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Merle Hoch Interview – Musical1 Podcast 17

Merle Hoch spielt die Jane im Musical TARZAN. Erst stand sie in Hamburg auf der Bühne, nun erobert sie das Stuttgarter Publikum. Im Podcast Interview von Musical1 beschreibt sie, wie es ist, in den Armen von Tarzan über die Bühne zu schweben, wie sie zum Musical gekommen ist und beantwortet außerdem Fragen ihrer Fans.

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© Stage Entertainment
Begegnung zwischen Tarzan und Jane © Stage Entertainment

TARZANs Jane steht uns Rede und Antwort

Das Musical TARZAN feierte 2008 in Hamburg Deutschlandpremiere. Am 21. November 2014 war es bereits seit einem Jahr in Stuttgart zu sehen, mehr als 750.000 Tickets wurden für die Show im Stage Apollo Theater bereits verkauft. Mit 20 Millionen Euro Produktionskosten ist TARZAN das teuerste Musical, das je in Stuttgart zu sehen war. In der Rolle der Jane steht Merle Hoch auf der Bühne. Sie hat die Jane bereits in Hamburg gespielt und zog zusammen mit dem Ensemble nach Stuttgart um. Merle studierte Musical an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Vor ihrem Engagement für TARZAN spielte sie unter anderem in HAIR und in FOOTLOOSE, spielte in Düsseldorf, am Theater für Niedersachsen, in Bozen in Italien und in London. Für den Musical1 Podcast beantwortete sie nicht nur unsere Fragen, sondern auch die Fragen unserer Hörer und Leser.

Studium an der Folkwang Universität der Künste

Merle Hochs Studium in Essen dauerte vier Jahre. Im Studiengang waren nur sechs Leute, jeweils drei Frauen und drei Männer. Merle beschreibt diese Zeit als mega-intensiv: Die Studierenden haben natürlich viel getanzt, gesunden und geschauspielert und dabei richtig viel gelernt. Merle Hoch ist froh, Dozenten und Professoren gehabt zu haben, die sie im Studium so gut unterstützten. Bereits während des Studiums war Merle in den ersten Produktionen zu sehen, darunter PINKELSTADT und RENT. Während die jungen Studierenden in den ersten beiden Jahren im Ensemble spielten, durften sie ab dem dritten Jahr auch Hauptrollen übernehmen. Neben vielen schönen Momenten gab es dabei auch harte Zeiten, in denen nicht alles so lief wie geplant oder in denen man auf einen künstlerischen Durchbruch hinarbeitete. Nach den schönsten Momenten im Studium befragt, meint Merle Hoch: „Zum einen, dass ich meinen besten Freund gefunden habe. Zum anderen war schön, dass ich die Zeit hatte, in den ersten zwei Jahren komplett für mich zu sein, mich kennen zu lernen und zu lernen, von innen heraus zu arbeiten“. Dieses innerliche Arbeiten sei ohnehin das Motto der Folkwang Schule.

Der Weg zum Musical TARZAN

Merle HochMerle Hochs Weg zur Musical-Darstellerin war nicht immer einfach. Sie war schon über 20, als sie die Ausbildung begann und musste bei jedem Schritt davon überzeugt werden, dass dies auch wirklich das sei, was sie machen wolle. Sie wollte allerdings raus auf die Bühne und sich ausprobieren. Chancen hatte sie dazu nach dem Studium am Opernhaus in Düsseldorf, am Theater für Niedersachsen, wo sie fest engagiert war, und in ihrer Zeit im italienischen Bozen, wo sie in HAIR spielte. Anschließend ging es für Merle nach London, von wo aus sie an der Audition für TARZAN teilnahm. Nach vier Casting-Runden hat sie die Rolle schließlich bekommen.

Ans erste Training an den Stahlseilen, an denen die TARZAN-Darsteller durch die Luft fliegen, kann sie sich noch gut erinnern. Das Fliegen war sogar das, was ihr am meisten Spaß gemacht hat. „Ich bin schon immer total gerne geflogen“, erklärt Merle Hoch. „Es ist ein bisschen schade, dass ich jetzt ‘nur noch’ mit Tarzan fliege und nicht mehr alleine“. Durch die Luft zu fliegen sei jedenfalls ein super-geniales Gefühl und Adrenalin pur. Auch an ihren ersten Bühnenauftritt ist die Erinnerung noch frisch: Nach einigen Wochen Proben hatte sie richtiges Fieber, endlich auf die Bühne zu kommen. Zum ersten Mal vor den rund 2.000 Zuschauern zu stehen, sei dann schon ein tolles Gefühl.

