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Karen Helbing – im Interview

Nach unserem Besuch bei LOTTE in Wetzlar hatten wir die Gelegenheit und das Glück Karen Helbing für ein kleines Interview sprechen zu können. Karen Helbing gab in einem kurzen Gespräch nach der Vorstellung am 13. Juli 2016 einen Rückblick auf LOTTE - das Wetzlarer Musical und einen Ausblick auf ihre persönliche Karriere.

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Hallo Karen, Musical 1 sagt danke, daß Du Dir ein paar Minuten Zeit nimmst heute. Du strahlst richtig, hattest Du einen schönen Sommer bisher?

Ja, absolut großartig! Ich genieße die Zeit hier in Wetzlar.

Das spürt man. Du bist ja bereits den 2. Sommer hier?

Das ist richtig. Und es ist wunderbar. Ich habe mittlerweile so viele Freunde hier, mit denen ich mich auch zwischen den Jahren getroffen habe, in Wetzlar.

Das Stück hatte nur zehn Spieltermine in zwei Monaten, was hast Du in Deiner Freizeit gemacht?

Das stimmt. Es ist schon etwas anderes als sechs bis acht Vorstellungen pro Woche  – nun, dankenswerter Weise hatte ich ein Auto zur Verfügung, daher konnte ich die Gegend um Wetzlar mal ein bißchen erkunden und genießen.

Deine Facebookposts erlauben uns einen Einblick in eine sehr, sehr aktive Freizeit-Woche.

Ja – ich habe es tatsächlich geschafft, mir auch ein paar Stücke anzuschauen. CATS, ZORRO, RAPUNZEL, EVITA…. Sommerzeit ist Festspielzeit, also ging es nach Luisenburg, Jagsthausen, Hanau, und und und.

Das ist natürlich toll, viele Kollegen wieder zu treffen, Freunde zu besuchen und spielen zu sehen, das hat richtig Spaß gemacht, und nächste Woche kommen noch weitere Besuche hinzu.

Kannst Du ein Stück unbelastet und loyal genießen, oder siehst Du Deine Kollegen eher kritisch?

Ich möchte mal so sagen, ich sehe es sicher etwas anders als das Gros der Zuschauer, natürlich, weil man genau weiß, was so abläuft während einer Vorstellung. Aufregung, Anspannung, Kostümwechsel, all das. Aber ich sehe das nicht unbedingt kritisch. Ich empfinde und erlebe das mit diesem Hintergrundwissen halt sehr viel intensiver. Ich kann mich auch gut fallen und mitreißen lassen, gar keine Frage.

Dein intensives Zuschauerempfinden gibt mir das Stichwort zur nächsten Frage. Du hast bereits auch Regie-Assistenz gemacht…

Genau. In Dessau, Anhaltisches Theater. Erst zwei Jahre vor meinem Studium, und dann für ein weiteres Stück noch einmal vor einiger Zeit. Eine sehr gute Freundin hatte es inszeniert, eine Oper, und brauchte noch eine Assistentin. Regieassistenz. Ja, und abends die Spielleitung oder Soufflieraufgaben. Das war schon eine tolle Erfahrung.

Und? Nimmt die Schauspielerin Karen Helbing Regieanweisungen unkommentiert hin, oder liegt Dir schon mal ein Änderungsvorschlag auf der Zunge?

Bei bereits bestehenden Stücken habe ich schon ab und zu Mal das Empfinden, mmhmm… hier geht noch was, dort könnte man etwas anders arrangieren… aber in der Regel eher ein klares „nein!“.

Und wie war das bei LOTTE?

Bei Neuinszenierungen verhält sich das weitestgehend ohnehin so, dass Möglichkeiten geboten werden, sich einzubringen und auch mal eine Idee mit einzuarbeiten. Das hängt immer auch vom Stück ab.

LOTTE ist ein Stück, das von der räumlichen Distanz sehr nah am Publikum dran sein kann. Wie empfindest Du das, macht es Dich nervös?

