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Merel Zeeman – First Cast Magda in TANZ DER VAMPIRE

Das Musical TANZ DER VAMPIRE ist nur noch 22 Tage in Berlin und wir haben uns mit Merel Zeeman, der First Cast Magda, im Wusha Bushaland getroffen. Sie ist gerade aus Ihrem "Arbeitsurlaub" auf Mallorca zurück und wir konnten erfahren, was Merel unter Ihren Kostümen noch trägt, ob es kalte Füße während der Show gibt, wer ihr am Abend heißes Wasser bringt und wo jeden Abend in der Show zugegriffen wird.

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Merel Zeeman
Merel Zeeman 2016 ©Nathalie Bauer

Hallo Merel, es ist schön dass Du Dir Zeit nimmst uns ein paar Fragen zu beantworten. Du bist in der aktuellen Produktion von TANZ DER VAMPIRE in Berlin die First Cast Magda. War diese Rolle schon immer ein Ziel von Dir oder was hat dich dazu bewogen, dich für die Rolle zu bewerben?

Die Musik kannte ich schon sehr lange, schon bevor ich nach Deutschland kam, und fand es immer toll und mitreißend. Ich habe dann auch ab und an für das Stück Audition gemacht, aber es hat nie so richtig gepasst. Anscheinend war es jetzt an der Zeit, anscheinend habe mich jetzt genug entwickelt um der Magda gerecht zu werden, und ich freue mich jeden Tag darüber!

Die Rolle der Magda ist ja recht vielseitig. Erst die naive Magd und nach dem Biss der aufregende weibliche Vampirvamp, der alle Fesseln der Moral vergisst. Was ist die größere Herausforderung und was mach Dir mehr Spass?

Für mich ist die größere Herausforderung der zweite Akt, wo es nicht grob und dreckig genug sein kann. Einfach, weil das am weitesten von meinem eigenem Charakter entfernt ist. Aber es ist aufregend, meine Grenzen zu suchen, und die Gruft zusammen mit Nicolas (Tenerani) immer abgefahrener zu machen. Doch was mir am meisten Spass macht – da kann ich mich wirklich nicht entscheiden.

Nachdem Magda gebissen wurde, kommt noch das Finale Akt1 und die Pause schließt sich an. Da hast Du doch sicher ziemlichen Stress? Du musst ja in der Zeit komplett zum Vampir in Carpe Noctem umgestylt werden und danach gleich mit Deinem Chagall-Kollegen im Sarg verharren. Von Totenruhe kann man da sicher nicht reden?

Haha, sehr aufmerksam! Ich schminke mich selbst um, und brauche dafür tatsächlich bis kurz vor dem zweiten Akt. Dann ziehe ich mich um für Carpe Noctem und kann mich erst im Sarg, während der Professor und Alfred die Gruft inspizieren, ‘entspannen'. Zum Glück gibt es zwischendurch immer genug Zeit für einen Schluck Wasser oder einen kleinen Schnack mit Kollegen.

Danach gibt es ja dann noch einen Umzug für Dich, für die Ewigkeitsszene, den Ballsaal und dann noch einmal Kostümwechsel zum Finale. Wie oft ziehst Du Dich da um? Oder hast Du mehrere Kostüme manchmal übereinander an?

Im ersten Akt trage ich während ‘Gebet' unterm Nachthemd schon die Korsage für die Szene danach und in ‘Ewigkeit' und ‘Tanzsaal' schon die Netzstrumpfhose für das Finale. Ansonsten müssen die Umzüge einfach schnell gehen. Dafür haben wir zum Glück tolle Ankleider(innen) und Maskenbildner(innen), die zum Beispiel beim letzten Umzug zum Finale zu dritt an mir herumzupfen!

Mit „Tod zu sein ist komisch“ hast Du ja einen große Solopart. Ist man nach nun über 100 Vorstellungen noch aufgeregt und hat Lampenfieber?

Tot zu sein ist komisch

©Eventpress/Stage Entertainment

Die Nerven habe ich eigentlich recht schnell unter Kontrolle gekriegt, zum Glück, denn ich funktioniere nicht gut unter große Spannung. Ich bereite mich aber jeden Tag auf das Lied vor. Ich singe kurz vorher die hohen Töne noch einmal für mich, damit ich vertrauen kann, dass es auch so herauskommt, wie ich es möchte. Dann kann ich mich auf der Bühne auf´s Schauspiel konzentrieren und muss mir keine Gedanken machen.

Eine sehr spezielle Frage ;-)! Die Fans fragen sich immer wieder, wenn Du gebissen unter dem Laken auf dem Tisch liegst und der Professor dazukommt, wird da wirklich beherzt von ihm zugegriffen oder gibt es da einen Trick, den du uns verraten kannst?