Von schönen Stuttgarter Ecken und romantischem Nebel

Der Alltag einer Musical-Darstellerin lässt Merle nicht viel Freizeit. Sie steht an sechs Tagen die Woche für acht Shows auf der Bühne. Was sie am Montag, ihrem freien Tag, tut, hängt sehr von ihrer Stimmung ab: „Mal hänge ich auf dem Sofa rum, trinke Tee und esse Kekse. Mal möchte ich etwas erleben und gehe ins Theater, ins Kino oder treffe mich mit Freunden“. In Stuttgart lebt Merle seit einem Jahr; danach gefragt, was sich unsere Hörer nicht entgehen lassen sollten, empfiehlt Merle die Stuttgarter Theaterlandschaft mit dem Nationaltheater und dem Ballett. Vor allem mag sie auch den Stuttgarter Nebel, der sei besonders „romantisch“. Zum Wandern zieht es sie außerdem in die Schwäbische Alp. Einen Freund hat Merle Hoch derzeit nicht – sie muss mit TARZAN vorlieb nehmen, wie sie meint.

Zum Theater ist Merle Hoch durch einen Workshop gekommen. Die Musik hat sie schon immer geliebt und gerne getanzt. Irgendwann habe sie dann gemerkt, dass man das auch beruflich machen kann. Nach ihrer Lieblingsfigur gefragt, erklärt Merle, dass sie die Eliza aus MY FAIR LADY besonders mag. Im Musical TARZAN habe sie allerdings keine Lieblingsfigur.

Erste Gesangübungen im heimischen Keller

Merle Hoch und Christian Demme

© Léon Roeven

Sie singt schon seit frühester Kindheit: Damals habe sie im Keller versucht, Mariah Carey nachzusingen. Erst kurz vor der Aufnahme zum Studium hat sie allerdings professionellen Gesangsunterricht genommen. Für das Schauspielern hält sie neben speziellen Tools und Werkzeugen auch für wichtig, die Lust zu haben, sich in andere Leute hineinzuversetzen. An einem typischen Arbeitstag kommt sie anderthalb bis eine Stunde vor der Show ins Theater, geht in die Maske, schlüpft anschließend ins Kostüm und steht dann gut drei Stunden auf der Bühne. Nach dem Auftritt folgt die Nachbereitung mit heißen Duschen, inhalieren für die Stimme, Dehn- und Entspannungsübungen. Über ihren Verdienst als Musical-Darstellerin darf Merle Hoch allerdings nicht sprechen.

Danach gefragt, welche Rolle oder welches Musical sie gerne spielen würde, antwortet Merle: „Die Vergangenheit hat gezeigt, das alles, was ich spielen will, sowieso nicht kommt. Alles, worauf ich mich nicht versteife, kommt zu mir geflogen“. Sie hat deswegen keine Traumrolle mehr. Sie weiß dafür aber ganz genau, welche andere Rolle sie in TARZAN übernehmen würde: nämlich Tarzan. Sie kann es aber auch empfehlen, einfach mal mit TARZAN über die Bühne zu fliegen: „Kettet Euch an Gian Marco!“ Diese Szenen zu spielen, sei ein richtiger Mädchentraum. Herausfordernd ist die Rolle der Jane natürlich auch. Was die größte Herausforderung sei, variiere allerdings von Minute zu Minute, von Tag zu Tag.

Nach Stuttgart umzuziehen, war schon eine große Umstellung: Das Publikum ist anders, auch die Witze kommen anders an, die emotionalen Szenen funktionieren in Stuttgart besser, erklärt Merle. Auch die Bühne ist anders, was vor allem für die Affendarsteller eine Umstellung gewesen sei. Peinliche Situationen gab es auf der Bühne auch schon, so zum Beispiel witzige Versprecher. Als Merle TARZAN selbst zum ersten Mal gesehen hat, flog Terk über das Publikum und verlor gerade dabei seine Hose. Ob mit solchen unfreiwilligen Lachern oder ohne: Am Ende des Interviews hofft Merle darauf, unsere Hörer und Leser bald in Stuttgart bei TARZAN begrüßen zu dürfen.

Kategorie: Podcast

Tags:

Autor: C. Demme (26.11.2014)

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