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Leidenschaft und Emotionen – Fankult im Musicalbereich

In nächster Zeit wollen wir euch die ein oder andere Geschichte über euch selbst erzählen – über die vielen Fans, die das Genre Musical im deutschsprachingen Raum inzwischen hat und was diese so alles für ihre Leidenschaft auf die Beine stellen.

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Max Mann mit Annika und Lisa
Max Mann mit Annika und Lisa © Musical1

Kein Erfolg ohne Fans

Tag für Tag berichten wir euch über Musicals, Konzerte und über Darsteller. Aber was wäre all das ohne diejenigen, die bereit sind, Geld dafür auszugeben und sich die Veranstaltungen – teils unzählige Male – anzusehen? Die lange Reisen auf sich nehmen, manchmal stundenlang an der Stage Door stehen, um „ihr“ Idol einmal abseits der Bühne zu sehen oder einfach nur ein Autogramm zu ergattern? Die Fanseiten betreiben, egal ob als Internet-Seite oder auf Facebook. Die Zeit, Geld und Mühe in liebevoll gebastelte Geschenke, wundervolle Zeichnungen, selbst gebackene Kuchen, und unzählige andere Dinge investieren, um sich für einen tollen Abend im Theater, eine fantastische Show und ein bisschen Ablenkung von der realen Welt zu bedanken.

Was sagt Wikipedia dazu?

Die Defiinition aus Wikipedia hört sich recht wissenschaftlich an: „Ein Fan ist ein Mensch, der längerfristig eine leidenschaftliche Beziehung zu einem für ihn externen, öffentlichen, entweder personalen, kollektiven, gegenständlichen, abstrakten oder sportlichen Fanobjekt hat und in die emotionale Beziehung zu diesem Objekt Ressourcen wie Zeit und/oder Geld investiert.[…] Im Rahmen der Vermarktung von Stars und Objekten, die über eine Fangemeinde verfügen, werden häufig Merchandising-Artikel (Fan-Devotionalien) angeboten. Außerdem versuchen Fans von Personen, Autogramme ihrer Stars zu erhalten und sich gemeinsam mit ihren Lieblingen zu fotografieren. Einige Anhänger bringen ihre Begeisterung in Fan-Art und Fan-Fiction oder auf einem Fanposter zum Ausdruck. Webmaster präsentieren eine Fanpage im Internet.“

Mit all diesen Ausprägungen wollen wir uns in nächster Zeit befassen.

Geschenkebox für Max Mann

© Musical1

Eine Fanpage für den persönlichen „Star“

Den Anfang machen wir mit einer Fanpage. Davon gibt es Unmengen. Sie werden unterschiedlich gepflegt, finden mit oder ohne Zustimmung des jeweiligen Fanobjekts statt und bieten jede Menge Diskussionsstoff.

Wir haben kürzlich in Berlin zwei Fans getroffen, die seit dem Frühjahr 2016 eine Leidenschaft teilen. Nämlich die für den Darsteller Maximilian Mann. „Wir haben damals in Hamburg das Musical ELISABETH angeschaut. Und erstaunlicherweise fanden wir nicht Elisabeth oder den Tod am spannendsten, sondern die Rolle des Franz Joseph.“, erzählen Annika Böttcher und Lisa Tüllner. „Wir sind dann danach zur Stage Door und Maximilian war so nett, dass wir gleich beschlossen haben, in seine Fangruppe einzutreten.“ Nach kurzer Recherche fanden die beiden heraus, dass es die aber (noch) gar nicht gab. „Also haben wir ihn einfach gefragt, ob es okay wäre, wenn wir etwas machen. Und so kam unsere Fanseite auf Facebook zustande – die Maximilian Mann Fangruppe.“

„Wir wollen niemanden belästigen“

Durch Max' nachfolgende Engagements bei MOZART und jetzt bei DISNEYS DER GLÖCKNER VON NOTRE DAME hatten wir ganz guten Zulauf.“, berichten Annika, Berufseinsteigerin, und Studentin Lisa. Aktuell zählt die Gruppe 246 Mitglieder. „Darunter sind auch viele Fans aus China. Und wir haben Leute quer durch alle Altersgruppen dabei“. Annika und Lisa machen einen eher zurückhaltenden Eindruck. „Man will ja den Darsteller nicht belästigen oder auf die Nerven gehen, weil man dauernd dasteht oder ihm ständig schreibt. Wir wollen schon einen guten Eindruck machen und nicht in die Privatsphäre des Darstellers eindringen. Schließlich ist das nicht unser Bruder oder unser bester Freund, da muss man schon unterscheiden können“. Das nimmt man ihnen ab und das spiegelt sich auch auf der Seite wider.