Ehm.. nein.. dafür gibt es keinen Trick. Er greift wirklich zu! In den Proben war das natürlich gewöhnungsbedürftig, so gut kannten wir uns ja noch nicht. Aber mittlerweile macht sich da keiner mehr Gedanken. Wir kennen und vertrauen uns alle, egal ob First Cast oder Cover, und haben alle Spaß damit, wenn der Witz beim Publikum gut ankommt.

Wann hattest Du das erste Mal Kontakt mit Vampiren? Oder bist Du erst durch Tanz der Vampire darauf gestoßen? Kanntest Du die Filmvorlage zu dem Musical?

Ich habe so vor zehn Jahre zum ersten Mal den Film gesehen, mein Freund hatte den auf Videokassette. Der Ton war schrecklich weil das Band so alt war und ich fand den Film damals sehr träge. Das war mein erster Kontakt mit Vampiren. Doch irgendwie faszinierte es mich doch, mein Interesse war geweckt und habe noch einige Bücher und Filme über dieses Thema genossen!

Als Magda läufst Du ja ziemlich of barfuß rum. Bekommt man da nicht kalte Füße?

Als wir geprobt haben in März/April, hatte ich oft kalte Füße, auch weil wir in Mannheim in einer Fabrikhalle herumgelaufen sind. Jetzt im Theater des Westens ist es eigentlich immer schön warm, das ist gut auszuhalten. Warten wir den Winter ab…

Und sicherlich auch schmutzige! Aber da hilft ja dann „heißes Wasser“, wer bringt DIR das „heiße Wasser“? 😉

Haha, ich dusche natürlich immer nach der Show! Aber wenn ich nach Hause komme, bringt mir mein lieber Freund seit über zehn Jahre schon ‘heißes Wasser' in Form von Tee, etwas zu Essen oder einem Glas Wein.

War Musicaldarstellerin schon immer Dein Traumjob oder bist Du auf Umwegen dazu gekommen?

Das erste große Musical, das ich gesehen habe, war LES MISERABLES in den Niederlanden, ich war 11. Damals wusste ich sofort, dass ich das machen wollte. Ich hatte natürlich keine Ahnung wie ich das gestalten sollte. Als dann aber die Berufswahl bevorstand, dachte ich: Wenn ich es nicht versuche, werde ich es bereuen! Und habe mich für's Konservatorium beworben. Dort habe ich auch gelernt Gesang zu unterrichten, was ich sehr genießen kann, aber Musicaldarstellerin war, und ist noch immer, mein Traumjob.

Du bist ja nun schon seit 12 Jahren auf deutschen Bühnen präsent. 2004 fing hier in Berlin mit LES MISERABLES alles an. Im gleichen Jahr ging es dann mit ELISABETH nach Stuttgart. Als Swing warst Du 2006 bei DIE SCHÖNE UND DAS BIEST in Oberhausen, 2007 folgte der DER KLEINE LORD, 2008 THE SOUND OF MUSIC. In Berlin warst Du auch ber DER KLANG DES MEERES mit dabei und in Oberhausen bei SISTER ACT und MAMMA MIA.

Gibt es für dich die absolute Traumrolle, die du unbedingt spielen möchtest?

Ich habe nicht wirklich eine Traumrolle, aber ich habe eine imaginaire Wunschliste mit Shows. Viele habe ich schon spielen dürfen, aber da wären zum Beispiel noch ‘Sunset Boulevard', ‘Ghost' und ‘The Light in the Piazza'.

Am 25.09.2016 schließt sich ja die Berliner Gruft wieder einmal. Aber wir wissen ja, Vampire sind unsterblich und die Berliner Fans hoffen wie immer auf ein Comeback!

Dann geht es nach München, wirst Du Berlin vermissen?

Ja, ich werde Berlin sehr vermissen! TdV ist meine drittes Musical in Berlin und ich habe es jedes mal sehr genossen. Ich hoffe also auch auf ein Comeback, als Vampir oder in einem anderen Stück.

Gibt es schon Pläne für nach München? Die Vampire gehen ja sicher weiter auf Tour. Wirst Du dabei bleiben?

Noch ist alles undeutlich, aber wenn TdV weiter auf Tour geht, möchte ich gerne mit auf Reise gehen. Ich freue mich auf jeden Fall auf die Zeit in München. Wir verabschieden uns von Berlin, aber dürfen noch ein bisschen in Wusha Bushaland bleiben!

Liebe Merel, ganz lieben Dank für Deine Zeit und die Beantwortung unserer Fragen. Wie freuen uns, Dich noch lange im Wusha Bushaland zu sehen, und wünschen Dir weiterhin viel Erfolg und Spass bei Deinem Job.

Tickets für Berlin noch bis 25.09.2016
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Tickets für München
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Kategorie: Interviews,Tanz der Vampire

Tags:

Autor: I. Marquardt (03.09.2016)

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