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Interview mit Christian Schöne

Im Rahmen der Aufführung von DIE NACHT DER MUSICALS in Weimar durften unsere Redakteure Christian und Benedikt anschließend ein Interview mit dem Musicaldarsteller Christian Schöne führen. Im Interview sprach Schöne über seine Erfahrung mit DIE NACHT DER MUSICALS und über das Publikum in den verschiedenen Städten.

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Christian Schöne als Falco
Christian Schöne als Falco © Christian Demme

Christian Schöne – Ein Musicaldarsteller, Entertainer und Dozent mit viel Herzblut

Der in Usingen im Taunus geborene Christian Schöne absolvierte seine Ausbildung zum Musicaldarsteller und Schauspieler an der „Stage und Musical School Frankfurt“. Seit 2008 ist Christian, neben seiner Tätigkeit als Musicaldarsteller, auch als freischaffender Dozent für die Fächer Phonetik, Rollenschauspiel, Improvisation und Musicaldance tätig. Für die Welturaufführung von DIE PÄPSTIN in Fulda kreierte er die Rolle des Anastasius. Außerdem stand auch ebenfalls für die Produktionen 3 MUSKETIERE, BONIFATIUS sowie für ELISABETH – LEGENDE EINER HEILIGEN auf den Musicalbühnen. 2012 nahm er an der Castingshow DSDS teil, wo er es bis in die LIVE-SHOWS schaffte. Musical1 durfte bereits vor ein paar Monaten bereits für den Musical1-Podcast mit Christian Schöne plaudern.

Musical1 im Interview mit Christian Schöne

Berichte uns bitte darüber, wie du auf das Engagement von DIE NACHT DER MUSICALS aufmerksam geworden bist!

Ich war bereits 2010 Teil der Tour-Produktion. Zum damaligen Zeitpunkt war ich im Team Österreich unterwegs. Direkt im Anschluss wurde ich wieder für die Sommer- und die Wintertour angefragt, aber da kam DSDS dazwischen und somit sagte ich die Tour damals ab. Jedoch durfte ich damals den Verantwortlichen nicht mitteilen, dass ich es wegen DSDS absagte. Da es eine sehr kurzfristige Absage war, musste natürlich schnell ein Ersatz für mich her. Doch der Kontakt zu den Produzenten ist nie abgerissen und somit habe ich mich gemeldet und mitgeteilt, dass ich in der Saison 2014/2015 gerne wieder dabei wäre, dieses Mal aber gerne in Team Deutschland.

Wie bereits erwähnt, tourst du in dieser Saison durch Deutschland. In welchen Städten wirst du zu sehen sein?

Ach du lieber Himmel. Da weiß ich gerade gar nicht, wo ich anfangen soll. Die Tour ist vom 26.12.2014-02.04.2015 unterwegs und das an jedem Tag in einer anderen Stadt. Die Darsteller wechseln Blockweise, das heißt, es werden 4er, 5er und 6er Shows gespielt, in denen immer wieder neue Darsteller in neuer Zusammensetzung zusammen auftreten. Ich bin zum Beispiel in Frankfurt am Main dabei. Das erfreut mich natürlich besonders, denn es ist ja meine Heimatstadt. In Potsdam und Berlin werde ich auch zu sehen sein. Aber auch in der Domstadt Erfurt darf ich spielen, was mich auch sehr freut. Bereits mit der Spotlight Musical GmbH durfte ich in Erfurt auftreten und ich mag diese Stadt sehr. Allerdings bin ich auch in wenig eingeschränkt für den Tourplan, weil ich ab März in Straubing bei München SUNSET BOULEVARD spiele.

Gibt es auch eine Stadt auf die du dich besonders freust?

