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MAXIMILIAN MANN – im Interview

Musical1 hat Maximilian Mann, derzeit im Berliner Theater des Westens in Disneys DER GLÖCKNER VON NOTRE DAME als Hauptmann Phoebus de Martin, getroffen und ihm ein paar interessante Fragen gestellt. Maximilian Mann wird uns verraten, warum er nicht Medizin studiert hat, was er von Phoebus hält und warum er sich einen Roller gekauft hat.

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Maximilian Mann
Maximilian Mann © Milan van Waardenburg

Hallo Maximilian! Schön Dich zu treffen und dass Du etwas Zeit für uns und unsere Leser hast.

Ein kurzer Blick zurück. Du hast als Kind schon Interesse an Tanz und Gesang gehabt. Woher kommt es? Bist Du aus einer Künstlerfamilie?

Eher Hobbykünstler. Musik hat aber immer eine große Rolle in unserer Familie gespielt. Meine Mutter ist Musiklehrerin an einer Grundschule und meine Eltern sind beide Mitglieder eines Freizeitchors. Daher kam dann auch das Interesse. Ich bin ja in Salzgitter aufgewachsen und da waren die Freizeitgestaltungsmöglichkeiten eher begrenzt. Da ich im Fussballspiel eher wenig ausgeprägt talentiert war, blieb nur die Tanzschule. Dort bin ich dann auch fast zehn Jahre gewesen.

Das wäre unsere nächste Frage. Tanzen mit 13 Jahren ist ja nun nicht jedermanns Sache. Fing das mit der Tanzschule an oder wie dürfen wir uns das vorstellen?

Nun, auf dem Land ist es noch üblich, dass man nach der Konfirmation so mit dreizehn in die Tanzschule geht. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich bin dann sehr viele Jahre dabei geblieben.

Später gab es für Dich die Option, Medizin zu studieren. Was hat das Pendel dann doch in Richtung Bühne ausschlagen lassen?

Ja das ist richtig. Mein Plan, Medizin bei der Bundeswehr zu studieren, war schon perfekt und bestätigt. Dann hat mich eine Freundin gebeten, sie zu einem Musicalworkshop zu begleiten, weil sie dort nicht allein hingehen wollte. Ja und das hat mir dann so richtig Spass gemacht, dass ich im Anschluss gleich den nächsten Workshop gebucht habe. Dabei habe ich gemerkt, das ist es, was mir so richtig Spaß macht. Und ja, dann war die Entscheidung sehr schnell getroffen. Mir war klar, dass es die Bühne sein sollte und dass es etwas mit Musik zu tun haben muss. Es stand anfangs noch die Option für mich, ein Opernstudium zu beginnen. Ich hatte dann aber hier in Berlin einen Termin zum Vorsingen im Musicalbereich und das hat auch gleich geklappt. Da hieß es für mich: Zugreifen!

Was war Dein erstes Musical, das Du angeschaut hast?

In der Schule habe ich WEST SIDE STORY gesehen, allerdings war mir da nicht klar, dass es sich um ein Musical handelte. Ich habe auch lange Zeit das PHANTOM DER OPER für eine Oper gehalten (lacht). Mein erstes so richtig bewusstes Musical war dann wohl TITANIC.

Du hast mittlerweile bei so vielen Stücken mitgespielt. Gibt es eine Rolle, die Dich nachhaltig geprägt hat – mehr als andere Rollen bzw. ein besonders großer Schritt in puncto Erfahrung war?

Ich kann sagen, dass mich wohl jede Rolle weitergebracht hat und dass ich immer etwas Neues lernen konnte. Egal ob es eine Ensemblerolle oder eine Titelrolle war. Angefangen hat es mit Ensemblerollen und dann durfte ich auch schon mal in Hauptrollen reinschnuppern. Es ging so Schritt für Schritt. Meine erste Titelrolle war in KOLPINGS TRAUM, wo ich auf einmal 14 Songs hatte und neun- bis zehnmal die Woche auf der Bühne präsent sein musste. Da hat man dann schon gemerkt: DAS ist etwas anderes. In der Zeit habe ich sehr viel Konditionierung und ganz viele andere Dinge gelernt. Danach ging es wieder Schritt für Schritt, Rolle für Rolle weiter.

