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Interview mit Patrick Adrian Stamme

Patrick Adrian Stamme spielte in 3 MUSKETIERE, CITY OF ANGELS und MAMMA MIA!, bevor er 2008 an der Casting-Show ICH TARZAN, DU JANE! teilnahm. Danach folgten weitere Engagements in ELISABETH, DIRTY DANCING sowie HINTERM HORIZONT. Seit einem Jahr ist er als Swing bei DAS WUNDER VON BERN engagiert und verkörpert zudem noch die Rollen Helmut Rahn, Paul Ackermann, Bruno Lubanski und Fritz Walter. Im Musical1 Interview verrät Patrick, wie er als Musical-Darsteller fit bleibt und welche Rollen seinen Charakter widerspiegeln.

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Patrick Adrian Stamme
Patrick Adrian Stamme © Gerlind Klemens

Mein Weg führte mich auf die Bühne

An der Bayerischen Theaterakademie August Everding ließ sich der in Offenburg geborene Baritenor Patrick Adrian Stamme in Schauspiel, Gesang und Tanz ausbilden und wurde direkt nach seinem Studium für die männliche Hauptrolle in der Uraufführung der Heavy-Metal-Oper LILITH in Memmingen engagiert.

Schon während seines Studiums spielte er in HAIR, SWEET CHARITY und PAL JOEY am Akademietheater München. In ON THE TOWN und CITY OF ANGELS war Patrick am Prinzregententheater zu sehen. Anschließend gehörte er zum festen Schauspiel-Ensemble am Landestheater Schwaben, wo er unter anderem den “Franz Moor” in Schillers „Die Räuber“, “Lucentio” in Shakespeares “Der Widerspenstigen Zähmung” und “Cléante” in Molièrs “Der Geizige” verkörperte.

In dem Musical 3 MUSKETIERE schlüpfte er 2005 am Berliner Theater des Westens in die Rollen des d'Artagnan, König Ludwig XIII, Confèrenciers/James und war als Swing engagiert. Am Theater am Potsdamer Platz stellte Patrick den Sky in MAMMA MIA! dar, bevor er sich im Jahr 2008 in der Casting-Show ICH TARZAN, DU JANE! um die Titelrolle im Musical TARZAN bewarb.

In der Tournee-Produktion von ELISABETH spielte er als Zweitbesetzung die Rollen des Kaiser Franz Joseph und Der Tod. Parallel zur Tournee wirkte Patrick am Theater St. Gallen in der Uraufführung von DER GRAF VON MONTE CHRISTO mit und war anschließend als Billy in DIRTY DANCING erneut am Berliner Theater am Potsdamer Platz zu sehen.

Bei der Welturaufführung von HINTERM HORIZONT in Berlin war er von 2011 und 2012 in der Rolle Der Irre und als Cover Udo besetzt. 2012 gehörte er bei den Thuner Seespielen 2012 zur Besetzung in der von Max Sieber inszenierten Open-Air-Fassung von TITANIC– Das Musical.

In der CABARET-Inszenierung im Berliner Tipi am Kanzleramt verkörperte Patrick 2013 den Cliff Bradshaw. Am Gärtnerplatztheater debütierte er als Truthahnzüchter in der deutschsprachigen Erstaufführung von TSCHITTI TSCHITTI BÄNG BÄNG und stand im Anschluss bei den Gandersheimer Domfestspielen als Che in EVITA auf der Bühne. Seit November 2014 ist er in DAS WUNDER VON BERN am Theater an der Elbe in Hamburg in den Rollen Helmut Rahn, Paul Ackermann, Bruno Lubanski, Fritz Walter sowie als Swing zu sehen.

Derzeit bist du in DAS WUNDER VON BERN in verschiedenen Rollen zu sehen. Welche Rolle spiegelt deinen Charakter wider?

In jeder der Rollen gibt es einzelne Charakterzüge von mir zu erkennen. Beim Fritz Walter ist es vielleicht die Disziplin und die Verlässlichkeit, bei Paul Ackermann die Begeisterungsfähigkeit und Leidenschaft, und bei Bruno ist es der Gerechtigkeitssinn und die Liebe zur Musik.

Was macht das Stück einzigartig?

Unser Stück kann nur in Deutschland funktionieren. Es ist keine Produktion, die vom Broadway oder West-End nach Deutschland transferiert wurde, sondern ist original „deutsch“ und wird auch nur hier gespielt werden. Trotzdem ist die Geschichte universell. Es geht um die Beziehung zwischen einem Jungen und seinem Vater, wodurch sich jeder damit identifizieren kann.

Für welchen Beruf hättest du dich entschieden, wenn du nicht Musical – Darsteller geworden wärst?

Ich hatte eine Weile überlegt Cutter beim Film zu werden, aber die Bühne hat mich einfach mehr gereizt.