Frankfurt am Main. Gar keine Frage. Die Jahrhunderthalle ist echt toll. Erfurt liegt mir sehr am Herzen: eine wunderschöne Stadt. Da wollte ich ja auch mal hinziehen, hatte mich dann aber doch für Eisenach entschieden. Die Altstadt von Erfurt gefällt mir unwahrscheinlich. Man kann sich in die kleinen Gässchen zurückziehen und gemütlich einen Kaffee trinken oder einfach ein bisschen durch die Stadt schlendern. Da fällt mir gerade noch was ein. Am Theater in Erfurt gibt es einen Kammersänger namens Peter Schöne. Vor Jahren hatte ich mal Auditions und da wurde ich immer gefragt, ob ich mit Peter Schöne verwandt sei. Und da habe ich immer geantwortet: Ja, das ist mein Vater. Was auch in der Tat so ist. Allerdings ist mein Vater nicht der Kammersänger Peter Schöne. Doch ich wusste zum damaligen Zeitpunkt gar nicht, dass es einen eben solchen überhaupt gibt. Das habe ich erst Jahre später, als ich BONIFATIUS in Erfurt gespielt habe, erfahren.

Ja heute (15. Januar 2015) hast du ja in Weimar, der Stadt wo einst Goethe und Schiller wirkten, gespielt. Konntest du dir denn wenigstens etwas von dieser doch sehr historischen Stadt anschauen oder bliebt keine Zeit dafür?

Ich bin tatsächlich mit einer sehr lieben Kollegin mal in den Stadtkern gefahren. Das Hotel liegt leider etwas außerhalb des Stadtzentrums. Da wir hier immer mit dem Bus ankommen, müssen wir immer schauen, wo wir uns etwas zu Essen besorgen und so bot es sich an, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden. Jedenfalls sind wir am Goetheplatz ausgestiegen und dort habe ich mir dann das Denkmal von Goethe und Schiller angeschaut. Doch bei der kurzen Zeit, die einem meist übrig bleibt, kann man jetzt keine großen Sightseeing-Touren machen.

Christian Schöne als Sweet Transvestite

© Christian Demme

Wie hast du das Publikum in Weimar empfunden?

Das Publikum hier in Weimar war von Anfang an, bei der Show sehr dabei. Nach jeder Nummer gab es einen kräftigen Applaus, aber sie waren am Ende des ersten Aktes schon auf einem recht hohen Niveau, wo sie schon sehr losgelöst waren. Und ich denke, die zwei Zugaben, zu denen wir aufgefordert wurden, sprechen für sich.

Gibt es Unterschiede zwischen dem Publikum in den einzelnen Bundesländern? Wenn ja, in wie fern?

Ja, das kann man wirklich so sagen. Ob das jetzt nun am Bundesland selber liegt, glaube ich eher nicht. Es liegt in meinen Augen eher an der Mentalität der Menschen. Da gibt es schon gravierende Unterschiede. Ich hab das Glück, dass in den Shows, die ich bisher gespielt habe, jeweils zwei Zugaben gespielt werden durften. Besser geht es gar nicht. Und wir haben jeden Abend Standing-Ovations bekommen. Aber es gibt eben auch Bundesländer oder auch einzelne Städten, in denen mehr ältere Leute im Publikum sitzen und die Show ganz anders genießen, als jüngere Leute, die sich dann ganz anders mitteilen. Es gibt Publikum, welches während der Show eher zurückhaltend mit dem Applaus ist und am Ende dann total tobt, was mich dann immer sehr überrascht. Und dann gibt es eben auch Publikum, wie hier in Weimar, die sind durchweg immer voll dabei und das bleibt dann bis zum Ende auf diesem Level.

DIE NACHT DER MUSICALS verfügt über ein breites Spektrum an Szenen aus den verschiedenen Musicalproduktionen. Wann erfährst du, was du am jeweiligen Abend spielst?