Mit ELISABETH warst Du auch in China. Und Ihr habt auf Deutsch gesungen. Macht man sich als Darsteller auch mal darüber Gedanken, ob die Zuschauer dort überhaupt verstehen, was Ihr da singt? Ist einem so etwas wichtig?

Ja das ist richtig. Ich war sogar noch einmal zwei Jahre später mit MOZART in China – eine tolle Zeit. Anfangs dachte ich auch: Okay, wenn es mal nicht so ganz perfekt ist mit dem Text, merkt das hier eh keiner. Bis ich mich dann eines Abends wirklich mit einem Wort versungen habe und mir im Anschluss an die Show ein Fan an der Stage Door sagte: „Heute hast du aber nicht den richtigen Text gesungen.“

In China kennt man gerade ELISABETH, aber auch viele andere Musicals vorrangig von DVDs oder CDs. Und die Fans kennen diese auswendig – nicht nur die Handlung, sondern auch den deutschen Text. In Japan ist das noch viel extremer. In China beginnt sich gerade die Musicalszene zu entwickeln. Die Theater dort sind alle unter staatlicher Leitung und die Produktionen im Land sind derzeit noch wenig profitabel. Aber um das Genre Musical zu platzieren, wird dort sehr viel Geld in solche Produktionen investiert.

Und nun spielst du Hauptmann Phoebus de Martin in DER GLÖCKNER VON NOTRE DAME. Als Zuschauer hat man das Gefühl, die Rolle ist Dir auf den Leib geschneidert. Phoebus und Maximilian: Versteht Ihr Euch?

Maximilian Mann Rolle Phoebus

Foto: Johan Persson © Disney k

Oh ja, wir verstehen uns ganz gut. Jeder von uns hat so seine Ecken und Kanten. Ich liebe diese Rolle sehr. Phoebus ist nicht der klassische Disney-Prinz. Er ist aber auch keine Gaston-Figur, wie in DIE SCHÖNE UND DAS BIEST. Am Anfang kann man dies vielleicht noch vermuten, aber im Laufe des Stückes zeigt sich, wie facettenreich und spannend dieser Phoebus ist. Es gibt mir als Darsteller die Möglichkeit, eine ganze Reihe von Emotionen und Möglichkeiten auszuspielen. Das mag ich so an der Rolle.

Was schätzt Du an seinem Charakter?

Phoebus ist ein starker Charakter. Einerseits ist er aufgrund seiner Stellung im Militär unterwürfig und gehorsam, aber wenn es darauf ankommt, gibt er auch Widerworte. Wenn er von einer Sache überzeugt ist, setzt er sich dafür auch ein.

Was empfindet Phoebus für Quasimodo? Konkurrenz sicher nicht wirklich. Abscheu? Mitleid?

Konkurrenz? Ganz klar: nein! Abscheu? Phoebus hat sicher im Laufe seiner Zeit beim Militär schlimmere und abscheulichere Dinge gesehen als Quasimodo, also Abscheu hat er nicht. Sicherlich hat er ein gewisses Maß an Mitleid mit ihm, aber er sieht Quasimodo auch sehr realistisch als das, was er ist. Er sieht das Elend dieses Menschen. Das kommt recht klar zum Ausdruck im Glockenturm, wo Quasimodo und Phoebus darum streiten, wer Esmeralda retten soll bzw. kann. Er sieht da die Grenzen von Quasimodo. Er sieht dies alles als Tatsache, aber das ist für ihn auch kein Problem. Er akzeptiert es, so wie es ist. Für Phoebus ist Quasimodo eindeutig ein Mensch. Ein Mensch mit Einschränkungen, aber eben nichts Schlimmes oder Abartiges. Er akzeptiert ihn.

Es gibt im Stück so zwei bis drei kleine Situationen, die schon recht schelmisch oder komödiantisch daherkommen. Du brillierst darin hervorragend. War das von Anfang an so angelegt in der Rolle, oder entwickelt sich so etwas nach Typ und Situation während der Proben?

Beides. Es gibt Situationen, die sind gewollt und die Rolle ist auch so angelegt. Zum Beispiel die Kussszene mit Esmeralda in der Taverne. Draufgängerisch und dann verlegen und ein „unpassender“ Spruch. Weil: Er weiß es eben nicht besser. Also es ist schon gewollt und so angelegt, aber natürlich ist da auch Spielraum für Eigenes mit dabei.

