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Philipp Lind Interview – Musical1 Podcast 11

Diese Woche steht uns der Schauspieler Philipp Lind im Musical1-Interview zur Verfügung. Er spricht mit Christian über seine Zeit bei GEFÄHRTEN am Theater des Westens in Berlin und gibt weitere Einblicke in sein Leben. Außerdem berichtet er von seinem Studium in München.

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Philipp Lind
Philipp Lind © Monic Johanna Schmidheiny

Porträt von Philipp Lind

Philipp Lind wurde Ende der achtziger Jahre in Marburg in Hessen geboren. Nach seinem Abitur 2007 verschlug es den jungen Hessen nach München. Ein Stipendium des Deutschen Bühnenvereins ermöglichte es ihm, ein Studium an der renommierten bayerischen Theaterakademie August Everding zu beginnen. Im Jahr 2011 schloss Lind das Studium mit Erfolg ab. Neben seiner Arbeit am Theater ist Philipp außerdem als Schauspieler und Sprecher für Film und Fernsehen tätig. Als Albert in GEFÄHRTEN am Theater des Westens in Berlin gelang ihm der große Durchbruch in Deutschland.

Die Zeit der Ausbildung an der Theaterakademie in München

Bereits mit 18 Jahren, während des Abiturs, ging Philipp an drei verschiedenen Schauspielschulen zum Vorsprechen, um sich von der jeweiligen Schule zu überzeugen. Für Lind lief alles nach Plan, denn er wurde an der Schule genommen, die ihm von der Arbeitsatmosphäre her am meisten zugesagt hatte: die Theaterakademie August Everding in München. Ein großer Schritt für Philipp: von der eher ländlichen Gegend in Hessen in die bayerische Landeshauptstadt München, für ihn damals die Großstadt schlechthin. Während des Studiums lernte Lind viel über sich selbst, bekam Dinge gezeigt und beigebracht, von denen er sich nie hat träumen lassen, dies jemals zu tun. So lernte er z.B. die Grundlagen des Stockkampfes und das Fechten.

Bühnenerfahrungen

Philipp war auf der Bühne bereits in Stücken wie z.B.  GEGEN DEN FORTSCHRITT und LA CAGE AUX FOLLES zu sehen. Am meisten Spaß bereitete ihm jedoch die Arbeit im Zwei-Mann-Stück ENDLICH in der Schauburg in München. Bei ENDLICH handelt es sich um ein Stück, welches sich mit dem Sterben und der Endlichkeit der Menschen beschäftigt.

Von der Bewerbung bis hin zur Premiere von GEFÄHRTEN am Theater des Westens

Durch eine befreundete Musicaldarstellerin bekam Lind davon Wind, dass Stage Entertainment für eine neue Produktion speziell auf der Suche nach Schauspielern sei. Nach ein wenig Recherche im Netz entschied sich Philipp dazu, eine Bewerbung für diese Produktion einzureichen.Und ehe er sich versah war er bei der ersten Audition in Berlin. Bei Audition zwei in Hamburg war dann das englische Kreativteam mit dabei und Philipp war Feuer und Flamme, denn man konnte nun auch erste Kontakte zu den Puppets, lebensgroße Pferdefiguren, herstellen. Für die dritte Runde ging es dann mitten rein ins Geschehen, nämlich nach London, wo das Stück unter dem Namen WAR HORSE schon seit 2007 erfolgreich gespielt wird. Und dann stand es fest: Philipp Lind hatte von Runde zu Runde die Jury quasi mit seinem Talent vom Pferd gehauen und wurde somit als Hauptbesetzung für die Rolle des Albert engagiert.

Besonderheiten bei GEFÄHRTEN aus der Sicht von Philipp Lind

Szene aus Gefährten

© Stage Entertainment

Für Philipp gibt es zwei Aspekte an denen er fest macht, dass es sich bei GEFÄHRTEN um ein besonders emotionales und besonderes Theaterstück handelt. Zum einen die Geschichte der Freundschaft zwischen Albert und seinem Pferd Joey. Die beiden werden im Laufe der Handlung voneinander getrennt und Albert folgt seinem Freund in Gräuel der französischen Schützengräben. Am Ende des Theaterstücks können sich die beiden, wenn auch verwundet, wieder in die Arme schließen.Die Geschehnisse der Front werden immer wieder aus der Sicht eines “Unparteiischen” Tieres erzählt. Somit wird die Geschichte zu einer großen Parabel gegen Krieg. Eine Story, die ins Herz geht und dabei auf traurige Momente in der Geschichte eingeht. Die zweite Besonderheit aus der Sicht des Schauspielers sind die Pferdepuppen, die sogenannten Puppets. Das Pferd Joey wird von drei Puppenspielern geführt. Durch filigrane Zusammenarbeit sieht es auf der Bühne täuschend echt aus. Man könnte meinen, Joey sei ein lebendiges Pferd. “Man vergisst nach wenigen Sekunden die Puppenspieler und dann ist  einfach ein lebensgroßes Tier auf der Bühne. Und das ist schon echt faszinierend, wie dieser Kosmos auf der Bühne entsteht zwischen Schauspielern und Puppen,” so Philipp über die Zusammenarbeit und Feinfühligkeit zwischen den Akteuren auf der Bühne des Theater des Westens. Für Philipp war es berührend zu sehen, dass teilweise gestandene Männer während der Show das Taschentuch zückten und sich die Tränen aus dem Gesicht wischten.

Wohnorte, Vorlieben und Freizeitaktivitäten

Extra für GEFÄHRTEN zog der junge Mann in die Großstadtmetropole Berlin. Im Interview verrät er uns, dass er die Vielfalt dieser Stadt in vollen Zügen genießt. Trotzdem freut sich Philipp darauf, dass es nun nach einem Jahr am festen Standort wieder los geht, heute hier und morgen dort zu sein. In diesem Fall gastiert er in Hotels oder auch in Theaterwohnungen. Als Vegetarier fühlt sich der Wahlberliner in der asiatischen Küche bestens aufgehoben. “Hier in Berlin gibt es Gott sei Dank auch viele Möglichkeiten, in dieser Richtung essen zugehen, das finde ich toll,” gesteht Philipp mit einem Grinsen im Gesicht. Seine freien Abende verbringt er auch gerne mit Theater- und Kinobesuchen. Kommt der junge Mann in den Genuss, mehrere Tage frei zu haben, zieht es ihn in die Berge oder er begibt sich meist ohne Stadtplan in ungekannte Städte und entdeckt diese auf seine Art & Weise. Auch, wenn der junge Mann bis dato nur recht wenig Kontakt mit Musicals hatte, ist er in dieser Beziehung offen für neues. In Sachen Musical bevorzugt Philipp Produktionen, die das Genre nicht so ernst nehmen und von schwarzem Humor leben.

Kategorie: Podcast

Autor: C. Demme (27.10.2014)

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