Die Männer sind hier bei DIE NACHT DER MUSICALS unterteilt in einen Bariton und zwei Tenöre. Ich zähle zu den Tenören. Als Tenor lernt man die Songs der kompletten Show. Es ist uns im Team überlassen, wie man sich das jeden Abend aufteilt. Zwar gibt es von der Produktionsleitung Schablonen, wie es ursprünglich gedacht war. Wenn man aber so zehn bis zwanzig Shows in einer Reihe spielt, möchte man ja auch etwas Abwechslung haben und deshalb dürfen wir uns das untereinander aufteilen. Wenn jetzt jemanden eine Stadt, wie mir Frankfurt, besonders am Herzen liegt, darf man dann auch mal ein bisschen mehr singen, als der andere. In dem Moment verzichtet dann der jeweilige Kollege darauf und so sieht es dann eben auch anders herum aus. Wir besprechen das dann immer frühs im Tourbus und das funktioniert ganz gut. Mit den Kollegen, mit denen ich toure ist das immer recht easy, da gab es bisher keine Probleme.

Gibt es eine Szene, die dir besonders viel Spaß macht?

Ich mag TARZAN sehr gerne. Da kann ich viel Akrobatik reinbringen und das Stück an sich gefällt mir sehr gut. Ich freue mich aber auch immer sehr auf den Sweet Transvestite, weil es nach dem Song eben dazu gehört, diese große Moderation zu machen. Da kann man mit dem Publikum auf Tuchfühlung gehen und das mache ich unheimlich gerne. Ich möchte immer mit dem Zuschauern interagieren, will die alles mögliche fragen, will wissen wie die heißen und wie sie sich so fühlen. Das macht mir einfach sehr viel Spaß.

Also uns ist hier in Weimar aufgefallen, dass nach der Transvestite-Nummer, das Eis bei den Zuschauern gebrochen ist. Du hast die so mitgerissen, die waren dann alle total aus dem Häuschen.

Das ist wunderbar zu hören. Da freue ich mich total drüber. Bei manchen taut das Eis früher oder eben später. Und Transvestite ist eben so eine Kunstfigur, mit der man das erreichen kann.

Wie empfindest du die Zusammenarbeit mit dem Kreativteam und den anderen Darstellern?

Die Arbeit ist sehr fruchtbar. Das Kreativteam hat immer ein offenes Ohr. Es wird sich an die Verträge gehalten. Es ist in meinen Augen eine sehr harmonische Zusammenarbeit. Und auch die Mischung der Darsteller stimmt total. Wir sind zusammen ein gutes Team.

Ihr seid täglich an anderen Spielorten. Stress pur oder?

Ja, das ist in der Tat Stress pur. Aber ich toure gerne. Wir haben auch einen großen Tourbus, der echt bequem ausgestattet ist und wir haben da sehr viel Platz. Wir kommen immer rechtzeitig in den Hotels an, die immer top sind. Wir werden immer gefragt, ob wir irgendwas benötigen, seien es Nahrungsmittel oder Medikamente, falls es uns mal nicht so gut geht. Es ist also für alles gesorgt.

Du hast ja vorhin schon erwähnt, dass dir TARZAN unwahrscheinlich viel Spaß macht. Wäre es auch in der Original-Produktion etwas für dich?

Ja absolut. Ich habe auch vor ein paar Jahren bereits an den Auditions teilgenommen. Doch leider hat sich nichts ergeben, denn die Darsteller, die die Rollen bereits gespielt hatten, haben die Produktion nicht verlassen. Und wenn keiner geht, kann eben kein neuer Darsteller hinzukommen. Aber ich habe jetzt in den kommenden Tagen nochmal Audition bei TARZAN und darauf bin ich schon sehr gespannt.

Christian Demme als Tarzan

© Christian Demme

Wie lässt sich so eine Tour-Produktion mit Familie und Freunden vereinbaren?

Mit der Familie lässt es sich sehr schlecht vereinbaren, da meine Eltern, die ein Geschäft besitzen, diesbezüglich eben auch gebunden sind. Mit Freunden ist das schon etwas einfacher, die kommen dann über die ganze Zeit verteilt immer mal in die ein oder andere Stadt und besuchen mich dann bei einer der Shows.

Kategorie: Interviews

Autor: C. Demme (23.01.2015)

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