Wer hat dich dabei unterstützt?

Ich bin meinen Weg alleine gegangen. Meine Eltern fanden es interessant, was ich machen wollte, aber es wäre ihnen damals lieber gewesen, wenn ich erst einmal etwas „Handfestes“ studiert hätte. Ich habe erst gejobbt, um mir ein finanzielles Polster zu schaffen, und während des Studiums habe ich dann ein Stipendium erhalten. Meine Eltern sind aber sehr stolz darauf, was ich mache.

Was fasziniert dich an dem Genre Musical?

Die Möglichkeit, eine Geschichte über das Schauspiel hinaus auch noch mit Musik und Tanz zu erzählen. Wie ich schon sagte, liebe ich Musik sehr.

Du hast schon bei einigen Musicals und Shows mitgewirkt. Was war für dich dein persönliches Highlight?

Oh, da gibt es so viele! 3 MUSKELTIERE, MAMMA MIA!, ELISABETH, CABARET, HINTERM HORIZONT und natürlich DAS WUNDER VON BERN. Da könnte ich mich nicht entscheiden. Aber im Bereich Sprechtheater auf jeden Fall „Die Räuber“.

Als Musical-Darsteller musst du auf der Bühne immer fit sein. Was tust du, um fit zu bleiben?

Früher bin ich 3 bis 4 mal in der Woche ins Fitnessstudio gegangen. Seit ich beim WUNDER VON BERN bin fehlt mir dafür ein bisschen die Zeit. Im Moment nutze ich dafür sehr oft eine Fitness-App für das Smartphone.

Patrick Stamme als Che in Bad Gandersheim

© Gandersheimer Domfestspiele

Du hast dich für eine Rolle vorgestellt und wurdest abgelehnt. Geht dir das persönlich sehr nah oder siehst du es eher locker?

Es gibt so viele Gründe, warum man ein bestimmtes Engagement nicht bekommt. Mal passt man typmäßig nicht oder ein anderer hat in dem Moment einfach besser vorgesungen. Die Konkurrenz ist sehr groß. Ich versuche, das alles nüchtern und realistisch zu betrachten. Die Freude, eine Rolle bekommen zu haben, ist dann größer als die Enttäuschung über eine Absage.

Was wäre für dich eine peinliche Situation auf der Bühne?

Alles, was jedem anderen Menschen auf offener Strasse auch peinlich wäre. Mir ist zum Glück noch nichts wirklich Peinliches passiert. Und meistens kann man danach ja auch darüber lachen. Man hat auf jeden Fall eine gute Bühnen-Anekdote für die Kollegen.

Musical-Darsteller – ein Beruf mit “Mindesthaltbarkeitsdatum”. Macht dir das Angst? Und hast du dir schon Gedanken gemacht, was du danach machen würdest?

Ach ich glaube, dass es für mich auch im höheren Alter noch Rollen geben wird, die ich spielen könnte. Da mache ich mir tatsächlich nicht so viele Gedanken. Und nebenher arbeite ich ja auch noch an meiner Karriere als Synchronsprecher.

Nenne uns drei Dinge, die du immer bei dir hast:

Natürlich mein Handy, dann Laktase-Tabletten und im Sommer eine Sonnenbrille.

Wie sieht bei dir ein freier Tag aus?

Das kommt auf meine Stimmung an. Manchmal genieße ich es einfach meine Ruhe zu haben, auszuschlafen und auf der Couch einen Film anzuschauen. Und an anderen Tagen brauche ich Action, möchte Freunde treffen und irgendwohin fahren, z.B. in einen Freizeitpark. Ich gehe aber auch unheimlich gern ins Kino und nutze meinen einzigen freien Abend in der Woche sehr oft auch dafür.

Gibt es noch einen Lebenstraum, den du dir erfüllen möchtest?

Ich habe sehr viele Träume und Wünsche. Zum Beispiel möchte ich noch irgendwann eine Weltreise zu machen.

Hast du eine Botschaft an unsere Musical1-Leser?

Hört nie auf zu träumen, kämpft für Eure Ziele und lasst Euch nicht zu schnell entmutigen. Und hier ist noch ein Zitat eines meiner Lieblingsmusiker, welches ich Jedem an Herz legen möchte:
„Als ich 5 Jahre alt war, sagte mir meine Mutter immer, dass „glücklich sein“ der Schlüssel für ein erfülltes Leben sei. Als ich zur Schule ging, fragten sie mich was ich werden will wenn ich groß bin. Ich schrieb ‘glücklich'. Sie sagten mir, dass ich die Aufgabe nicht verstanden habe, und ich sagte ihnen, dass sie das Leben nicht verstanden haben.“

John Lennon

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Kategorie: Interviews

Autor: N. Hofmann (25.11.2015)

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