Das ist wohl wahr! Nein, das ist durchaus spannend und es macht mich überhaupt nicht nervös. Im Gegenteil – ich finde es eher inspirierend. Die Schauplätze sind im Lottehof verteilt, ich kann hier und da einen Seitenblick in die Gesichter der Zuschauer erhaschen. Die Reaktionen und Emotionen sind näher dran, greifbarer, ich kann damit spielen, das ist eben das Spannende daran.

Du spielst in dem Stück die unterschiedlichsten Charaktere, vom Kind über Cousine bis zur Mutter und mehr. Irre! Wie schaffst Du das?

Richtig. Ja, es ist mega toll, man fühlt sich manchmal tatsächlich ein bisschen schizophren, wenn man dann von lustig auf traurig, von jung auf normal springt. Es ist immer eine Herausforderung, aber genau das macht auch viel Spaß.

Dieses Können schüttelt man sicher nicht so aus dem Ärmel?

Nicht wirklich. Geholfen hat mir dabei vor allem meine Erfahrung als Regieassistentin und Hospitantin, was ich vor meinem Studium machte. Ich bin dann seit meiner ersten Produktion oft bei den Proben eingesprungen, später auch bei den Vorstellungen, für Darsteller die krank oder anderweitig verhindert waren, deren Parts habe ich übernommen. Es war teilweise auch so, dass ich z.B. in ein- und derselben Probe zu Les Miserables ( in Altenburg und Dessau) auf den Barrikaden stand, einmal als Jean Valjean, im nächsten Augenblick als Javert, und immer hin und her springen musste.

Bewundernswert! Kommt man da nicht total durcheinander mit den Charakteren?

Ja. Das ist ein komisches Gefühl, und man muss sich auch zwischendurch mal wieder besinnen, wer man eigentlich ist…und warum…und wieso.

Dann warst Du für LOTTE ja bestens vorbereitet!

Ja. Es ist außerdem eine Besonderheit dieses Stückes, dass der Zuschauer die „Switches“ miterlebt. Normalerweise geht man von der Bühne ab, zieht was anderes an, kommt wieder zurück als jemand Anderes. Hier ist es so, dass wir auf der Bühne das Kostümteil ändern. Hut ab, Haarreifen auf, wieder ab. Das alles sieht der Zuschauer, und es ist für uns auch immer spannend.

Das können wir nur bestätigen! Als Zuschauer bewundert und genießt man die plötzlichen Charakterwechsel voll und ganz. Und man muss automatisch schmunzeln, wenn Du, Ekaterini und Tobias plötzlich auf Kinderstimmen umstellt.

Wir Darsteller haben dafür direkt ein Zitat wenn wir so viele Rollen spielen in so kurzer Zeit:

Wer bin ich, und wenn ja, … wieviele …?

Ein besseres Schlußwort kann es kaum geben!! Super. Danke. Aber eines möchten wir dann doch noch wissen: LOTTE 2016 ist Geschichte, wie geht es weiter bei Karen Helbing?

Ein bisschen Zeit verbringe ich noch hier in Wetzlar. Und anschließend geht es auch bald zu den Proben nach Oberhausen, ins Ensemble von TARZAN, wo ich dann unter anderem Cover für Kala sein werde.

Ahhh… Das ist eine großartige Neuigkeit! Also werden wir Dich im Herbst im Dschungel antreffen.

So wird es sein. Wenn ihr vorbeischaut würde mich das sehr freuen.

Ganz bestimmt.

Musical 1 sagt an dieser Stelle Dankeschön für Deine Geduld, dass Du Dir die Zeit genommen hast und uns ein paar Einblicke gewährt hast. Danke!

Hier geht es zur Musical1.de Kritik zu LOTTE – DAS MUSICAL.

Kategorie: Interviews

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Autor: I. Marquardt (27.07.2016)

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  • Nadine 27. Juli 2016 at 23:30 / Antworten

    Super Interview, echt Klasse Fragen 😉

    • I. Marquardt 28. Juli 2016 at 10:03 / Antworten

      Hallo Nadine,
      freut uns das es gefällt.

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