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Interview mit Musical-Darstellerin Tamara Bauer

Zurzeit probt die Wahl-Hamburgerin Tamara Bauer noch für die Wiederaufnahme der Schmidtparade im Schmidt Theater Hamburg. Vom 23.07 - 06.09.2014 ist sie dort erneut in verschiedenen Rollen auf der Bühne zu sehen. Premiere ist am 23.07.2014.

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Tamara Bauer
Tamara Bauer © Sebastian Faust

Vita von Tamara Bauer

Schon im Alter von 17 Jahren zog es Tamara auf die Bühne. Nach ihrem Umzug nach Hamburg absolvierte sie eine Ausbildung zur Bühnendarstellerin auf der Stage School For Performing Arts. Im Jahr 2008 beendete sie erfolgreich ihre Ausbildung und war schon nach kurzer Zeit auf Tournee mit verschiedenen Familienmusicals. Dort spielte sie u.a. in „Jim Knopf und die  Wilde 13″, „Peter Pan – Fliege deinen Traum” und „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel”. Ihr Hamburg-Debüt feierte sie 2010 im Schmidt Theater, dort verkörperte sie anderthalb Jahre “Mowgli” im Dschungelbuch. In diesem Jahr fand Tamara auch den Weg ans Stadttheater und durfte beim Nordharzer Städtebundtheater die Rolle des Soulgirls “Chiffon” im „Kleinen Horroladen” übernehmen. Ihre große Leidenschaft für das Kindertheater machte sie 2011 zur „Hexe Huckla“, der sie nicht nur auf CD ihre Stimme gab: Diese Rolle verkörperte sie außerdem in einem mehrsprachigen Ein-Personen-Stück. Daraufhin folgten 2012 weitere Engagements u.a. für die Dependance des Schmidt Theaters in Mühlheim („Karamba!“ und „Die famose Schmidt-Schlagersause”). Im gleichen Jahr war sie als „Helga“ in „Cabaret“ am Staatstheater Meinigen zu sehen. 2013 gab Tamara abermals die “Chiffon” im „Kleinen Horrorladen“, diesmal am Volkstheater Rostock, verkörperte darüber hinaus die Lene in “Tanz auf dem Vulkan” im HafenRevueTheater Bremen. Dort spielte sie zuletzt auch die „Anna” in „Liebe, Last und Fracht”. Immer wieder führt sie ihr Weg ins Schmidt: Letztes Jahr war sie Teil der Schmidtparade, einer Jubiläumsgala zum 25jährigen Bestehen des Theaters. Wegen des großen Erfolges folgt dieses Jahr vom 23.07 – 06.09.2014 die Wiederaufnahme, und Tamara freut sich über ihr erneutes Engagement, wird dort – wie auch am 07. und 08.11.2014 in der 70er-Jahre Schlagerrevue „Karamba!“ in der Elspe-Festival-Halle im Sauerland – in verschiedenen Rollen zu sehen sein.

Sie sind ausgebildete Bühnendarstellerin. Wollten Sie schon immer zum Musical?

Nein. Als Kind dachte ich ganz naiv: „So etwas tolles ist man eben. Das kann man doch nicht einfach lernen.” Also war mein eigentlicher „Plan“, Medizin zu studieren. Als ich dann mit 15 von meiner Mutter einen Musical-Workshop von der StageSchool geschenkt bekam, war es um mich geschehen. Ein Jahr später wiederholte ich diesen Workshop, und mein Entschluss stand fest: genau das möchte ich auch machen! Ich wurde angenommen, und das Medizinstudium war Geschichte.

Wie war die erste Zeit in Hamburg und auf der Stage School For Performing Arts?

Als ich nach Hamburg zog, war ich gerade 17 Jahre alt. Alle prophezeiten mir, dass es hart sein würde. Ich hatte aber gar nicht die Gelegenheit, das zu realisieren. Ich war schon als Kind sehr früh ziemlich selbständig, und allein Wohnen fiel mir sehr leicht. Hamburg ist eine unfassbar schöne Stadt, die mich toll empfangen hat. Als gebürtige Kölnerin hatte ich anfangs zwar einen kleinen Kulturschock, was die Mentalität der Leute angeht (rheinische Herzlichkeit gegen nordische Zurückhaltung), aber spätestens, als die Schule anfing, hatte ich sowieso mehr als genug zu tun. Ich habe sofort Anschluss gefunden und hatte von da an jeden Tag bis abends Unterricht, musste meistens danach noch arbeiten, um mir mein Schulgeld zu finanzieren. Es war eine spannende Zeit – man lernte jeden Tag was Neues kennen. Ich war sehr wissbegierig.

Ihre größte Leidenschaft ist das Kindertheater. Wie sind Sie zum Kindertheater gekommen?