Das Stück läuft hier in Berlin verhältnismäßig lange und geht dann nach München und nach Stuttgart? Wirst Du die ganze Zeit mit dabei bleiben? Entsteht auch mal so ein Zwiespalt: bleiben oder gehen?

Ja, ich glaube es ist jedem klar und es ist verständlich, dass man bei acht Shows in sechs Tagen die Woche auch mal an Konditionsgrenzen kommt. Körperlich wie physisch. Aber das ist auch der Reiz an Long-Run-Produktionen. Sich immer wieder neu zu motivieren und jeden Abend daran zu arbeiten.

Ich habe schon die Absicht, die Rolle noch eine Weile zu spielen. Hier in Berlin werde ich bis zum Schluss dabei sein und ich werde auch mit nach München gehen. Stuttgart ist noch sehr weit hin. Warten wir es ab.

Wir von Musical1 waren nun mehr als einmal beim Glöckner und wir erleben immer wieder, dass ganz viele Zuschauer summend das Theater verlassen. Es gibt ja auch einige Ohrwürmer. Wie ist das bei Dir als Sänger? Geht Dir auch schon mal ständig dieselbe Melodie im Kopf herum aus einem Stück oder sogar eines Deiner eigenen Lieder?

Ja, das gibt es bei mir auch, sogar oft. Aber meist sind es nicht meine eigenen Lieder, sondern die der Anderen. Es hat auch nicht unbedingt etwas mit dem gerade aktuellen Stück zu tun. Manchmal ist es nur ein Wort von jemandem und schon hat man einen Ohrwurm.

Eine private Frage: Kürzlich bei Instagram – Du happy mit Deinem neuen Roller. Wieso ausgerechnet ein Roller? Eine Traumerfüllung? Praktisch wegen Parkplatz?

Oh, da gibt es einige Gründe. Ich bin von meinem 16. bis 18. Lebensjahr ein 125er Motorrad gefahren. Also ist das eh so eine Leidenschaft von mir. Ja und seit einiger Zeit gibt es nun auch Scooter-Sharing. Als ich davon erfuhr, habe ich mich dort angemeldet und es hat so viel Spaß gemacht. Ich habe dann mal das Ganze durchgerechnet und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass ein eigener Roller auf Dauer doch preiswerter ist. Die Entscheidung, mir einen gebrauchten zuzulegen, hat nicht lange gedauert. Ja und klar hat auch die Parkplatzsituation hier in Berlin eine Rolle gespielt.

Und was machst Du im Winter?

Ich fahre, solange es das Wetter zulässt und dann gibt es ja auch noch die öffentlichen Verkehrsmittel.

Ebenfalls kürzlich hattest Du eine Fotostrecke von Dir mit Aufnahmen von Paul Zimmer. Die sind einzigartig. Sie strahlen so viel Sympathie, Persönlichkeit und Wärme aus, treffen Deine Schokoladenseiten auf den Punkt.

Oh, dankeschön!

Ist das vorteilhafter, entspannter, wenn Fotograf und Model sich kennen?

Es war unser erstes gemeinsames Shooting und ich denke, es ist nicht wichtig sich im Vorfeld zu kennen. Viel wichtiger ist es, dass Sympathie zwischen dem Fotografen und dem Model herrscht.

Paul Zimmer ist ja auch wirklich ein Ausnahmefotograf, er geht ganz intensiv auf den Menschen ein und er schaut auch ganz genau hin und weiß, was jetzt gerade das Optimalste ist. Ich habe vorher schon Aufnahmen von ihm gesehen und die haben mir sehr gefallen. Er ist ein großartiger Fotograf. Es hat Spaß gemacht und ja, es sind schöne Fotos geworden.

Lieber Maximilian, wir danken Dir ganz herzlich für Deine Zeit und die interessanten Ausführungen zu unseren Fragen. Wir wünschen Dir und Phoebus noch ganz viel Spaß und immer ein volles Theater hier in Berlin. Wir freuen uns schon jetzt, Dich auf der Bühne wiedersehen zu dürfen.

Wer jetzt auch neugierig ist auf Maximilian Mann und seinen Phoebus, sollte es nicht verpassen Tickets für Disneys DER GLÖCKNER VON NOTRE DAME zu besorgen.

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Kategorie: Der Glöckner von Notre Dame,Interviews

Tags:

Autor: I. Marquardt (17.08.2017)

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