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Musicalstars hautnah: Oedo Kuipers in Concert

Zum dritten Mal präsentierte die Agentur ARTgerecht ein exklusives Konzert mit Oedo Kuipers im ausverkauften Wunderkontor in Hamburg. Auf einer kleinen Bühne bat das Wunderkontor einen intimen Ort, an dem man Oedo „hautnah“ erleben konnte. Zusammen mit dem Pianisten Hannes Schauz performte er Songs aus den Genres Musical und Pop.

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Oedo Kuipers
Oedo Kuipers ©️ Hilde van Mas

Ein Konzert am Hamburger Hafen

Zu Beginn gab es für die Alteingesessen eine kleine Neuerung. Nicht wie sonst begrüßte und eröffnete Peter Strassen den Abend, sondern Jörg Borrmann, der Inhaber des Wunderkontors. Peter Strassens Fehlen ist zu verzeihen, denn er ist Vater geworden und verbrachte den Abend mit seiner Frau und seinem Kind.

Witz und Charme

Oedo eröffnete das Konzert mit „Eine Hand wäscht die andere Hand“ aus dem Musical REBECCA. Danach wollte er eigentlich scherzhaft mit „Neues Programm mit alten Gesichtern. Hannes, Ich und Peter… aber Peter ist nicht da,“ das Publikum begrüßen, jedoch hatte Jörg die Pointe schon vorweggenommen, sodass Oedo uns nicht mit der väterlichen Neuigkeit überraschen konnte. So folgte über Assoziationen wie das nasskalte Wetter, Herbst, Kamin, Weihnachten, schöne Lieder im Hintergrund, die Überleitung zur Idee zum Album Coverart und Oedo sang daraus das Lied „You raise me up“.

Nach dem Lied wurde schon deutlich, dass er mit unterschiedlichen Intentionen an die Genres heranging. Die Pop-Stücke waren besinnlicher und in sich gekehrter vorgetragen. Kein Schauspiel wurde darauf gelegt. Hier ging es allein um die Musik. Bei den Musical-Stücken wiederum kam ein spielerischer Aspekt hinzu. So, wie die Stücke nun einmal gedacht waren. Jedoch in einem reduzierten Rahmen. Nur mit Gestik und Mimik. Auch in keinster Weise übertrieben oder aufgesetzt.

Experimente und Researchs

Im neuen Programm folgten auch einige kleine „Experimente“. Diese Experimente basieren auf unbekannten Musicals und auf Oedos Wunschrollen für die Zukunft. Eines der Experimente kam aus einem Stück, das nur in New York am Off-Broadway lief. Dazu hatte Oedo eine „Research“ gemacht und aufgezeigt, dass heute bekannte Stücke ebenfalls am Off-Broadway anfingen wie z. B. DIE LETZTEN FÜNF JAHRE, DER KLEINE HORRORLADEN, HAMILTON, A CHORUS LINE, NEXT TO NORMAL oder auch FAME. Auch skurrile Musicaltitel liefen ihm über den Weg wie z. B. POKÉMON LIVE!.

Das Musical, aus dem er das folgende Stück sang, heißt GLORY DAYS und handelt von vier durchschnittlich Jungs, die nicht zu den „Coolen“ gehörten und ein paar Jahre nach ihrem Highschool-Abschluss zurückkommen und beweisen wollen, dass sie nicht zu den „Dummen“ gehören. Der Song, den er daraus präsentierte, hieß „Open Road“. Es geht in ihm darum, dass man sich immer wünscht, dass alles so ist wie früher, aber doch später feststellt, dass man im Leben auch weitergehen muss. Mit einem Kollegen vom PHANTOM DER OPER hatte Oedo versucht, dieses Musical in Konzertform nach London zu holen. Dabei hätte er selbst die Rolle übernommen, die diesen Song singt. Leider kam dies nicht zustande.

Ein weiteres Experiment – oder viel mehr ein Zukunftswunsch- war die Rolle des „Javert“ mit dem Song „Stars“ aus dem Musical LES MISÉRABLES. Für diese Rolle muss man ein gewisses Alter haben, welches das Geburtstagskind vom Vortag noch nicht besitzt und sich noch ein paar Jahre in Geduld üben muss, bis er diese Rolle spielen kann. Doch die warme und volle Klangfarbe von Oedos Stimme kann der Rolle des „Javerts“ durchaus schon standhalten.

Charmant und auf ironische Art trug Oedo den Inhalt eines Musicals vor, das wohl jeder kennt: ELISABETH. Daraus sang er „Wenn ich dein Spiegel wär“. Ebenso ironisch machte er die Überleitung zu „Was für ein grausames Leben“ aus MOZART!.

Oldies but Goldies

In diesem Programm waren nicht nur viele Experimente, neue und unbekannte Songs vorhanden, auch bekannte Pop Songs wie „Your Song“ von Elton John oder „I won't give up“ von Jason Mraz sowie auch aus den Musicals: MY FAIR LADY („On the Street where you live“), THE SECRET GARDEN („Race you to the top of the Morning“), JERSEY BOYS („Cry for me“ und „Can't take my eyes off you“), 42nd STREET („Dames“) oder auch TANZ DER VAMPIRE mit dem Song „Für Sarah“, welches vermutlich zum ersten Mal am selben Tag in derselben Stadt an zwei verschieden Location von zwei Niederländern gleichzeitig gesungen wurde. Hier gingen die Grüße an Tom van der Ven, der im Stage Theater an der Elbe zur selben Zeit als Alfred auf der Bühne stand.

Es war ein gemütlicher, persönlicher Abend, an dem man auch die Nähe spürte, ein Teil vom Ganzen war und nicht in der Menge unterging. Welches nach der Zugabe noch durch die Autogrammstunde bestätigt wurde, in der Oedo sich für jeden Gast Zeit nahm.

Wer nicht genug von ihm bekommt, kann ihn derzeit im Oldenburgischen Staatstheater als Jesus in JESUS CHRIST SUPERSTAR sehen.

Kategorie: Kritiken

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Autor: S. Ahrens (16.11.2017)

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