Meinen ersten Job hatte ich glücklicherweise schon vor meinem Schulabschluss in der Tasche. Gleich zwei Hauptrollen: „Mowgli“ im „Dschungelbuch“ und „Jim Knopf“ in „Jim Knopf und die Wilde 13“. Mit diesen beiden Familienmusicals sind wir auf Tour gewesen im gesamten deutschsprachigen Raum. Und schon damals haben mich die Kinder mitgerissen. Egal wohin man kommt: Kinder sind immer das ehrlichste Publikum, was man kriegen kann. Sie zeigen dir sofort, wenn sie gelangweilt sind oder doof finden, was du machst. Du hast also nicht die Gelegenheit, mal nur achtzig Prozent zu geben, egal ob du müde bist oder du keinen guten Tag hast. Kinder merken das sofort und lassen dich das dann auch spüren. Auf der anderen Seite sind Kinder aber auch das dankbarste Publikum. Diese leuchtenden Kinderaugen und das Mitfiebern der Kleinen: unbezahlbar! Außerdem finde ich es schön, in einer Welt voller Technik und medialer Reizüberflutung den Kids auch wieder den Zauber des Theaters zu zeigen, und wenn man sie dann auch noch abholen konnte, ist das ein wunderbares Gefühl.

In welchem Musical würden Sie gerne spielen?

Das ist eine schwierige Frage, dafür gibt es einfach zu viele Stücke, die mich noch reizen. Außerdem habe ich die Erfahrung gemacht, dass oft das Ensemble, mit dem man spielt, den entscheidenden Unterschied ausmacht. Ich glaube dass auch die tollste Großproduktion keinen Spaß macht, wenn die Kollegen und das Team drum herum nicht stimmen.

Und gibt es eine Rolle, die Sie unbedingt noch spielen möchten?

Da gibt es schon einige. Mein Herz schlägt da eher für die älteren, „klassischen“ Musicals. So würde ich gerne mal die „Annie“ in „Annie Get Your Gun“ verkörpern oder die „Anybodys“ aus der „West Side Story“.

Was waren Ihre schönsten oder peinlichsten Momente auf der Bühne?

2012 habe ich mit einem wirklich großartigen Ensemble in Mühlheim am Main ” Die famose Schmidt-Schlagersause“ gespielt. Als wir bei der Derniere zum Finale auf die Bühne kamen, war das Publikum ein Meer aus Wunderkerzen. Das war der schönste „Abschied“, den man sich hätte wünschen können. Gänsehaut pur!

Sie haben zuletzt in ” Liebe, Last und Fracht” gespielt. Wovon handelt dieses Stück?

Das Stück spielt in den 1950er Jahren im Bremer Hafen und erzählt die Geschichte von Theo, der nach großer Fahrt auf See wiederkommt und feststellen muss, dass seine große Liebe „Sylvie“ mittlerweile einen anderen geheiratet hat. In Gerdas „Füllstation“ trifft er auf Gerda, Hannes und Anna, die ihm wieder auf die Beine helfen.

Sie sind vom 23.07 – 06.09.2014 wieder in der Schmidtparade zu sehen. Wie ist es erneut in der Schmidtparade dabei zu sein?

Wieder bei der Schmidtparade zu sein ist wie nach Hause kommen. Ich habe die Produktion schon im vergangenen Jahr sehr geliebt. Wir reisen mit dem Publikum von den 60ern in die 70er und schließlich in die 80er Jahre. Das ist körperlich und stimmlich ein gewaltiger Kraftakt. Aber wenn das Publikum so richtig schön mitgeht, ist es wie ein Rausch, dem man sich nicht mehr entziehen kann.

Gibt es eine Rolle oder einen Song, die/den Sie in der Schmidtparade besonders gerne mögen?

Ich finde, die Schmidtparade besteht aus unzähligen, liebevollen Ideen, szenisch wie musikalisch, daher fällt es mir schwer, mich festzulegen. Fest steht aber, dass es musikalisch deutlich anzieht wenn wir in den 80er-Teil kommen. Zum Schluss sind wir bei der neuen deutschen Welle angelangt und beim Nena-Medley, wenn man als Darsteller eigentlich schon völlig erschöpft sein müsste, dreht man dann nochmal komplett auf.

Welche drei Begriffe fallen Ihnen spontan zur Schmidtparade ein?

Schräg, bunt, laut.

Gibt es schon weitere Projekte nach der Schmidtparade und Karamba?

Es gibt schon einige Projekte, die im Gespräch sind, mehr dazu kann man in Kürze auf meiner Webseite erfahren.

Kategorie: Interviews

Autor: N. Hofmann (21.07.2014)

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