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Judith Lefeber Interview – Musical1 Podcast 64

Die Sängerin und Musical-Darstellerin Judith Lefeber wurde dem deutschen Publikum vor allem durch ihre Teilnahme bei „Deutschland sucht den Superstar“ im Jahr 2002 bekannt. Bis heute spielte sie zudem in mehreren Musicals. Im Musical1 Podcast spricht sie über ihre Zeit bei DSDS, ihre Musical-Engagements und auch über die ganz private Judith.

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Judith Lefeber in AIDA
Judith Lefeber in AIDA © Dieter Wuschanski / Die Theater Chemnitz gGmbH

Fing schon früh mit dem Singen an

Knapp eine Woche vor dem Interview hat Judith Lefeber eine Knieoperation überstanden und ist noch humpelnder Weise unterwegs. Dennoch ließ sie es sich nicht nehmen, Christian Demme Rede und Antwort zu stehen.

Mit dem Singen hat Judith bereits früh angefangen: Als Kind sang sie zu Kassetten mit den Kinderliedern von Rolf Zuckowski. Mit acht Jahren ging es für sie in den Kinderchor, wo sie bis zum 13. Lebensjahr blieb. Danach stand für sie fest, dass sie mit dem Gesang weitermachen wolle. Als Jungstudentin kam sie mit 16 Jahren an die Universität Detmold und belegte dort als erstes Fach Klavier, als zweites Fach Gesang. Mit 18 Jahren wechselte sie an die Folkwang Schule in Essen.

Judith kommt aus dem Opern- und Klassikbereich. Mit ihrer Rolle in AIDA in Essen in den Musical-Bereich hineinschnuppern zu dürfen, bezeichnet sie als ganz tolles Erlebnis, das ihr einen neuen Einblick verschafft habe.

Judiths Zeit bei DSDS

Bekannt geworden ist Judith mit ihrer Teilnahme bei der Castingshow DSDS im Jahr 2002. Obwohl sie die Top Ten erreichte und zu den Favoriten gehörte, stieg sie freiwillig aus dem Format aus. Wie kam es dazu? Die beste Freundin ihrer Mutter arbeitete bei Bertelsmann in der RTL-Abteilung meldete Judith für die Castings an. Judith hatte wenig Ahnung, was auf sie zukommen würde. Als sie in den einzelnen Runden immer weiter kam, hieß es irgendwann: „Trenn dich bitte von deinen Eltern und deinem Privatleben, egal, ob du einen Freund hast oder nicht.“ Mit den anderen Kandidaten zog sie in Köln in das DSDS-Haus und lebte dort mit ihnen zusammen. Obwohl sich alle gut verstanden, war natürlich auch die Konkurrenz zu spüren. Dennoch ist Judith im Nachhinein froh, diesen Schritt gemacht zu haben: „Normalerweise braucht ein Mensch, der aus einem behüteten Haus kommt, immer seine Rücklagen, seine familiären Privatsphären irgendwo, und das hat RTL komplett durchbrochen,“ erklärt sie. Es wurden Homestorys gedreht, auch die private Judith stand plötzlich im Fokus.

Die Zeit bei DSDS bezeichnet Judith rückblickend als „nicht unbedingt tolle Zeit“. Negativ fällt ihr vor allem auf, dass eher der Typ des Sängers im Vordergrund steht als die Stimme. „Ich bin immer noch ein Fan von Stimmen, und wenn ich sehe, dass mehr Hype ums Privatleben gemacht wird, hat das nichts mehr mit der Stimme zu tun,“ erklärt sie. Andere Formate, bei denen die Stimme mehr im Vordergrund steht gefallen ihr besser – wie „The Voice of Germany“, wo auch mehrere Musical-Darsteller bereits teilgenommen haben, darunter auch direkte Kollegen von Judith. Da fiebere sie natürlich mit.

Musical-Debüt bei AIDA in Essen

Ihre erste professionelle Musical-Erfahrung hatte Judith 2004 im Essener Colosseum Theater in AIDA. Kurz nach dem Ausstieg bei DSDS hatte sie ein Management an der Seite, das ihr auch geholfen habe, aus den Knebelverträgen herauszukommen. Darüber erhielt sie das Angebot, sich für AIDA in Essen zu bewerben. Wie alle anderen Darsteller auch, musste sie an Auditions teilnehmen und erhielt schließlich die Hauptrolle in Erstbesetzung. 2011 bis 2012 und 2013 bis 2014 lief das Musical auch in Chemnitz. Die Inszenierung von Regisseur Matthias Winter in Chemnitz habe ihr besonders gut gefallen, meint Judith. Winter machte aus dem Musical etwas sehr Eigenes, in einer eher schlichten Variante.

Am Staatstheater Kassel spielte Judith zudem im Musical HAIR, inszeniert von Philipp Kochheim nicht nach dem Film, sondern ebenfalls in einer sehr eigenen Version. Das Musical lief so gut, dass es anschließend nach Mannheim weiterzog. Von dort ging es für die Show nach Bonn, Judith hatte aber derweil das Angebot für AIDA in Chemnitz erhalten.

Engagements am Staatstheater Kassel

Heute tritt Judith viel mit der Vogtland-Philharmonie auf und arbeitet am Staatstheater Kassel für Produktionen wie QUEEN, SWING und aktuell DISCO IN CONCERT mit Songs von Boney M., den Bee Gees, Gloria Gaynor und anderen Disco-Größen.

Aufgeregt ist Judith vor ihren Auftritten immer noch. „Wenn das Lampenfieber irgendwann nicht mehr da ist, dann höre ich auf mit der Musik,“ sagt sie. Musik ist für Judith etwas, das aus dem Herzen, aus der Seele kommt. Als Sängerin könne sie sich nicht hinter ihrem Instrument verstecken, sondern habe ihr Instrument im Hals. Sobald sie sentimental werde, höre man das direkt. Musik verrate auf diese Weise viel über einen Menschen.

In Zukunft würde Judith gerne noch die Rollen der Nala im KÖNIG DER LÖWEN und der KALA in TARZAN spielen.

Kategorie: Podcast

Autor: C. Demme (30.08.2015)

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