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Interview mit Musical-Darsteller Tobias Joch

In diesem Jahr schloss der gebürtige Thüringer Tobias Joch seine Ausbildung zum Musicaldarsteller an der Joop van den Ende Academy ab und war zuletzt im Ensemble von AIDA bei den Thunerseespielen zu sehen. Ab dem 19.10.2014 wird er die Rollen "Peter Pan / Wache " bei der deutschsprachigen Erstaufführung des Dreamworks Musical "SHREK" spielen.

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Tobias Joch
Tobias Joch © Carolin Wille

Vita von Tobias

Tobias Joch machte seine Ausbildung zum Musicaldarsteller an der Joop van den Ende Academy in Hamburg. Schon vor seiner Musicalausbildung stand er in einigen Produktionen u.a. in JEKYLL & HYDE, DIE DREIGROSCHENOPER, ROMEO & JULIA, DIE NIBELUNGEN und CRAZY FOR YOU am Theater Nordhausen auf der Bühne. Während seiner Ausbildung spielte er Dottore in DIE GLORREICHEN, in Durang’s DER ALPTRAUM DES SCHAUSPIELERS sowie in DAMES AT SEA. Als Sänger wirkte er im Stage Club Hamburg beim Konzert PASEK & PAUL INTRODUCING DOGFIGHT mit, bis er die Rolle des “Rocky” in der THE ROCKY HORROR SHOW der Stage Studios bekam. Zuletzt war er im Ensemble bei dem von Elton John und Tim Rice geschriebenen Broadway-Musical AIDA bei den Thunerseespielen in Thun zu sehen.

Ab dem 19.10.2014 verkörpert er die Rollen “Peter Pan / Wache” bei der deutschsprachigen Erstaufführung des Musicals “SHREK”.

An der Joop van den Ende Academy hast du deine Ausbildung zum Musicaldarsteller gemacht. Wolltest du schon immer Musicaldarsteller werden oder gab es vorher einen anderen Berufswunsch?

Den Wunsch auf der Bühne zu stehen, hatte ich schon früh. Ich konzentrierte mich zunächst aber eher auf Schauspielerei, da ich mein gesangliches und tänzerisches Potenzial zu dem Zeitpunkt noch nicht wirklich entdeckt hatte. Erst als ich dann die Gelegenheit bekam bei ein paar Musicalproduktionen am Theater Nordhausen mitzuwirken, fand ich die Leidenschaft zum Musical und den Ehrgeiz mich in allen drei Sparten ausbilden zu lassen.

Du hast schon in einigen Produktionen gespielt. Welche Rolle hat dir besonders viel Spaß gemacht?

Eine Rolle, die mich sehr beschäftigt hat und lustigerweise keine Musicalrolle ist, war Brandon, der Streber in einer Schauspielfassung des 80er Films „The Breakfast Club“. Eine Rolle die mit viel spontaner Komik verbunden ist. Da konnte man einiges ausprobieren, was unheimlich Spaß gemacht hat. Auf der anderen Seite ist es aber auch eine sehr gebrochene Figur, die sich hinter einem Klischee versteckt und darum kämpft das eigene Ich endlich auszuleben. Das war als Darsteller ein spannender Entwicklungsprozess.

Zuletzt warst du im Ensemble von AIDA bei denThunerseespielen zu sehen. Gab es ein besonderes Erlebnis, was dir in Erinnerung geblieben ist?

Da gibt es wirklich einige besondere Erlebnisse aber was ich sicher nie vergessen werde ist der Kletterausflug, bei dem wir in ca. 2500m Höhe eine steile Bergwand entlang und hinaufgeklettert sind. Eine Erfahrung bei der man 100% bei sich selbst war und alles andere ausgeblendet hat und die trotz des Adrenalins unglaublich befreiend war. Danach hatte man das Gefühl, man könnte Bäume ausreißen.

Wo siehst du dich in 5 Jahren?

Na hoffentlich weiterhin als Darsteller auf der Bühne, vielleicht auch außerhalb des deutschsprachigen Raums und mit einigen abwechslungsreichen Erfahrungen im petto.

Gibt es eine Rolle, die du unbedingt noch spielen möchtest?

Pippin aus dem gleichnamigen Musical ist eine Rolle, die mich sehr reizt. Ich würde mich freuen dieses Stück bald einmal wieder auf den deutschen Spielplänen wiederzufinden. Es gibt natürlich noch viele andere tolle Rollen zu spielen. Nahezu alles von Stephen Sondheim oder bei „Next to Normal“. Zudem ist „Les Misérables“ ein Stück, das ich in meiner Karriere unbedingt einmal gespielt haben möchte.

Welchen Typ verkörperst du am liebsten: Sunny-Boy oder Bad-Boy?

Ich schätze momentan, werd ich eher für ersteres in Frage kommen aber die Bad-Boy Charaktere bieten nochmal ganz andere Möglichkeiten, weil es bei ihnen so gut wie keine Limits in der Rollengestaltung gibt und die Hintergründe eines Bösewichts bieten natürlich oft auch mehr Interpretationsfläche.

Was war das erste Musical, das du gesehen hast?

Jesus Christ Superstar

Wie sieht bei dir so ein typischer Berufsalltag aus?

Momentan beginnt er mit Proben, wird unterbrochen von einer ausgiebigen Essenspause und geht weiter mit dem routinierten Aufwärmen vor der Show, schminken, dem Besuch in der Maske, Bereitstehen für den ersten Auftritt und letztlich dem Spielen der Show und dann ab unter die Dusche.

Was ist Entspannung für dich?

Eine ordentliche Massage oder Flanieren durch den Park 😀

Fällt es dir schwer, eine neue Choreografie oder eine neue Rolle zu lernen?

Eigentlich nicht. Es gibt ja ausreichend Proben um alle Schritte und Wege zu perfektionieren. Genauso beim Entwickeln einer Rolle. Klar geht da der Findungsprozess mal schneller, mal langsamer voran aber davon lebt die Arbeit ja auch.

Am 19.10 ist die Premiere von SHREK im Capitol Theater Düsseldorf. Wie lange habt ihr insgesamt für dieses Stück geprobt? Und wie oft in der Woche?

Geprobt haben wir jetzt insgesamt 7 Wochen für SHREK und das sechsmal in der Woche.

Hast du eine Lieblings-Märchenfigur bei SHREK? Wenn ja, warum?

Eine eindeutige Lieblings-Märchenfigur habe ich nicht. Sie sind durch ihre eigenen schrägen Persönlichkeiten insgesamt ein ziemlich cooler Haufen. Ich muss aber zugeben, dass mich die Beiträge der Bösen Hexe jedes Mal wieder amüsieren.

SHREK wird im Oktober erstmals in Deutschland aufgeführt. Auf was dürfen Shrek-Fans gespannt sein?

Auf jede Menge schrägen Humor, Spaß, gerissene Choreografien und viel Herz!

 

 

 

 

 

 

Kategorie: Interviews

Autor: N. Hofmann (17.10.2014)

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