungsbedürftig sein. Jedoch gibt dies dem Stück, schon von Grund auf, eine sehr authentische Basis, die für die Tragikomödie tragend ist.

Fabio Diso, Veit Schäfermeier

Fabio Diso, Veit Schäfermeier ©Theater Bielefeld

Großartige Hauptdarsteller tragen das Musical

Cyrano de Bergerac ist nicht nur für seine Dichtkunst bekannt, sondern auch für seine Stimmungsschwankungen, die ihn zwischenzeitlich heimsuchen. Denn Cyrano hat eine große Nase, unter welcher er sehr leidet. Er ist ein Mitglied der Gascogner Kadetten, ein sehr guter Fechter und weiß sich gewählt auszudrücken. Doch sein Spiegelbild lässt ihn, vor allem in der Gegenwart von der schönen Roxane, seine selbstbewusste Art vergessen. Aus Angst abgewiesen zu werden, verheimlicht Cyrano seine Gefühle für sie. Diese Unsicherheit scheint Cyrano in Rage zu versetzen und so will er jeden bekämpfen, der es wagt, etwas gegen seine Nase zu sagen. Doch obwohl er weiß, dass Christian de Neuvillette ebenfalls Gefühle für Roxane hegt, entscheidet er sich dafür, ihm zu helfen ihr Herz zu gewinnen. Diese Seiten des Kadetten kann Veit Schäfermeier hervorragend und sehr humorvoll mit seinem schauspielerischen Talent zeigen. Seine Stimme harmoniert sehr mit Lucy Scherer, die die schöne Roxane darstellt.

 

Lucy Scherer

Lucy Scherer ©Theater Bielefeld

Dass hinter Roxanes Schönheit mehr, als nur die Liebe zur Dichtkunst steckt, beweist Scherer vor allem im zweiten Akt. In diesem kann sie mehrere Facetten der jungen Frau zeigen. Roxane verliebt sich auf den ersten Blick in den hübschen Christian und wünscht sich einen Liebesbrief von ihm. In dem Glauben, dass Christian ihr die schönen Gedichte schreibt, glaubt sie ihren Traumprinzen gefunden zu haben. Als dieser jedoch in den Krieg ziehen muss, beschließt Roxane kurzerhand ihm zu folgen. Ob im schönen Kleid oder im Hosenanzug, Lucy Scherer weiß, wie sie das Beste aus der Rolle heraus holen kann.

Christian de Neuvillette, gespielt von Fabio Diso, ist ein junger, hübscher Neuling bei den Gascogner Kadetten und verliebt sich sofort in Roxane. Erst, als er hört, dass Cyrano ein Vertrauter von Roxane ist, lernt er ihn zu respektieren. Christian sieht zwar gut aus, weiß jedoch nicht, wie er einen Reim bilden soll. Aus Verzweiflung bittet er Cyrano um Hilfe. Dieser möchte nur das Beste für Roxane und so kommt es dazu, dass die beiden Nebenbuhler miteinander arbeiten. Dass dies nicht gut enden kann, ahnt man schon zu diesem Zeitpunkt.

Neben den drei Hauptrollen ist noch Alexander Franzen zu nennen. Er spielt den General De Guiche, welcher selbst das Herz der jungen Roxane erobern will. Aus Eifersucht schickt er Bergerac und Neuvillette in den Krieg. Franzen mimt den rachsüchtigen General mit schauspielerischer Bravour.

Lucy Scherer mit Ensemble

Lucy Scherer mit Ensemble ©Theater Bielefeld

Schwächen bei dem sonst so guten Ensemble

Trotz sehr gelungenen schauspielerischen und gesanglichen Fähigkeiten des Ensembles, scheint das Musical von den drei Hauptrollen getragen zu werden. Das Ensemble tat sich mit einer deutlichen Aussprache der Texte schwer. Es schien fast so, als ob sie diesen nicht ausreichend einstudiert hätten. Zusätzlich wurde die Akustik zeitweise durch Probleme in der Technik verschlechtert und entsprechende Passagen wurden noch unverständlicher.

 

Zusammenfassend ist zu sagen, dass jeder, der einen unterhaltsamen Abend verbringen möchte, dem Musical eine Chance geben sollte. Es stehen hervorragende Hauptdarsteller mit harmonierenden Stimmen auf der Bühne, die einem ein Lächeln ins Gesicht zaubern können. Das Musical läuft zurzeit noch bis zum 23.03.2016 im Stadttheater Bielefeld.

Kategorie: Kritiken,Stadttheater

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Autor: S. Müller (19.09.2015)

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  • Saskia 22. September 2015 at 21:02 / Antworten

    Aha, das Stück läuft bis zum 23.03.2015. Zurück in die Vergangenheit, oder was? 😛

    • S. Müller 25. September 2015 at 05:22 / Antworten

      Hallo Saskia,

      du hast natürlich Recht, das Stück läuft bis 2016. Ich habe das entsprechend im Bericht geändert. Vielen Dank für deinen Hinweis.

      Liebe Grüße,
      Stefanie Müller

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