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Lindenberg-Musical HINTERM HORIZONT regiert die Reeperbahn

Die Premiere von HINTERM HORIZONT am 10. November 2016 im Stage Operettenhaus in Hamburg sorgte für spannende Überraschungen und wurde am Ende mit einer dreißig-minütigen Standing-Ovation und pulsierendem Applaus vom Publikum gefeiert. Nach dem Umzug von Berlin kommt nun die Geschichte rund um das Mädchen aus Ost-Berlin auch in die Hansestadt. Ein besserer Ort als das Stage Operettenhaus an der Reeperbahn hätte dafür nicht gefunden werden können. Musical1 war vor Ort und hat sich ein Bild von HINTERM HORIZONT gemacht.

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Hinterm Horizont Udo Lindenberg in Hamburg
Hinterm Horizont Udo Lindenberg ©Stage Entertainment

Von Ost nach West – HINTERM HORIZONT geht's weiter

Als vor mehr als fünf Jahren der Vorhang für das Musical mit den Songs von Udo Lindenberg Weltpremiere in Berlin feierte, hätte wohl kaum jemand mit solch einem Erfolg für das Stück gerechnet. Am wenigsten wohl der Meister – Udo Lindenberg – selbst.

Es war für viele Musicalbegeisterte wohl ein Schock, nachdem in Berlin verkündet wurde, dass HINTERM HORIZONT nicht mehr verlängert wird. Doch es gab Hoffnung, denn es sollte hinterm Horizont doch noch weiter gehen, nämlich in Hamburg.

Und genau dorthin hat sich unser Redakteur begeben, um mit vielen anderen Besuchern die Geschichte des Mädchens aus Osterberlin in Hamburg zum Leben zu erwecken.

Eines sollten Musicalinteressierte, denen das Stück und die Geschichte nicht bekannt sein sollte, aber wissen: Die Geschichte spielt in Ostberlin zu DDR-Zeiten, nicht in Hamburg. Dennoch wurden einige Anspielungen zu Hamburg eingefügt. Auch gibt es eine neue Schlussszene, die ohne jede Frage zu den Highlights der Show zählt. Diese spielt auf der Hamburger Reeperbahn und lässt somit Ost und West endgültig miteinander verschmelzen.

Mit viel Liebe zum Detail wird hier deutsche Geschichte greifbar gemacht

HINTERM HORIZONT bietet dem Besucher eine gute Mischung aus humorvoller Abendunterhaltung, greifbarem Geschichtsunterricht und einem Panik-Rockkonzert. Somit sollte für nahezu jeden etwas dabei sein.

Stasitruppe-Szenenfoto

© Stage Entertainment

Der Zuschauer wird zu Beginn des Stückes mit Dokumentaraufnahmen aus der Zeit des Mauerbaus konfrontiert und erhält somit einen ersten Einblick in die Zeit, in der das Stück spielt.

Und dann taucht er zum ersten Mal auf, Udo Lindenberg, der an diesem Abend verkörpert wird von Hauptdarsteller Alex Melcher, welcher für Serkan Kaya, der sich bei den Proben zu HINTERM HORIZONT verletzte, eingesprungen ist. Melcher steht auf einem überdimensional, von der Decke hängenden Lindenberg-Hut und singt dazu das Lied „Mädchen aus Ostberlin“.

Ostalgie vom Feinsten bei Bühnenbild & Kostümen

Highlight des Bühnenbildes ist ohne jegliche Frage wohl der bereits erwähnte Lindenberg-Hut, der in zahlreichen Szenen zum Einsatz kommt. Die anderen zum Einsatz kommenden Bühnenbilder sind original der Zeit nachempfunden, in der das Stück spielt.

Während man im Wohnzimmer der Familie Schmidt die gute alte DDR-Tapete und einen originalen Radioempfänger aus dieser Zeit findet, geht es in der Wohnung von Jessy in der Gegenwart natürlich weitaus moderner zu.

Die Kostüme bestechen ebenfalls durch diesen Charme. Auch die Dederonschürze, die in DDR-Zeiten bei keiner guten Hausfrau und Mutter fehlen durfte, kam hier zum Einsatz.

Künstler überzeugen auf ganzer Linie

Der Abend der Premiere für HINTERM HORIZONT in der Hansestadt stellte sicherlich auch eine neue Herausforderung für die Stars des Musicals dar. Während einige von ihnen bereits in Berlin auf der Bühne standen, gab es auch neue Gesichter im Ensemble und den Hauptrollen.

HINTERM HORIZONT Szenefoto

© Stage Entertainment

Udo Lindenberg-Darsteller Alex Melcher stellte einen Lindenberg darf, welcher sehr nah an das Original herankommt, ohne dabei wie eine billige Kopie zu wirken. Melcher schlurft locker lässig über die Bühne und schwingt dabei das Mikrofon durch die Lüfte. Auch gesanglich kann er durchaus überzeugen.

Die Rolle der Jessy teilen sich zwei Damen. Während Josephin Busch Jessy in jungen Jahren verkörpert, spielt Nadja Petri die Jessy der Gegenwart. Während Busch mit ihrer kräftigen Sopranstimme ein wahnsinniges Stimmvolumen aufzuweist, überzeugt Nadja Petri in der Frauenstimme Alt. Das Zusammenspiel beider Frauen z.B. beim Song „Ich lieb dich überhaupt nicht mehr“ sorgt somit für einen der Gänsehautmomente in der Show.

Neu für Hamburg wurde David Nádvornik für die Rolle des Steve, Jessys Sohn aus der Zeit mit Udo Lindenberg in Moskau, besetzt. Er entpuppte sich als Überraschung des Abends. Wahnsinnig flippig und ausdrucksstark verkörpert er diese Rolle und zeigt, was in ihm steckt.

Die Rolle des Elmar hat in Hamburg auch wieder Marcus Schinkel inne. Er überzeugt gewohnt souverän in dieser Rolle und hat sicher beim Fliegen mit dem Ballon einen der abenteuerlichsten Momente während der Show für sich gebucht.

Desweiteren ist Dorina Maltschewa als Jessys Mutter, Pressesprecherin und Barbara Saftig zu sehen. Der Minister wird wieder von Rainer Brandt verkörpert. Ebenfalls neu ist Lutz Standop als Stasi Fritzsche.

Jeder einzelne Künstler, ob jetzt hier genannt oder nicht, hat ohne jeden Zweifel dazu beitragen, die Vorstellung von HINTERM HORIZONT zu einem gelungenen Erlebnis zu machen.

Hamburg-Ikone Udo Lindenberg persönlich mit von der Partie

Was gehört zu HINTERM HORIZONT wie die Reeperbahn zu Hamburg? – Richtig: Udo Lindenberg. Dieser war während der Premiere selbstverständlich dabei und kam zur Schlussszene „Reeperbahn“ mit auf die Bühne.

Das Zusammenspiel zwischen Udo Lindenberg und dem Udo Lindenberg-Darsteller Alex Melcher überzeugte den Besucher voll und ganz.

Am Ende der Vorstellung hielt es keinen der Besucher mehr auf den Sitzen im Stage Operettenhaus, wo HINTERM HORIZONT nun bis Sommer 2017 zu sehen sein wird. Für die Darsteller und natürlich auch das Team hinter der Bühne gab es an diesem Abend tosenden Applaus und eine dreißig-minütige Standing-Ovation.

Tickets für HINTERM HORIZONT
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Kategorie: Hinterm Horizont,Kritiken

Autor: C. Demme (12.11.2016)

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