MOZART leider verpasst

Außerdem könnten sie es sich auch gar nicht leisten, ihrem „Star“ – so wie viele eingefleischte Fans das tun – überall hin nachzureisen. „Shanghai und Thun war uns einfach zu weit, auch wenn wir die Stücke gerne gesehen hätten. Aber in Bremerhaven bei DRACULA, da waren wir dann schon.“ MOZART hätte sie ganz besonders gereizt und man merkt ihnen an, dass es noch immer etwas nagt, dass sie nicht dabei sein konnten. „Leider waren wir auch nicht in Duisburg bei den fünf Vorstellungen vor der Shanghai-Reise, das ist wirklich schade.“

Über das Hobby kennengelernt

Dafür hat sich Annika dann umso mehr gefreut, als sie eine Karte für die Generalprobe von DISNEYS GLÖCKNER VON NOTRE DAME gewonnen hat. „Wir verfolgen alles rund um den Glöckner, das Stück ist toll“, sind sich die beiden einig. Kennengelernt haben sie sich übrigens auch über das Thema Musical. „Wir waren beide Fans von Anton Zetterholm und haben uns zufällig bei einem Konzert kennengelernt“ erzählen die sympathischen jungen Frauen.

Sie sind sehr froh, dass sie mit Maximilian Mann einen Darsteller kennengelernt haben, der „so nett und lustig ist“. Denn es seien nicht alle gleich, das würde man durchaus merken, wenn man hin und wieder an einer Stage Door steht.

Max als Praline

© Musical1

Zum runden Geburtstag extra angereist

Als wir Annika und Lisa treffen, ist es ein ganz besonderer Tag für sie. Sie sind extra nach Berlin gereist, um Max zu seinem runden Geburtstag zu gratulieren und die liebevoll gestalteten und mit Bedacht ausgewählten und verpackten Geschenke der Fangruppe zu überbringen. Bis das endlich so weit war, haben sie ganz schön geschwitzt. Annikas Zug hatte wegen Vandalismusschäden auf der Strecke mächtig Verspätung und so kamen sie deutlich später am Theater an als geplant. Max, der zwar zwischen seiner Doppelshow nach draußen gekommen war, war schon wieder weg und es war kurz vor der Abendshow als sie die Stagedoor endlich erreichten.

Fan kommt nicht immer von fanatisch

Am Ende hat aber alles noch geklappt und „ihr“ Phoebus de Martin kam extra noch einmal raus, um die Geschenke entgegenzunehmen. Seine Freude war auch ihre Freude und danach ging es mit dem Zug zurück in die jeweilige Heimat. Ein Besuch der Show war dieses Mal leider nicht drin. Neben den verschiedenen Geschenken in der Box gab es noch Blumen aus Shanghai und fantastische Zeichnungen, die Mitglieder der Fangruppe direkt an das Theater des Westens geschickt hatten, damit sie rechtzeitig zum Ehrentag von Max dort ankommen.

Schön, dass es nach all den Diskussionen der letzten Zeit um nahezu schon tumultartigen Szenen an manchen Bühnentüren auch jede Menge positive Beispiele fürs Fansein gibt. Wir bleiben dran und berichten weiter! Wenn ihr spannende, außergewöhnliche, herzergreifende, lustige oder einfach nur berichtenswerte Geschichten für uns habt, freuen wir uns über eine Nachricht unter dem Stichwort „Fangeschichten“ und treten mit euch in Kontakt.

Kategorie: Allgemein,Interviews

Autor: M. Kanz (11.09.2017)

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